8. Sept.
Sonne, Sand und Seiten voller Dolce Vita
Rating:4

Sonne, Sand und Seiten voller Dolce Vita

Sonnencreme-Duft in der Nase, Sand im Schuh und das Gefühl, dass man beim Umblättern fast Meeresrauschen hört – genau so liest sich Stefan Maiwalds „Mein Leben am Strand“. Kein schwerer Schmöker, sondern eher wie eine bunte Postkarte aus Italien, die man beim Lesen am liebsten gleich mit einem Spritz in der Hand beantworten möchte. Humorvoll, quirlig und voller kleiner Beobachtungen nimmt er den Leser mit an die Adria, wo Sonnenschirme, Klappstühle und Strandrituale genauso wichtig sind wie das tägliche Gelato. Der Autor versteht es, aus winzigen Alltagsmomenten kleine Geschichten zu zaubern. Da reicht schon die Schilderung eines überfüllten Strandes, um das Kopfkino so bunt werden zu lassen wie eine Liegestuhl-Reihe im Hochsommer. Das macht Spaß, weil es unverkrampft, witzig und niemals belehrend daherkommt. Wer Italien liebt, wird vieles wiedererkennen, wer noch nicht dort war, bekommt akutes Fernweh. Natürlich ist das Ganze kein tiefschürfender Roman. Man bekommt keine große Handlung mit Spannungsbogen, sondern ein Kaleidoskop aus Anekdoten, Bildern und Gedanken. Genau das ist die Stärke, kann aber auch mal dazu führen, dass man nach fünf Kapiteln denkt: Okay, genug Sand zwischen den Zehen, jetzt hätte ich gern etwas mehr Abwechslung. Ein paar Passagen ziehen sich wie eine zu lange Strandpromenade, aber dann taucht wieder ein Funke Witz oder eine schlaue Beobachtung auf, die sofort ein Schmunzeln entlockt. Unterm Strich ist „Mein Leben am Strand“ die perfekte Lektüre für alle, die Dolce Vita lieben oder wenigstens kurz so tun wollen, als säßen sie mit Sonnenhut am Meer. Es bringt Sonne ins Wohnzimmer, selbst wenn es draußen in Strömen regnet. Kein Pflichtbuch, aber definitiv ein Gute-Laune-Buch. Vier Sterne – und die Lust, den nächsten Urlaub sofort zu buchen.

Mein Leben am Strand
Mein Leben am Strandby Stefan MaiwaldMosaik
15. Juni
Rating:5

Eine sehr unterhaltsame Story.

Tatsächlich hatte ich mir etwas anderes darunter vorgestellt, aber ich bin dennoch positiv überrascht. Der Schreibstil ist locker und versprüht das italienische Flair. Man wird leicht humorvoll an das Leben am Meer in Grado herangeführt und lernt es lieben, mit all seinen verschobenen Bewohnern. Wir sollten uns von der Leichtigkeit der Italiener definitiv eine Scheibe abschneiden, das Leben wäre damit ein wenig leichter. Es hat mich wirklich gut unterhalten. Und was soll ich sagen.. ein Leben am Meer kann ich mir durchaus sehr gut vorstellen 😅

Mein Leben am Strand
Mein Leben am Strandby Stefan MaiwaldMosaik
21. Mai
Rating:4

Kurzweilig und amüsant

Ich glaube, Italien ist mir das liebste Land auf der ganzen Welt. Auch wenn ich dem afrikanischen Kontinent, Asien, oder auch Griechenland und Spanien etwas abgewinnen kann, so zieht es mich doch immer nach Italien. Einzig und allein die Strände haben mir dort bisher noch nicht so gefallen aus verschiedenen Gründen. Zu voll, zu teuer und zu wenig Platz, um sich einfach mal irgendwo hinzulegen. Irgendwie alles zu wenig spontan. Umso neugieriger war ich auf das neue Buch von @stefan und habe mich gefragt, ob er mir das Strandleben in Italien schmackhafter machen kann. Wie ich es von ihm kenne, schreibt er in kurzen, szenischen Kapiteln über Grado in der Bucht von Trieste. Und diesmal befinden wir uns mit ihm am Strand. Wie ein roter Faden zieht sich der Jahreslauf am Ufer der Adria entlang. Wir sind dabei, wenn der Sand vorbereitet wird, die über den Winter vermissten Individuen wieder eintreffen, der Ferragosto den Höhepunkt der Saison bildet und natürlich auch, wenn die Schirme und Liegen wieder weggeräumt werden. Stefan ist ein guter Beobachter und seine Gabe die unterschiedlichen Persönlichkeiten für uns lebendig werden zu lassen, hat sehr lustige, aber auch melancholische Seiten. Ob es der kleine Diktator mit seiner herrischen Art in unsere Herzen schafft, ist vielleicht fraglich. Valentina jedoch fand ich irgendwie sympathisch und die weißen Plastikstühle sehe ich jetzt tatsächlich mit ganz anderen Augen. Stefan hat eine bunte Truppe um sich versammelt. Sogar eine kleine Liebesgeschichte ist in dem Buch versteckt. Nicht selten erinnern mich die Menschen an das Dorf am Meer, aus dem meine Familie stand, Dalmatien und Italien haben eine gemeinsame Geschichte (unsere Ecke wurde für viel Geld vom kroatischen Faschisten an den italienischen Faschisten verkauft- meine Oma hat in der Schule nur italienisch gesprochen) und das merkt man auch an den Menschen. Stefan beschreibt den unsympathischen Strand Playboy, der sich über alles und jeden lustig macht – gibt’s bei uns auch! Oder die besondere Methode, wie man seine Spaghetti Vongole isst– auch bei uns fast eine Religion. Und bei uns war es nicht der Friseur, der von der Finanzbehörde hops genommen wurde, sondern der Besitzer unserer Lieblingseisdiele – tragisch! Ich hatte auf jeden Fall ein richtig schönes Lese Erlebnis mit diesem wunderbar leichten Buch, das einen auf den Sommer einstimmt, auf den Strandurlaub und einem verspricht, dass man nicht weit reisen muss, sondern sich einfach einen Ort sucht – wie zum Beispiel Grado – und jedes Jahr aufs Neue hier dem dolce far niente frönt, natürlich am Strand.

Mein Leben am Strand
Mein Leben am Strandby Stefan MaiwaldMosaik
16. Mai
Post image
Rating:4

So, ich wäre dann so weit ... Nun bin ich endlich bereit, einen Italien-Strandurlaub zu planen. Dank des Buches 'Mein Leben am Strand' von Stefan Maiwald weiß ich jetzt genau, worauf es ankommt: Wie man den perfekten Ort findet um sich häuslich niederzulassen (die erste Reihe der Sonnenliegen ist nicht gleichzeitig die Beste Wahl ☝🏻), worauf man achten muss, mit wem man die besten Unterhaltungen führen und gleichzeitig seine Ruhe genießen kann. Außerdem habe ich gelernt, wen man ein bisschen bestechen muss, um hin und wieder eine zusätzliche Liege zu ergattern - all das und noch vieles mehr lässt sich in diesem unterhaltsamen Werk nachlesen. Ich gebe zu, ich habe das Buch während meines Urlaubs in Griechenland gelesen, abseits der Sonnenliegen und Sonnenschirmen. Dennoch hat es mich köstlich amüsiert und inspiriert. Stefan Maiwald, der selbst in Grado an der Nordküste der Adria lebt, nimmt uns mit auf eine Reise durch die gesamte Saison am Strand. Dabei lernen wir einige seiner Strandbuddys kennen und lieben. Den einen mehr, den anderen weniger. 😉 Meine Favoritin ist natürlich Valentina, neben ihr würde ich auch zu gerne meine Strandtage verbringen und hin und wieder in gepflegtes schimpfen und lästern verfallen. Das Buch ist wirklich unterhaltsam und äußerst sympathisch geschrieben und somit ruckzuck weggesnackt ... Ein luftigleichter Sommerhappen für zwischendurch!

Mein Leben am Strand
Mein Leben am Strandby Stefan MaiwaldMosaik
22. Apr.
Rating:3

Inhalt: Jens Maiwald erzählt uns mit einem Augenzwinkern von seinem Leben auf der Insel Grado in Italien. Im besonderen Mikrokosmos des Strand-Lebens erfahren wir was der Unterschied zwischen dem Bagnino und dem Salvataggi ist, wie der Strand auf die Hochsaison vorbereitet wird, wie schwer es sein kann, mit einer italienischen Familie rechtzeitig an den Strand zu kommen, warum es völlig OK ist sich auf die Liege am Strand zu legen und kein Sightseeing zu machen. Meinung: Die Gestaltung des Buches gefällt mir sehr gut und der Titel hat mich direkt neugierig gemacht. Der Schreibstil ist flüssig und die Kapitel kurz, sodass man sehr schnell durch das Buch fliegt. Das Buch heißt zwar, "mein Leben am Strand" aber ich hatte mir wegen des Untertitels "warum zwischen Sonne und Meer die Leichtigkeit liegt" und des Klappentextes etwas anderes vorgestellt. Es ist wirklich ein Bericht, was der Autor den Sommer über am Strand erlebt, inklusive dessen Bekanntschaften usw.  Zwischendurch gibt es immer wieder mal schöne Zitate zum Thema Strand und am Ende warum es am Strand so schön ist. Das war ehr die Richtung, die ich mir erhofft hatte und ein allgemeines Beschauen des Strandes. Der Bericht ist aber doch ehr persönlich und konnte mich in seiner Art leider nicht vollständig überzeugen. Ich denke aber, dass das Buch gerade für Grado-Urlauber bzw. Urlauber am Mittelmeer-Strand eine amüsante Lektüre ist.  Fazit: 3/5 Sternen  Ich gebe eine Empfehlung für alle, die die Thematik interessiert. 

Mein Leben am Strand
Mein Leben am Strandby Stefan MaiwaldMosaik
11. Apr.
Perfekte Lektüre für den Italienurlaub
Rating:4

Perfekte Lektüre für den Italienurlaub

"Der liegende Mensch ist ein harmloser, eleganter, waagerechter Mittelfinger wider die Hektik der Welt." Stefan Maiwald nimmt uns in seinem neuen Buch "Mein Leben am Strand" mit nach Grado, seiner Wahlheimat. Gemeinsam mit ihm beobachten wir das Treiben am Meeresufer der Adria, tauchen ein in das sanfte Rauschen des Meeres, den warmen Sand und in den Duft von Sonnenmilch. Wir erfahren mehr über die ungeschrieben Gesetze der Italiener und ihren Stolz. Maiwald klärt uns über die Mysterien des richtigen Verspeisens von Spaghetti vongole auf und auch was es mit den Supplì al telefono - den frittierten Telefonkabeln - auf sich hat. Wir erfahren wieso Italiener eigentlich nicht schwimmen gehen, sondern stattdessen das Meer zu ihrer Piazza machen. Wo man sie in Grüppchen schwatzend und gestikulierend stehen sieht. Und wer sich schon immer gefragt hat, wieso Italiener eigentlich solche Optimisten sind, wird von Maiwald aufgeklärt. Und auch, wie man mit dem Ausruf "O cazzo!" jedwedem tragischen Ereignis ein wenig die Schwere nehmen kann. Für Fans von Italien und der italienischen Lebensweise ist dieses Buch eigentlich schon ein Muss. Und tatsächlich überlege ich, Urlaub in Grado zu machen, nur um auf all die Figuren aus dem Buch zu treffen. Gespannt auf Valentinas schimpfendes "cretino" zu lauschen. Herauszufinden wer wohl "il piccolo 'Itler" ist - dieser kleine Quälgeist, den man am liebsten erwürgen möchte. Ihr seht, Maiwald hat mir eine schöne Lesezeit beschert. Mir tolle Bilder in den Kopf gezaubert und mich wirklich oft zum Schmunzeln, manchmal sogar zum lauten Lachen gebracht. Es ist kein Highlight, doch neben Maiwalds Buchtipps für den Strandurlaub auf den letzten Seiten im Buch, kann ich euch dieses hier definitiv für euren Strandurlaub in Italien empfehlen. Ihr werdet sicher noch genauer auf die Italiener um euch herum achten. "Nach dem caligà (furchtbares Unwetter) folgt stets strahlender, beinahe höhnischer Sonnenschein; das Wetter ähnelt einem jugendlichen Vandalen, der erst ein Fenster einwirft, aber dann mit auf dem Rücken verschränkten Händen fröhlich pfeifend davonschlendert."

Mein Leben am Strand
Mein Leben am Strandby Stefan MaiwaldMosaik