Ein bewegender, unterhaltsamer Roman über Familienbande, Erinnerungen und das, was wirklich zählt im Leben. Ich habe die Lektüre sehr genossen!
Inhalt Greta ist auf dem Weg zur Geburtstagsfeier ihres Großvaters Arjen, nur wenige Minuten nachdem sie sich von ihrem Freund getrennt hat. Entsprechend aufgewühlt trifft sie im Kreise ihrer Familie ein – wo natürlich sofort neugierige Fragen und gut gemeinte Ratschläge auf sie einprasseln. Nur einer scheint sie wirklich zu verstehen: ihr Großvater. Zu seinem 85. Geburtstag macht Greta ihm ein außergewöhnliches Geschenk – gemeinsame Zeit. Zusammen brechen sie zu einer Reise in Arjens Vergangenheit auf und fahren nach Beekensiel, eine kleine, verschlafene Nordseeinsel, die kaum Touristen anzieht. Doch für Arjen ist Beekensiel mehr als ein Ort – es ist ein Ort voller Erinnerungen, und ein bestimmtes Ereignis aus seiner Jugend scheint ihn bis heute nicht loszulassen … Meine Meinung Das Geheimnis des zweiten Sommers ist ein ruhiger, berührender Roman mit der richtigen Mischung aus Spannung, Familiengeschichte und einer Prise Liebe – genau das, was ich mir von so einer Geschichte erhoffe. Tanja Heitmann schreibt atmosphärisch und detailreich, dabei flüssig und angenehm zu lesen. Dennoch verlangt der Roman Aufmerksamkeit, da er mit Zeitsprüngen zwischen Gegenwart und Vergangenheit arbeitet und viele Figuren eingeführt werden. Besonders gefallen hat mir Greta, die mit ihrer etwas tollpatschigen, charmanten Art für viele lebendige Momente sorgt. Ich hätte mir sogar gewünscht, dass die Gegenwartspassagen noch etwas mehr Raum bekommen – einfach, weil ich so gerne in ihrer Perspektive geblieben bin. Zugegeben, manche Wendungen der Geschichte sind vorhersehbar und der große Überraschungseffekt bleibt aus. Aber genau das stört mich bei einem Familienroman überhaupt nicht. Für mich reicht es völlig, wenn es hier und da ein Geheimnis, eine unerwartete Wendung oder eine Figur mit Ecken und Kanten gibt. Ein kleiner Kritikpunkt: Das Cover wirkt zwar stimmig, aber etwas beliebig. Da im Buch der Haifischknochen eine zentrale Rolle spielt, hätte ich mir gewünscht, dass dieses Symbol auch visuell aufgegriffen wird. Fazit Ein bewegender, unterhaltsamer Roman über Familienbande, Erinnerungen und das, was wirklich zählt im Leben. Ich habe die Lektüre sehr genossen!

