Nanotechnologie und ihre Möglichkeiten, zumindest auf dem Papier, aus dem Bücher sind, haben mich schon immer interessiert. Man könnte so viel Gutes damit bewirken, wenn es wirklich so funktionieren würde, wie es in diesem Buch hier gedacht ist. Allerdings eben auch sehr viel Böses, was genau diese Story hier wieder beweist.
Clive Cussler hat sich in diesem Buch wirklich stark zurückgehalten, was technische Beschreibungen und militärische und maritime Fachbegriffe angeht. – Dadurch wird das Buch, besonders für den einfachen Leser, sehr gut verständlich und leichter lesbar. – Besonders beeindruckt hat mich hier zum Einen die Menschen auf der Insel, welche irgendwie in der Zeit stehen geblieben sind und das ganze Szenario rund um den Assuan-Staudamm in Ägypten. Szenen, die ich mir ganz genau so vorstelle, wenn ein Amerikaner einem Ägypter verklickern will, dass der Nationalstolz des Landes am Ende doch mal eben so einzureisen geht, ohne dass man davon etwas mitbringt. Das Ding mit der Nanotechnologie war so spannend, dass ich mir fast wünsche, dass zumindest die guten Eigenschaften dieser kleinen Roboter wirklich nutzbar wären. – Nicht auszudenken, wenn der Mensch durch diese kleinen Dinger vielleicht alternatives schwimmendes Land schaffen könnte oder eben wirklich die verschmutzen Meere reinigen könnte. Kopfkino hatte ich hier besonders bei den Szenen, wo sich Kurt und Joe aus dem Brunnen befreien und als Joe versucht, in Ägypten noch zu retten, was zu retten geht. Wirklich bilderbuchreif, wie sich hier die Abneigung erst in Fassungslosigkeit, dann Hilflosigkeit bis hin zu einer friedlichen Zusammenarbeit entwickelt. Das Buch hat mich, gerade für einen Cussler, wirklich angenehm überrascht. Es hat sich erstaunlich gut weglesen lassen und mich dabei wirklich sehr gut unterhalten und mir eine wirklich kurzweilige Zeit und seit Langem mal wieder ein 5-Sterne-Buch beschehrt. Herr Cussler ist so etwas wie ein Garant für wirklich lohnenswerten Lesestoff.

