
Etwas für Thriller - Einsteiger und evtl. Hundeliebhaber, I guess? 🐶🧣
Nora Roberts - Im Schatten der Wälder, besagter Thriller der auch irgendwie keiner zu sein scheint und eher als spicy Romance Roman im Hundetrainer - Setting bezeichnet werden könnte. Inhalt >> Fiona Bristow ist leidenschaftliche Hundebesitzerin - und Trainerin mit einer Mission. Sie ist Mitglied der relativ erfolgreichen Such - und Hundestaffel auf ihrer kleinen, aber bescheidenen Insel Orcas Island. Ihr Job und vor allem die Hundestaffel ist es, welche ihrem idyllischen Leben auf der Insel das gewisse "Etwas" verleihen. Das was sie tut erfüllt sie mit Leben und Stolz, sie könnte nicht glücklicher sein - wäre da nicht noch ihre Vergangenheit, die sie stätig wieder einzuholen droht. "Eine jüngere Frau - sportlich und ehrgeizig gegen die Zeit, gegen ihren Peiniger - still und gerissen, die Waffe - ein roter Schal." Und zu allem Überdruss taucht auch noch dieser arrogante aber charmante Künstler Simon Doyle auf und stellt dabei Fionas Welt als frisch gebackener Hundedad auf den Kopf. >> Die Grundidee mit der Hundestaffel und die dazugehören Szenarien in denen wir uns zusammen mit Fiona und ihrer Einheit begeben haben, haben mir ganz gut gefallen und sie haben in die Story fortlaufend auch wirklich etwas Spannung einbringen können. Jedoch habe ich grundlegend etwas anderes von der Geschichte erwartet würde ich sagen. Vielleicht auch zuviel, denn ich hatte mal wieder große Lust auf einen Thriller. Die Story beschäftigt sich in der ersten Hälfte unglaublich viel mit dem Training der Hunde und generell der Erziehung von Hunden. Was wahrscheinlich dem Handlungsstrang geschuldet ist, dass Fiona und Simon sich kennenlernen und er maßlos überfordert ist mit seinem neuen Sprössling an seiner Seite. Er braucht offensichtlich ihre Hilfe. Auch die zwischenmenschlichen Beziehungen werden hier sehr ausgebaut, man erfährt wie nah sich die Anwohner auf der Insel sind und wie wohl sich Fiona dort fühlt, was sie sich nach ihrer Vergangenheit dort aufbauen konnte. Man bekommt einen guten Eindruck davon wie "sicher" die Protagonistin sich aktuell fühlt. Fast wirkt alles - sowohl das Umfeld, als auch die gesamten Handlungen sehr stimmig, gar zu perfekt meiner Meinung nach. Man wartet geradezu auf ein Tief in der Geschichte. Die Spannung ließ zu wünschen übrig und wurde zwar im letzten Drittel aufgebaut, sie flachte jedoch relativ schnell wieder ab, um am Ende auf den letzten 100 Seiten wieder an Fahrt aufzunehmen. Jedoch der gewünschte "Aha - Moment" oder Plottwist? Ja richtig, der blieb irgendwie (für mich persönlich) aus. Vieles war für mich leider sehr vorhersehbar, vielleicht war jedoch auch nicht der Punkt an dieser Story etwas herauszufinden für den Lesenden. Für mich ist aber leider genau das, was einen guten Thriller ausmacht. Aufbau, Spannung, Steigerung, evtl. Plottwists, etc. All das blieb in einem gewissen Maß für mich hierbei aus. Jedoch, wer sich gern mit Hunden und Hundetraining beschäftigt und für den die zwischenmenschlichen Beziehungen wichtiger in einem Thriller sind als der "thrill", für den könnte das Buch tatsächlich etwas sein. P.S. Auch hier gibt es einige spicy Szenen, welche anfänglich etwas stockend und irgendwie unpassend meiner Meinung nach waren und wirkten. Diese haben sich jedoch wirklich fortlaufend verbessert !









