21. Dez.
Rating:4

In einer Musikschule wird eine junge Studentin ermordet. Der Täter wird unmittelbar nach der Tat von zwei Polizistinnen gestellt und flieht in eine fensterlosen Hörsaal aus dem er nicht entrinnen kann, da alle Türen kontrolliert werden. Die Polizistinnen gehen in den Raum, doch der Täter ist spurlos verschwunden. Dies ist nur der erste Trick mit dem der Illusionist Malerick die Ermittler Lincoln Rhyme und Amelia Sachs täuschen, und es ist auch nur der erste Mord. Dieser Krimi ist von der ersten Seite an spannend und er bleibt es bis zum Schluss. Vieles was man zu wissen glaubt stellt sich später als Täuschung heraus. Einige Zusammenhänge wirken jedoch zu konstruiert. Die Hauptfigur ist überzeugend beschrieben, die beiden Ermittler Rhyme und Sachs bleiben jedoch etwas blass.

Der faule Henker
Der faule Henkerby Jeffery DeaverBlanvalet
23. Sept.
Rating:3

">>Ist nicht fast unser gesamtes Leben eine einzige Illusion?<>Wie das?<>Tja, alles Vergangene ist Erinnerung, nicht wahr?<>Stimmt<>Und alles Zukünftige ist Vorstellung. Beides sind Illusionen - unser Gedächtnis ist unzuverlässig, und was die Zukunft anbelangt, so spekulieren wir nur. Völlig real ist einzig und allein der gegenwärtige Moment - und der verwandelt sich ständig von einer Vorstellung in eine Erinnerung. Sehen Sie? Der Großteil unseres Lebens ist eine Illusion.<<" Seite 198 Mir fällt es bei diesem Band etwas schwer, eine Rezension zu schreiben. Beginnen wir beim Anfang, der so rasant wie immer beginnt, man ist direkt mitten im Geschehen und versteht zuerst nicht, was genau überhaupt passiert. Und während man noch vom ersten Mord abgelenkt ist, geht es direkt weiter. Es ist spannend, es ist informativ und es ist wieder ein Thema, von dem man jetzt nicht allzu viel liest und damit etwas neues. Bis circa zur Mitte des Buches fand ich es mega wie immer, auch wenn ich mir mehr von Amelia und Rhyme gewünscht habe, deren Charaktere mir etwas zu kurz kamen. Aber dann wurde mir die Geschichte zu viel. Zu viele unerwartete, übertriebene Wendungen, zu viele Tricks, zu viele Illusionen. Natürlich geht es bei dem Roman gerade um Illusionen und Unerwartetes, denn das macht Zauberei aus. Für meinen Geschmack war es zu viel des Guten und hat der Glaubhaftigkeit des Romans geschadet. Bitte nicht falsch verstehen, mich hat das Buch unterhalten, ich wollte wissen, was noch kommt und wie es sein kann, dass das Buch noch so viele Seiten hat, obwohl wir doch dem Ende entgegen steuern. Und für mich ist es einfach Tatsache, dass Jeffery Deaver ein großartiger Autor ist, dessen Bücher man nicht schon fünfmal woanders gelesen hat, sondern einen riesigen Mehrwert im Genre Krimi bietet. Aber für mich persönlich war das Buch bisher sein schwächstes der Reihe. Fazit: Zu viele Wendungen für meinen Geschmack, die dem Roman die Glaubwürdigkeit genommen haben. Außerdem kommen die Charaktere im Buch etwas zu kurz, denn wegen Rhyme und Amelia fieber ich dieser Reihe doch so hinterher. Ich hoffe so sehr, dass mich der nächste Band wieder vom Hocker reißen wird, bei diesem Buch war das leider nicht der Fall.

Der faule Henker
Der faule Henkerby Jeffery DeaverBlanvalet