Außergewöhnliche Frau mit einer außergewöhnlichen Story!
Leider hat die Umsetzung für mich nicht so ganz funktioniert. Es waren verschiedene Erlebnisse aus ihrem Leben, mit dem gleichen Ergebnis.... das immer und immer wieder wiederholt wurde.
Leider wirkten auf mich manche Geschehnisse/Erzählungen auch etwas unauthentisch.
Es hat sehr vielversprechend angefangen, hat mich aber schnell verloren :/
Spannendes Buch zu einem psychologisch spannenden Thema. Autorin und Soziopathin Patric erläutert anhand ihrer Biografie ihr Leben und Überleben mit Soziopathie, dem langen Weg zu einer Diagnose und dem noch längeren Weg zur therapeutischen Hilfe.
Am Anfang fand ich es toll umgesetzt und super interessant; ab Seite 300 zog es sich dann aber in einem gefühlt gleichen Strudel, bevor der Epilog vieles erklärte. Schade fand ich, dass der Teil, wie sie heute dazu beiträgt Soziopathen zu helfen, in diesem Buch so kurz gekommen ist. Fast als sollte es als Teaser für kommende Bücher herhalten
Tiefe Einblicke in echte Erzählungen einer Soziopathin! Ein Buch das ich gerne gleich nochmal lesen würde! 😍
Als ich dieses Buch im Laden gesehen habe, sprang es mir gleich als Erstes wegen der Optik ins Auge! Dann las ich „Meine Geschichte“ und war sofort begeistert!
Eine Soziopathin erzählt aus ihrem eigenen Leben vom Kindesalter bis hin ins Leben einer Erwachsenen Psychologin. Wann erhält man schonmal solch echte Einblicke in die Psyche und Gefühlslage? Ich musste dieses Buch lesen!
Und es hat mich nicht enttäuscht, ich war durchweg begeistert! 😍
Ganz ehrliche Geschichten aus ihrem Leben und ihr Weg hin zur Diagnose, der nicht so einfach war!
Es war so interessant zu lesen wie sie in Situationen gehandelt und sich anderen erklärt hat!
Wenn du dich für die Psyche Anderer interessierst, dann LIES DIESES BUCH!
Und zum Schluss, danke Patric Gagne, dass du uns deine Geschichte erzählt hast!
Ich habe nicht das Recht dazu, dieses Buch zu bewerten...
Memoiren subjektiv zu bewerten ist immer schwierig, denn woher hat man das Recht, das Erlebte, dass eine andere Person teilen möchte, zu beurteilen? Ich bin der Meinung, dass man das als Leser*in nur begrenzt tun kann. Bei "Soziopathin" ist es mir allerdings überhaupt nicht möglich, das Gelesene zu bewerten, weil ich mich nicht in die Autorin Patric Gagne hineinversetzen konnte. Und genau das ist der Punkt an diesem Buch.
Patric Gagne ist promovierte Psychologin, Therapeutin - und Soziopathin. Sie erzählt in dieser Autobiographie ihr Aufwachsen und Umgehen mit ihrer Persönlichkeitsstörung. Damit will sie Stigmata abbauen, Verständnis schaffen und anderen Soziopath*innen helfen. Es geht um ihr destruktives Verhalten und wie sie ihr Leben lang versucht hat, sich selbst zu verstehen sowie um Liebe und Freundschaft. Sie zeigt, dass Psychoedukation eine zentrale Säule der Behandlung von psychischen Erkrankungen sein kann, dass das Problem jedoch darin besteht, dass die Forschung sich zu wenig mit Soziopathie befasst. Deshalb widmet Gagne ihr Leben diesem Ziel, um zu zeigen, dass Soziopath*innen nicht per se böse sind.
Ich kann nicht beurteilen, inwiefern dieses Buch Betroffenen helfen kann. Mir persönlich fiel es schwer, in das Buch reinzukommen, weil ich die Abwesenheit von Emotionen, die Gagne erlebt und mit destruktiven Verhalten auszugleichen versucht, nur sehr begrenzt nachvollziehen kann. Hilfreich fand ich hierbei, dass Gagne immer wieder psychologische Einordnungen und Ergebnisse aus ihren Therapiesitzungen teilt.
Ich denke die beste Haltung, um als Nicht-Betroffene an dieses Buch heranzugehen ist diese: unvoreingenommen und nicht verurteilend. Dadurch hat dieses Buch dazu beigetragen, dass ich Soziopathie an sich besser verstehe und als weniger negativ wahrnehme. Ich habe allerdings beim Lesen auch gemerkt, dass ich an manchen Stellen eine gewisse Abneigung verspürt habe, die mir zeigt, dass ich meinen Vorsatz des Nicht-Verurteilens nicht an jedem Punkt einhalten konnte. Trotzdem nehme ich die Lektüre als bereichernd wahr, nicht nur weil sie mir diesen Spiegel vorgehalten hat, sondern auch, weil sie sich sehr fundiert und verständlich mit der Thematik auseinandersetzt und ihrem entstigmatisierenden Vorsatz durchaus nachkommt. Denn es zeigt auf, dass Soziopathie normal und nicht kriminell ist und dass es möglich ist, einen Umgang damit zu finden, sowohl für Betroffene, als auch für die Gesellschaft, um Betroffene zu unterstützen.
"He'd fallen under the same spell as everyone else who knew me, projecting himself onto me instead of seeing me"
Ich fand das Thema einer Soziopathin, die ein Buch über ihr Leben geschrieben hat extrem spannend, deshalb habe ich mir dieses Buch gekauft und ich wurde nicht enttäuscht.
Ich interessiere mich für Psychologie und wusste nicht wirklich was ich mir unter Soziopathie vorstellen soll, weil man immer nur das Bild eines Soziopathen aus den Medien kennt. Nach dem Buch fühle ich mich definitiv viel besser aufgeklärt.
Ich fand es mega interessant wie Patric sich durchs Leben geschlagen hat, obwohl ihr die Informationen über ihre Persönlichkeit verweigert werden und sie unbehandelt ist. Aber besonders interessant fand ich den Ansatz, dass sie als Soziopathin viele Dinge tut die sich in der Grauzone bewegen, sie aber einige Menschen in ihrem Umfeld hatte, die wirklich verbotene oder moralisch sehr fragwürdige Dinge tun mit schlechten Absichten und das obwohl Soziopathen ja "die Bösen" sein sollen laut unserer Gesellschaft.
Das Buch hat mich sehr gefesselt, nur der Prolog war etwas unnötig langgezogen (generell viel zu lange für einen Prolog) und war nicht super wichtig oder spannend. Deshalb 4,5⭐️ von mir.
Fazit: Ein super spannender und interessanter read, allerdings nur wenn man Psychologie und Memoiren mag 🙂↕️
Die Geschichte einer Soziopathin und wie es sich bei ihr entwickelt hat. Fand ich höchst spannend aber auch etwas zu psychologisch. Gegen mitte hat sich die Geschichte sehr gezogen. Muss auch sagen ich bin kein Fan vom Biografien aber ihre fand ich sehr gut.
Patric Gagne gibt in ihrem Buch super spannende Einblicke in das Leben und die Innenperspektive einer Soziopathin. Natürlich kann man sich da schwer hineinversetzen, aber sie macht ihre Gedankengänge und ihr Verhalten trotzdem sehr verständlich.
Super gut gefallen hat mir, wie die Autorin Psychoedukation und selbst Erlebtes miteinander verknüpft, ich finde daher die letzten 100,150 Seiten besonders gelungen. Einfach sehr interessant, wie sie immer mehr aufdeckt und kennenlernt und an sich „forscht“.
Neben dem ganzen Soziopathie Thema zeigt das Buch wie ich finde auch auf, wie viel Arbeit und Mut und Kraft dahinter steckt, sich selbst kennenzulernen, zu verstehen und Verhaltensweisen zu verändern. Mich hat das doll beeindruckt, wie ehrlich die Autorin mit sich ist. Sie hat das Beste aus ihrer „Situation“ gemacht und scheint auch anderen Soziopath*innen mit ihrer Arbeit zu helfen.
Patric Gagne erzählt offen und eindrucksvoll von ihrem Leben als Soziopathin und räumt dabei mit vielen Vorurteilen auf. Das Buch bietet spannende Einblicke in eine ungewöhnliche Perspektive und regt zum Nachdenken über Empathie, Moral und gesellschaftliche Normen an.
Allerdings verliert sich Gagne stellenweise in Wiederholungen und Selbstreflexionen, wodurch der Text etwas an Tiefe und Spannung einbüßt. Trotzdem bleibt Sociopath ein lesenswertes, mutiges Buch, das hilft, Soziopathie differenzierter zu verstehen.
Memoir über die missverstandene psychische Störung der Soziopathie, geschrieben von einer Soziopathin mit einem Doktortitel in klinischer Psychologie? Äm, yes. Sign me up.
Interessant, teilweise etwas langatmig.
Ein Thema, mit dem man sich sonst nicht beschäftigen würde.
Patrice Gagne bietet eine sehr ehrliche Darstellung ihrer eigenen Gefühlswelt in ihrer Soziopathie. Sie bietet einen Einblick, den man im Alltag so nicht bekommen würde. Es ist ein sehr interessanter Einblick.
Dieses Buch hat mich absolut gefesselt. Ich konnte es kaum aus den Händen legen.
Ich liebe ja die literarische Gattung des Memoirs, die eigentlich eher eine amerikanische Sache ist.
In diesem Fall geht es um Patric, die seit frühester Kindheit merkt, dass sie anders ist. Sie reagiert anders und bringt sich dadurch oftmals schon sehr früh in Schwierigkeiten.
Ich bin sehr begeistert, wie die Autorin es schafft, die eigene mangelnde Gefühlswelt zu beschreiben. Eine absolute Leseempfehlung für alle, die sich für Psychologie interessieren.
Patrice Gagne wagt mit Soziopathen einen mutigen Schritt: Sie erzählt aus der Innenperspektive – autobiografisch, direkt, ungeschönt. Das macht das Buch besonders faszinierend, denn es erlaubt einen seltenen Einblick in das Denken und Fühlen einer Person mit soziopathischen Zügen. Für Leser*innen, die sich für psychologische Themen interessieren oder verstehen möchten, wie sich emotionale Distanz und Manipulation aus Sicht der Betroffenen selbst anfühlen, ist dieses Buch auf jeden Fall spannend.
Gagne gelingt es dabei, das Thema auf eine sehr persönliche und authentische Weise zu vermitteln. Man merkt, dass sie weiß, wovon sie spricht – und gerade das hebt das Buch von theoretischeren oder rein wissenschaftlichen Abhandlungen ab.
Allerdings bleibt trotz des interessanten Ansatzes manchmal die Tiefe etwas auf der Strecke. Manche Aspekte werden nur angerissen, statt wirklich durchdrungen, und besonders zum Ende hin verliert der Text etwas an Fokus. Wiederholungen schleichen sich ein, was das Leseerlebnis stellenweise zäh macht.
Insgesamt ist Soziopathen ein interessanter, teils verstörender, aber auch aufschlussreicher Blick in eine Erfahrungswelt, die den meisten Menschen verschlossen bleibt. Ob man das Buch weiterempfehlen möchte, hängt davon ab, was man sich davon erhofft: Wer einen tiefgehenden psychologischen Diskurs erwartet, wird möglicherweise enttäuscht. Wer sich aber auf die subjektive Sichtweise einlassen kann, wird einiges daraus mitnehmen.
" Wenn niemand anderes herausfinden kann, was Soziopathie ist, dann muss ich das eben selbst." S.158
Könntet ihr den Begriff Soziopath definieren? Worin liegen die Unterschiede zum Psychopathen und was ist eine antisoziale Persönlichkeitsstörung?
Patric, merkt bereits als Kind, dass sie anders ist.
Sie fühlt nicht wie andere.
Sie findet Gefallen am Verbotenen. Sie bricht in die Häuser der Nachbarn ein, entwendet dort Dinge.
Sie ist reizbar und kann aggressiv werden. Wirkliche Zuneigung empfindet sie für nichts und niemanden.
Sie ist eine Einzelgängerin, bis sie David kennenlernt.
Die Autorin gibt den Lesern tiefe Einblicke in ihr Leben. Dabei geht sie chronologisch vor. Beginnend in ihrer Kindheit, über die Jugend, das Studium, ihre Arbeit und zum Schluss noch als Ehefrau und Mutter.
Sie berichtet Anekdoten, die teils beängstigend, teils humorvoll, aber auf jeden Fall hochinteressant sind.
Spannend ist, dass sie selbst früh feststellt, wie wenig Literatur es in Bezug auf Soziopathie gibt und dass man selbst in Fachbüchern zu Studiumszeiten der Autorin keine klare Trennung zwischen Psychopatjie und Soziopathie gemacht hat.
Vor allem die Kapitel in welchen Patric mit sich hadert, oder bewusst soziale Verhaltensweise antiquiert, von welchem sie glaub, dass man sie von ihr erwartet, fand ich spannend.
Eine Bewertung des Buches ist nicht ganz einfach da es sich nun mal nicht um Fiktion handelt.
Mir persönlich war der Mittelteil, das ewige Hin und Her ob Beziehung, Freundschaft oder Trennung etwas zu langatmig.
Den Teil der Kindheit mochte ich. Das Ende, als die Autorin über ihre Schwangerschaften und die besonderen Gefühle zu ihren Kindern spricht,fand ich fast ein wenig kurz geraten.
Alles in allem hätte man im Mittelteil ein paar Seiten kürzen können.
Ein Buch, das es sich zu lesen lohnt. Offen und ehrlich
Persönlich und beruflich bin ich total interessiert an Themen, welche psychische Erkrankungen betreffen. Als ich dann auf dieses Buch aufmerksam gemacht wurde war mir sofort klar: das muss ich lesen!
Ich liebe Bücher, die von Betroffenen selbst geschrieben werden. Und hier kommt die Besonderheit hinzu, dass Patric Gagne nicht nur selbst eine Soziopathin ist, sondern auch noch Psychologin. Sie erzählt hier also nicht nur ihre eigene Geschichte und das Leben aus Sicht einer Soziopathin, sondern setzt dieses auch geschickt in einen psychologisch korrekten Kontext. Und das macht dieses Buch so spannend.
Wir begleiten Patric hier durch verschiedene Lebensabschnitte und ihrer Reise zum eigenen Verständnis. Doch sie möchte nicht nur über SoziopathInnen und deren „Gefühlskälte“ aufklären, sondern wendet sich auch direkt an andere Betroffene.
Ihre Lebensgeschichte gespickt mit psychologischen Fachpassagen ergibt ein rundes Buch, dass mich fasziniert hat. Auch, wenn ich manchmal in den Zeitsprüngen nicht richtig mitkam.
Danke an @Penguin für das Rezensionsexemplar!
Ach nö, fand ich anstrengend, nervig und sehr redundant. Es gibt teilweise interessante Passagen zum Krankheitsbild aber insgesamt war ich recht enttäuscht und musste mich durch den Text quälen.
Patric Gagne schreibt in ihrem Buch sehr offen über ihr Leben als Soziopathin. Sie beschreibt, wie sie sich schon als Kind anders fühlte und dieses Gefühl als Teil von sich angenommen hat. Besonders intensiv wird das schwierige Verhältnis zu ihrer Mutter geschildert. Diese Beziehung zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch und zeigt, wie hilflos auch Eltern in solchen Situationen sein können.
Das Buch hat mich schnell gepackt, ich war schon nach der ersten Seite mitten in der Geschichte. Trotzdem hatte ich beim Lesen auch Zweifel. Die sehr frühe Selbstwahrnehmung, die Gagne beschreibt, wirkt auf mich teilweise etwas zu reflektiert für ein Kind. Ich denke, dass viele der Gedanken und Erklärungen eher aus dem späteren Verständnis heraus entstanden sind und für das Buch aufgearbeitet wurden. Auch war es in ihrer Kindheit sicher noch schwieriger, solche Verhaltensweisen bei Kindern zu erkennen oder einzuordnen. Heute ist da einfach mehr Wissen da und mehr Offenheit in der Gesellschaft.
Trotz dieser Kritikpunkte hat mich das Buch stark beschäftigt. Besonders dieser schmale Grat zwischen der funktionierenden Tochter, Frau und Mutter und der Diagnose dahinter hat mich berührt.
Aber wie viel davon ist Anpassung? Wie viel echtes Gefühl steckt dahinter und ist das überhaupt wichtig?
Das Buch hinterlässt Eindruck. Es erschüttert, berührt und fordert heraus.
Wer einen klassischen Roman mit klarer Handlung erwartet, wird möglicherweise enttäuscht sein. Doch wer sich für psychologische Tiefe, persönliche Entwicklung und gesellschaftliche Tabus interessiert, findet hier ein bemerkenswertes Werk. „Soziopathin“ ist keine leichte Lektüre aber eine, die bleibt.
Bin ich eine Soziopathin? Diese Frage stellte sich Patric , seitdem sie diesen Begriff als Kind zum ersten Mal hörte. Sie wusste schon immer das sie anders war. Impulsiv, kaum Angst oder Reue fühlte. Regeln waren für sie nur Richtwerte, nicht maßgeblich. Sie beobachtete gerne Menschen um ihre Reaktion zu studieren.
Doch manchmal bekam sie einen Impuls. Einen Impuls etwas „schlimmes“ zu tun, um endlich etwas zu fühlen.
Dieses und noch viel mehr erfahren wir über Patric Gagne eine diagnostizierte Soziopathin. So öffnet sie uns tiefe Einblicke in ihr Leben von Kindesbeinen an, bishin ins Erwachsenenalter. Voller Höhen und Tiefen und immer die quälende Frage: Soll ich das richtige tun oder meiner dunklen Seite nachgeben.
Sie fand heraus das Soziopathen als auch Psychopathen offiziell als nicht therapierbar gelten und so studierte sie irgendwann selbst Psychologie, geht selbst zur Therapie und schreibt dieses Buch um anderen oder ähnlichen Persönlichkeitstypen zu helfen.
Und das schreibt sie so eingängig, nachvollziehbar, intensiv und spannend, sodass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte.
Außerdem haben wir nicht nur den Aspekt der Soziopathie, denn die Autorin lebt in L. A. und führt generell ein spannendes Leben, in dem ihr auch die ein oder andere (nicht namentlich erwähnt) berühmte Persönlichkeit über den weg läuft.
Es war eine ganz besondere Erfahrung in die Psyche einer Soziopathin, welche gut sein und das richtige tun möchte einzutauchen, auch wenn es ihr nicht immer gelang.
Gleichzeitig zu erfahren das es für diese Persönlichkeitstypen kaum oder keine Behandlungsmöglichkeiten gibt, auch heute, war für mich gleichermaßen faszinierend und traurig. Denn oftmals werden sie erst entdeckt, nachdem sie kriminell geworden sind. Und so finde ich es einfach großartig das sich Patric Gagne dessen annimmt, denn wer wäre besser und dafür geeignet?
Von mir eine uneingeschränkte Leseempfehlung, besonders wenn man sich für psychologische Themen interessiert, verpackt als Lebensgeschichte.
It was really interesting to learn about this deeply misunderstood mental disorder from a person actually experiencing it. But the book couldn‘t fully engage me.
Soziopathie ist halt auch nicht anderes, als eine mentale Erkrankung. Oder wie sie es nennt: emotional learning dissability.
Sehr spannende, gut geschriebene Autobiografie, die extrem interessante Einblicke in die Gedanken und Gefühlswelt einer Frau am Spektrum der Soziopathie gibt.
Ist unser Blick heute auf Soziopathie, nichts anderes als der Blick von vor 150 Jahren auf Schizophrenie? Und die Art und Weise wie wir damals Menschen ins Asylum gesperrt haben, glauben wir heute jeder Soziopath ist böse? Heilung gibt es auf alle Fälle keine. Sehr spannende neue Perspektive, sehr zu empfehlen. Ein Punkt Abzug, weil es hin und wieder recht repetitiv ist.
Ich lese sehr ungern Biografien und noch weniger Autobiografien. Aber hier geht es um ein Thema das mich anspricht weil die Dunkelheit und Düsternis die damit oft Verbunden wird (z.B. in der Popkultur) mich anzieht. Das gebe ich auch ganz offen zu. Alles was scheinbar weit weg von allem ist, wie ich selbst bin zieht mich magisch an. Fasziniert mich und ich will mich damit beschäftigen, weil ich genau das verstehen möchte, was am weitesten von der Möglichkeit meines eigenen Erlebens weg ist. Mich interessiert die düstere Seite an Menschen, ehrlicherweise weit mehr als die Guten. Und ja das ist definitiv eine gewisse Voyeuristische Seite in mir, die auch dafür gesorgt hat, das ich dieses Buch unbedingt lesen möchte und ich denke, diese Seite in vielen Menschen hat auch dazu geführt, das es in den USA ein Bestseller wurde.
Es ist auch ganz gut trotz der Kritik der Autorin an bisherigen Einordnungen von Soziopathie, ein gewisses Vorwissen zu haben. Dann weiß man in etwa mit was man es zu tun bekommt und wie man auch die Argumentationen der Autorin einordnen und verstehen kann. Sie beschreibt ihr Erleben und ihren Umgang mit der Frage, wer bin ich und wenn ja, wie gehe ich nun mit der Erkenntnis um eine Soziopathin zu sein?
Sie versucht zu erklären, wie sie "fühlt", wie schwer es für sie ist, nicht zu fühlen und darauf irgendwie zu reagieren. Wie anstrengend ihre Form von Masking auch ist. Denn vieles was sie tut ist eigentlich eine Reaktion darauf, nichts zu fühlen. Sie beschreibt aber auch, das es manchmal wie ein Schleier ist. Es scheint als ob sie daher auf manches keinen Zugriff hat. Oder es nur Intellektuell versteht, aber nicht fühlen kann. Trotzdem empfindet sie laut eigener Aussage für bestimmte Menschen Liebe. Was Liebe für sie ist, beschreibt sie aber interessanterweise nie. Sie weiß nur nach eigener Aussage, das sie sicher ist bestimmt Menschen zu Lieben z.B. ihren langen Freund und dann Ehemann David, ihre Familie.
Es ist aber wahrscheinlich auch für mich und auch sie schwer, zu sehen ob es da Unterschiede in dem empfinden gibt oder nicht.
Die Kriminalpsychologin Lydia Benecke sagt in ihren Büchern und auch in Interviews, das es gar nicht wichtig ist ob ich als Laie jemanden als Sadisten, Narzissten, usw. erkennen kann. Wichtiger ist ja viel mehr, ob eine Person in meiner Umgebung mir gut tut oder nicht. Ich finde sie hat Recht damit. Patric Gagne beschreibt sogar, das sie sich vorverurteilt fühlt, weil die Gesellschaft Soziopathie eng mit Verbrechen und der Frage verknüpft, werden diese Menschen jemanden töten? Sie gibt aber auch offen zu, was sie alles getan hat, weil sie einen anderen Zugang zu Moral und Scham hat - nämlich einen der beides außen vorlässt. Sie erkennt zwar Richtig und Falsch, manchmal kann sie auch nicht im Gespräch erkennen, was das Problem einer Handlung war. Interessant fand ich dabei z.B. einen Einbruch, den sie selbst als absolut positiv für sich selbst wahrgenommen hat, weil sie nach eigenem empfinden keine vorhergehende Apathie hatte, sondern einfach Lust auf den Einbruch verspürte.
Gleichzeitig sollte man sich auch nicht darin verrennen. Wir haben alle Anteile ins uns, die uns an manchen Tagen als ganz schön negativ Zeigen können. Nur manche können mit diesen Anteilen dann anders umgehen. Weil sie diese als Teil ihres Ichs annehmen können.
Dazu kommt aber auch eine Tatsache, die man durchaus vergisst, wenn man nur von außen auf diese Persönlichkeit schaut. Nämlich das ich als jemand der alle Gefühlsebenen fühlen und ein breites Spektrum darin hat, genauso wenig dieses Nicht-Fühlen verstehen kann, wie umgekehrt jemand der das nur begrenzt bis gar nicht kann. Und ja, auch jemand der ein andres Gefühlspektrum hat als die meisten, hat ein Recht auf Akzeptanz und Respekt.
Trotzdem glaube ich auch, das es ganz gut, bestimmte Persönlichkeitsstrukturen einigermaßen einordnen zu können. Auch weil es einem helfen kann, bestimmtes Verhalten anderer Personen verarbeiten zu können. Ich glaube schon, dass man dadurch vielleicht früher Abstand von jemandem nimmt, der einem nicht gut tut.
Letzten Endes hat jede Persönlichkeitsstruktur so ihre Vor und Nachteile. Manche davon kann man ausgleichen, manche aufgrund genau dieser Struktur nicht. Manches davon macht es einem Einfach in der Gesellschaft Akzeptanz zu finden, anderes nicht. Manches macht es einfacher zu verbergen, wer man wirklich ist. Die Frage ist eben ob Manipulationen immer grundsätzlich etwas negatives ist (im Grunde ist z.B. Psychologie auch eine gewisse Manipulation, die wir aber in Form von Therapie als etwas Sinnvolles und Positives wahrnehmen.) Gleichzeitig fühlen wir uns in manchen Situationen hintergangen, wenn jemand ganz anders ist als bisher gedacht. Es ist das gute Recht der Autorin auch ihre Seite der Geschichte zu erzählen. Gleichzeitig ist es schon so, das es trotzdem ganz gut ist Vorkenntnisse zu haben, weil man sonst einen einseitigen Blickwinkel einnimmt (das würde ich übrigens bei jeder Art von Selbstdarstellung sagen. Das betrifft genauso andere Bücher die sich mit psychologischen Aspekten auseinandersetzten wie z.B. "Eine Bonny kommt selten" allein oder generell Bücher über Depressionen usw.)
Wer tut einem gut und wer nicht? Das ist am Ende des Tages die wirklich entscheidende Frage.
ich denke die Autorin hat für sich einen Weg gefunden, ihren Platz in der Gesellschaft anders zu gestalten, um auch sich selbst positiver zu sehen. Aber auch wenige Menschen zu verletzen.
Ich fand das Buch sehr interessant, weil es einen Einblick in eine Persönlichkeitsstruktur gegeben hat, die ich tatsächlich schwer nachempfinden kann, die ich aber besser verstehen möchte. Und ja, vieles was die Autorin im Laufe ihres Lebens so getan hat, fand ich schwierig bis höchst destruktiv.
Ich finde einerseits korrigiert das Buch bestimmte Vorurteile die auch von der Psychologie als Wissenschaft mit aufgebaut wurden, weil sie sich schwer tut, Soziopathie und auch Psychopathie von der Kriminalpsychologie getrennt zu kategorisieren. Normalerweise werden diese Persönlichkeitsstrukturen nur dann überhaupt abgefragt, wenn es um die Frage von kriminellem Verhalten geht. Das hilft aber betroffenen Personen nicht im Vorfeld. Patric Gagne spricht z.B. auch darüber, wie sehr sie sich hier nicht gesehen fühlte.
Andererseits hilft es schon, eben Eckpunkte von Soziopathie zu kennen um auch Patric Gagne als Person hinter dem Text und durch ihren Text besser ein ordnen zu können. Und ja, ich würde ich daher auch nicht immer ganz und gar vertrauen, weil sie die Agenda hat, ihre Persönlichkeit positiver darzustellen. Ich hatte z.B. schon ein Problem damit, wie sehr sie gegen andere Persönlichkeitsstrukturen wettert vor allem Borderline scheint für sein rotes Tuch zu sein. Da merkt man ehrlicherweise am meisten, das sie nicht in der Lage ist empathisch mit anderen um zu gehen und sieht nur, welche Nachteile sie selbst daraus zieht. Ich kann zwar nachvollziehen, warum sie Probleme mit der betreffenden Person hat, aber sie hier das gleiche macht, was sie der Gesellschaft ansonsten auch vorwirft. Sie nämlich nicht als jemand zu akzeptieren, die eben so ist wie sie ist.
Mir hat es jedenfalls interessante Einblicke gegeben und auch ein paar Denkanstöße, wie wir mit Menschen umgehen die nicht der Norm entsprechen. Vor allem, wenn diese so ganz anders sind als man selbst. Und vor denen man vielleicht auch Angst und Ehrfurcht hat. Die man faszinierend findet, aber nur von weitem.
„Ich verstehe es, ich fühle es nur nicht selbst.“ Patric Gagne erzählt, wie es ist, keine Empathie zu empfinden – und trotzdem dazugehören zu wollen 🧠🖤🔍
Patric Gagne merkt schon früh, dass sie anders ist. Während andere Kinder sich ängstigen, schämen oder mitfühlen – empfindet sie: nichts. Ihre Gefühlswelt ist leer. Als Kind schleicht sie sich nachts durch Nachbargärten, beobachtet fremde Menschen durchs Fenster und verletzt ohne jede Reue ihre Mitschüler. Später, im College, findet sie dafür endlich einen Namen: Soziopathie. Eine Diagnose, die wenig Hoffnung bietet – denn Therapiemöglichkeiten sind Fehlanzeige. Patric beginnt, ihr Verhalten zu analysieren und zu steuern. Sie imitiert Emotionen, um nicht aufzufallen. Lernt, was andere sehen wollen – und spiegelt es ihnen zurück. Was für andere wie Charme wirkt, ist bei ihr pure Strategie. Doch irgendwann trifft sie ihre Jugendliebe David wieder – und plötzlich stellt sich die Frage: Ist sie vielleicht doch zu mehr fähig?
„Soziopathin“ ist ein ungewöhnlich offenes, schonungsloses Memoir. Gagne erzählt ihre Geschichte ohne Mitleidserwartung, aber auch ohne jede Pose. Es geht nicht um Entschuldigungen, sondern um ein radikal ehrliches Selbstporträt. Sie reflektiert, wie es ist, durchs Leben zu gehen, ohne moralisches Korrektiv im Inneren. Und wie sehr man trotzdem dazugehören möchte. Was passiert, wenn man keine Empathie hat – aber lernen will, ein gutes Leben zu führen? Die Antwort ist weder romantisch noch einfach, aber spannend von der ersten bis zur letzten Seite.
Mich hat das Buch wirklich gefesselt – gerade weil es weder reißerisch noch rührselig ist. Gagne bleibt analytisch, reflektiert, manchmal sogar trocken, aber nie langweilig. Ich hatte am Ende das Gefühl, sie zu kennen. Und, ja – ich mochte sie.
Ein mutiges, faszinierendes Buch über ein hochgradig stigmatisiertes Thema – und ein Plädoyer dafür, Menschen nicht zu vorschnell in Schubladen zu stecken.
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
What an insightful memoir. Loved the audiobook; Patric told her story with so much honesty and wit. I binge listened to it in two days.
As an fellow neurodivergent person on the cluster B spectrum (bpd princess lol💫) I think its really important to share our storys and spread light on the subject how difficult it can be to life live without getting the support most of us need. And is often denied because of stigma.
Sure to say it will be one of the top books of the year for me. An absolute must read!!
Ich habe das Buch wirklich aufgesogen. Es war von der ersten bis zur letzten Seite mega spannend. Es ist interessant zu sehen wir Sociopathen „fühlen“. Man denkt immer Soziopathen sind von Grund aus Böse. Im Prinzip sind sie es nicht, sie versuchen nur Tag für tag mit diesem Druck klar zukommen und machen dabei sachen die Böse sind weil das für sie leider der einzige Weg ist den Druck zu lösen. Patric räumt mit vielen Vorurteilen auf und klärt auch in der Geschichte gut über Soziopathie auf. Definitiv zu empfehlen!