Japanischer Feel Good Roman mit guten Impulsen. Kurzurlaub für die Seele.
Herr Takarada führt einen Schreibwarenladen im Tokioter Stadtteil Ginza. Doch wer zu ihm kommt, bekommt nicht nur die gesuchten Schreibwaren, sondern auch Impulse für den weiteren Lebensweg. Denn Herr Takarada hat ein Gespür dafür, was seine Kunden brauchen. In 5 Kapiteln, eigentlich eher Kurzgeschichten, kommen 5 Kundinnen und Kunden zu Herrn Takarada. Jede Geschichte steht für sich, und doch sind sie miteinander verbunden. Die 5 sehr unterschiedlichen Menschen und ihre Geschichten Regen zum Nachdenken an. Für mich war jede Geschichte aber auch eine kleine Reise nach Tokio, eine kleine Auszeit.
Wenns gerade hektisch ist, lese ich gern auch mal was unaufgeregtes. In diesem gemütlichen japanischen Roman werden in fünf Kurzgeschichten unterschiedliche Lebensgeschichten oder - situationen erzählt, welche alle eine Verbindung zum Schreibwarenladen von Herrn Takarada in Ginza, Tokyo haben. Ein 'feel good' - Buch ohne Hetze. Passte gut in meinen Alltag, ich fand aber leider nur zwei der fünf Stories richtig gut.
Ein richtig beruhigendes Buch, das Lust macht sich Briefpapier zu schnappen und wichtigen Menschen schriftlich Danke zu sagen. Der Schreibwarenladenbesitzer berührt und hilft in diesem Buch ganz unterschiedlichen Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen. Herrlich unaufgeregt.
„Der kleine Laden des Herrn Takarada“ ist ein schön geschriebenes Buch, das aus fünf Kurzgeschichten besteht. Jede Geschichte stellt unterschiedliche Menschen und ihre Lebensgeschichten vor – berührend, unterhaltsam und zugleich lehrreich. Die Geschichten sind sehr unterschiedlich, aber durch den gemeinsamen Ort des Geschehens, die Schreibwarenhandlung, entsteht ein stimmiges Bild.
Ein kleiner Kritikpunkt ist für mich, dass man über den Besitzer des Schreibwarenladens, Herrn Takarada, selbst nur wenig erfährt. Hier hätte ich mir etwas mehr Hintergrundwissen gewünscht.
Insgesamt ist es ein solides, lesenswertes Buch, das sich wunderbar für zwischendurch eignet.
Fünf Kurzgeschichten, die mal mehr und mal weniger mein Interesse geweckt haben. Aber alle kommen in Kontakt mit dem liebenswürdigen Herrn Takaranda und seinem besonderen Laden!
Ich bin ja ein großer Freund des Analogen. Kalender, Notizbücher, Füller oder Kugelschreiber, eine gute Papeterie ist für mich genauso schön wie eine gute Buchhandlung. Deswegen kam ich auch nicht an Kenji Uedas Buch über eine kleine Schreibwarenhandlung in Tokio vorbei.
Das Prinzip dieser Bücher müsste jedem eigentlich bekannt sein. Ein kleiner Laden der seinen Kunden durch eine schwierige Zeit hilft. Meistens ein Restaurant oder Kaffee. Doch Herr Takarada kann so gar nichts außer Tee kochen und in seiner Papeterie erhalten die Kunden Hilfe in Form von liebevoll ausgesuchtem Briefpapier, einem passenden Stift, einem offenem Ohr und viel Ruhe. Jeder der Protagonisten hat einen schweren Gang vor sich und erhält seine Antworten durch Selbstreflexion in Form selbstgeschriebener Briefe.
Ich bin ehrlich, ich hätte mir das Buch schon alleine des Covers wegen gekauft. Als mich der Klappentext noch in eine japanische Papeterie einlud, war ich hin und weg. Wie in vielen anderen Bereichen machen die Japaner auch hier sehr vieles richtig und ich bin ein großer Fan ihrer Designs und innovativen Ideen was Stift und Papier betrifft.
Die Form des Buches brachte für mich natürlich nicht viel neues, denn das Prinzip ist bekannt. Trotzdem habe ich immer noch sehr viel Liebe für diese Bücher, denn hier liegt der Fokus im Detail. Ueda hat gut recherchiert. Man erfährt vieles über die Beschaffenheit von Papier und welcher Stift am besten für welche Gelegenheit geeignet ist. (Eventuell habe ich alle beschriebenen Produkte gegoogelt und es gibt diese wirklich 😄)
Die Perfektion und Liebe, die jeder der Protagonist in seine Briefe legt hat mich sehr berührt und zeigt deutlich wie wichtig es ist, dass wir in unserem schnellen digitalen Zeitalter auch mal wieder zur Ruhe kommen, und uns für einander Zeit nehmen. Denn ob ich eine schnelle WhatsApp oder E-Mail hin kloppe oder mich hinsetze und in Ruhe und mit Zeit einen Brief schreibe, über den ich mir im Vorfeld meine Gedanken gemacht habe, ist ein Unterschied und das merkt nicht nur der Empfänger sondern auch man selbst als Absender. Einen kleinen Abzug in der B-Note gibt es dann aber doch. Weder kommt die abgebildete Katze vom Cover in der Geschichte vor, noch habe ich, für meinen Seelenfrieden, genug über Ken Takarada erfahren. Aber wer weiß, vielleicht kommt ja bald mehr. 😁
Kenji Uedas Buch konnte mich also überzeugen und hat mich daran erinnert, wie wichtig es ist ab und zu das Handy zur Seite zu legen und sich auch mal wieder des Analogen zu besinnen. Denn selbst wenn man nur eine Einkaufsliste schreibt, macht das Papier und der Stift etwas mit einem. Ganz große Empfehlung.
Manchmal braucht es nur einen kleinen und eher unscheinbaren Ort, um einen guten Eindruck zu hinterlassen. So erging es mir nach dem lesen der Geschichte Der kleine Laden des Herrn Takarada.
Herr Takarada ist ein Mensch, der tatsächlich nicht viele Worte braucht, um zu verstehen, was seine Kunden bewegt. Dieser Figur möchte man gerne im echten Leben viel öfter begegnen, er ist aufmerksam, gütig, und mit einem feinen Gespür für das, was unausgesprochen bleibt. Sein Laden ist kein gewöhnliches Geschäft, sondern ein Ort der Einkehr – fast schon magisch. Die Menschen, die dort einkehren, tragen Sorgen, Zweifel und Erinnerungen mit sich, und durch das einfache Angebot, einen Brief zu schreiben, beginnen sie, sich selbst (wieder) zuzuhören. Kein Schicksal gleicht dem anderen, und doch war da eine tiefe, stille Verbindung zwischen all diesen Lebenswegen. Ich habe mich beim Lesen oft selbst gefragt: Was würde ich schreiben, wenn ich bei Herrn Takarada säße? Welche Entscheidung wartet vielleicht noch auf mich?
Fazit: Der kleine Laden des Herrn Takarada ist kein hektischer Roman. Aber er wirkt auf seine Art dann auch nach . Es schenkt Hoffnung, macht Mut und erinnert daran, dass jeder Mensch eine Geschichte trägt.
„Der kleine Laden des Herrn Takarada“ von Kenji Ueda aus dem Englischen von Rainer Schmidt Verlag: Goldmann Penguin Random House Verlagsgruppe
Das kleine Schreibwarengeschäft „Shihodo“ in Ginza, mitten im pulsierenden Tokio mit seinem Inhaber Herrn Takarada zeigt auf, wie mit sanfter Hand die tiefsten Fäden menschlicher Verbundenheit aufgenommen werden.
Zwischen Füllfederhaltern und Briefpapier scheint die Zeit stillzustehen. Kenji Ueda schenkt uns einen zauberhaften, leisen Roman in fünf Kapiteln. Und während die Geschichten sich langsam entfalten – leise, voller Zartheit und innerer Tiefe – lernen wir auch den Inhaber des Ladens kennen: Herrn Takarada.
Er wird nicht mit großen Gesten beschrieben, sondern durch das, was er tut: Tee servieren, zuhören, Papier und Stift reichen – und vor allem: Raum und Zeit schenken.
Der japanische Erzählstil – ruhig, bedacht, bilderreich – durchzieht jede Seite des Buches. Es ist, als säße man selbst im Laden, mit einer warmen Tasse Tee in der Hand, während draußen das Großstadtleben vorbeirauscht.
Die fünf Geschichten erzählen von Freundschaft, Liebe, Vertrauen, Einsamkeit, Loslassen und dem Mut, sich dem eigenen Leben zu nähern.
Und sie tun das auf eine Weise, die tief berührt: unaufgeregt, aber nachhaltig.
Jede Figur ist authentisch gezeichnet, jede Begegnung hinterlässt Spuren – bei den Figuren wie auch bei uns als Lesende.
Berührend, feinfühlig und voller Wärme lässt uns Kenji Ueda dieses Buch erleben. Wer feine Zwischentöne und stille Weisheiten liebt, wird sich in Herrn Takaradas Laden sehr zuhause fühlen.
Das Buch bietet dem Leser fünf faszinierende Kurzgeschichten, die sich alle um den Takarada Laden drehen. Schon die erste Geschichte entführt in die Welt eines wertvollen Füllers und beleuchtet das Geheimnis des Schreibens.
Japanische Romane sind dafür bekannt, Lebensweisheiten in kunstvolle Erzählungen zu verpacken, und dieses Werk ist keine Ausnahme. Trotz der Kürze der Geschichten werden alle Charaktere sorgfältig entwickelt, und es bleibt nichts ungesagt – jede Erzählung fühlt sich in ihrer Länge vollkommen und stimmig an.
Die zweite Geschichte führt in die luxuriöse Welt eines exklusiven Clubs und eines besonderen Organizers. Die dritte widmet sich dem Bogenschießen und zehn Notizbüchern. In der vierten werden Themen wie Trauer und Postkarten aufgegriffen, während die fünfte von Memoblöcken und japanischen Süßspeisen handelt. Alle Geschichten eint das zentrale Motiv des Schreibens: die beruhigende Wirkung dieses Ausdrucksmittels und die Emotionen, die es hervorrufen kann.
Obwohl es sicherlich beeindruckendere japanische Literatur gibt, ist dieses Buch eine empfehlenswerte Lektüre, die mit ihren tiefgründigen Geschichten zu überzeugen weiß.
Im Tokioter Stadtteil Ginza liegt der kleine Schreibwarenladen von Ken Takarada. Hier finden Kunden nicht nur eine große Auswahl an Papier, Notizbüchern oder Schreibgeräten, sondern der Inhaber hilft auch beim Verfassen schwieriger Briefe. Hierzu hat er im Obergeschoss einen ruhigen Ort mit einem großen Schreibtisch geschaffen, an dem der Brief entworfen und geschrieben werden kann. Dabei hat Takarada-san stets ein paar aufbauende Worte übrig und greift manchmal auch ein wenig ins Geschehen ein.
„Der kleine Laden des Herrn Takarada“ von Kenji Ueda ist Band 1 einer Reihe, die im japanischen Original bereits 5 Bände umfasst; die deutsche Übersetzung stammt von Rainer Schmidt. Jedes der fünf Kapitel ist dabei aus der Sicht einer Kundin oder eines Kunden in der Ich- und Vergangenheitsform erzählt, so dass wir den Inhaber aus verschiedenen Perspektiven erleben. Gleichzeitig ist jedes Kapitel auch einer bestimmten Schreibware gewidmet, die im Fokus steht, zum Beispiel das Notizbuch oder der Füller – eine interessante Herangehensweise.
Der Schreibwarenladen „Shihodo“ ist ein echter Ort zum Wohlfühlen. Inhaber Takarada-san berät all seine Kunden mit Verständnis und gibt ihnen die Zeit, wichtige Briefe in seinem Laden zu schreiben. Da ist beispielsweise Berufseinsteiger Rin, der seiner Großmutter von seinem ersten Gehalt ein Geschenk mit Begleitbrief senden möchte, um sich bei ihr für ihre Unterstützung zu bedanken. Oder der Unternehmer Herr Minatogawa, der mit der Trauerrede für seine Ex-Frau hadert, die er vor der ganzen Familie vortragen soll.
Kenji Ueda gelingen mit seinem Roman „Der kleine Laden des Herrn Takarada“ zwei Dinge gleichzeitig: Auf der einen Seite erzählt er kurze Episoden aus dem Leben einer oder mehrerer Personen, die aber dennoch in sich abgeschlossen sind. Auf der anderen Seite setzt er anhand dieser fremden Perspektiven ein Bild des Inhabers zusammen und wir erfahren zumindest Fragmente aus seinem Leben. Für zukünftige Bände würde ich mir hier noch mehr Informationen wünschen, damit seine Person mehr Tiefe erhält. Dennoch ein sehr schöner Reihenstart!
Wieder ein wirklich schönes Buch – dieses Mal mit einem Schreibwarenladen als Schauplatz. Da ich selbst ein Faible für schöne Schreibwaren habe, war ich sofort begeistert.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und lässt sich hervorragend lesen. Fast schon ein wenig zu glatt für eine japanische Übersetzung – was eventuell daran liegt, dass hier nicht direkt aus dem Japanischen, sondern aus dem Englischen übersetzt wurde. Das typisch „Holzige“, das man aus vielen direkten Übersetzungen kennt, fehlt – was jedoch keineswegs negativ ist, sondern lediglich auffällt, wenn man schon mehrere japanische Werke gelesen hat.
Die einzelnen Geschichten sind gut gewählt und dabei vollkommen unterschiedlich. Die einzige Gemeinsamkeit besteht darin, dass alle Figuren früher oder später im Laden von Herrn Takarada landen. Ansonsten verlaufen die Erzählungen jeweils ganz eigenständig und greifen unterschiedliche Themen auf – was für viel Abwechslung sorgt und keine Langeweile aufkommen lässt.
Auch die Charaktere sind jedes Mal verschieden und wirken dadurch besonders authentisch, gerade in der Art, wie ihre individuellen Probleme dargestellt werden.
Mir hat das Buch große Freude bereitet, und ich hoffe sehr, dass auch die anderen Werke des Autors noch ins Deutsche übersetzt werden.
In einer kleinen Seitengasse in Ginza befindet sich ein Schreibwarengeschäft. Sein Inhaber Takarada-san kennt nicht nur das passende Schreibzubehör für jeden Anlass, er weiß zudem insgeheim und ganz unaufdringlich seine Kund:innen aus deren verzwickten Lebenslagen hinauszuleiten.
Ganz egal ob Oberschülerin, dreifach geschiedener Geschäftsmann oder Restaurantbesitzer kurz vor der großen Eröffnung - ihnen allen schenkt Takarada-san sein Ohr und steht ihnen mit Rat und Tat zur Seite.
Wir lernen ganz unterschiedliche Menschen kennen, begleiten sie auf ihrem Weg zum Schreibwarengeschäft, ganz gleich ob zufällig oder gewollt, und werden durch Rückblenden Zeugen von ganz intimen Momenten.
Der erste Schwarm, die Schwärmerei, aber auch Verzweiflung und Scham: wie sich dem anderen mitteilen, ohne zu aufdringlich zu wirken?
Die vergeigten Eheversuche, der Tod der ersten Ehefrau: wie sich aufrichtig und ehrlich verabschieden, ohne zu sentimental zu werden?
Das großartige Jobangebot, welches so viele Chancen eröffnet, aber gleichzeitig den Abschied von der Club-Mama bedeutet, die einem so viel beigebracht, einen so viele Jahre begleitet und beschützt hat: wie diesen Umstand kommunizieren?
Ich liebte die Abwechslung der Geschichten, die ganz unterschiedlichen Schicksale, die allesamt durch das geschriebene Wort verbunden sind.
Ich finde es ganz wundervoll, wie einer Kunst, die am Aussterben ist, so viel Bedeutung beigemessen wird. Wie das einfache Schreiben von Notizen Generationen verbindet. Wie in briefe so viele Emotionen und Erinnerungen fließen können.
Ich möchte selbst auch wieder Briefe schreiben dank dieses kleinen Büchleins.
Das Buch hat mich sehr geerdet, mich ruhiger und entspannter durch das Freitagschaos zu meiner Mutter fahren lassen. Und mir sogar eine Fast-Einladung zum Kaffee beschert.
Einziges Manko: es handelt sich um eine Übersetzung aus der bereits englischen Übersetzung ins Deutsche. Und ich fürchte, daher rührt der Umstand, dass einige Passagen sehr holprig, ja fast schon wirr klingen.
Ich werde das Buch nochmal in der englischen Übersetzung lesen, da diese Übersetzung näher am Ursprung liegt. Schade eigentlich, aber vermutlich konnte der Verlag keine Lizenz für den japanischen Titel ersteigern.
"Der kleine Laden des Herrn Takarada" von Kenji Ueda ist ein kleines einfühlsames Büchlein über die Veränderungen im Leben.
Übersetzt aus dem Englischen von Rainer Schmidt.
Inmitten des hektischen Treibens in Tokyo, im Stadtteil Ginza, befindet sich eine Oase der Stille: Der kleine Schreibwarenladen von Herrn Takarada. Herr Takarada empfängt jeden Kunden mit viel Wärme und Herzlichkeit und hat ein ganz feines Gespür für die Nöte seiner Kundschaft. Er lädt sie zum Verweilen in seinem lichtdurchfluteten Schreibzimmer ein und kredenzt ihnen einen wundervollen Tee. So verschieden all diese Kunden auch sind, die seine Einladung annehmen, wollen sie doch alle eine Wendung in ihrem Leben bewirken. Und bei dem einfühlsamen Herrn Takarada bekommt jeder die Hilfe, die er braucht.
Das Lädchen von Herrn Takarada würde ich auch gerne besuchen. Ich liebe die vielen verschiedenen Papiersorten, ihren Geruch und die verschiedenen Tinten und Schreibfedern. Und Herr Takarada scheint mir ein sehr angenehmer Gesprächspartner zu sein.
Wir begleiten fünf verschiedene Menschen, mit ganz unterschiedlichen Hintergründen in den kleinen Schreibwarenladen, erfahren von ihrem Leben und ihren Sorgen. Wir hören zu, so wie Herr Takarada und lauschen auch auf seine Gedanken, die seine Kunden sanft zu einer Lösung führen.
"Der kleine Laden des Herrn Takarada" ist ein sanfter, ruhiger Roman. Wer Spannung sucht ist hier definitiv falsch. Aber wer etwas Unaufgeregtes für zwischendurch sucht und wen es nicht stört, dass die Geschichten eher ruhig vor sich hinplätschern, der wird hier eine entspannende Lektüre finden.