
Ein Buch, dass wir alle lesen sollten um unsere Sicht der Dinge zu überdenken. Ich werde auf jeden Fall etwas ändern.

Ein Buch, dass wir alle lesen sollten um unsere Sicht der Dinge zu überdenken. Ich werde auf jeden Fall etwas ändern.
Wie werden wir oder unsere Nachfahren einst auf uns und unsere Art der Ernährung zurückblicken? Was werden sie dazu sagen, dass wir Tiere in viel zu engen Räume eingesperrt haben, ihnen ein Leben gemäß ihrer Natur verweigert haben, um sie in Massen zu schlachten, obwohl wir schon längst wussten, dass wir uns anders ernähren können, um weniger Tierleid zu verursachen und um mit pflanzlicher Ernährung der Aufheizung des Klimas etwas entgegenzusetzen? In „Einst aßen wir Tiere“ geht die niederländische Zukunftsanthropologin Roanne van Voorst dieser Frage nach. Es geht darum, dass Roanne van Voorst in ihrer Rolle als Zukunftsforscherin einen Blick zurückwirft. Sie schaut auf uns aus der Perspektive der zukünftigen Menschen und erklärt, wie sich die Menschen entschieden haben, diesen Weg zu wählen, um die drohende Klimakatastrophe noch aufzuhalten. Dies finde ich sehr positiv, denn bislang gibt es sehr viele dystopische Ansätze, begründet natürlich darin, dass wir den Hintern nicht hochkriegen und zum Beispiel hier in Deutschland noch nicht einmal ein Tempolimit hinbekommen. Da kommt eine Rückschau aus einer Zukunft, in der wir doch noch die Kurve gekriegt haben, gerade recht. So eine positive Erzählung ist, was wir zusätzlich zu den wichtigen, erklärenden Fakten brauchen. Zunächst lautete ihre Fragestellung unter der sie das Buch schrieb, ob wir diese große Veränderung überhaupt durchlaufen können, bis ihr klar wurde, dass wir das können, denn wir haben schon so oft bewiesen, dass wir so eine Aufgabe bewältigen können. Es geht eher darum, ob wir das wollen. „Einst aßen wir Tiere“ ist ein Buch, das aufklärt über die fatale Rolle der Lebensmittelindustrie, der Milch-, Eier- und Fleischproduktion und wie sie uns beeinflussen. Sie klärt auch auf, dass man sich auch mit veganer Ernährung richtig ungesund ernähren kann, wenn man nicht auf das achtet, was man so zu sich nimmt – ganz wie mit jeder anderen Ernährungsform auch. Ihr gelingt das Spagat zwischen Wissenschaft und persönlichem Anliegen, sie macht Wissenschaft nahbar. Auch die Problematik, dass sie für ihren Mann auch tierische Produkte kauft und dass sie versucht, beim Essen nicht ständig darüber zu sprechen, welche Erkenntnisse sie gewonnen hat, kommen mir bekannt vor. Sie stellt sich nicht auf einen Sockel, sondern beschreibt das, was sie macht, tut und denkt als etwas, das viele von uns genauso durchleben, die Zweifel und Überlegungen, die kleinen Erfolge. Sie schreibt das Buch aus der Sicht einer Frau, die Verantwortung für die nächste Generation trägt und nicht perfekt ist.
Eigentlich lese ich solche Bücher nicht. Ich habe weder "Tiere Essen" noch "Dominion" gelesen, habe keine der Dokus angesehen (außer einmal unfreiwillig in der Schule) und ernähre mich trotzdem seit einigen Jahren weitestgehend vegan. Irgendwas an diesem Buch hat mich aber angesprochen, also hab ich mich dran gewagt. Was soll ich sagen: es war an manchen Stellen genau so furchtbar wie erwartet - weil Menschen einfach scheiße sind und unmenschlich. Weil wir glauben, wir seien die Herren der Welt und dürften deshalb alles. Der eingängige Schreibstil der Autorin trug nicht gerade dazu bei, dass ich mich beim Lesen besser gefühlt habe. Manche Infos waren aber auch überraschend, wie zum die Grammatik der Präriehunde. Einen Stern Abzug gebe ich, weil das Buch bei manchen Infos nicht genug in die Tiefe geht - und weil ich finde, diese Zukunfts-Intermezzos (Gedankenexperte über das Post-Karnistischen Zeitslter in X Jahren) hätte man sich auch sparen können. Ansonsten ein gutes Buch für den ersten Überblick - wer sich traut und wem davon nicht der Appetit erstmal vergeht! Lest nur, was ihr auch wirklich vertragt!
Da ich mich schon seit vielen Jahren vegetarisch ernähre, wusste ich schon einiges was in diesem Buch beschrieben wurde. Dennoch kamen auch neue Informationen dazu, die mich in den meisten Fällen sehr geschockt haben. Es war sehr interessant zu lesen, wie sich die Autorin die Zukunft vorstellt. Natürlich habe ich mir auch selber Gedanken dazu gemacht und bin schon sehr gespannt wie die Zukunft wirklich aussehen wird.
Großartiges Buch, das nicht nur bekehren oder belehren will , sondern auch Alternativen zu Fleisch- und Milchprodukten zeigt. Außerdem macht es mehr als deutlich, welch große Tragweite auf Tieren basierte Ernährung hat und wie man durch pflanzliche Nahrung einen unglaublichen Teil zur Bekämpfung des Klimawandels beitragen kann!