
Ein interessanter Roman in dem indianische Mythenwesen in unserer Welt existieren und versuchen die Seelen von Menschen zu stehlen.
»Seit ihr fünfjähriger Sohn Bobby bei einem Urlaub in Alaska ertrunken ist, treibt Jenna Rosen auf einen Abgrund zu. Anders als ihr Mann, der als erfolgreicher Immobilienmakler ganz auf zukünftigen Erfolg setzt, gelingt es Jenna nicht, sich von der Vergangenheit zu lösen. Bis sie spontan beschließt, an den Ort des Unheils zurückzukehren. Mitten in der Nacht bricht sie in Seattle auf und fährt gegen Norden, Richtung Alaska. Ihr Ziel ist der kleine Fischerort Wrangell, in dem Jennas Großmutter, eine Tlingit-Indianerin, ihr Leben verbracht hatte. Und ganz in der Nähe liegt jene Bucht, in der Bobbys Körper für immer verschwand. Doch schon nach kurzer Zeit wiederfahren Jenna dort beängstigende Erlebnisse. Die fühlt sich verfolgt und beobachtet, gespenstige Schatten bedrohen sie, und Menschen kreuzen ihren Weg, die ihr zutiefst unheimlich sind. Und dann stößt sie immer öfter auf die Indianerlegende von den Kushtaka, den Seelendieben, die ein Grenzreich zwischen Lebenden und Toten bevölkern. Jenna beginnt zu ahnen, dass Bobbys Schicksal auf rätselhafte Weise mit diesen gefährlichen Mächten verknüpft sein muss. Hin und her gerissen zwischen der Skepsis einer modernen Frau, mütterlichen Instinkten und dem Sog des Mythos begibt sie sich auf die Suche nach der endgültigen Wahrheit — über sich selbst und den Tod ihres einzigen Kindes« ❇️🔹🦦🔹❇️ Nicht nur im japanischen Glauben gibt es interessante Geisterwesen, sondern auch bei den Ureinwohner Amerikas. Garth Stein, stammt selbst von den Tlingit-Indianerin ab, liefert hier einen guten Roman ab, in dem die Kushtaka, Otterwesen die ihre Gestalt nach belieben wechseln können und die Seele von Menschen stehlen, ihr Unwesen in unserer moderne Zeit treiben. Die Geschichte handelt von Jenna Rosen, die vor zwei Jahren ihren Sohn verloren hat. Dieses Ereignis trieb auch einen Keil zwischen sie und ihren Ehemann Robert. Am Jahrestag des Todestages ihres Sohnes schafft es Robert auf einer Party endgültig das Fass zum überlaufen zubringen. Jenna lässt ihren Mann nichtsahnend auf der Party zurück und verschwindet einfach mit dem Auto… Die Geschichte braucht seine Zeit bis es sich mit den Geisterwesen verwebt. An manchen Stellen wurde es sogar ein wenig gruselig 😊. Davon hätte ich ein wenig mehr gerne gehabt. Die vorkommenden Charaktere fand ich sehr gut geschrieben und ausgearbeitet. Der Detektiv war ein wunderbares (verzeiht die Wortwahl) Ar#¡*loch, den man leidenschaftlich hassen konnte. Ein herausragendes Ekelpacket! Nicht jeder kann solche Charaktere schreiben. Der Schreibstil lässt sich gut lesen. Nur an ein paar Stellen waren ein wenig seltsam von der Ausdrucksweise, ansonsten hat Sabine Lohman eine gute Übersetzung abgeliefert. Überwiegende begleiten wir Jenna in der Geschichte, aber es sprint auch immer wieder mal zu Robert oder dem Shamanen David Livingstone. Diese Sprünge häufen sich gegen Schluss, da einiges parallel passiert. Was mir jetzt weniger zugesagt hat war das Liebesdrama zwischen Jenna, Eddy und Robert. Ich kann auch ihre Entscheidung am Schluss nicht vollends nachvollziehen. Beziehungsdrama ist halt nicht so meins 🙄. Auch das Ende hat mich etwas ratlos zurück gelassen … Kann man so machen , weis ich aber nicht so mit anzufangen… ❇️🔹🛶🔹❇️ An sich war das Buch also ganz in Ordnung, hatte gut ausgearbeitete Charaktere und mich gut unterhalten. Am besten hat mir das mit den Legenden um die Kushtaka gefallen und die Stellen in denen Gruselstimmung aufkam.
