Precht beschreibt die moderne Debattenkultur, Social Media und die Angst vor gesellschaftlicher Ausgrenzung.
Auch wenn ich nicht jeder Aussage zustimme, finde ich seine Sichtweise sehr interessant. Ein kontroverser Essay, welcher einige Fragen offen lässt und Raum für die eigenen Gedanken lässt.
Wer sich für Gesellschaft und Politik interessiert, findet hier viele Denkanstöße.
Klare Leseempfehlung ✨
Mein zweites Buch von Precht und es wir nicht mein letztes von ihm sein.
Sein Schreibstil ist angenehm und leicht verständlich.
Dieses Buch lässt viel Raum zur Selbstreflexion und der Frage, bin ich oder die Gesellschaft zu empfindlich ??
Wie steht's mit mit meiner Resilienz aus und was ist das?
Auch wenn man weiß was Resilienz bedeutet, sollte man es googeln, weil es 7 wichtige Kernaussagen beinhaltet.
Ergänzend zu dem Buch Angststillstand wäre daß Buch von Georg Orwell 1984, es wurde in der DDR sogar verboten...
Precht gibt mit dem Begriff " orwellsche " einen kleinen Hinweis auf das Buch 1984.
Prädikat lesenswert
War okay.
Ich fands schon spannend, aber wird kein Buch sein, wo ich sage, dass man das unbedingt gelesen haben muss.
Es stellt definitiv das Thema Meinungsfreiheit aus unterschiedlichen Perspektiven dar, sowohl aus der linken politischen als auch aus der rechten politischen Sicht. Dennoch fand ich es an manchen Stellen sehr langlebigen und es hat sich auch immer wiederholt.
Mega Buch. Betrifft uns alle. Richtige Aussagen und Humor. Kann seinen Podcast und seine Videos auch nur empfehlen.
Mir ab und zu etwas zu trocken, weil einige Themen sich zu lang zogen.
Ein kluges, verständliches und dringend notwendiges Buch. Für alle, die spüren, dass unsere Debattenkultur kippt, aber sich fragen, warum genau. Precht liefert keine endgültigen Antworten, aber er stellt die richtigen Fragen. Und manchmal ist das der wichtigste Schritt. 👣
Precht nimmt sich in diesem Essay einem Thema an, das gerade niemanden kalt lassen kann: Der gefühlten Einschränkung der Meinungsfreiheit. Nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit einer Mischung aus Analyse, Gesellschaftsdiagnose und subtiler Provokation. Er fragt: Warum trauen sich so viele Menschen nicht mehr, laut zu sagen, was sie denken? 🤔
Was mich besonders beeindruckt hat: Precht beschreibt nicht einfach nur, dass etwas schiefläuft. Er zeigt auf, woher der Stillstand kommt. Zwischen Social-Media-Shitstorms, hypersensibilisierten Debatten und der Angst, sofort in eine Schublade gesteckt zu werden, entsteht ein Klima, das eher lähmt als lebendig macht. Der Begriff „Angststillstand“ trifft das ziemlich auf den Punkt. 😶
Spannend fand ich auch die psychologische Ebene: Eine Gesellschaft, die erwachsen wirken will, aber emotional manchmal im Dauer-Teenager-Zustand verharrt. Jeder will gehört werden, aber kaum jemand will zuhören. Precht nennt das nicht ohne Ironie eine Art kulturelle Unreife – eine Selbstblockade, die Debatten verhindert, bevor sie beginnen. 🪞
Nicht alles hat mich überzeugt: Bei den Lösungsvorschlägen hätte ich mir mehr Mut und Weitblick gewünscht. Einige Passagen bleiben im Analytischen stecken, ohne wirklich zu zeigen, wie wir da konkret rauskommen. Trotzdem steckt so viel Denkanstoß drin, dass ich das Buch definitiv weiterempfehlen würde – gerade, weil es unbequem ist. ⚖️
Wer verstehen will, wie es aktuell um unsere Meinungsfreiheit steht, sollte dieses Buch lesen.
Precht beschreibt, wie Menschen – etwa Moderatoren – öffentlich delegitimiert oder „gecancelt“ werden, oft aufgrund von Aussagen oder Entscheidungen, die viele Jahre zurückliegen.
Dabei stellt sich für mich eine grundlegende Frage:
Hatte nicht fast jede*r von uns vor 10 oder 20 Jahren andere Ansichten als heute?
Und ist genau diese Fähigkeit zur Veränderung nicht Ausdruck von Reflexion und Reife?
Ich halte wenig von einem moralischen Sittenwächtertum, das vorgibt, womit Menschen umgehen können und womit nicht.
Eine offene Gesellschaft braucht Zumutung, Ambivalenz und die Freiheit, selbst zu urteilen.
Ich lese gerne Precht und hören tue ich ihm genauso gerne zu.
Für mich bringt er stets neue (und wie ich finde) sehr offensichtliche und realistische Deutungen und Perspektiven ins Spiel, die er für jedermann verständlich darstellt ohne, trotz seines Philosophiestudiums etc , in eine hoch wissenschaftliche Sprache zu verfallen.
Er diskutiert über die Axelotlisierung unserer Gesellschaft (ich liebe dieses Wort, schon allein aufgrund seiner tierischen Herkunft 😃😄) und die, sich in sozialer Ausgrenzung offenbarenden, eingeschränkte Meinungsfreiheit bzw. wie sich diese für ihn darstellt.
Ich habe hier sehr viele interessante Aspekte finden können, die mir selbst schon in Privatleben begegnet sind und wie ich sie hunderte Male schon im Fernsehen mit öffentlichen Personen gesehen habe.
Was mir ein bisschen zu kurz kommt ist die Perspektive der Gegenargumente und bei den Lösungsansätzen hätte ich mir mehr Ideen und Kreativität erhofft. Wobei das ganze Konstrukt so schwer zu lösen ist, dass ich gut verstehe, warum einem da keine Lösung einfallen man
Ein interessantes kleines Buch. Es bringt keine wirklich neue Thesen, als vielmehr eine aktuelle und auf Deutschland bezogene kristallisierte Version dessen, was schon sehr lange in verschiedenen Büchern und Studien diskutiert wird. Die Probleme der Moderne, der Medien, der Identitätspolitik, der Hypermoral, der Empörungskultur, des schwindenden Gemeinsinns, der fragilen, ja unreifen psychischen Verfasstheit. Die Mischung führt, laut Precht, dazu, dass es mit hohen psychischen und sozialen Kosten verbunden ist, nicht der Mehrheitsmeinung zu sein, gerade auch, weil Resilienz gegenüber Kritik oder sogar Ausgrenzung, die man als Andersmeinender zu spüren bekommt, kaum noch vorhanden sei.
Als eine Art Zusammenfassung ist das Buch sehr lesenswert, da es kurzweilig, aber dennoch inhaltlich umfangreich ist. In wieweit man die Thesen dann berechtigt, gut belegt, bzw. nachvollziehbar findet, muss natürlich jede Leserin bzw. jeder Leser für sich selbst entscheiden.
Was dem Autor leider nicht so gut gelingt, ist einen Ausweg aufzuzeigen. Das ist aber, wenn man die Thesen teilt, wohl auch nicht so einfach.