
𝐇𝐞𝐫𝐛𝐬𝐭 𝐝𝐞𝐫 𝐊𝐫𝐢𝐞𝐠𝐞 ist der dritte Band im Quartett DIE MAGISCHEN STÄDTE von Daniel Abraham. Wenn ich bedenke, dass ich nach dem ersten Band noch meine Zweifel hatte, ob diese Reihe wirklich etwas für mich ist, bin ich spätestens nach diesem dritten Band felsenfest von dieser Political Fantasyreihe überzeugt. ohja! Dieses Buch hatte alles, was es braucht, um mir zu gefallen. Es ist auch bislang der stärkste Band. Ich liebe die langsame und bedachte Erzählung. Sie steckt voller politischer und persönlicher Tiefe. Die Welt und und die Figuren sind moralisch grau gehalten, was dem gesamten Werk eine gewisse Reife verpasst. Im Zentrum steht nun ein kriegerischer Konflikt, der auf eine so unverschämt kluge und überraschende Weise aufgelöst wird, dass mir beim Lesen der Mund weit offen stand. Niemals hätte ich eine solche Wendung erwartet. Die Prosa ist dabei reich, nachdenklich, unaufgeregt und klug. Dies ist keine Reihe, die mit lauten Effekten daherkommt. Sie schleicht sich eher von hinten an und entführt dich still in eine Welt voller politischer und moralischer Fragen, mit einem Hauch asiatischer Kodizes und einer einzigartigen Magie (einer Paarung zwischen Dichtern und mächtigen Naturgeistern). Ich bin sehr gespannt auf den Abschlussband. Diese Reihe würde ich allen Fans von politischer Fantasy, aber auch Fans von literarisch erzählter Fantasy im Stil von Tad Williams oder Guy Gavriel Kay empfehlen.


