Gibt ein paar Denkanstöße, den Rest überflogen
Dieses Buch ist schon etwas älter und meiner Meinung nach nicht mehr zeitgemäß. Es konzentriert sich allein auf heteronormative, binäre Liebesbeziehungen und richtet sich dabei offensichtlich an die Frauen. Leider sind es nämlich nun mal Frauen, die zumeist die Beziehungsarbeit leisten und das wird nicht weiter hinterfragt. Es gibt einen Test, um herauszufinden, welcher Beziehungstyp man ist. Man möchte meinen, der Partner soll denselben Test machen, aber anscheinend gehen die AutorInnen bereits davon aus, dass der Mann sich nicht mit sowas auseinandersetzen will, d. h. es gibt noch einen zweiten Test, in dem man selbst herausfinden kann, welcher Beziehungstyp mein Partner ist 🤦🏻♀️ Wie Beziehungstypen entstehen, wird hier sehr vereinfacht dargestellt und konzentriert sich auf die Art der Erziehung. Dass auch gesellschaftliche Mechanismen dazu führen, dass von den zwei sozialen Geschlechtern gewisse Verhaltensmuster erwartet werden, bzw. sie in bestimmte Richtungen sozialisiert werden, wird hier komplett außenvorgelassen. Wir haben hier ein Buch, das Frauen zeigen soll, wie sie den richtigen Partner für sich finden, bzw. wie sie ihre bestehende Beziehung verbessern können. Eins ist also klar: Die Frau muss sich bemühen. Ich habe dieses kurze Büchlein größtenteils überflogen und für mich (!) festgestellt, dass es mir keinen Mehrwert bietet. Das kann für andere LeserInnen durchaus anders sein 🫶


















