Ich habe Eva Maria Zurhorst in einem Podcast über das Buch sprechen hören und musste es mir direkt bestellen.
Und auch wenn ich in keiner Ehe bin oder nicht mal wirklich eine Partnerschaft habe, hat mich das Buch in vielerlei Hinsicht überzeugt.
Es gibt viele hilfreiche Tipps für Beziehungen, aber vor allem wird einem sehr oft der Spiegel vorgehalten, warum es in der Vergangenheit gescheitert ist.
Ganz überraschend kam wieder die Verbindung zu Gott zur Sprache, die ich in einem Sachbuch überhaupt nicht erwartet habe. Das lässt mich schmunzeln, denn in letzter Zeit stoße ich sehr häufig in Büchern und anderen Zeichen auf Gott.. ich denke, das ist ein Thema mit dem ich mich nun noch mehr auseinander setzen werde.
Tolles Buch, sehr empfehlenswert..egal ob man seit Jahren verheiratet ist oder Single ist..das Buch ist jetzt schon an 3 Freundinnen versprochen und auch ich werde es nochmal lesen, wenn ich mal in einer Beziehung 'feststecke'
❤️🙏🏽
Der Titel des Buches Liebe dich selbst – und es ist egal, wen du heiratest mag auf den ersten Blick provozieren. Wichtig ist: Es geht nicht darum, dass es beliebig ist, wen man heiratet – sondern darum, dass wir ungelöste innere Themen und alte Muster in jede neue Beziehung mitnehmen, wenn wir sie nicht selbst aufarbeiten.
Zurhorst plädiert daher dafür, dass viele Trennungen ihrer Ansicht nach überflüssig sind, weil wir nach etwas suchen, das der andere uns gar nicht geben kann – nämlich Selbstannahme, Heilung und innere Sicherheit.
Das Buch gliedert sich in zwei grobe Abschnitte:
In der ersten Hälfte geht es stark um die Analyse typischer Beziehungsprobleme, die aus persönlichen Verletzungen und Verstrickungen entstehen.
Die zweite Hälfte bietet Impulse und Hilfestellungen zur Veränderung – etwa durch Selbstreflexion, innere Arbeit und bewusste Kommunikation.
Die zentralen Themen des Buches: Partnerschaft und Verliebtheit, Kindheit und Prägung, Liebe und Enttäuschung, Sexualität, Vertrauen und Betrug, Trennung, Alltag, Kinderkriegen, die Sache mit Gott, Entscheidung zur Veränderung.
Ich finde den Grundgedanken des Buches sehr wertvoll: Statt nur am Partner herumzuschrauben, sollte man den Blick nach innen richten. Es geht nicht um Schuld, sondern um Eigenverantwortung. Diese Haltung kann helfen, festgefahrene Muster zu durchbrechen und sich selbst – und damit auch der Beziehung – neue Entwicklungsmöglichkeiten zu eröffnen.
Das Buch ist kein Werkzeugkasten – es ist ein Spiegel.
Es fordert radikale Ehrlichkeit und Mut zur Selbstreflexion sowie einiges an Transferleistung.
Kein “Schnellhilfe-Ratgeber”, sondern ein Buch, das dich zwingt, hinzuschauen: auf deine Kindheit, deine Enttäuschungen, deine Vorstellungen von Liebe.
📌 Mein Fazit:
Ich habe viel markiert. Viel gedacht. Es braucht Transferleistung – aber wer bereit ist, eigene Muster zu hinterfragen, kann hier wirklich wachsen. Es kann auch wehtun, die eigenen Anteile zu erkennen, aber wir brauchen diese Wahrheit für uns.
Denn genau das trennt Verliebtheit von Liebe: Verantwortung für sich selbst zu übernehmen.
Dieses Buch hat meine Perspektive zu so vielen Bereichen erweitert und auch verändert! Es umfasst so viele essentielle Themen, die mich unfassbar abgeholt haben. Nicht nur etwas für Paare, die vor einer Trennung stehen. Es lohnt sich jederzeit. Habe das Buch bereits während des Leseprozesses an ein Paar verschenkt, weil ich daran glaube, dass die Hinweise von Eva-Maria Zurhorst großes Potential haben das Leben vieler Menschen zu bereichern.
Ein paar Denkanstöße, mehr aber auch nicht. Das Buch zieht sich sehr in die Länge, da vieles unnötig wiederholt und ausgeschmückt wird. Mit den meisten Meinungen der Autorin konnte ich nicht einhergehen oder fand sie selbstverständlich/auf der Hand liegend.
Manche Passagen regen zur Selbstreflexion an aber es gibt auch einige Stellen, die ich grundsätzlich anders sehe und deswegen einen gewissen Abstand zum Inhalt erzeugt haben, man sollte es vorsichtig lesen. Das was die Autorin meint ist nur ihr Standpunkt und man ist nicht gestört wenn man etwas anders sieht. Von mir gibt's nur 2 Sterne.
Einerseits bin ich froh, dieses Buch gelesen zu haben, andererseits würde ich es nicht wirklich weiterempfehlen. Eva-Maria Zurhorst umschreibt etwas teilweise sehr kompliziert, das aber dann gar nicht wirklich relevant ist.
An manchen Stellen habe ich das Buch verschlungen und viele Stellen markiert, andere wiederum hätte ich am liebsten überblättert.
Insgesamt ist das Buch für mich also sehr durchwachsen, ich würde keinen 2. Teil lesen.
Die ein oder andere nette Botschaft befindet sich hier drin. Ansonsten aber ein riesengroßes Blabla an Frau-Mann-Klischees, schlechten Metaphern und Klatsch und Tratsch…