
Nachdem mich Band 1 und 2 bereits vollkommen begeistert haben, stand für mich sofort fest, dass ich natürlich auch Band 3 lesen will. Die Ermittlerin Carla und ihre hochsensible Tochter Lana finde ich einfach unheimlich sympathisch. Der Schauplatz in Sia Pionteks Krimis ist das Wendland. Hier gibt es einige landwirtschaftliche Betriebe, unter anderem den Gruber- und Ahrendt- Hof. Beide seit Jahrzehnten verfeindet. Im Hochsommer geschehen nun Brände im Wendland. Dabei wird ein junges Mädchen getötet und verbrannt. Aber wie kam es dazu und wer steckt dahinter? Gleich zu Beginn gibt es im Buch einen Stammbaum von den jeweiligen Familien der Gruber und Ahrendts. Das fand ich sehr hilfreich, allerdings hat mich die Darstellung etwas verwirrt, ich brauchte länger bis ich genau wusste, wer nun angeheiratet und wer Sohn oder Tochter ist. Trotzdem war es für die Geschichte enorm hilfreich. Carla ermittelt auf beiden Höfen zusammen mit ihrem Kollegen Lars. Als Team haben sie mir wieder sehr gefallen. Lana ist 18 und überlegte bereits zur Polizeischule zu gehen. Hat sich dann aber doch erstmal für ein FÖJ entschieden, welches sie auf einem anderen Hof absolviert. Die Kapitel wechseln zwischen Lana und Carla hin und her. Dinge die Lana bei ihrem Praktikum aufschnappt könnten ihre Mutter weiterbringen. Und Carla versucht ihre Tochter natürlich zu schützen und will sie aus allem raus halten. Die Spannung war nach gut einem Drittel des Buches auf Anschlag. Ich konnte und wollte nicht mehr aufhören zu lesen, denn die Geschehnisse spitzten sich immer weiter zu. Mit der Auflösung habe ich nicht gerechnet, obwohl ich zwischendurch soo viele unterschiedliche Verdächtige hatte und die Stammbäume auswendig gelernt habe. Die Komplexität des Falls ist natürlich nicht ganz ohne, aufgrund der vielen Charaktere sollte man deshalb gut aufpassen beim lesen. Für mich wieder ein super geschriebener Krimi den ich euch definitiv empfehlen kann. Ich denke, er ist auch gut unabhängig lesbar. ⭐⭐⭐⭐,25 | 5 Sternen





