Ein schöner Roman ĂŒber das Monmartre des 19. Jahrhunderts, auch wenn es sich zwischendurch leider etwas zieht. Der Schreibstil ist wunderschön und man kann sich alles sehr gut vorstellen. Definitiv lesenswert!
Elise Lambert und Valerie Dumas werden am selben Tag geboren, aber sonst haben ihre LebensrealitÀten absolut nichts miteinander gemeinsam.
WĂ€hrend Valerie die Tochter eines wohlhabenden KunsthĂ€ndlers ist und sogar die Chance bekommt ein Kunst-Studium zu absolvieren, damals als Frau nicht selbstverstĂ€ndlich, wĂ€chst Elise in einem Ă€rmlichen Elternhaus in Monmatre auf. Schon frĂŒh muss sie lernen sich in der mĂ€nnerdominierten Welt zurechtzufinden, bis sie ihre Liebe zum Tanzen entdeckt..
Ein wunderschöner historischer Roman, besonders gut fĂŒr Kunsthistorisch-Interessierte, da im Rahmen von Valeries Laufbahn auch immer wieder Kunsthistorische Themen angesprochen werden.
Ein fesselnder historischer Roman, der das Paris der Jahrhundertwende atmosphĂ€risch und mit lebendigen Figuren zum Leben erweckt. Zugleich bietet er spannende Einblicke in die Kunstszene und das harte Alltagsleben dieser bewegten Zeit â ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
An manchen Stellen empfand ich die LektĂŒre etwas langatmig und redundant (deshalb auch ein halber Stern Abzug), aber insgesamt eine interessante und mitreiĂende Geschichte ĂŒber zwei so unterschiedliche Frauen, die auf dem HĂŒgel von Montmartre geboren werden und aufwachsen. Und wieder einmal sooo viel Paris! Wunderbar!
Bereits der Leseeindruck hatte mich fasziniert und gefesselt. Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar und flieĂend zu lesen.
Besonders hilfreich finde ich in historischen Romanen, dass oftmals Personenregister und StadtplÀne im Buch vorzufinden sind, dass man immer wieder dorthin blÀttern kann, falls man etwas einmal nicht ganz so schnell versteht. Auch in diesem Buch war beides vorzufinden und toll gestaltet.
Valerie und Elise sind zwei zauberhafte (junge) Frauen, die so verschieden und doch so gleich sind. In der damaligen Zeit als Frauen hatten sie es nicht leicht, doch fĂŒr beide war klar, dass sie ihr Leben selbst in die Hand nehmen wollen. So beschlieĂt Elise den Traum als TĂ€nzerin nachzugehen und Valerie, den als Malerin.
Das Buch begleitet die beiden Protagonistinnen durch die Höhen und Tiefen ihres Lebens und zeigen eine starke Entwicklung. Ich fand es total angenehm, dass hier alles sehr authentisch und echt beschrieben wurde, sodass ich mich als Leserin oftmals in die Situation hineinversetzen konnte.
Das Buch hat mich so gefesselt, dass ich direkt das zweite Buch vorbestellt habe. Ich bin wahnsinnig gespannt auf den zweiten Band der Reihe und freue ihn schon bald lesen zu können.
Ein Muss fĂŒr alle, die historische und starke Frauenromane lieben! đ„č
Kunst und Kultur
Zwei junge Frauen, am gleichen Tag geboren, die eine aus reichem Hause, die andere aus armen VerhÀltnissen, aber beide mit TrÀumen.
WĂ€hrend Elise sich als TĂ€nzerin in Montmartre immer mehr zum Erfolg tanzt, versucht sich Valerie in der Malerei - studiert sogar an einer angesehenen Akademie. Doch beide Frauen werden mit den Problemen ihrer jeweiligen LebensfĂŒhrung im Pariser Vorort bzw. Stadtteil Montmartre konfrontiert.
âMontmartre - Licht und Schattenâ ist Band 1 der Dilogie von Erfolgsautorin Marie Lacrosse, die auch unter ihrem Klarnamen Marita Spang oder als Krimiautorin Tessa Duncan, bekannt ist.
Die Geschichte spielt zum GroĂteil kurz vor der groĂen Weltausstellung in Paris.
Mit den zwei Protagonistinnen Elise und Valerie hat Marie Lacrosse zwei Figuren geschaffen, die vor Mut, Selbstbewusstsein und Ehrgeiz strotzen. Sie sind dabei aber nicht unsympathisch, sondern geerdet. Diese zwei Frauen spiegeln etwas wider, was viele Frauen, wofĂŒr viele Frauen nach ihnen auch noch kĂ€mpften. Es sind zwei Frauen, die gegen gesellschaftliche Konventionen kĂ€mpfen. Sie wollen ihren eigenen, eigenstĂ€ndigen Weg gehen, ohne von einem Mann abhĂ€ngig zu sein, ohne die brave Hausfrau zu spielen usw.
Gleichzeitig spielt die Geschichte vor dem Hintergrund des Vororts und spÀteren Stadtteils Montmartre. Als Leser erlebt man hier eine Entwicklung vom armen Ort hin zu einem lebenshungrigen Ort. Es ist ein Ort der etwas anderen, aber bunten Kunst und Kultur, ein Ort, der viele unterschiedliche Gesellschaftsschichten tagtÀglich abbildet, aber auch ein Ort, der Aufbruchstimmung vermittelt.
Ich habe vorher noch nichts von diesem Stadtteil gehört, einzig Moulin Rouge war mir bekannt. Aber ich habe nun einiges dazu gelernt und sei es nur das Wissen um Sacre Coeur.
Marie Lacrosse ist es also wieder einmal wunderbar gelungen, historische Ereignisse in spannender Form zu vermitteln. Denn immer und immer hoffte ich nur das beste fĂŒr die beiden Frauen, dass sie es schaffen, ihren Weg zu gehen, keine RĂŒckschritte erleben mĂŒssen und sich zum Vorbild entwickeln. Diese Kombination aus Personen und Handlungsort ist einfach wieder sehr stimmig und nachvollziehbar. Vor allem die Gestaltung der Kapitel durch die Nennung von Ort und Datum machte die Nachvollziehbarkeit leicht.
Was ich einzig etwas zu viel fand, war die HĂ€ufung an berĂŒhmten Persönlichkeiten. Hier hĂ€tte weniger auch mehr sein können. Dennoch fand ich es gerade sehr interessant, was ich z.B. ĂŒber Vincent van Gogh erfahren habe.
Fazit: Ein interessanter historischer Roman ĂŒber einen berĂŒhmten Pariser Stadtteil, der aber auch viel Wissen ĂŒber Kunst und Kultur vermittelt. Damit knĂŒpft Marie Lacrosse nahtlos an die Erfolge ihrer bisherigen BĂŒcher an und somit kann ich dieses Buch nur allen empfehlen, die ihre Romane mögen.