Meine Meinung Sarah Wilson hat drei Bücher rund um das Thema Zuckerfrei leben herausgebracht. Ich habe Band 2 und Band 3 bereits gelesen und hier auch schon vorgestellt. Goodbye Zucker – Für jeden Tag Goodbye Zucker – Für immer Heute möchte ich euch aber das erste Buch der Reihe vorstellen. Immer gegen Jahresende, nehmen wir uns alle wohl fast jedes Jahr die selben Jahresvorsätze vor. Abnehmen, mehr Sport machen, gesünder Essen und so weiter. Aktuell bin ich Schwanger und esse somit eher nach Lust und Laune als nach einem richtigen Plan. Ich möchte aber nach der Geburt auf jeden Fall wieder gesünder essen und wieder fit werden. Dabei wird mir dieses Buch bestimmt helfen. Die ersten Kapitel zeigen einem direkt auf, wieso Zucker so schädlich für uns ist und wie schnell dieser süchtig macht. Sarah Wilson erzählt dabei aus ihrem persönlichen Alltag und besonders sind mir diese Fragen geblieben: Werden Sie nachmittags irgendwann schlapp und müde? Brauchen Sie nach den Mahlzeiten etwas Süsses? Fühlen Sie sich nach dem Essen aufgebläht? Schaffen Sie es nicht, sich mit einem einzigen Stück Kuchen zu begnügen? Sind Sie um Ihre Körpermitte pummelig, vielleicht sogar überall sonst schlank? Haben Sie oft ein Gefühl von Plumpheit? Ist ihr Geist nicht immer scharf und in Form? Wenn man viele dieser Fragen mit “Ja” beantworten kann – könnte dies etwas mit dem eigenen Zuckerkonsum zu tun haben. Besonders hilfreich finde ich in diesem Buch das 8-Wochen Programm. Denn es geht nicht in erster Linie darum von heute auf morgen komplett auf Zucker und Fructose zu verzichten, sondern von Woche zu Woche tiefer in das Thema einzusteigen. Neben den Wochentipps und Rezepten, gibt es hier aber auch 108 weitere Rezepte, die man gut in seinen Alltag einplanen kann. Bevor man jedoch beginnt, sollte man sich mit dem Kapitel “Grundausstattung” beschäftigen, denn dort lernt man bereits die wichtigsten Zutaten kennen und kann sich so schon etwas auf die 8 Wochen vorbereiten. Als Vegetarierin fehlten mir etwas die Alternativen aber diese kann man sich gut auch selbst erarbeiten und so den Fleischteil durch eine Veggie Variante austauschen. Schreibstil & Cover Der Schreibstil ist leicht verständlich und sehr informativ. Ich fand es spannend wieder einen tieferen Einblick ins Thema zu erhalten und werde nächstes Jahr auf jeden Fall versuchen das Programm durchzuziehen. Das Cover und auch die Bilder rund um die Rezepte sind sehr gelungen und appetitlich. Fazit Für alle die sich etwas Gutes tun möchten und sich rund um das Thema Zucker interessieren ein toller Einstieg! Einige Rezepte fand ich etwas schwierig umzusetzen und bei einigen fehlte mir die Veggie Alternative aber ansonsten sehr gut ausgesucht. Bewertung Rezepte ♥♥♥♥ (4/5) Schreibstil ♥♥♥♥♥ (5/5) Infos ♥♥♥♥♥ (5/5) Lesevergnügen ♥♥♥♥♥ (5/5)
Die Aufmachung ist wirklich klasse - sehr modern und ansprechend. Der erste Teil befasst sich sehr ausführlich mit der Einstellung der Autorin zum Thema Zucker. Sie beschreibt wie ihre Ausgangsposition war, als sie sich entschloss Zucker so gut wie komplett zu vermeiden. Es war in etwa so, wie ich momentan zu Zucker stehe. Das heißt sie benutzte keinen Haushaltszucker sondern nur Alternativen. Doch dann hat sie alles radikal umgestellt. Nun verzichtete sie nicht nur auf Industriezucker sondern schwor auch Fructose ab. Sie erläutert sehr ausführlich ihre Einstellung und gibt dann Hinweise für alle Leser, die dies genauso radikal durchziehen wollen. So findet man ein acht Wochen Programm, dass einen langsam an den kompletten Verzicht heranführt. Dort beschreibt sie Rezepte und Tipps, die ihr geholfen haben diese Zeit der Entwöhnung durchzustehen. Ich fand den Informationsteil sehr interessant, aber ich muss gleich sagen, dass ich einige der Überzeugungen nicht teile. Da niemand weiß wessen Meinung nun die 'Richtige' ist, werde ich das in meiner Bewertung nicht einbeziehen. Also gebe ich keinen Punktabzug dafür, dass ich der Meinung bin, dass die Zuckeralternativen der Autorin eher ungesund sind. Sie verwendet Reissirup, Stevia und Dextrose. Ich will jetzt hier nicht aufführen, warum ich diese Süßungsmittel nicht verwende, aber wollte gleich erwähnen, dass ich dadurch schon einen Großteil der Rezepte nicht nachkochen würde oder das Süßungsmittel durch Kokosblütenzucker oder Xylit ersetze. Außerdem würde ich niemals auf Früchte verzichten, da ich den Vitamingehalt über den negativen Einfluss der Fructose stelle. Die Rezepte sind abwechslungsreich. Es gibt hier Hauptgerichte, Saucen, Suppen, Salate und Desserts. Selbst herzhafte Snacks wie Chips und Kräcker sind zu finden. Die Rezepte sind sehr kokoslastig. Wer den Geschmack nicht mag, wird hier schon einmal etwa die Hälfte der Rezepte nicht nachkochen/backen können oder muss nach Alternativen suchen. Ansonsten sind die Zutaten für Leser, die sich bereits mit gesunder Ernährung befasst haben, sicher bekannt. Wer völlig ohne Vorwissen herangeht, muss natürlich erst einmal zusehen wo er bestimmte Zutaten bekommt. Allerdings gibt es heutzutage Quinoa, Chiasamen, Leinsamen und Co. in gut bestückten Supermärkten zu kaufen. Aber es sind auch Zutaten dabei, die man, zumindest hier bei mir in einer mittelgroßen Stadt, nur im Reformhaus oder Bioladen bekommt. Das Buch ist kein rein vegetarisches Kochbuch, aber so gut wie alle Rezepte sind vegetarisch. nur ganz vereinzelt findet man mal ein Rezept mit Fisch oder Fleisch/Wurst. Süße Rezepte und herzhafte Rezepte halten sich in etwa die Waage. Es gibt nicht zu allen Rezepten ein Foto, aber die meisten sind bebildert. Trotzdem gibt das bei mir einen kleinen Punktabzug. Ich persönlich habe dann lieber weniger Rezepte, dafür dann aber jedes mit einem Bild unterstützt. Die Zutaten werden übersichtlich aufgelistet und die Zubereitung wird gut beschrieben. Einige Rezepte werden auch kombiniert. Ab und zu werden auch Möglichkeiten zum Austausch bestimmter Zutaten genannt. Meine persönlichen Erfahrungen waren sehr durchwachsen. Die Pestos gefielen mir sehr gut, waren aber auch nichts absolut neues für mich. Genial fand ich die Verwendung von Pesto im Rezept 'Grüne Eier mit Schinken'. Wobei ich den Schinken weggelassen habe. Da bin ich bisher nicht draufgekommen und ich werde es noch oft machen. Die Süßkartoffel-Linsen-Suppe war ebenfalls ein nettes Rezept. Nichts was mich jetzt umhaut, aber es war mal was anderes. Ein echter Reinfall war für mich der Chai-Pudding. Der war extrem ekelhaft und auch keiner der anderen 3 Tester hat ihn herunter bekommen. Ebenfalls für mich nichts war die Kokosschokolade, da sie mir zu ölig und zu sehr nach Kokosnuss schmeckte. *Fazit:* 3 von 5 Sternen Leider konnte mich das Buch nicht besonders begeistern. Die Idee mit dem zuckerfrei leben, finde ich grundsätzlich gut, aber die Einstellung zu Fructose kann ich leider nicht teilen und und die Ersatzmittel zum Süßen, die hier empfohlen werden, sind aus meiner Sicht nicht wirklich gesund. Da ich meine Meinung nicht über die der Autorin stelle, gab es dafür keinen Abzug in der Bewertung. Den Abzug gab es für meine sehr durchwachsenen praktischen Erfahrungen mit den Rezepten im Buch. Hier hatten meine Mittester und ich Erlebnisse von 'ekelhaft' über 'naja', 'okay' bis hin zu 'schöne Idee, kann man wieder mal machen'. Ein wirklichen 'GENIAL'- Erlebnis gab es leider nicht. Im Vergleich zu meinen vielen anderen Koch- und Backbüchern schnitt das Buch daher eher schlechter ab.

