Leider bin ich mit dem Buch nicht warm geworden. Ich habe mich durchgequält und fand es sehr oberflächlich.
Mich hat es oft genervt, über viele Kapitel immer wieder lesen zu müssen, wie unvorbereitet die Autorin zu diesem wirklich "großen Trip" aufgebrochen ist. Kapitelweise schleppt sie einen Rucksack mit viel zu viel Gepäck mit. Stellt aus meiner Sicht von vornherein kapitelweise sinnlose Überlegungen an, ob sie nicht doch die hohen mit Schneemassen bedeckten Berge überqueren soll. Dann kapitelweise auch immer wieder die Beschreibung der Probleme die sie hatte weil sie zu wenig Geld hatte und vergaß dieses in ihre Packete zu legen. Ich habe etwas mühevoll bis zum Schluss durchgehalten. Ihre Gedanken am Schluss fand ich dann wieder sehr schön. Das hat mich dann wieder ein bisschen mit dem Buch "befriedet".

Inspirierend!
Einen Fernwanderweg zu gehen ist alles, aber ganz sicher nicht leicht. Das wird in diesem Buch auch super rübergebracht. An was man alles denken sollte, welche Entscheidungen zu fällen sind und wie unvorhersehbar eine solche Reise zu sich selbst trotzdem sein kann, das macht uns Cheryl Strayed hier mehr als deutlich. Ihre Geschichte ist spannend und packend bis zur letzten Seite. Ich bin froh, sie gelesen zu haben.

Realistisch, humorvoll und ehrlich mitreißend
Als jemand, der selbst gerne wandert, war für mich sofort klar, dass ich dieses Buch lesen möchte – und genau diese Verbindung hat das Leseerlebnis für mich besonders intensiv gemacht. Die Autorin nimmt einen direkt mit auf ihre Reise auf dem Pacific Crest Trail, inklusive aller praktischen Herausforderungen: falsche Entscheidungen beim Packen, körperliche Grenzen und unerwartete Probleme. Gerade diese ungeschönten Einblicke machen das Ganze so greifbar. Gleichzeitig verknüpft sie die Wanderung immer wieder mit ihrer eigenen Lebensgeschichte, was der Erzählung zusätzliche Tiefe gibt, ohne sie zu überladen. Der Stil ist angenehm, authentisch und immer wieder überraschend humorvoll. Trotz der teilweise schweren Themen wirkt das Buch nie bedrückend, sondern eher ehrlich und nahbar. Besonders beeindruckend ist dabei, unter welchen Umständen diese Reise stattfindet – ohne die heutigen technischen Möglichkeiten und mit wenig Erfahrung. Für mich hatte das Ganze eine starke Sogwirkung: Es motiviert, inspiriert und lässt einen selbst darüber nachdenken, einfach loszugehen. Gerade diese Mischung aus persönlicher Entwicklung und realistischem Reisebericht funktioniert hier sehr gut.
Man würde am liebsten die Wanderschuhe anziehen und sich auf den Weg zu sich selbst machen
Ich fand viele Handlungen der Protagonistin fragwürdig und wurde deswegen nicht mit ihr warm. Aber ich mochte den Schreibstil und hab jetzt schon auch Lust, eine längere Tour mal zu laufen.

Inspirierend, dramatisch, wundervoll ❤️🥲
Starke Frau, tragische Lebensgeschichte, Wandern 🥾, Natur🏕️, Berge 🏔️ und Selbstfindung ⭐️ Die Erzählung hat mich in den Bann gezogen. Der Schreibstil war sehr angenehm und das Buch sehr spannend, ich habe mitgefiebert, war gerührt, habe mitgefühlt und geweint, ich war erleichtert und es hat mich unglaublich inspiriert. Ich hatte plötzlich den Drang mir selbst die Wanderstiefel anzuziehen und sofort los zu laufen und die Natur und Wildnis zu erleben. Der große Trip beschreibt die Reise einer Frau, die durch tragische Erlebnisse den Halt verliert und mit gebrochenem Herzen zur Selbstfindung aufbricht. Sie nimmt sich vor, rund 1.700 km auf dem Pacific Crest Trail zu wandern, um wieder zu sich selbst zu finden. Alleine, ohne Vorbereitung oder Vorerfahrung und mit nichts als ihrem schweren Rucksack auf dem Rücken. Ich kann euch das Buch sehr empfehlen, denn ich fand es ganz wunderbar 🌟
Ich habe dieses Buch nicht einfach gelesen. Ich habe es durchlebt und durchlitten Seite für Seite, Meile für Meile. Cheryl Strayeds „Der große Trip“ war für mich nicht nur ein Reisebericht, sondern eine seelische Expedition, die mich dann tief berührt hat. Mit 26 fühlt Cheryl sich wie ein Scherbenhaufen – orientierungslos, verletzt, innerlich leer. Ihre Mutter tot, die Familie zerbrochen, ihre Ehe am Ende, sie selbst gefangen in Selbstzerstörung und Trauer. Und dann trifft sie diese Entscheidung: den Pacific Crest Trail zu wandern – alleine, untrainiert, über 1.600 Kilometer durch Hitze, Schnee, Einsamkeit und Schmerz. Ich habe selten eine so schonungslose, ehrliche und ungeschönte Erzählung gelesen. Cheryl nimmt kein Blatt vor den Mund. Sie beschreibt ihre körperlichen Strapazen mit einer Intensität, dass mir selbst beim Lesen die Schultern schmerzten. Sie schreibt über Blasen, Blut, Hunger & Angst. Ihre Wandlung vollzieht sich nicht in großen, dramatischen Momenten, sondern in kleinen Schritten – Meile für Meile, Blase für Blase, Gedanke für Gedanke. Der Wechsel zwischen Gegenwart und Rückblenden funktionierte für mich sehr mühelos und verlieh der Geschichte Tiefe und Dynamik. Fazit: Dieses Buch hat mich inspiriert, berührt und an meine eigene innere Widerstandskraft erinnert.
Der große Trip hat mich tief bewegt. Cheryl Strayeds Reise auf dem Pacific Crest Trail ist weit mehr als nur eine körperliche Herausforderung – sie ist ein Weg zu sich selbst. Besonders beeindruckt hat mich, wie sie sich ihren inneren Dämonen stellt und versucht, die schmerzhaften Erfahrungen ihrer Vergangenheit zu verarbeiten. Ihre Ehrlichkeit, Verletzlichkeit und Stärke machen das Buch zu einer inspirierenden Lektüre, die Mut macht, eigene Wege zu gehen – egal, wie schwer sie erscheinen.
Super spannend den Trail kennen zu lernen. Ich habe auch größten Respekt vor Cheryl dass sie das geschafft hat und das vollkommen untrainiert. Leider bin ich mit ihr absolut nicht warm geworden 😅
Das Buch ist auf jeden Fall inspirierend. Das Lesen ist mir jedoch sehr schwer gefallen, da die Kapitel sehr lang sind und die Stimmung sehr monoton war.

Das war gar nichts für mich. Ich liebe Bücher über das Wandern und Bücher über die großen Fernwanderwege dieser Welt. Ich mag autobiografische Erfahrungsberichte. Gerne auch gespickt mit Anekdoten und Erzählungen aus dem Leben, aber dieses Buch hatte so viele Stellen, die mich richtig abgeschreckt haben, dass ich dem Buch nicht guten Gewissens mehr als 2 Sterne geben kann. Allen Voran: Grausamkeit an Tieren bzw. Tierleid sind für mich in Büchern ein absolutes No-Go. Ich bin erwachsen genug um zu wissen, dass ich da nicht immer drum herum komme und dass diese Themen in gewissen Maße zum Leben dazu gehören. Aber diese Ausführlichkeit und in diesem Detailreichtum, in dem hier das Leiden verschiedener Tiere geschildert wurde, grenzte für mich schon an Sensationsgier und Perversität. Dann als zweiter Punkt: Ein bisschen hatte das Buch auch was von Trauma-Porn. Gefühlt passierten der Autorin nur schlimme Dinge, sie war vom Pech verfolgt, das Universum hatte etwas gegen sie. Das mag auch alles so passiert sein, aber auch diese Themen wurden immer und immer wieder ausgeschlachtet. Dazu kam, dass mir schleichend das Gefühl kam, dass all die Fehlentscheidungen, die sie in ihrem Leben getroffen hat, erzählerisch immer so dargestellt wurden, dass sie hätte gar nicht anders wählen können. Denn andere waren Schuld an ihrem Elend. Das Leben war Schuld. Die schlimmen Sachen waren Schuld. Ich nehme an, dass ich – jemand der selbst mit einer gewissen Vergangenheit zu kämpfen hatte, wenn auch auf andere Art und Weise – diese „Ja, aber...“ Mentalität in Büchern nicht gut ertragen kann. Generell wirkte die Wanderung beinahe zweitrangig und nur als notwendiges Übel. Und ein Übel war es. Denn eigentlich war alles schlimm. Die Menschen, die Wüste, das Wetter, das Wasser, die Tiere. Die gesamte Erzählung war negativ gefärbt und unglaublich deprimierend. Dazu kam, dass die Autorin offenbar auch nicht aus Fehlern lernen wollte. Denn, wenn man hunderte von Kilometern mit einem viel zu schweren Rucksack unterwegs ist, könnte der gesunde Menschenverstand (und der Ratschlag vieler, vieler anderer Leute) einen vielleicht auf die Idee bringen etwas zu ändern. Nicht so hier... Dann würzen wir das Gesamtkonstrukt noch mit ein bisschen Verharmlosung von Drogenmissbrauch und häuslicher Gewalt und fertig. Stilistisch war das Buch aber sehr gut. Die Autorin beherrscht auf jeden Fall ihr Handwerk. Und so ist das Buch sehr gut zu lesen, entwickelt durchaus einen Sog und entführt einen tatsächlich immer wieder auf den PCT. Sicherlich ein ehrliches, sehr offenes Buch. Und sicher auch mutig, mit all dem Schmerz so öffentlich umzugehen, für mich aber einfach nicht das Richtige.
Kein gewöhnlicher Reisebericht
"Die Welt und ihre Bewohner hatten mich überall mit offenen Armen empfangen." Inspirierend und ermutigend erzählt Cheryl ihre Geschichte und schafft es, einen auf und mit ihrem Weg abzuholen.
Alleine den Gedanken, dass man sich als Frau alleine auf eine lange Wandereise begibt fasziniert mich. Ich weiß nicht ob ich selbst den Mut dazu hätte. Ein tolles Hörbuch über eine inspirierende Reise zu sich selbst. Ehrlich, roh und sehr berührend.
Nach dem Tod ihrer Mutter und ihrer gescheiterten Ehe stürzt Cheryl Strayed sich in ein extremes Abendteuer. Sie wandert 1600km über den Pazific Crest Trail. Ihre Geschichte ist voller Schmerz, Selbstzweifel, aber auch Schönheit und innerer Stärke. Ich habe jede Minute dieser Reise mitgefühlt und bin in Gedanken mitgewandert. Bereits mehrere Male, denn ich habe das Hörbuch schon mehrmals gehört. Ein hörenswert Buch für alle, die bewegende, authentische Geshichten über Mut, Verlust und Neuanfang lieben. Den Film kann ich nicht empfehlen. Den fand ich eher enttäuschend. Aber das ist bei Buchverfilmungen ja leider häufig so.
I wish I could say this is a 5 star book and it was, if I would like the protagonist more. I couldn't really find a connection to her life she lived off the trail, but I could while she was on the trail.
Zurück in‘s Lesefieber
Dieses Buch hat mich vor ein paar Jahren nach einer Pause endlich wieder ins Lesefieber zurückgebracht. Habe es im Urlaub VERSCHLUNGEN! Spannung entsteht dadurch, dass es auf einer wahren Geschichte beruht und dass man mit der Protagonistin mitfiebert, diese lange Wanderung zu schaffen. Es geht um‘s: Sich-Durchbeißen, stark sein, schwach sein, Trauer, Glück und vor allem die Beziehung zu einem selbst. Währenddessen gewinnt man noch ein Gefühl für die 70er Jahre in den USA. Absolut schön, manchmal traurig, beeindruckend und fesselnd. Große Empfehlung!
Ja, ja und nochmals JA!!!
Ich bin jeden Schritt mit Cheryl gegangen, hab jede Blase mitgefühlt, hab jeden Tropfen Schweiss gespürt, hab jeden Eindruck des Trails mitgenommen und war froh den Weg mitgegangen zu sein ... aber auch ein wenig wehmütig, dass diese gemeinsame Reise einen süßen Abschluss gefunden hat. Absolut eine Empfehlung für alle, die auf einer Suche sind und denen es in den Füßen juckt, sich auf Schusters Rappen aufzumachen.
Sehr bewegende autobiographische Geschichte
Nachdem Cheryl ihre Mutter an den Krebs verlor, verliert sie sich selbst und den Halt in ihrem Leben, hält sich mit einem Kellnerjob über Wasser und rutscht in die Heroinabhängigkeit ab. Durch Zufall entdeckt sie in einem Laden einen Wanderführer über den Pacific Crest Trail. Nach nur sechsmonatiger Planung bricht sie auf, um in gut 3 Monaten ca. 1600 km des über 4000km langen Trails zu wandern...bis zur "Brücke der Götter" und am Ende auch wieder zu sich selbst. Sie berichtet vom Wandern selbst, von der wunderschönen Natur, wilden Tieren, von Schmerzen und lässt uns an den Gedanken über ihr Leben und vor allem an der Beziehung zu und der Trauer um ihre Mutter teilhaben. War sie vorbereitet auf den beschwerlichen Weg? Wohl kaum. Hat sie es trotz aller Widrigkeiten durchgezogen? Hat sie. Ein ganz wunderbares Buch über die Kraft, die in jedem von uns steckt, über Mut, Liebe und Freundschaft. Es gibt übrigens eine tolle Verfilmung mit Reese Witherspoon in der Hauptrolle.
Habe es ein zweites Mal gelesen, weil es einfach nur super schön ist. Ein bisschen hat es mich auch getriggert, weil viel über den Tod ihrer Mutter geschrieben wurde. Alles in allem ein tolles Buch, in dem die Autorin ihre Wanderung auf dem PCT beschreibt und damit versucht wieder sich selbst zu finden.

Jahreshighlight!!!❤️
Dieses Buch ist einfach nur großartig!!! Hab jede Seite geliebt!!!❤️ Es hat mich zu Tränen gerührt und zum nachdenken gebracht!!! Mein absolutes Highlight und ich werde für immer an dieses Buch denken!!!!
WOW! Meine Liebe für dieses Buch lässt sich nicht in Worten beschreiben! <3 "Von jedem Berggipfel möchte ich es hinabrufen: Ich liebe dieses Buch!" - Oprah Winfrey Vor allem der Schluss hat mir nochmal so richtig Tränen in die Augen getrieben <3
Ein unfassbar inspirierendes Buch. Ich würde mich am liebsten direkt selbst auf den Weg machen...
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Nachdem ich den Film gesehen habe wollte ich gerne das Buch lesen. Die Thematik Wandern und Selbstfindung finde ich generell super spannend und der Film war schon großartig. Wie das so oft aber der Fall ist, war das Buch noch besser 🤗 Eine Reise zu sich selbst über den Fernwanderweg PCT. Sehr emotionale und bewegende Geschichte einer starken Frau.

Ein Buch das einen zum Nachdenken anregt.
Ab und an lese ich gerne einen Teilbiographie. In diesem Buch begleiten wir Cheryl Strayed, die nicht mehr weiter weiß. Sie hat ihre Mutter durch Krebs verloren, dann eine Scheidung hinter sich. Sie möchte einen Neuanfang und sie findet einen Reiseblog über den PCT (Pacific Crest Trail). Sie erkundigt sich und beschließt dann diesen Teilweise zu Laufe. (Mehr als 1000 Meilen) Sie hat auf diese Weg viel Zeit um nachzudenken, trifft aber auch Personen die sie ihr ganzes Leben nie vergessen wird. Alle die Weg gehen verbindet das Wandern und es entstehen Freundschaft. Das Buch zeigt dass man alles schaffen kann. Cheryl Strayed ist eine tolle Person und ich danke ihr dass sie uns an ihrer Geschichte teilhaben lässt.
Wirklich sehr ergreifend und interessant
Dies ist kein Buch über den Pacific Crest Trail, sondern vielmehr schreibt die Autorin unterhaltsam über ihre Erfahrungen und Begegnungen auf ihrer Wanderung (inkl. der Schmerzen). Sie erzählt, wie es überhaupt dazu kam, dass sie mit dem „Monster“ auf dem Rücken über tausend Kilometer durch die Wildnis zieht. Flüssig zu lesen und auch mit Witz schreibt Cheryl Strayed ehrlich und ohne zu beschönigen über die schönen und traurigen Momente ihres bisherigen Lebens. Eine äusserst interessante und kurzweilige Autobiographie.
Das beste Buch, das ich je gelesen habe!
Da bekommt man gleich Lust auf einen Wanderurlaub
Gutes Buch. Aber kein Highlight für mich.
Ich mochte das Buch und die Story wirklich gerne. Auch die Idee über 3 Monate auf wandertour zu gehen. Vor allem als Frau ganz alleine erfordert sehr viel Mut. Diesen Mut hat Cheryl definitiv bewiesen. Mir persönlich waren es jedoch tatsächlich oft zu durcheinander mit den Rückblenden. Außerdem wiederholt sie sich in den Rückblenden oft. Das Buch ist von der Wanderung her zwar chronologisch aufgebaut, die Rückblenden wirken jedoch manchmal eher wie ein Gedankenchaos. Als wäre es so geschrieben worden wie es ihr grad in den Sinn kam. Für mich war das dann manchmal beim lesen anstrengend. Aber Grundsätzlich war es von der Story her sehr spannend und interessant zu lesen.
Es ist so schwierig Bücher zu bewerten - ich glaube ich muss doch mehr Gebrauch von 5 Sternen machen. Dieses Buch war wirklich interessant und ich mochte die Geschichte (und meistens, aber nicht immer, auch die Autobiographin). Das Buch hat mich aber nicht so sehr berührt und mitgezogen wie das Buch, das davor gelesen habe und dem ich auch 4 Sterne gegeben habe. Das macht die Bewertung nicht einfach. Ich gebe trotzdem auch 4 Sterne, denn wahre Wandergeschichten finde ich einfach toll. Ich, die schon Blasen an den Füßen bekommt, wenn sie nur zur nächsten Straßenkreuzung geht, bekomme trotzdem Lust mal wieder meinen Trekking-Rucksack zu schnüren und mich auf den Weg (welchen auch immer) zu machen. Eigentlich verwunderlich, wenn man all die Strapazen bedenkt, die mir in den letzten Tagen erzählt wurden. Was bewegt Menschen, die das Ziel im Leben verloren haben - nicht nur sinnbildlich sondern tatsächlich zu neuen Zielen aufzubrechen? Zu Fuß und mit schwerem inneren und äußerem Gepäck? Man sollte mal einen Selbstest durchführen... ähm... Nee - erst muss ich mich auf dem Sofa von den Strapazen des PCT erholen.
So fand ich es: Ich glaube, worum es in diesem Buch geht hat so gut wie jeder bereits mitbekommen, allein durch den Film, der ja vor noch nicht so langer Zeit im Kino lief. Kurz gesagt: Es geht um Cheryl die mit 26 bereits in einer Art Lebenskrise steckt und beschließt den Pacific Crest Trail, kurz PCT, zu bewandern, um wieder zu sich zu finden und mit sich und ihrer Vergangenheit ins Reine zu kommen. Und Cheryl ist nun wirklich kein unbschriebenes Blatt. Da gab es einen alkoholkranken, prügelnden Vater, Drogenmissbrauch, eine gescheiterte Ehe, viele verschiedene Liebhaber und nicht zu Letzt den Krebstod ihrer Mutter. Also begibt sie sich auf einen 100 tägigen Wandertripp durch verschiedene Bundesstaaten der USA, durch Wüste, Berge, Schnee usw. und das alles ganz auf sich allein gestellt mit einem riesigen Wanderrucksack auf dem Rücken. Die Thematik an sich fand ich echt spannend und Cheryls Entschluss auch ziemlich mutig. Ich weiß nicht ob ich das könnte, so lange allein durch die Wildnis zu laufen. Was auf jeden Fall gut war: Man hat etwas übers Wandern, die verschiedenen Landschaften und das Überleben allein in der Wildnis erfahren können, so wie ich es mir auch vorgestellt hatte. Das es natürlich hauptsächlich um Cheryl und die Verarbeitung ihrer Probleme geht, war mir klar und sollte auch jedem klar sein, der sich dieses Buch zur Hand nimmt. Das Ganze ist eben nur zu einem Teil ein interessanter Reisebricht. Allerdings hatte ich mir Cheryl nicht so vorgestellt. Natürlich macht sie eine Entwicklung durch und findet auch in gewissem Maße zu sich, aber ich hatte mir das Ganze noch etwas tiefgründiger vorgestellt. Die Schilderungen über ihre Vergangenheit haben mich zwar echt erschreckt, allerdings eher im negativen Sinne und ich konnte irgendwie auch kein Mitleid für diese Frau empfinden. Je mehr sie erzählte, desto distanzierter wurde ich ihr gegenüber. Ich konnte die ganzen Entscheidungen in ihrem Leben einfach nicht nachvollziehen. Menschen machen Fehler, darum geht es ja auch in diesem Buch. Aber diese sich selbst bemitleidende und ständig Sex haben wollende Frau war einfach niemand mit dem ich mich identifizieren konnte. Teilweise war sie mir echt zu oberflächlich und da waren Szenen beschrieben, zum Beispiel eine Situation mit dem Pferd ihrer Mutter, da hätte ich meinen Kindle am liebsten an die Wand geschmissen, so sehr hat es mich angewidert... Und so hat das Buch es leider nicht geschafft mich komplett mitzureißen, denn dafür muss man meines Erachtens mit Cheryl mitfiebern können und ganz bei ihr sein. Was bei mir eben leider nicht der Fall war, denn ich mochte ihren Charakter schlichtweg nicht. Es gab zwar auch immer mal wieder Situationen, da habe ich ein wenig mit ihr mitleiden können, wenn es zum Beispiel um die körperlichen Zipperlein vom Wandern ging und wenn sie sich mal wieder über ihre schmerzenden Füße beklagt. Also alles was mit dem Trail zu tun hat und auf dem Trail passiert ist, hat mir grundsätzlich gut gefallen (bis auf die Männergeschichten, die ich echt schrecklich fand). Aber wenn es um Cheryl selbst und ihre Vergangenheit ging hielt sich die Bergeisterung leider sehr in Grenzen. Mein Fazit: Nein, das war wohl einfach nicht mein Buch bzw. meine Protagonistin. Die Story und die Erfahrungen auf dem PCT an sich, haben mir zwar gefallen und sind auch wunderbar geschildert worden, aber Cheryl war mir viel zu oberflächlich und einfach nicht mit mir auf einer Wellenlänge. Viele vergleichen dieses Buch ja mit 'Ich bin dann mal weg' von Hape Kerkeling und ich muss sagen, dass ich dem nicht zustimmen kann. Ich finde Hape Kerkeling und sein Buch großartig, sehr viel herzlicher und authentischer als dieses hier. Cheryls großer Trip hat mich leider vergleichsweise kalt gelassen.
Leider bin ich so gar nicht in diese Geschichte gekommen und habe mich eher durch das Buch gequält.
"Vielleicht war ich so einsam wie sonst niemand auf der ganzen Welt. Vielleicht war das in Ordnung" S.270 "Niemand kann wissen warum das eine geschieht und das andere nicht. Was zu was führt, Was was zerstört. Was der Grund dafür ist, dass etwas erblüht, etwas zugrunde geht." S. 430 Die Geschichte hat mich Anfangs wirklich mitgerissen, doch nach den ersten 100-200 Seiten kam es mir wie eine ständige Wiederholung vor. Klar das Wandern ist sehr mühselig aber dies alle zwei Seiten zu erwähnen ist auch nicht wirklich das was ich lesen wollte. Ausserdem hatte ich das Gefühl, dass sie dann gegen Ende des Buches, schnell fertig werden wollte und dies kommt mir irgendwie auch durch die Geschichte rüber, sie behält ihren Schreibfluss nicht bei und erzählt nicht mehr so detailliert wie Anfangs.
Inspirierendes Buch!
Durch den Film bin ich auf das Buch gekommen, das Buch ist weit aus besser als der Film. Durch das Buch habe ich meine Leidenschaft im wandern entdeckt! Und bin den Heidschnuckenweg gewandert 223 km.

































