Rating:5★
realistische Hoffnung auf Freundschaft?
In “Hoffnung auf Freundschaft” geht es sehr deutlich darum, dass die Hoffnung auf die Freundschaft mit dem Hund oft der Erziehung im Weg steht. Man möchte so sehr vom Hund gemocht werden, dass man beim Welpen eher die Tendenz hat, nachlässig beim Welpen zu sein. Schliesslich könnte der Welpe einen weniger mögen. Ich denke, gerade Ersthundehalter*innen wie ich konnten sich an der ein oder anderen Stelle ertappt fühlen. Man macht Dinge falsch, man vertraut nicht dem eigenen Bauchgefühl, man lässt sich von anderen reinreden, man lässt sich vom traurigen Blick des Welpens beeinflussen… Vermutlich ist dies jedem schon mal passiert. Mit diesem Buch wird einem nochmal nett bewusst gemacht, dass man eben nicht nur der Freund vom Hund ist und man damit auf Augenhöhe agiert, sondern dass man der Erzieher des Hundes ist und dass es unsere Pflicht ist, den Hund in unserer Welt anzuleiten und dass es eben doch ein “Machtgefälle” gibt, schliesslich kann ich von einem viel jüngeren Lebewesen nicht erwarten, dass es weiss, wie die menschliche Welt funktioniert, wo diese doch deutlich mehr Gefahren birgt, die für einen Hund nicht einschätzbar sind.
Hoffnung auf Freundschaftby Michael GreweKosmos