3 ⭐️; skurril und lustig zu lesen. Ich bin kein Camper und daher war’s ganz nett mal in diese Welt einzutauchen, was mit dem Buch gut gelingt.
Es ist witzig und leicht zu lesen, also eine nette Urlaubslektüre. Mehr aber eben auch nicht.
Tommys Eltern sind begeisterte Wildcamper und besonders Vater Werner scheut kein Risiko und keine Gefahr. Der arme Tommy muss in den Familienurlauben so einiges über sich ergehen lassen und ist eigentlich gänzlich unbeeindruckt vom campen. Am liebsten würde er einfach mit seinen Büchern im Zelt verweilen, doch er wird vom Auf- und Abbau diverser Klapp-Gegenstände, zum Bootfahren, Baden an steinigen Steilküsten und anderem genötigt. Super witzige Passagen - Tommy ist der Erfinder von Bernd dem Brot!- sehr viel Ironie und Sarkasmus, hat Spaß gemacht! Auch die eingestreuten und schier unglaublichen Erzählungen des Vaters sind die Lektüre wert. Unfassbar, dass Menschen sowas überleben und auch noch Freude dabei haben können.
Ganz unterhaltsam
Nachdem ich schon bei einer kurzen Testlesung dabei sein konnte, ein Jahr bevor das Buch veröffentlicht wurde, kannte ich einen Teil davon schon. Und auch von Videos, die vor der Veröffentlichung gepostet wurden, kannte ich ein paar Ausschnitte, doch das ganze noch mal nachlesen zu können? Doch ich greife vorweg, also ganz zum Anfang. Das Vorzelt zur Hölle ist Tommys Verarbeitung seiner Kindheit - mit der anderen Sicht von seinem Vater gleich dazu. Was war denn so schlimm daran? Nun, er wollte seine Ruhe, Entspannung, einfach Urlaub, und seine Eltern? Campen. So richtig. In Gegenden, wo kein normaler Mensch sich überhaupt hinwagen würde. Und selbst da wurde er nicht in Ruhe gelassen, sondern durfte im Boot kentern, die Tierwelt kennen lernen - nicht auf die gute Art - und zunächst einmal tagelang anreisen, durch 'Egal, es ist überall heiß und scheiße'-Land. Klingt wie hemmungsloses Meckern, einfaches auskotzen und natürlich maßloses Übertreiben, aber von wegen. Zum einen kann Tommy sich so auskotzen, dass es für Leute, die das NICHT ertragen mussten, sehr amüsant ist, und zum anderen merkt man bei den Erzählungen seines Vaters: Das ist höchstens untertrieben. Sehr skurrile Geschichten, bei denen man froh ist, dass man nicht dabei ist, über die man sich zuhause auf dem Sofa aber köstlich amüsieren kann, das alles bietet das Vorzelt zur Hölle. Und am Ende hat man sogar etwas Fernweh. Aber zumindest in meinem Fall auf die Erkundung der Landschaften mit Rückzugsmöglichkeit in ein Hotelbett, dass von einer Klimaanlage kühl umweht wird. Fazit jedenfalls: Unbedingt lesen. DRINGEND!
Einfach nur lustig, ich liebe den Schreibstil von Tommy Krappweis.





