"Die Rose von Asturien" ist ein gewaltiger Historienschinken von dem Autorenpaar Iny und Elmar Lorentz. Wortgewaltig und detailiert werden die Spanienfeldzüge Karl des Großen im beginnenden Mittelalter erzählt. Das Land wird beherrscht von den Mauren, kleinen Bergvölkern und Visigoten. Alle darauf bedacht ihren Herrschaftsbereich und damit verbunden ihre Machtbefugnisse auszuweiten. Der politische Konflikt im Großen wird veranschaulicht durch einzelne Personen und ihre Beziehungen zueinander. Zum Beispiel Konrad dem fränkischen Freibauern, Ermengilda, der berühmtem Rose von Asturien und der waskonischen Kriegerin Maite. Sie verbindet Liebe, Hass, Freundschaft, Feindschaft und Eifersucht. Durch das Schicksal mal mehr mal weniger zufällig miteinander verbunden wird einmal quer durch Spanien geritten, gekämpft und geflohen. Und am Ende siegt natürlich für alle Romantiker die Liebe und die Gerechtigkeit. Das Autorenteam legt Wert auf gut recherchierte historische Fakten, mit denen sie den nicht ganz so geschichtsvernarrten Leser an einigen Stellen erschlagen. Auf der anderen Seite gelingt es ihnen durch ihre lebhafte Erzählweise ihn über mehrere hundert Seiten hinweg zu fesseln. An keiner Stelle hat mich das Buch gelangweilt und ich bin den beiden sehr dankbar, dass sie die sonst in ihren Büchern dominierende sexuelle Thematik auf ein angenehmes Mindestmaß reduziert haben. Ich fand dieses Buch gelungener als frühere Romane der beiden. Dennoch bleibt auch dieses Werk hinter der Qualität der "Wanderhuren-Reihe" zurück.
20. Okt.Oct 20, 2022
Die Rose von Asturienby Iny LorentzKnaur Taschenbuch
