
Interessantes Crossover
Handlung [Klappentext] „Die Staatsanwältin Corinna Sittler wird ermordet in ihrem Haus aufgefunden. In ihrem Mund entdeckt einen Zettel mit den Worten: >Confiteor – Mea Culpa<. Ein Ritualmord? Doch Corinna Sittler war nicht die untadlige Staatsanwältin, für die sie alle gehalten haben. War also Rache das Motiv für die brutale Tat? Da geschieht in der Nähe von Offenbach ein Mord, der dieselbe Täterhandschrift aufweist, und diesmal ist ein Richter das Opfer. Peter Brandt, der zuständige Kommissar, setzt sich mit Julia Durant in Verbindung – wenn auch äußerst widerwillig... Zum ersten Mal arbeiten Julia Durant und Peter Brandt, die Ermittler von Erfolgsautor Andreas Franz, zusammen!“ Fazit Ein Krimi, welcher als Crossover zwischen zwei Reihen funktioniert: Julia Durant aus Frankfurt und der Offenbacher Kommissar Peter Brandt müssen erstmals zusammenarbeiten, und gerade dieses Aufeinandertreffen unterschiedlicher Arbeitsweisen verleiht dem Ermittlerduo zusätzliche Dynamik und Tiefe. Die Handlung startet mit einem ritualhaft inszenierten Mord, an den sich bald ein zweiter ähnlicher Fall reiht; nach und nach offenbart sich ein Motiv der späten Rache: Ein Justizskandal aus der Vergangenheit, in dem Beweise verschwanden und mächtige Personen gedeckt wurden, bildet den Nährboden für brutale, symbolisch aufgeladene Taten. Die Ermittlungen folgen klassischen, sorgfältig geschilderten Schritten — Spurensicherung, Vernehmungen, das Aufrollen alter Akten — und das Zusammenspiel von akribischer Polizeiarbeit und juristischen Verstrickungen verleiht dem Plot hohe Glaubwürdigkeit. Besonders gelungen ist, wie sich aus anfänglichen Indizien ein komplexes Netz aus Loyalitäten, Lügen und persönlichen Verwicklungen entfaltet: Alte Verlobte, betrogene Angehörige und eine verschlossene Hausangestellte werden zu Verdächtigen, und Durant und Brandt müssen immer wieder zwischen Sympathie und Tatverdacht abwägen. Kleine Abstriche gibt es für gelegentliche Tempoeinbrüche und einige Nebenfiguren, deren Motive nicht immer vollständig ausgearbeitet sind; diese Schwächen trüben das Lesevergnügen nur leicht. Insgesamt bietet Das Todeskreuz eine dichte, atmosphärische Ermittlergeschichte mit einem überzeugenden Duo und einer inhaltlich gewichtigen Prämisse — sehr empfehlenswert für Leserinnen und Leser, die handwerklich saubere Polizeiarbeit und moralisch komplexe Motive schätzen.
















