
Leider nur mäßiger Lesegenuss
Handlung [Klappentext] „Kommissarin Julia Durant ist höchst beunruhigt. Mit der Post hat sie einen Umschlag erhalten, in dem sich das Foto einer offensichtlich ermordeten jungen Frau befindet. Ein makaberer Scherz oder aber grausame Wirklichkeit? Noch während Julia und ihre Kollegen rätseln, wird eine Frauenleiche gefunden – die Frau auf dem Foto! Lange tappt Kommissarin Durant im Dunkeln, denn Svenja Martens, das Opfer, scheint ein völlig unauffälliger Mensch gewesen zu sein. Doch bald drängt sich der Verdacht auf, dass dieser Mord nur der Beginn einer grausamen Serie sein könnte. Julia ahnt nicht, dass sich der Täter ganz in ihrer Nähe befindet...“ Fazit Die Geschichte liest sich insgesamt kurzweilig und lässt sich zügig durchblättern; viele Szenen sind sorgfältig ausgearbeitet und der Autor verliert sich nicht in unnötigen Längen, doch inhaltlich bleibt die Handlung oft oberflächlich: Ausgangspunkt ist ein makabrer Fund — ein verstörendes Foto, das auf einen möglichen Serienfall hindeutet — und daraus entwickelt sich eine Reihe von Ermittlungen, bei denen Julia Durant und ihr Team Zeugen befragen, Überwachungsmaterial auswerten und Verbindungen zwischen Opfern, Verdächtigen und vermeintlich unbeteiligten Personen herstellen; im Laufe der Ermittlungen treten Hinweise auf Zwangsprostitution und ein mögliches Netzwerk von Ausbeutung und Machtmissbrauch zutage, es gibt mehrere Verdächtige aus unterschiedlichen sozialen Schichten, verdeckte Absprachen und ein Geflecht aus Lügen, das die Aufklärung erschwert, doch viele dieser Stränge werden nur angerissen und nicht konsequent vertieft, sodass die Spannung nicht konstant steigt, überraschende Wendungen rar bleiben und die Auflösung zwar die wichtigsten Fragen beantwortet, aber vorhersehbar wirkt; positiv sind die detailreichen Beschreibungen von Tatorten, Vernehmungen und Alltagsmomenten, die die Welt der Figuren lebendig machen und die Ermittlungsarbeit glaubwürdig erscheinen lassen, negativ fällt ins Gewicht, dass die dramatischen Spitzen fehlen und einige Nebenfiguren sowie Motive zu skizzenhaft bleiben, wodurch der Roman trotz seiner atmosphärischen Stärken insgesamt nur mäßig packt.
















