
Philip & Susan 💔
In "Wo bist du?" begleiten wir über einen langen Zeitraum hinweg Susan und Philip. Die beiden kennen (und lieben) sich bereits, seitdem sie 2 Jahre alt waren und eigentlich machte es den Anschein, als seien sie füreinander bestimmt. Nach dem Ende der Schulzeit entwickeln sie sich allerdings in verschiedene Richtungen, Susan kann es sich nicht vorstellen sesshaft zu werden und reist deshalb als Helferin nach Honduras während Philip zurückbleibt und Studium und berufliche Entwicklung verfolgt. Sie halten aber kontinuierlich über Briefe den Kontakt und sehen sich einmal im Jahr. Durch ihre Arbeit in Honduras erhalten wir auch Informationen zu Wirbelstürmen, Naturkatastrophen allgemein und die Zustände in den Ländern, die durch solche ausgelöst werden. Das hat mir gut gefallen und war wirklich interessant. Dies war nicht mein erstes Buch von Marc Levy und es wird mit Sicherheit nicht mein letztes sein, allerdings konnte ich mit "Wo bist du?" nicht so viel anfangen. Ich bin relativ blind in die Story reingegangen, wusste also nicht wirklich worum es geht und hatte deshalb gerade am Anfang noch Hoffnung für die beiden, doch irgendwie einen Weg für ihre Beziehung zu finden. Susan hat mich über weite Strecken des Buches aber tatsächlich einfach nur sauer gemacht, ich fand sie irgendwie unsympathisch und obwohl ich am Anfang ihre Motive und Entscheidungen noch teilweise nachvollziehen konnte, ist dieses Verständnis immer weniger geworden, bis es mich zum Ende des Buches hin komplett verlassen hat. Philip hat mir hauptsächlich leid getan, er hat sein Leben lang eigentlich nur auf Susan gewartet, ist nicht von ihr losgekommen und hat scheinbar nie die Hoffnung aufgegeben, dass sie doch zueinander finden und ein gemeinsames Leben gestalten können (obwohl er letztendlich geheiratet hat und ein Kind bekommen hat). Er war aber leider auch nicht die einzige Person, die unter Susans flatterhaftem und egozentrischem Charakter gelitten hat, ich verzichte aber aus Spoilergründen auf genauere Infos. Das alles hat letztendlich bei mir dazu geführt, dass mir das Buch leider kein gutes Gefühl beschert hat, ich war betroffen - aber nicht auf die gute Art (ich hoffe ihr wisst was ich meine 😅)




