
Wieder ein solider Band mit spannender Handlung
Handlung [Klappentext] „An einem heißen Juniwochenende werden in einer Frankfurter Wohnung die unbekleideten Leichen von Andreas Wiesner und der Edelprostituierten Irina gefunden. Offenbar hat Wiesner erst seine Geliebte und dann sich selbst durch Kopfschuss umgebracht. Doch Kommissarin Julia Durant zweifelt an dieser Version des Tathergangs. Sie nimmt die Ermittlungen auf und gerät bald in den Dschungel des organisierten Verbrechens. Erschreckend in seiner Authentizität!“ Fazit Im Großen und Ganzen ein ordentlich geschriebener Krimi mit einer packenden Grundidee, der mich zwischendurch aber auch zwiegespalten zurückließ. Die Polizei tappt lange im Dunkeln, während eine Serie brutaler Morde an Frauen die Stadt in Atem hält. Die Ermittler stoßen auf ein Muster: Der Täter wählt seine Opfer nach einem scheinbar bizarren System aus, das die Ermittlungen zusätzlich verkompliziert. Julia Durant und ihr Partner arbeiten akribisch an den Spuren, verknüpfen Hinweise und versuchen, das Motiv hinter den Taten zu entschlüsseln. Es gibt einige gut konstruierte Wendungen und Momente, in denen die Spannung wirklich greifbar wird. Was mir gefallen hat: Die Ermittlungsarbeit wirkt größtenteils glaubwürdig, die Spurensuche und die Verknüpfung von Indizien sind nachvollziehbar dargestellt, und die beklemmenden Tatbeschreibungen erzeugen eine dichte, unangenehme Atmosphäre, die zum Miträtseln einlädt. Was mich gestört hat: Die allgegenwärtige Raucheratmosphäre, da diese sich zu oft wiederholt, wie in den vorherigen Bänden. Außerdem bleiben einige Nebenfiguren blass; ihre Motive und Hintergründe werden nicht immer ausreichend erklärt, sodass emotionale Bindungen schwerfallen. Das Ende löst die wichtigsten Fragen, hinterlässt aber keinen nachhaltigen Nachklang.
















