
Guter Krimi mit ungewöhnlicher Handlung
Handlung [Klappentext] „In einem wohlhabenden Frankfurter Vorort herrschen Entsetzen und Fassungslosigkeit: Die 15jährige Selina ist aus dem Reitstall, in dem sie sich so gerne aufhielt, nicht nach Hause zurückgekehrt und wird kurz darauf ermordet aufgefunden. Kommissarin Julia Durant und ihre Kollegen stehen vor einem Rätsel, das noch undurchdringlicher wird, als sich herausstellt, dass Selina schwanger war...“ Fazit Die Story überzeugt durch ein Thema, das nicht in jedem zweiten Krimi auftaucht, und entfaltet sich mit einem guten Tempo. Durant und Hellmer liegen einem schnell am Herzen; ihre professionelle Zusammenarbeit und die Einblicke in ihr Privatleben geben der Handlung zusätzliche Tiefe und machen die Figuren nahbar. Besonders gelungen ist, wie der Autor kleine, beiläufige Gesten und Details einstreut — das macht die Erzählung lebendig und lässt sie wie einen Film vor dem inneren Auge ablaufen. Positiv fällt auch auf, dass der Täter immer wieder zu Wort kommt. Diese Perspektivwechsel schaffen eine beklemmende Nähe und erlauben dem Leser, parallel mit den Ermittlern zu rätseln. Die Ermittlungsarbeit wirkt glaubwürdig, die Wendungen sind gut gesetzt und halten die Spannung bis zum Schluss. Kleine Abzüge gibt es für einige wiederkehrende Nebenmotive, die stellenweise vom Kern der Handlung ablenken, und für vereinzelte Nebenfiguren, die etwas flacher bleiben. Trotzdem überwiegen die Stärken: packende Szenen, eine dichte Atmosphäre und sympathische Hauptfiguren.

















