Langatmig, kein Lesefluss. Ansich ein wichtiges inhaltliches Thema aber für mich persönlich eine schwache Umsetzung.
Aufwühlend Trigger: Selbstmord, Sterbehilfe
Puh selten so ein Buch gelesen, wo ich die Hauptfigur des Öfteren wachrütteln möchte. Theo ist an ALS erkrankt und reich. Kann sich so Pflege und mehr als " Standard " leisten. Er beschließt Mithilfe des Vereins Dignitas in der Schweiz sein Leben einem Ende zu setzen. Als er gestorben ist, kommen Zweifel auf ob er es selbst getan hat. Die zweite Schiene der Erzählung widmet sich Toni, die an MS erkrankt, reich erbt und sich beeinflussen lässt alternative Heilmethoden zu nutzen. Als sie vermeintlich im Endstadium ihrer Krankheit ist, will sie ebenfalls wie Theo die Hilfe in Anspruch nehmen. Gerade Toni hat mit ihrer Blauäuigkeit für meine teilweise vorhandene Wut beim Lesen gesorgt aber ich kann sie auch verstehen. Das Buch gefiel mir äußerst gut aber ob es ein Krimi war ? Größtenteils ging es um neurologische Erkrankungen, die äußerst gut dargestellt wurden. Nach der Hälfte des Buches kam Kommissar Kammowski erstmals vor. Aber das Buch ist auch nur so möglich, da es zwei reiche Protagonisten gibt . Es zeigt aber auch deutlich die Zweiklassengesellschaft der Medizin.
Sehr gut geschrieben. Zum Anfang bin ich etwas schwer reingekommen, da es sich qusi um zwei Geschichten handelt. Die von dem an ALS erkrankten Theo und dann die von Antonia. Ein Mädchen vom Dorf, das in die Großstadt geht um zu studieren. Dort ihre erste große Liebe trifft und direkt in ihr verderben läuft. Beide Geschichten sind absolut authentisch erzählt und finden auch perfekt zusammen. Auch wenn die Spannung an manchen Punkten verloren geht, wurde ich kurze Zeit später wieder direkt gefesslt.



