27. März
Rating:2

Für bis bisher schlechteste Buch von Sabine Ebert 😔

Ich bin von Anfang an ein großer Fan von Sabine Ebert gewesen und habe damals ihre Bücher verschlungen. Aber das Buch springt extrem schnell in der Zeit, es hat trotzdem seine Längen, erzählt die einzelnen Geschichten der Charaktere aber auch nicht aus 😬 Ich bin mit dem Buch nicht warm geworden. Ich habe mich durchgekämpft 🙈

Der Silberbaum. Die siebente Tugend
Der Silberbaum. Die siebente Tugendby Sabine EbertKnaur Taschenbuch
23. März
Rating:4

Nostalgisch wenn man die "Hebammen" Reihe gelesen hat!

Vor vielen Jahren habe ich die "Hebammen" Reihe gelesen und geliebt. Der Silberbaum spielt nun gute 30 Jahre danach mit den Nachkommen von Marthe. Der Meißner Markgraf Dietrich stirbt und sein dreijähriger Sohn soll sein Nachfolger werden. Dieser bekommt seinen Onkel als Vormund und seine Mutter gibt alles um ihren Sohn bis zu seiner Mündigkeit durchzubringen. Als Lehrer und Aufpasser holt sie den alten Lukas aus Freiberg. Der Schreibstil ist super flüssig und gut zu lesen. Man wird wirklich in diese alte Zeit eingesogen.

Der Silberbaum. Die siebente Tugend
Der Silberbaum. Die siebente Tugendby Sabine EbertKnaur Taschenbuch
4. Feb.
Rating:4

Die Fortsetzung von der Schwert und Krone Saga, die ich jedem ans Herz lege! Dieses Buch war sehr kurzweilig, stellenweise sehr schnell in der Erzählung, dass man kaum Luft holen konnte, ohne irgendwas zu verpassen. Ich hatte allerdings nicht das Gefühl, wie in einigen anderen Bewertungen, dass es eine Aneinanderreihung von Fakten ist. Die eigentliche Buchreihe ist spannender und aufregender erzählt, liegt aber auch wahrscheinlich daran, dass wir vor dieser Geschichte einfach turbulentere Zeiten hatten. Auch konnte ich mich stärker auf die Charaktere einlassen. Ich finde es ein bisschen schade, dass man zu drei wichtigen Ereignissen im Leben des zukünftigen Markgrafen nur am Rande was erfährt. Garantiert hatten diese einen Einfluss auf ihn. Generell fehlt mir ein wenig die Tiefe des Charakters. Ich empfinde ihn lediglich als Abbild seines Vaters. Ich wünsche mir im weiteren Verlauf, mehr Tiefe was die Charaktere der Markgräfin und des Markgrafen angeht. Ich bin gespannt, wie sich die Geschichte in den nächsten Teilen entwickeln wird. Alles im allen dennoch ein gut gelungenes Buch, welches ich definitiv empfehlen würde, mit dem kleinen Hinweis nicht mit der eigentlichen Hauptgeschichte mithalten zu können.

Der Silberbaum. Die siebente Tugend
Der Silberbaum. Die siebente Tugendby Sabine EbertKnaur Taschenbuch
25. Juni
Rating:5

Königin des deutschen Mittelalters

Wie nicht anders zu erwarten legt Sabine Ebert wieder einen großartigen Roman über das deutsche Mittelalter vor. Im Blickpunkt steht das Leben von Heinrich dem Erlauchten. In dieser Reihe stehen die Nachfahren der Figuren aus der Hebammensaga wieder mehr im Vordergrund. Nostalgie pur! Sabine Ebert entwirft faszinierende und vielschichtige fiktive Personen, die sich in die reale Historie wunderbar einfügen. Trotz recht sachlichem Erzählstil schafft sie, die Grausamkeiten und Ungerechtigkeiten der Zeit auf beklemmende Art und Weise zu schildern. Hier wird nichts beschönigt oder romantisiert. Der Schreibstil bewegt sich irgendwo zwischen Sachbuch und historischem Roman und kann vollends begeistern. Die tollen, umfangreichen Anhänge runden das Buch ab. Sabine Ebert ist und bleibt die Königin des deutschen Mittelalters!

Der Silberbaum. Die siebente Tugend
Der Silberbaum. Die siebente Tugendby Sabine EbertKnaur Taschenbuch
24. Aug.
Wieder ein Highlight von Sabine Ebert
Rating:5

Wieder ein Highlight von Sabine Ebert

Ich habe vor vielen Jahren schon die Hebammen Saga verschlungen und umso gespannter war ich nun auf die Fortsetzung. Dieses Mal spielt die Geschichte um den Nachkommen des Meißner Markgrafen Dietrich der Bedrängte: Heinrich der Erlauchte, sowie den Nachkommen von Christian, Lukas und Marthe von Freiberg. Da ich selbst in Sachsen lebe sind die mir die Orte Freiberg,Meißen und Dresden natürlich auch bekannt. Und auch die Wartburg in Eisenach ist mir nicht fremd. :) Umso interessanter ist das Buch natürlich,wenn man alles innerlich vor Augen hat. Aber auch für Nicht- Sachsen und - Thüringer ist dieses Buch absolut empfehlenswert. Zumal schreibt Sabine Ebert so flüssig,dass man nur so durch die Seiten fliegt. Also wer Interesse an den Staufern, den Wettiner und den Ludowingern hat, dem sei das Buch sehr ans Herz gelegt. Ich freue mich schon sehr auf Band zwei, um zu erfahren wie es mit Heinrich III.,der Erlauchten weiter geht

Der Silberbaum. Die siebente Tugend
Der Silberbaum. Die siebente Tugendby Sabine EbertKnaur Taschenbuch
22. Apr.
Rating:3.5

Ich liebe normalerweise die Bücher von Sabine Ebert, aber dieses Buch war für mich eher ein runtergerattere an Fakten. Die Geschichte nach Marthe hat mich dennoch wahnsinnig interessiert und deshalb gibt es 3,5 Sterne 🌟 von mir. Manchmal habe ich mich von ihrem sonst so tollen Schreibstil überfahren gefühlt und oftmals ging mir alles ein bisschen zu schnell.

Der Silberbaum. Die siebente Tugend
Der Silberbaum. Die siebente Tugendby Sabine EbertKnaur Taschenbuch
23. Feb.
Rating:4

Das Buch thematisiert die Kindheit Heinrich des Erlauchten und man taucht gewohnt in das Leben im Mittelalter ab.

Ich mag die historischen Romane von Sabine Ebert sehr. Umso mehr freue ich mich, dass eine neue Reihe mit bekannten Figuren beginnt. Wiedermal erleben wir eine spannende Zeit. Der Leser lernt die Heilige Elisabeth von Thüringen kennen. Mir taten die Edelfrauen um ihr herum teilweise Leid auch wenn sie viel Leid bei den Armen gelindert hat, hat sie es mit ihrem Glauben übertrieben. Eine Rolle dabei hat auch der Großinquisitor Konrad von Marburg gespielt - Garantiert kein Heiliger. Spannend fand ich die Erzählung über Heinrich den Erlauchten , wie weltoffen , interessiert und gerecht er bereits in jungen Jahren handelt. Ein Lichtblick in der dunklen Zeit des Mittelalters. Wie gewohnt kam ich schnell durch das Buch. Sehr anschaulich und mit tollen Personen gespickt kam ich durch den ersten Band aber ich habe diesmal an einigen Stellen die gewohnte Tiefe aus den anderen Reihen vermisst. Der Kreuzzug war schon vorbei bevor ich gedanklich dort war. Gerade noch wurde über die Hochzeitsvorbereitung von Heinrich gesprochen, schon war er mit seiner Frau in Dresden bei der Prozession. Gern hätte ich dadurch auch noch 100 Seiten mehr gelesen. Teilweise fehlte mir auch noch ein Gegenpart in dem Roman wie früher wo man in den Büchern mitfieberte und hoffte dem Held passiert nichts.

Der Silberbaum. Die siebente Tugend
Der Silberbaum. Die siebente Tugendby Sabine EbertKnaur Taschenbuch
17. Jan.
Post image
Rating:4

Die Verwandtschaftlichen Beziehungen sind manchmal doch sehr kompliziert und ich musste öfters mal im Personenregister nachschauen, wie, wer zusammengehört. Auch machen die vielen Dietrichs und Heinrich es nicht grad eben leichter beim Lesen, allerdings waren das damals häufige Namen. Dadurch das ich selber mal in Freiberg gewohnt habe, fällt es mir leicht sich in Freiberg wo es teileweise spielt zu orientieren und ist für mich eine schöne Erinnerung. Mit dem Kapitel „Das Geschenk der Berggeister“ greift Sabine Ebert die Entstehungsgeschichte von Freiberg in einer Sage wieder auf, was ich sehr schön fand. Mit Lukas tot, stirbt auch leider der letzte der Begründer von Freiberg. Ich habe die Hebammen Serie komplett gelesen, dadurch hatte ich kleine Probleme im Buch mit zu kommen und hat manche Verwandtschaftliche Beziehung erleichtert. Man muss aber nicht die Serie gelesen haben um im Buch mitzukommen. Teilweise ist das Buch echt brutal, aber so war es nun mal im Mittelalter, dies sollte man vorher wissen oder es mögen. Insgesamt war ich von der ersten Seite wieder gefangen in dem Buch und wollte es nur ungern wieder aus der Hand legen. Der Schreibstil ist flüssig und man hat schnell einige Seiten gelesen ohne dass man es merkt. Ich freu mich jetzt schon auf die nächsten Teile.

Der Silberbaum. Die siebente Tugend
Der Silberbaum. Die siebente Tugendby Sabine EbertKnaur Taschenbuch
13. Jan.
Rating:5

Toller Auftaktband

Der Silberbaum - Die siebente Tugend ist der Auftaktband der dreiteiligen Romanreihe um den außergewöhnlichen Fürst Heinrich der Erlauchte. Mir hat dieser erste Band hervorragend gefallen. Der Schreibstil ist super zu lesen, sehr lebendig, ausdrucksstark, bildgewaltig und spannend. Man wird in eine völlig andere Zeit hineingezogen und mitgerissen. Als Heinrich sein Vater - Markgraf Dietrich von Meißen - stirbt, ist er erst drei Jahre alt. Seine Mutter Jutta setzt alles daran, dass er sein Erbe in der Zukunft antreten kann. Sein Oheim Ludwig, verheiratet mit der ungarischen Königstochter Elisabeth wird sein Vormund. Doch Jutta traut ihrem Bruder nicht und holt sich Lukas von Freiberg an den Hof, obwohl sie ihn einst vom Hof schickte, da seine Stieftochter die große Liebe ihres verstorbenen Mannes war. Lukas schart eine Vielzahl an Getreuen um sich, die das Leben des kleinen Heinrichs schützen. Unter anderen Marthes Sohn Thomas und dessen Sohn Christian. Marthes Enkelin Änne verschlägt es derweil nach Thüringen und macht eine verstörende Bekanntschaft mit Landesfürstin Elisabeth und deren fanatischen Kreuzzugsprediger Konrad von Marburg. Der Handlungsaufbau hat mir sehr gut gefallen. Hauptsächlich geht es um Heinrich, den wir heranwachsen sehen. Des Weiteren erleben wir die Nachkommen von Marthe aus der Hebammen-Saga. Da ich diese vor einigen Jahren gelesen hatte, war ich sehr erfreut, alte Bekannte wieder zu treffen. Es sind aus der Hebammen-Saga keine Vorkenntnisse nötig, um hier einzusteigen. Es gibt jede Menge weitere historische Figuren und Begebenheiten, Sabine Ebert hat exzellent recherchiert, hier macht es wirklich Spaß, ein Stück deutsche Geschichte kennenzulernen. Ausgesprochen gut gefallen hat mir auch das Setting - Meißen - Freiberg - Eisenach - bis hin ins heilige Land während eines Kreuzzuges. Zeitmäßig bewegen wir uns zwischen 1221 bis 1235 und Sabine Ebert hat wirklich spannende historische Begebenheiten eingebaut. Der Part um die ungarische Königstochter Elisabeth (später heilig gesprochene Elisabeth), verheiratet mit Ludwig von Thüringen war sehr interessant, diesbezüglich hatte ich schon einige Kenntnisse durch einen Besuch auf Schloss Neuenburg in Freyburg, der Schwesternburg der Wartburg. Die Figuren sind richtig gut gezeichnet, wirken absolut authentisch und sind mir bis auf wenige Ausnahmen ans Herz gewachsen. Diesbezüglich bin ich auf die kommenden Bände sehr gespannt auf ihre Entwicklungen. Das Buch selbst ist von der Ausstattung sehr hochwertig. Im Buchdeckel vorn ist eine Karte von Mitteldeutschland 1221, danach ein umfangreiches Personenverzeichnis. Im hinteren Teil des Buches gibt es ein sehr interessantes Nachwort, mehrere Stammtafeln, ein Glossar, eine Zeittafel dem Buch entsprechend und Hinweise auf weitere Romane von Sabine Ebert. Im Buchdeckel hinten ist die gesamte historische Romanreihe Schwert und Krone abgebildet. Insgesamt ist es ein absolut toller Start, ich gebe eine klare Kaufempfehlung und fünf Sterne. Danke an Droemer Knaur für das Rezensionsexemplar.

Der Silberbaum. Die siebente Tugend
Der Silberbaum. Die siebente Tugendby Sabine EbertKnaur Taschenbuch
12. Jan.
Rating:4.5

Ich kann hier nicht komplette 5 Sterne geben, da es doch eine Sache gab, die mich gestört hat. Man könnte den erste. Teil von Silberbaum als Sponsor Off der Hebammen- Reihe betrachten, da doch schon sehr auf die Geschichte der Reihe eingegangen wird. Ich würde daher empfehlen, diese Reihe vorab zu lesen bevor man mit Silberbaum beginnt. Ansonsten ist der Roman wieder großartig geschrieben. Geschichte die durch den bildahften Schreibstil lebendig wird. Der Roman unterhält uns nicht nur mit den Intrigen am Thüringer Hof, sondern erzählt auch von den besonderen Beziehungen zwischen unseren Protagonisten. Für mich als großen Fan von den Büchern von Sabine Ebert ist dieses Buch wieder ein absolutes Highlight gewesen. Allerdings werde ich es nicht als Erstlingswerk für interessierte empfehlen.

Der Silberbaum. Die siebente Tugend
Der Silberbaum. Die siebente Tugendby Sabine EbertKnaur Taschenbuch
14. Dez.
Rating:0.5

Muss ich überhaupt einen halben Stern vergeben?

Wie schön, Mitte Dezember habe ich dann auch das für mich schlechteste Buch des Jahres entdeckt. Ich hatte auf ein Werk wie Folletts "Säulen der Erde" gehofft, das Buch ist jedoch das totale Gegenteil. Eine unübersichtliche Aufstellung der Personen gleich zu Beginn schreckt ab, der Erzählstil ist distanziert und emotionslos, zum Ende hin gibt es irritierende Zeitsprünge. Langweilige Szenen werden bis ins Detail seitenlang beschrieben, während wirklich wichtige Sachen in kurzen Nebensätzen abgehandelt werden. Fast schon lustig: eine der Protagonisten, ein Mädchen namens Milena, macht im Laufe des Buches Karriere als Geschichtenerzählerin und ich frage mich, ob man nicht besser sie diese Geschichte hätte erzählen lassen sollen...

Der Silberbaum. Die siebente Tugend
Der Silberbaum. Die siebente Tugendby Sabine EbertKnaur Taschenbuch
9. Dez.
Rating:5

Ein spannender Roman der Geschichte näher bringt

Heinrich der Erlauchte, Markgraf von Meißen und Landgraf von Thüringen, das ist der Mann, um den sich dieser historische Roman windet. Allerdings sind es knappe 400 Seiten, bevor Heinrich überhaupt seine Regentschaft aufgreifen kann. Er ist noch keine drei Jahre alt, als sein Vater stirbt und sein Onkel, Ludwig von Thüringen, zu seinem Vormund erklärt wird. Der Roman begleitet den Jungen, bis er mit vierzehn Jahren die Regentschaft tatsächlich übernehmen wird. Er liebt Geschichten aus seinem Land und wird von loyalen Rittern erzogen. Seine Mutter Jutta, sorgte dafür, dass der Junge am Leben blieb, damit er später zum Regenten werden konnte. Zu dieser Zeit eigentlich eher eine Seltenheit, dass sich eine Frau so durchsetzen konnte. In dem Roman trifft man auf verschiedene historische Persönlichkeiten. Da wäre zum Beispiel die aufopfernde Tante Heinrichs, Elisabeth von Thüringen, die sich der Pflege von Armen und Kranken verschrieben hatte und ihren Reichtum unter den Notleidenden verteilte. Dann ist da noch Konrad von Marburg, einem Inquisitor, dem sich Elisabeth verschrieben hatte und der sie regelmäßig geißelte, mehr oder wenig blutig schlug. Aber es gibt auch Figuren, die frei erfunden sind und damit einen guten und unterhaltsamen Roman aus schwerer Geschichte macht. Sabine Ebert hat mit ihren Büchern über die Hebammen-Saga schon einen Grundstein für ihre fiktiven Gestalten gelegt. Ich habe diese Bücher allerdings noch nicht gelesen. Das macht aber auch nichts, denn Der Silberbaum, ist ein eigenständiger Roman. Die Figuren aus der Hebammen-Saga tauchen wohl auch in diesem Roman auf, aber die Zusammenhänge werden sehr gut erklärt und in die Geschichte eingewoben. Es war spannend zu lesen, wie es damals zugegangen sein muss. Viele Ritter wirken bei Sabine Ebert sehr freundlich und umgänglich. Allerdings gab es da natürlich auch die Bösen, sonst wäre der Roman wohl eher langweilig. Die ersten 300 Seiten sind sehr ausführlich geschrieben und zum Ende hin, schien sich die Autorin beeilen zu müssen, um noch einiges unterzubringen. Fast 500 Seiten für Deutsche Geschichte ist schon ziemlich knapp bemessen. Dabei handelt es sich um etwa dreizehn Jahre, die die Autorin beschreibt. Manchmal fehlte mir etwas Wissen und ich musste mich erst einmal danach erkundigen, wer denn diese Elisabeth von Thüringen überhaupt gewesen ist. Heinrich, der Erlauchte, schien in der deutschen Geschichte eher eine Nebenrolle gespielt zu haben. Jetzt hat Sabine Ebert ihm, mit diesem Roman, einen interessanten Auftritt beschert. Was mir gut gefallen hat ist, dass man gleich am Anfang eine Übersicht über reale und fiktive Gestalten in diesem Roman bekommt. So kann man sich das ganz in Ruhe anschauen. Außerdem findet man gleich vorne an, eine Landkarte von den damaligen Landesgrenzen. Schon interessant, wenn man sich sonst nicht damit beschäftigt hat. Der Roman ist spannend und schlüssig geschrieben. Ich fand es unterhaltend und aufschlussreich. Der Silberbaum ist der Auftakt zu weiteren Romanen. Ich bin gespannt! Sabine Ebert hat mit diesem Buch ihren 15. Roman auf den Markt gebracht. Sie hat sich auf historische Romane spezialisiert. Und das merkt man auch. Sie recherchiert (meiner Meinung nach) sehr gut. Sie lebt in Freiberg und war von den Menschen dort angetan, wie sehr sie mit ihrer Heimat und deren Geschichte verwoben sind. Inzwischen sind einige Bücher von ihr auch verfilmt. Das wundert mich nicht, denn sie schreibt wirklich gut. Wer mehr über die Autorin lesen möchte, der sollte sich ihre persönliche Seite im Internet ansehen.

Der Silberbaum. Die siebente Tugend
Der Silberbaum. Die siebente Tugendby Sabine EbertKnaur Taschenbuch
8. Dez.
Rating:3

Bin etwas enttäuscht... hatte mir mehr erhofft! Hatte mich sehr auf das Werk gefreut und mich auf eine spannende fesselnde Story eingestellt, wie ich es aus der Hebammen Reihe kenne - aber leider war es das nicht...

Das Buch ist sehr langatmig und kommt ohne Spannungsbogen daher. Die Story plätschert so dahin, zeitweise mit großen Zeitsprüngen. Wir treffen alte Charaktere aus den anderen Reihen wieder, im Vordergrund stehen Elisabeth von Thüringen sowie Heinrich, Marktgraf von Meißen und Marthes Enkelin Änne. Es mutet fast an eine Biografie an, weniger ein Roman. Kaum Emotionen, kein Aufbau von Spannung, alles sehr flach und fast nüchtern gestaltet. Der Kreuzzug wird fast nebensächlich abgehandelt.. Schade! Das bin ich anders gewohnt und habe mir etwas anderes vorgestellt... Trotzdem 3 Sterne für das wirklich gute recherchieren, die authentische Atmosphäre, wunderbare angemessene Wortwahl sowie tolle Sprecherin des Hörbuchs. 

Der Silberbaum. Die siebente Tugend
Der Silberbaum. Die siebente Tugendby Sabine EbertKnaur Taschenbuch
30. Nov.
Rating:3.5

Generationenwechsel „… es geht um Leben und Tod, um Krieg oder Frieden.“ (S. 74) Als Markgraf Dietrich von Meißen 1221 stirbt, ist sein einziger legitimer Sohn Heinrich erst 3 Jahre alt und seine Frau Jutta auf die Gunst und Gnade von Heinrichs Vormund Ludwig, dem Landgraf von Thüringen, ihrem Stiefbruder, angewiesen, um ihrem Sohn sein Erbe zu erhalten. Sie appelliert aber nicht nur an Ludwigs Fürsorgepflicht und Gewissen, sondern engagiert mit Lukas von Freiberg auch einen erfahrenen und weitgereisten Erzieher, Berater und Beschützer für Heinrich. Denn viele Hände greifen nach seinem zukünftigem Reich und nur wenige Kinder überleben die ersten Jahre – als nächstem Herrscher drohen ihm neben den üblichen Krankheiten und Seuchen zusätzlich Anschläge von Feinden und Neidern. Nach Barbarossa widmet sich Sabine Ebert in ihrer neuen Reihe Heinrich dem III., Markgraf von Meißen, und verbindet dessen Schicksal geschickt mit dem von Marthes Erben. Lukas war nach Christians Tod der zweite Mann von Hebamme Marthe und holt deren ältesten Sohn, Thomas von Christiansdorf, nach über 20 Jahren aus Akkon zurück nach Sachsen, wo er nach ihm Heinrichs Vertrauter und Berater wird. Martes Enkelin Änne hat zwar nicht deren heilenden Hände, aber ihr umfangreiches Kräuterwissen geerbt. Sie geht mit ihrem Ehemann an Ludwigs Hof, wo sie zum Gefolge seiner Frau Elisabeth gehört. Die hat sich dem Kampf gegen Armut und Krankheit verschrieben und kämpft mit (übertriebenem) religiösem Eifer für diese Ziele. Angefeuert wird sie dabei vom späteren Inquisitor Konrad von Marburg. Heinrich ist zu Beginn noch ein schüchterner Junge, der aber auch dank seiner Erzieher sehr schnell erwachsenen wird und vorausschauende, die Gesellschaft verändernde Entscheidungen trifft. Seine Mutter Jutta scheint froh zu sein, die Verantwortung für ihn in die Hände von Lukas und seinem Vormund legen zu können, da sie als Frau von Männern nicht ernstgenommen wird und um ihren Stand kämpfen muss. Lukas ist der letzte lebende Begründer von Freiberg, ein loyaler Mann, der alles in seiner Macht Stehende tut, um Heinrich zu schützen. Die für mich am schwersten nachzuvollziehende Figur war Elisabeth. Sie erscheint schon zu Lebzeiten als weltfremde, übertrieben religiöse Eiferin und verblendete Heilige, die jede Nacht betet, Bußgewänder trägt und sich von Konrad von Marburg bis aufs Blut geißeln lässt. Sie gibt zwar all ihren Besitz für die Armen aus, aber statt ihn zu verkaufen und den Gewinn zu nutzen, lässt sie z.B. aus kostbaren Brokatstoffen Abtrennungen für Hospitäler fertigen. „Der Silberbaum. Die siebente Tugend“ ist vom Erzählstil und Inhalt her eine gelungene Mischung aus der Hebammen- und der Barbarossa-Saga. Ich hatte zwar erwartet, dass sich die Handlung überwiegend auf Heinrich konzentriert, aber wahrscheinlich durch sein junges Alter bedingt, dreht sich der erste Band mehr um Marthes Erben und die geschichtlichen, politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen. Mir waren dabei allerdings manche Nebenstränge zu viel und ausführlich, dafür fand ich den Kreuzzug 1228/29 zu kurz abgehandelt.

Der Silberbaum. Die siebente Tugend
Der Silberbaum. Die siebente Tugendby Sabine EbertKnaur Taschenbuch