Annis Geschichte ist unterhaltsam, berührt und ist auf jeden Fall lesenswert 👍🏼
Allerdings hat mir die Umsetzung teilweise nicht so gut gefallen.
Meiner Meinung nach hätten manches detaillierter beschrieben werden können, sodass u.a. die Umstände und Zusammenhänge deutlicher werden.
Ebenso fande ich den Perspektivwechsel zwischen Anni und ihrer Mutter nicht ideal. Vielleicht hätte Lind eher Situationen darstellen können, in welchen Anni davon berichtet wird, was ihrer Mutter passiert ist.
Trotz der Kritik leistet Hera Lind wertvolle Arbeit, indem sie die besonderen Geschichten von Menschen verschriftlicht. ✨
Für mich war mit eines der besten Bücher von Hera Lind.
Das Buch konnte ich nicht mehr aus der Hand legen.
Ich habe selten bei einem Buch so mitgefühlt.
Die Geschichte von Anni, ihrer Mutter Amalie und ihrer Großmutter ist sehr emotional. Sie alle mussten unvorstellbare Grausamkeiten und Qualen erleiden, die sie das ganze Leben über prägten. Vor dem Buch wusste ich selbst nichts über den Banat und finde es sehr interessant darüber zu lesen. Leider muss ich sagen, dass mir der Schreib- und Erzählstil nicht gefallen hat. Es gab sehr viele Wiederholungen und die geschichtlichen Hintergründe wurden nur oberflächlich beschrieben. Oft gab es auch zu große Zeitsprünge, sodass es als Leser/-in schwer nachzuvollziehen war. Leider bin ich daher etwas enttäuscht von diesem Buch.
Ich liebe es, wie Hera Lind wahre Lebensgeschichten in bewegende Romane verwandelt. Sie greift Themen auf, über die man nicht schweigen darf, und erinnert uns daran, wie wichtig es ist, dass Geschichte niemals vergessen wird.
Diese Geschichte hat mich tief berührt. Ein kleines Kind wird durch die Partisanen seinen Eltern und Großeltern entrissen und in ein Kinderheim nach Jugoslawien verschleppt– ein Moment, der einem beim Lesen das Herz zerreißt. Und doch bleibt ein Versprechen: Die Großeltern schwören, immer auf ihre kleine Anni aufzupassen. Ein Versprechen, das sie mit all ihrer Liebe bis an ihr Lebensende tragen.
Der Lebensweg der kleinen Anni hat mich sprachlos gemacht. So viel Leid, so viele Prüfungen – nicht nur in ihrer Kindheit, sondern auch später im Leben. Und trotzdem spürt man in jeder Zeile ihre Stärke. Nach allem, was sie ertragen musste, wünscht man ihr von Herzen nur eines: endlich Frieden, endlich ein Leben ohne Angst und Schmerz.
Man klappt dieses Buch zu – und merkt, dass manche Geschichten nicht einfach enden, sondern für immer im Herzen bleiben.
⭐⭐⭐⭐⭐
Selten ein so schlecht geschriebenes Buch gelesen. Versteh den Hype um Hera Lind nicht.
Nicht absprechen möchte ich die schrecklichen Erlebnisse von Anni und ihrer Familie. Aber die Umsetzung lässt zu Wünschen übrig.
Ich habe das Buch sehr gemocht. Anni über ihr ganzes Leben zu begleiten war unglaublich traurig. Ein Mensch, der soviel schlimmes erlebt hat, schaut trotzdem positiv auf sein Leben. Und was ein Traumata auch noch in den Generationen nach Ihnen bewirkt, ist immer wieder erschreckend.
Leseempfehlung!
„Das letzte Versprechen“ von Hera Lind hat mich als Hörbuch zutiefst berührt.
Von der ersten Minute an war ich emotional gefesselt und habe jede einzelne Szene mitgefühlt.
Die Geschichte geht unter die Haut, macht sprachlos, traurig und hoffnungsvoll, oft alles zugleich.
Die Figuren fühlen sich so echt an, dass man ihr Leid und ihre Stärke fast körperlich spürt.
Als Hörbuch war das Erlebnis besonders intensiv, die Worte hallen nach und lassen einen nicht los, selbst lange nachdem die letzte Minute verklungen ist.
Für mich ist diese bewegende Geschichte eine absolute Hör- und Leseempfehlung.
Ein so unglaublich berührendes Buch, das Schicksalsschläge so direkt und echt schildert, dass ich das Gefühl hatte, mit dabei zu sein.
Und ich habe so viel Neues gelernt über die Zeit für einen Teil der Zivilbevölkerung während und nach dem 2.WK
Das Hörbuch ist wirklich gut und spiegelt für mich absolut wieder, dass jeder mal eine Therapie gemacht haben sollte.
Was die Protagonisten erlebt haben ist unbeschreiblich und man kann sich nur wünschen, dass es nicht wieder passiert (oder endlich aufhört.)
Zwischendrin hatte ich einen schlechten Tag und habe mich entschieden, das nicht weiter zuhören.
Man benötigt auf jeden Fall emotionale Kapazität, denn auch nach dem Lager, hat Anni und ihre Familie harte Zeiten durch.
Klare Lese.-Hörempfehlung!
⭐ 5/5
😢 4/5
"Das letzte Versprechen" erzählt die wahre Geschichte von Anni, deren Welt an Weihnachten 1944 von einem Tag auf den anderen zerbricht.
Sie ist gerade einmal 5 Jahre alt, als ihre Mutter Amalie von russischen und jugoslawischen Partisanen in ein sibirisches Arbeitslager verschleppt wird und das kleine Kind bei den Großeltern zurückbleibt.
Nicht lange danach werden auch die restlichen Menschen aus ihrem Dorf weggeholt. Kinder sollen abgeschoben werden, Alte und Gebrechliche ebenso. Doch Annis Oma setzt alles daran, nicht von ihrer Enkelin getrennt zu werden, damit sie auf die Kleine aufpassen kann. Denn das hat sie ihrer Schwiegertochter Amalie als letztes versprochen...
Dieser Roman begleitet sowohl Anni mit ihren Großeltern als auch Amalie in der schwersten Zeit ihres Lebens und darüber hinaus. Die Geschichte hatte Annis Tagebücher als Grundlage, die sie im Erwachsenenalter geschrieben hat, um die grauenvollen Traumata zu verarbeiten, die sie während des Kriegsendes und auch nachher hat erdulden müssen.
Mir kamen mehrmals die Tränen beim Lesen, wird doch alles brutal ehrlich und unbeschönigt dargestellt; eben so, wie es gewesen ist. Nicht nur einmal wurden mir die Augen geöffnet, wie gut es uns heute geht. Darüber hinaus begleiten wir Anni auch durch ihr weiteres Leben und erfahren so, wie schwer es ist, Traumata und zerstörte Beziehungen zu kitten, wenn man keine Hilfe bekommt und niemand drüber redet, was eigentlich passiert ist.
Dieses Buch ist eine wichtige Geschichte von Zeitzeugen, die man gelesen haben sollte, denn ich für meinen Teil wusste bis dato überhaupt nichts vom Banat und das Leid, dass diese Menschen ertragen mussten, einfach weil sie Deutsche in einem anderen Land waren zu Zeiten des 2. Weltkriegs.
Absolute Leseempfehlung!
All die schönen Jahre so zerrissen und voller Leid. 🙂↕️
Die Kindheit im Krieg und verschleppt was wurde damals nur alles mitgemacht 🥺
Diese Frau hat ihr Leben dann anderen nur geopfert alles auch eine Sache das die die Psychologische Hilfe fehlte damals.
Am traurigsten war wo sie von ihren Großeltern weggenommen wurde und zu ihrer traumatisierten Mutter musste.
Es ist einfach eine Kämpferin und sie hat den vollen Respekt. 💪
Eine tragische Geschichte,wie sie sicher passiert ist.
Beim Lesen muss man öfter stoppen und das Geschriebene erst einmal verdauen.
Die kleine Anni muss größte Ängste durchleben.Ihre Großeltern sind ihre Erlösung und helfen in den Nöten.
Sie durchlebt viele Schicksalsschläge.Anni erkrankt an Krebs.Ihr geliebter Mann wendet sich ab,ihr Sohn erleidet einen schweren Motorradunfall.
Doch Anni kümmert sich immer mit Löwenkraft!
Hera Lind hat mich wieder einmal nicht enttäuscht! Klare Empfehlung!
Ich habe schon viele Tatsachenromane der Autorin gelesen und bin immer wieder aufs Neue davon begeistert, wie die Autorin es schafft, die Geschichte, die ihr zur Verfügung gestellt wurde zu einem Buch zu bringen, welches einen als Leser ab der ersten Seite in den Bann zieht und so schnell nicht mehr loslässt. Auch nach Beenden der Bücher, wirken diese immer noch lange in mir nach.
Hera Linds Schreibstil ist trotz der Schwere der Thematik immer flüssig und sehr detailliert. Zum ersten Mal (fiel mir zumindest zuvor bislang nie auf), brachte die Autorin sich selbst durch eine Begegnung mit der Protagonistin Anni in die Geschichte ein. Eine Bewertung der Geschichte, fällt mir persönlich schwer und möchte ich hier auch gar nicht abgeben, denn selbst wenn die Autorin immer wieder in ihren Schlussworten darauf hinweist, dass sie neben der realen Erlebnisse der jeweiligen Protagonisten auch ihren eigenen Gedanken freien Lauf lässt und die ein oder andere Fiktion in das Buch mit einfließen lässt, so lässt es mich jedoch nicht los immer wieder daran zu denken, dass die Geschichte zum Großteil dennoch wirklich so passiert ist und ein Mensch im Alter meiner eigenen Großeltern, dies am eigenen Leib erlebt hat.
Bei dem aktuellen Werk muss ich leider sagen, dass ich zunächst etwas über die Zeitsprünge und die erzählenden Personen „stolperte“. Es dauerte eine Weile bis ich da wirklich richtig drin war, konnte dann aber der Erzählung doch sehr gut folgen. Die Autorin stellte die junge und auch ältere Anni in meinen Augen sehr authentisch da. Der Familienzusammenhalt zwischen Anni und ihren Großeltern war greifbar und erwärmte mir das Herz. Auch wie die Großmutter alles dafür tat, um ihr, an ihre Schwiegertochter abgegebene Versprechen, zu halten.
Die Zeitspanne in dem Buch ist schon sehr beachtlich, reicht sie doch von dem 5-jährigen Mädchen bis zu späteren Seniorin und so habe ich das Gefühl ich habe eine starke und sehr lebensbejahende Frau kennengelernt, ohne ihr jemals persönlich begegnet zu sein.
Ja die Stimmung in dem Buch ist an sich eher düster. Die negativen Ereignisse überschatten ganz deutlich die positiven Erlebnisse in Annis Leben und doch merkt man, dass diese Frau sich niemals hat unterbekommen lassen. Sicherlich ist dieses Buch somit nicht für jeden die richtige Lektüre und doch habe ich das Gefühl, gerade durch diese Bücher immer noch etwas aus einer Zeit zu lernen, die ich selbst glücklicherweise nicht erleben musste.
Fazit:
Ein weiterer aufrüttelnder Tatsachenroman, den ich unheimlich gerne gelesen habe und den ich als absolut lesenswert betrachte. Dennoch könnte dieses Buch den ein oder anderen Leser auch sicherlich triggern.
Das letzte Versprechen basiert auf einer wahren Begebenheit – und genau das macht die Geschichte so erschütternd und eindringlich.
Hera Lind erzählt das Schicksal von Anni, einer beeindruckenden Frau, die einem sofort ans Herz wächst. Ihre Stärke, ihr Leid und ihre Hoffnung berühren zutiefst und lassen einen das Buch kaum aus der Hand legen.
Der Roman ist intensiv, emotional und historisch bedeutsam. Die authentische Erzählweise macht die Tragik der Ereignisse noch greifbarer. Hera Lind gelingt es meisterhaft, die Realität in eine fesselnde Geschichte zu verwandeln, die lange nachwirkt. Ein bewegendes, tief berührendes Buch – absolut lesenswert!
hoch emotional ergreifend - 100% nackte Wahrheit! Es hat mich zu Tränen gerührt!!
Dieses Buch ist glaub ich der Beweis für Begabung! Hera Lind schafft es eine Geschichte anschaulich, ehrlich, direkt und wundervoll zu schreiben. Ich bin dankbar dass ich dieses Buch lesen durfte. Die Geschichte hat mich persönlich sehr gerührt da ich Nachkommende von Siebenbürgern bin, welche mit den Banatern ein Schicksal teilen. Vertreibung und den Verlust der geliebten selbst aufgebauten Heimat! Vielen Dank für dieses Buch!! Ich möchte es jedem ans Herz legen, der gerne historische Romane liest. Diese Geschichte ist es wer erzählt zu werden. Vielen Dank an Anni Eckhardt dass sie Ihre persönliche Geschichte mit uns Lesern teilt!
Dieses Buch geht wirklich unter die Haut und hat mich selbst an meine Grenzen gebracht. Doch es ist wichtig, dass diese Geschichten nicht vergessen werden. Deshalb ist dieses Buch eine ganz große Leseempfehlung.
Das Buch lässt sich gut lesen und berührt einen sehr mit der schweren Geschichte der Hauptperson Anni. Ich habe es sehr gerne gelesen, auch wenn die Geschichte einen schon bedrückt. Sie sollte aber nicht vergessen werden und nochmal daran erinnert zu werden, finde ich wichtig.
𝙍𝙚𝙯𝙚𝙣𝙨𝙞𝙤𝙣 – „𝘿𝙖𝙨 𝙡𝙚𝙩𝙯𝙩𝙚 𝙑𝙚𝙧𝙨𝙥𝙧𝙚𝙘𝙝𝙚𝙣“ 𝙫𝙤𝙣 𝙃𝙚𝙧𝙖 𝙇𝙞𝙣𝙙
Was ist denn hier passiert? 🤯 Ein Buch, welches so gar nicht in mein Feed passt. Und richtig, dieses Buch hätte ich mir vermutlich nie gekauft. 😅 Es war ein Geschenk von der Freundin meines Bruders & das lässt man nicht ungelesen auf dem SUB liegen. 🤷🏼♀️ Nach „Stay away from Gretchen“ wusste ich ja nun, dass Geschichten aus dieser Zeit auch sehr ansprechend sein können. ☝🏼
Ich hatte zu Anfang etwas Probleme um in die Geschichte rein zu finden, muss ich sagen. Es passiert so unfassbar viel schreckliches, dass es meiner Meinung nach schon nicht mehr in das Genre Roman gehört. 🙈 Vor allem, weil es auf einer wahren Geschichte beruht. Ich HOFFE, dass Hera Lind manche Szenen mit Absicht etwas ausgeschmückt hat und HOFFE, dass Anni das alles nicht wirklich so schlimm erlebt hat… 🥺
Mit jeder Seite schloss ich Anni immer tiefer in mein Herz und verfolgte ihr Leben von Anfang bis heute. Es war emotional, erschreckend, schön, verstörend, traurig und knallhart. Da merkt man wieder mal wie gut wir es heute haben und wie wenig wir es wertschätzen. 😪🫶🏼
Fazit: Von mir gibt es starke 4.5 Sterne ⭐️ und ganz viel Liebe für Anni. <3
Habt einen guten Start in die neue Woche! 🌤️
Ich liebe Hera Lind Bücher sehr. Dass ihre Romane wahren Geschichten zugrunde liegen faszinierend mich sehr und lässt mich die Bücher meist kaum aus der Hand legen.
Dieses Buch musste ich mehrmals weglegen und ich habe konsequent nicht vor dem Schlafen gehen gelesen.
Es ist hart, grausam und für mich an Spitze 1 der Hera Lind Bücher gerutscht, die ich bis jetzt gelesen habe.
Wer sich für die Brutalität der Kriegs und Nachkriegszeit interessiert, ist hier absolut an der richtigen Adresse. Hier wird nicht durch die Blume geschrieben.
Danke, dass Hera Lind sich darum bemüht, dass so viele Geschichten Gehör finden. Ich bewundere ihre Arbeit sehr und habe großen Respekt, dass sie sich damit auseinandersetzt.
Sehr spannend, sehe emotional, schlimme Geschichte. Gerade weil sie auf Eimer wahren Gegebenheit beruht. 1 Stern Abzug, weil ich es manchen Stellen zu kurz fand und mir da mehr Aufführung gewünscht hätte.
Ich hätte nie gedacht, dass das ein Buch für mich sein könnte.
Es war ein Geschenk und die Schenkende ist bekannt dafür die richtigen Bücher zu schenken. So auch hier.
Gar nicht kitschig, auch nicht völlig deprimierend! Dramatisch spannend und tragisch emotional aber gut auszuhalten. Nicht völlig drüber. Zwischendurch ein bisschen anstrengend, aber das macht eben auch die Thematik.
Ich fands super!
Ich finde es immer wieder erstaunlich mit welcher Selbstverständlichkeit man sich in den Büchern von Hera Lind hineinversetzen kann. Auch dieses Buch ist ihr wieder super gelungen und es war informativ, emotional und höchst interessant
Ein sehr bewegendes und erschütterndes Buch. Teilweise musste ich die Geschichte wirklich für ein paar Tage aus der Hand legen, weil dieses Buch nach wahren Begebenheiten wirklich durch Mark und Bein geht. Die Lebens- und Leidensgeschichte von Anni und ihrer Familie wird sehr tiefgründig erzählt, sodass ich an einigen Stellen echt schlucken musste.. Aber genauso wie viele andere Zeitzeugenbücher hilft es uns, die grausamen Zeiten nicht zu vergessen und nicht die gleichen Fehler zu machen wie damals.
Was sich Menschen gegenseitig antun, ist schwer zu begreifen.
Damals wie heute….
Eine sehr emotionale „Geschichte“ über Krieg, Rassismus aber auch Güte, Liebe und Hoffnung.
Vom Banat und den Donauschwaben hatte ich noch nie etwas gehört. Von daher fand ich Hera Linds neuen Roman „Das letzte Versprechen“ wirklich interessant und lehrreich. Egal, wie viel Zeit vergeht, man darf die Vergangenheit nicht einfach vergessen.
Das Banat liegt heute in Rumänien, Serbien und Ungarn. Vor vielen Jahren siedelten sich dort Deutsche an. Nach dem Ende des zweiten Weltkriegs wurden die sogenannten Donauschwaben für die Verbrechen von Adolf Hitler bestraft, obwohl sie selbst niemals in Deutschland waren und mit dem Krieg im Grunde nichts zu tun hatten. Die Hölle, die diese Leute durchmachen mussten, übersteigt jede Vorstellung. Jahrelange Zwangsarbeit, Misshandlungen, ständiger Hunger und katastrophale hygienische Zustände sind nur einige Beispiele des Martyriums. Wie ein Mensch so etwas aushalten kann, ist unfassbar.
Gerade, weil man sich all das nicht einmal ansatzweise vorstellen kann, war es der Autorin vermutlich so wichtig, dem Leser ein detailliertes Bild zu vermitteln. Schier endlose Szenen von Gewalt reihen sich aneinander und die sehr graphische Darstellung haben „Das letzte Versprechen“ zu einer sehr harten Kost für mich gemacht.
Selbst die Kindheitserinnerungen von Amalie sind voller Schläge und Lieblosigkeit.
Das Buch beruht auf wahren Tatsachen und das Leben der Personen, die Vorbild für die Charaktere sind, war alles andere als ein Märchen.
Dieser Roman ist unfassbar düster. Selbst nach der Aussiedlung nach Deutschland reiht sich ein Schicksalsschlag an den anderen. „Das letzte Versprechen“ schlug mir sehr aufs Gemüt und war teilweise schwer auszuhalten.
Leider hat mir auch der Schreibstil nicht sonderlich zugesagt. Dies war mein erster Tatsachenroman von Hera Lind, deswegen habe ich keine Vergleichswerte. In diesem hier, ist alles sehr einfach ausgedrückt. Zunächst dachte ich, es liegt daran, dass Anna zu Beginn der Geschichte erst 5 Jahre alt ist. Aber auch die Kapitel aus der Perspektive von ihrer Mutter Amalie klingen teilweise recht kindlich. Die ständige Wiederholung von „meine liebe Oma“, „meine liebe Mama“ etc. hören sich in meinen Ohren etwas eigenartig. Auch die häufige Verniedlichung („ich grub mit meinen kleinen Händchen“ usw.) fand ich überflüssig. Diese Babysprache stand in einem extremen Gegensatz zur Brutalität der beschriebenen Szenen, dass ich es einfach deplatziert fand. Manche Sachen werden auch doppelt und dreifach in identischer Wortwahl erzählt.
Glücklicherweise musste niemand von uns erleben, was die Protagonisten durchgemacht haben, deswegen ist es unmöglich, sich in die Charaktere hineinzudenken. Am Anfang hatte ich auch mit allen sehr viel Mitgefühl. Im weiteren Verlauf fand ich manche Personen einfach nur noch schrecklich. Amalies Schwiegereltern haben alles für ihr Enkelkind getan, sind buchstäblich durch die Hölle gegangen. Und trotzdem müssen sie sich von ihrer Schwiegertochter wie der letzte Abschaum behandeln lassen. Nach allem, was Annie bereits durchgemacht hat, wird sie von ihrer Mutter immer weiter misshandelt. Zwar nicht physisch aber psychisch.
Bis auf einzelne Momente ist dieses Buch einfach nur grausam und trostlos und deswegen war ich ehrlich gesagt froh, als ich auf der letzten Seite angekommen war.
Grausam, traurig und erschütternd - aber so lesenswert !!!
Es ist immer wieder erschreckend, welche Geschichten Hera Lindt zu Papier bringt, was Menschen erleben mussten, welch Schicksale sie ereilten. Hera Lindt hat eine unglaubliche Gabe, diese Geschichten in Bücher zu verwandeln. Ich hab das Buch in einem Rutsch durchgelesen.
Von Droemer Knaur und NetGalley wurde mir zu diesem Titel als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung in der Rezension bleibt davon unberührt.
Die Geschichte, geschrieben von Hera Lind, handelt von Anni Eckardts Geschichte. Einer Frau, geboren im ungarischen Grenzgebiet zu Deutschland in der Zeit des Zweiten Weltkrieges. Die schweren Schicksalsschläge, die die Frau direkt schon am Anfang ihres Lebens erdulden und durchstehen musste, sind jedoch kein Einzelschicksal. Die Geschichte von Anni und ihrer Familie ist nur eines der Schicksale von hunderttausender Donauschwaben, die nach dem zweiten Weltkrieg von den Ostmächten verschleppt und systematisch ausradiert wurden.
Aber Annis Geschichte und die ihrer Mutter, ihrer Großeltern und schließlich auch ihrer Nachkommen, ist neben dem "Gesamtschicksal" auch eine sehr persönliche. Ihre Leiden fangen mit den schrecklichen Jahren in Kriegslagern an, enden mit diesen jedoch nicht. Immer wieder in ihrem Leben muss das Kind, das zum Mädchen wird und schließlich zur Frau, Mutter und Großmutter, schwere Prüfungen bestehen und selten meint es das Leben einfach mal gut mit ihr.
Ich persönlich hatte von den Donauschwaben, geschweige denn von den Kriegsverbrechen, die an ihnen begangen wurden, bis zu diesem Buch noch nie etwas gehört. Entsprechend schockiert und sprachlos hat mich das Ganze zunächst zurückgelassen. Und ich hatte zwischendurch immer mal wieder etwas längere Lesepausen, denn für diese Geschichte musste ich mich bereit fühlen fürs Weiterlesen.
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und machte die Geschichte von diesem Aspekt her stets flüssig zu lesen. Die Tagebucheinträge und Gedichte von Zeitzeugen passten hier wunderbar rein und haben der Geschichte noch mehr persönliche Grundlage und Hintergründe gegeben. Nur anfangs tat ich mich etwas schwer, wenn der Schreibstil einerseits dem Alter der kleinen Anni angepasst war, andererseits aber Eindrücke auf eine Art schilderte, die für mich nicht wirklich damit kompatibel waren.
Ansonsten konnte Hera Lind mir mit diesem Buch das grausame Schicksal der Donauschwaben näher bringen, haben mich aber auch die ganz persönliche Geschichte einer kleinen Familien miterleben lassen. Ich habe mit jedem Schicksalsschlag mitgelitten und mitgefiebert und die Menschen in mein Herz geschlossen.
Ich empfehle 'Das letzte Versprechen' aufgrund der mitreißenden Geschichte, aber vor allem auch für den geschichtlichen Mehrwert. Für die Möglichkeit eine schreckliche Zeit der Geschichte aus ganz intimen Perspektiven zu erfahren. Es ist keine leichte Kost, aber es lohnt sich.
Zum Buch:
Fünf Jahre war Anni als ihre heile Welt in Banat zusammenbrach. Ausgerechnet an Weihnachten kamen die Partisanen in ihr Dorf und nahmen alle Frauen mit, auch Annis Mama. Die Frauen wurden nach Sibirien verschleppt, die Alten und die Kinder kamen in verschiedenen Lager bzw. in ein Kinderheim. Aber Annis Oma hat ihrer Schwiegertochter versprochen nicht von Annis Seite zu weichen und hat so Anni das Leben gerettet.
Meine Meinung:
Ich war neugierig auf das Buch, gerade weil es nach einer wahren Begebenheit geschrieben ist. Aber ich muss zu meiner Schande gestehen, das ich bis zu diesem Buch noch nicht bewusst von den Donauschwaben gehört hatte.
Die Geschichte ist so unglaublich bewegend, ich hatte einige Mal Tränen in den Augen. Man merkt wohl am Schreibstil dass die Autorin recht nahe an den Aufschrieben von Anni Eckardt geblieben ist. Und was diese mutige Frau in ihrem Leben alles erlebt hat ist fast schon unmenschlich. Trotzdem konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen, es ist eine Wahnsinngeschichte, die nochmal unserer dunkelsten Vergangenheit behandelt und diesmal ist man als LeserIn quasi fast mit dabei.
Eine sehr berührende und sehr traurige Lebensgeschichte, die jede Seite wert ist gelesen zu werden.
Wow einfach wow. Wenn ich könnte würde ich noch mehr Sterne geben. Ein so ergreifendes Buch über die Geschichte damals. Vermischt aus Wirklichkeit und Roman. Sollte jeder lesen auch wenn es manchmal keine leichte Kost ist und 1-2 tränchen doch geflossen sind. Gerade beim Schluss Wort 😩❤️
Wenn man den Klappentext liest, erwartet man eine Schicksalsschilderung der Hauptfigur Anni, allerdings wird hier wechselnd aus Sicht Annis und aus Sicht ihrer Mutter Amalie geschildert. Dies ist für den Lesefluss aber eher hinderlich, da beide die Ereignisse völlig anders wahrgenommen haben und Amalies Erlebnisse zwar schrecklich waren, aber für mich eine eigene Geschichte wäre. Nach der Hälfte des Romans enden diese Schilderungen aus Amalies Sicht auch abrupt. 🤷♀️🤷♀️
Natürlich ist es wichtig, die Geschichte der Banatdeutschen aufzuarbeiten, denn ich für meinen Teil wusste nicht wirklich etwas darüber. Man ist ehrlich ergriffen ob der Gräueltaten, die ihnen widerfahren sind. Ich war fassungslos darüber, wie menschenunwürdig man mit ihnen umgegangen ist. Umso enttäuschter bin ich, wie damit im Roman umgegangen wird. Es wird am Anfang zwar ein Hinweis darauf gegeben, dass es ein fiktiver Roman ist, dennoch beruht er auf die Tagebuchauszüge der wahren Anne. Allein deshalb hätte ich mir etwas bessere Recherche gewünscht, denn der Roman kann diesem Schicksal nur bedingt gerecht werden. Das liegt für mich unter anderem daran, dass diese Thematik viel zu komplex ist, um in 400 Seiten erzählt zu werden. Er verliert sich immer wieder in Oberflächlichkeiten und Zeitsprüngen, weist für mich keinen wirklich roten Faden auf. Der Wechsel des reflektierenden Ichs mit originalen Tagebucheinträgen ist eher irritierend als aufklärend. Zudem weist der Roman einiges an Widersprüchlichkeiten auf. So wird im Kapitel, in dem die Autorin plötzlich selbst auftaucht, davon gesprochen, dass Anni erst mit 11 in die Schule kam, um lesen und schreiben zu lernen, auf einmal gibt es aber einen Tagebucheintrag, als sie 6 Jahre alt war.
Wenn man zu Beginn einen Hinweis darauf erhalten hätte, dass Anne später in ihrem Leben die Erlebnisse in einem Tagebuch festgehalten hat, okay. Aber so verliert es für mich absolut an Glaubwürdigkeit. Hinzu kommt der triviale Stil, der die Figuren unnahbar macht, die Erlebnisse unnötig dramatisiert, um alles noch düsterer darzustellen.
Fazit: Hier wird ein wahnsinnig wichtiges und komplexes Thema auf 400 Seiten oberflächlich abgearbeitet und wird dem wahren Schicksal meiner Meinung nach nicht gerecht. Schade, denn Frau Lind kann es besser.
Super rührend! Hera Linds Romane sind immer sehr zu empfehlen ! So eine traurige und schockierende Geschichte.. es ist immer erschreckend zu lesen wie es in und nach der Kriegszeit war und vorallem was es mit den Menschen gemacht hat.
Das berührende Schicksal einer Frau aus dem Banat und ihrer Familie
An Weihnachten 1944 im Banat bricht für die deutschstämmigen Bewohner dieser Region die Hölle los. Der Zweite Weltkrieg war für die Deutschen mittlerweile beinahe verloren und die Jugoslawen und Russen machen alle Deutschen für die Gräueltaten der Nazis verantwortlich. An Heilig Abend verschleppen die Partisanen sämtliche Frauen zwischen achtzehn und fünfunddreißig Jahren nach Sibirien und die fünfjährige Anni muss zusehen, wie ihre Mutter von ihr weggetrieben wird. Doch auch den Zurückgebliebenen bleibt keine Ruhe, so hat die Großmutter Annis Mutter Amalie kurz vor deren Verschleppung noch versprochen, dass sie immer bei Anni bliebe, komme was wolle - und die Großmutter hält sich daran!
Hera Lind hat diesen Roman nach der wahren Lebensgeschichte von Anni Eckhardt geschrieben. Diese hat ihre Lebensgeschichte in ihrer neuen Heimat Bayern aufgeschrieben und an verschiedene Familienmitglieder verschenkt, sodass diese nie in Vergessenheit geraten kann, denn sie steht stellvertretend für viele Schicksale. Der Roman ist sehr emotional und berührend, aber auch schrecklich in seiner Grausamkeit.
Bisher kannte ich Hera Lind nur von ihren heiteren Romanen, daher war ich sehr gespannt, wie sie mit einem so ernsten Thema umgehen würde. Und ich bin begeistert, denn sie hat es geschafft, mich vollkommen mitzureißen. Bevor ich dieses Buch gelesen habe, wusste ich kaum etwas über die Donauschwaben aus dem Banat und es hat mich sehr traurig gemacht, wie grausam und voller Hass die Jugoslawen gegenüber allen Deutschen waren. Die wechselnden Perspektiven zwischen Mutter und Tochter machen das Buch noch emotionaler, denn hier zeigt sich das große emotionale Trauma, das sämtliche Menschen erlitten haben und wie wenig die Gesellschaft sich darum gekümmert hat. Eine sehr lesenswerte Lebensgeschichte!
Eine tief bewegende Lebensgeschichte, unfassbar und fesselnd geschrieben
Weihnachten 1944 in einem Dorf im Banat beginnt bei der fünfjährigen Anni eine schreckliche Zeit. Sie wird ein jugoslawisches Kinderheim verschleppt, ihre junge Mutter Amalie muss in ein Arbeitslager nach Sibirien, wo sie unter unmenschlichen Bedingungen gezwungen wird zu arbeiten. Annis Großmutter kämpft für ihre Enkelin und ermöglicht ihr auch die Flucht aus dem Heim. Sie hält ihr Versprechen, dass sie Annis Mutter gegeben hat, auf ihre Enkelin aufzupassen. Ein enges Band zwischen Großmutter und Enkelin entsteht. Auch in der Nachkriegszeit leidet Anni seelisch weiter als sie nicht mehr bei ihren Großeltern aufwachsen darf, um bei ihrer traumatisierten Mutter zu leben.
Hera Lind schreibt in ihrem Roman die Lebensgeschichte von Anni nieder. Tief bewegend voller unfassbarem Leid werden ihre Erlebnisse der vergangenen Zeit geschildert. Das Buch ist keine leichte Kost. Die Unterdrückung sowie die massenhaften Ermordungen der Donauschwaben durch die Kommunisten war mir vorher in dem Ausmaß nicht bewusst.
Durch die Erzählung in der Ich – Perspektive von Annie und ihrer Mutter Amalie, erhält der Leser genaue Einblicke in ihre Gefühlswelt und dessen Leid. Dabei begleitet man Annie auf ihrem Lebensweg mit immer weiteren schicksalhaften, dramatischen Ereignissen bis ins hohe Alter.
Eine tief bewegende Lebensgeschichte, unfassbar und fesselnd geschrieben.
Unfassbar spannend und grausam - auf eine wahre Begebenheit beruhend
Das Buch war mein erstes von Hera Lind. Ich fand es sehr spannend und interessant.
Inhalt:
Die junge Anni lebt mit ihren Eltern und Großeltern im Banat. Als an Weihnachten 1944 ihre Mutter und weitere Frauen aus dem Banat in Lager verschleppt werden, verspricht die Großmutter von Anni ihrer Mutter immer auf das Mädchen aufzupassen.
Doch kurz darauf werden auch die Kinder weggebracht... und Annis Großmutter setzt alles daran ihr Versprechen zu halten...
Fazit: Ein unfassbar berührendes und trauriges Buch. Es basiert auf einer wahren Begebenheit. Was Anni alles mitmachen musste in ihrem Leben ist wirklich grausam. Ich kannte die Geschichte der Menschen aus dem Banat auch nicht.
Dieses Buch habe ich wirklich sehr schnell gelesen, da ich unbedingt wissen wollte wohin Annis Weg sie noch geführt hat
Wow, was für eine Geschichte mitten aus dem Leben gegriffen. Ehrlicher und authentischer hätte der Roman gar nicht sein können. Man fühlt richtig mit den einzelnen Figuren und erlebt die Geschichte, als wäre man mitten drin.
Hera Lind hat es geschafft, die Gedanken und Ängste der kleinen Anni detailgetreu und realistisch darzustellen. Die Angst vor der unklaren Zukunft, als sie zu Weihnachten 1944 verschleppt wurde; nur um ein Beispiel zu nennen. Gut gefallen hat mir auch, dass immer wieder Rückblenden aus Sicht der Mutter Amalie zu lesen waren. Somit hat man einen kleinen Einblick darin bekommen, wie es ihr in dem sibirischen Arbeitslager ergangen war und dass sie trotz aller Grausamkeiten nie den Glauben an ihre Tochter verloren hat. Auch das Aufeinandertreffen nach den vielen Jahren der Trennung war sehr emotional geschrieben; leider konnte die Mutter die Liebe zu ihrer Tochter nicht so zeigen, wie sie wollte. Dass es damals keine psychologische Unterstützung bei Familienzusammenführungen gab, war ebenfalls nicht förderlich.
Im letzten Drittel des Buches erfährt man, wie es Anni erging, als sie mit ihrer Mutter zusammen gezogen ist, bis hin zur Heirat mit Hans, dem Vater ihres Kindes. Beschrieben wird auch ihre Liebe zu Kindern und wie sie für jedes einzelne Kind da ist, welches Hilfe benötigt, egal wann und wie.