Solider Krimi mit einigen heftigen Themen.
Der Hauptkommissar Alex ist mir in diesem Roman tatsächlich ans Herz gewachsen. Was mir auch gut gefallen hat, die Charaktere, im speziellen Sofia und Alex.
"Wozu ist eine Hand imstande? Sie kann streicheln, kitzeln, Schmerz zufügen. Sie kann greifen, schlagen, grüßen, morden. Die rechte Hand steht symbolisch für die Wahrheit, die linke für den Betrug."
"Wahnspiel" ist der erste Krimimalroman aus der Feder von Kilian Eisfeld alias Daniel Wolf. Während er als Daniel Wolf zahlreiche historische Romane verfasst hat, wagte er sich nun an einen Kriminalroman und ich bin positiv überrascht. Ein gelungener Auftakt in einer neuen Reihe. Ich hatte zu Beginn des Buches keinerlei Erwartungen gehabt zumal er mir als Autor bis jetzt unbekannt war. Ganz ab vom historischen Aspekt kam der Autor aber nicht, in der Geschichte trifft sich wunderbar Selbstjustiz und die spannende Geschichte der alten Henker im neunzehnten Jahrhundert zusammen. Das ganze Buch ist in 7 großen Kapitel eingeteilt die aber jeweils nochmals in kurzen Kapiteln unterteilt sind. Der Schreibstil ist sehr flüssig und verständlich, gut nachvollziehbar sind die Gedankengänge der einzelnen Protagonisten. Die Protagonisten sind gut ausgearbeitet und jeder für sich spannend. Besonders Sofija hat einen sehr starken Charakter, sie ist nicht ganz einfach, etwas schroff aber dennoch sympathisch. Allerdings ist mir doch mehr Alex Schwerdt ans Herz gewachsen, ein kleiner Chaot aber mit einem klaren Durchblick und er schaut ganz anders auf den Fall drauf als die anderen. Er ist nett und vertrauenswürdig, eben auch sehr sympathisch. Zwei sehr unterschiedliche Menschen die aber unglaublich gut zusammen arbeiten. Ein Verdacht wer der Täter sein könnte hatte ich relativ früh und am Ende hatte ich sogar Recht. Seine Argumentation weshalb er es tat fand ich sehr interessant und es ist doch immer wieder erstaunlich welche Gründe solche Menschen haben um so etwas zu tun. Im Gesamten ein wirklich tolles und spannendes Buch. Ich freue mich auf weitere Teile mit Sofija und Alex.

Spannend
Das ist das erste Buch von diesem Auto was ich gelesen habe und Kilian Eisfeld hat auch seinen ersten Thriller geschrieben. Das ist ihm definitiv gelungen. Der Schreibstil ist direkt mitreißend spannend und leicht und flüssig geschrieben. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet.Sofija Markovic die Ermittlerin die war etwas unterkühlt aber mit der Zeit habe ich sie lieb gewonnen. Ich glaube dass sie einfach nur so hart wirken wollte, wie sagt man so schön harte Schale weicher Kern. Als der Mörder Lukas Schneider vorzeitig aus dem Gefängnis kommt wird in Heidelberg gemordet. Alles deutet das Lukas wieder zugeschlagen hat. Sofja holt sich Alex mit ins Team unterschiedlicher hätten die beiden nicht sein können. Der Krimi bekommt verschiedene Wendungen wo auch Rechtsradikalismus mit in petto ist. Mit dem Ende hätte ich nicht gerechnet es gab auch einen Plot twist, und es waren sehr viele Spannungsmomente mit enthalten. Ich kann jedem diesen Krimi empfehlen. Und der Autor hat wirklich ein sehr tolles Buch geschrieben und sein erstes Debüt als Kriminalroman Schreiber vollbracht.

Starkes Ende, schwacher Mittelteil.
Inhalt: Lukas Schneider, der vor etwas mehr als 5 Jahren eine Frau ermordet hat und nach Jugendstrafrecht verurteilt wurde, kommt vorzeitig aus dem Gefängnis frei. Das passt nicht jedem. Online wird ein Shitstorm losgetreten, der ungeahnte Ausmaße nimmt. Dann passiert es: Schneider verschwindet spurlos. Seine Hand finden Bauarbeiter in einer Grube. Die Heidelberger Kommissare Sofija Marković und Alex Schwerdt ermitteln und geraten bald selbst zwischen die Front des Online-Mobs...... Leseeindruck: "Wahnspiel" ist das Krimidebüt von Kilian Eisfeld. Als Daniel Wolf hat er bereits historische Romane geschrieben. Meine Neugierde war geweckt. Auch, weil mich der Inhalt angesprochen hat. Es beginnt rasant. Trotzdem wollte ich erst einmal abwarten und später das Gesamtpaket auf mich wirken lassen. Woran lag das? Darüber habe ich mir lange Gedanken gemacht. Einen rasanten Schreibstil mag ich und auch die Figuren wurden ausführlich vorgestellt, so dass ich mir eigentlich ein gutes Bild von ihnen hätte machen können. Doch irgendetwas hat mir gefehlt, um mich voll und ganz in die Protagonisten hineinzuversetzen. Immer konnte ich sie nicht verstehen. Da ist zum einen Sofija, von ihren Untergebenen als "Kaltfront" bezeichnet. Lange Zeit konnte ich mit ihr gar nichts anfangen. Sie war mir einfach zu kühl, zu beherrscht, scheinbar ohne menschliche Regungen. Erst ganz am Ende hat sie auch einmal Gefühle zugelassen. So von Anfang an und ihre Charakterzeichnung wäre in meinen Augen etwas angenehmer gewesen. Zum anderen ist da Alex. Ein fähiger Beamter, der auch mal um Ecken denkt. Perfekt, wenn da nicht seine Zockerleidenschaft und seine GoT Versessenheit gewesen wären. An und für sich nicht schlimm. Allerdings hat das im Laufe des Plots Ausmaße erreicht, die mich persönlich genervt haben. Auch Kriminalrat Christian Stähle konnte ich bei manchen Wutausbrüchen nicht wirklich verstehen. In einem möglichen zweiten Band sehe ich aber bei allen Potenzial nach oben. Der Fall selbst beginnt spannend, zieht sich aber im Mittelteil erheblich. Die Ermittlungen drehen sich im Kreis. Neue Erkenntnisse kommen fast immer aus dem Nichts und verlaufen sich zudem oft im Sand. Dafür kann der Schluss wieder stark punkten und hat mir richtig gut gefallen. Positiv möchte ich auch das Personenregister am Ende erwähnen. Ich mag so etwas ja. Habe das aber leider zu spät entdeckt, da ich grundsätzlich nicht als erstes ein Buch von hinten aufschlage. Triggerwarnungen gibt es auch. Diese finden aber auch erst am Ende eine Erwähnung. Nicht ganz so glücklich. Fazit: Ich habe mir von "Wahnspiel" durch viele positive Bewertungen mehr versprochen. Der Krimi ist tatsächlich sehr gut recherchiert und spiegelt bestimmt auch authentisch die langwierige und schwere Ermittlungsarbeit wider. Leider ging das meiner Meinung nach auf Kosten des Spannungsbogen. Auch bei den Figuren hat mir das I-Tüpfelchen gefehlt. Sie sind gut ausgearbeitet, keine Frage. Nur kam es mir hier etwas emotionslos vor. Was aber Ansichtssache ist. Macht euch gerne selbst ein Bild zu diesem Krimi.

In „Wahnspiel“ bekommen es die Heidelberger Kommissare Alex Schwerdt und Sofija Marković mit ihrem ersten Fall zu tun. Auf diesen Kriminalroman bin ich eher zufällig gestoßen, der Inhalt hat sich allerdings so interessant angehört, dass ich nicht anders konnte. Ich freu mich schon jetzt sehr darauf, mehr von den beiden zu hören. Der Schreibstil des Autors ist sehr angenehm und fesselnd. Die Atmosphäre sehr beklemmend. Im Fokus stehen hier mehr oder weniger Sofija und Alex. Besonders Alex mochte ich wahnsinnig gern. Aber natürlich sind Alex und Sofija nur ein kleines Rad im Getriebe. Denn man lernt noch weitere Ermittler kennen. Gerade die Vielschichtigkeit und der Aufbau der Direktion konnten mich sehr begeistern. Hinten im Buch gibt es nochmal ein Personenverzeichnis, was ich sehr interessant fand. Man erfährt hierbei verschiedene Perspektiven, je nachdem, wer gerade im Zentrum des Geschehens liegt. Überwiegend halten jedoch Alex und Sofija das Zepter in der Hand. Daneben bleiben auch die Opfer und Täter nicht blass. Man entwickelt eine Bindung zu ihnen, da man auch an ihren Gedanken und Erlebnissen teilhaben kann. Insgesamt sehr authentische und greifbare Charaktere, die sehr eindrucksvoll und nur wenig eindimensional sind. Kilian Eisfeld legte einen starken Start hin. Es war sehr nervenaufreibend und beängstigend, was direkt passiert ist und ich konnte die Augen nicht mehr davor verschließen. Der Autor hat mich genau am richtigen Nerv erwischt. Überwiegend beschäftigt sich diese Geschichte mit den Ermittlungen. Was ich zunehmend interessant fand. Da es nicht immer geradlinig verläuft und die Fühler weitläufig ausgestreckt wurden. Zudem läuft innerhalb der sehr detaillierten Ermittlungen nicht immer alles reibungslos. Was zu einigen Konflikten und Herausforderungen führt. Daneben punkten einfach auch die Nebencharaktere mit ihrem Zwischenspiel und ihren Gedanken und Erlebnissen. Wir bewegen uns dabei von der Gegenwart bis weit in die Vergangenheit zurück, was zunehmend verstörende und beängstigende Züge annimmt. Dabei durchwatet man einige Abgründe, die man so nicht kommen sieht, die aber alles rundheraus verändern und beeinflussen. Die Auflösung des Täters war zwar für mich keine Überraschung. Aber der Weg dorthin durchaus. Zudem konnte mich seine Charakterisierung, die wahnhaften Züge und seine ganze Moral wirklich bei der Stange halten. Man ist völlig geschockt und sprachlos. Weiß nicht, was denken, was fühlen. Es trägt so viel Tragik in sich und trotzdem ist es ein Gefilde, dass man niemals freiwillig betreten würde. Ebenso werden auch nicht die zwischenmenschlichen und psychologischen Aspekte außen vor gelassen. Wodurch es auch ein Stück weit emotionaler und tiefgreifender wird. Es wird auf die Hintergründe eingegangen, was nochmal ein anderes Kaliber ist und definitiv nicht kalt lässt. Definitiv ein gelungener Auftakt, ich freu mich auf mehr von den Kommissaren Alex Schwerdt und Sofija Marković. Fazit: Der Auftakt rund um die Heidelberger Kommissare Alex Schwerdt und Sofija Marković ist rundum gelungen und konnte mich sehr begeistern und mitreißen. Eine Story voller perfider und wahnhafter Abgründe, die völlig nervenaufreibend und beängstigend ist.. Aber auch sehr viel Raum für die zwischenmenschlichen Belange lässt. Beklemmend, erschütternd und beängstigend. Ich freu mich auf mehr von Alex und Sofija.
Kilian Eisfeld - Wahnspiel Lukas Schneider, verurteilter Mörder einer jungen Studentin, wird vorzeitig aus der Haft entlassen. Im Internet wütet daraufhin der Mob, der Hass kocht immens hoch. Plötzlich verschwindet Schneider und kurz darauf wird in Heidelberg seine abgetrennte Hand gefunden. Von Schneider weiter keine Spur. Kann Sofija Markovic mit Alex Schwerdt und ihrem Team den Fall lösen? Ich muss gestehen, es fällt mir schwer zu diesem Buch eine Rezension zu schreiben. Auf den ersten Seiten war direkt schon ordentlich Tempo und ich dachte oh gut, das wird bestimmt spannend. Auch dass dazwischen immer wieder mal aus Schneiders Sicht geschrieben wurde fand ich super. Dann verschwand Schneider und damit wurde das Buch immer weniger spannend, stattdessen immer zäher. Die ewige Ermittlungsarbeit ohne dass tatsächlich irgendetwas interessantes passierte hat mich zusehends gelangweilt. Die Personen sind alle gut ausgearbeitet, wenn auch nicht alle sympathisch. Sofija war mir zu unterkühlt und distanziert, auch wenn ich ihre Beweggründe verstehen kann. Am liebsten mochte ich Alex. Er ist so der Typ von nebenan, mit dem man sich super verstehen würde. Auf den letzten 50 Seiten nahm die Geschichte dann nochmal etwas Fahrt auf und es wurde doch nochmal spannend. Leider konnte das meine vorangegangene Langweile aber auch nicht mehr ausbügeln. Schade, aber das Buch konnte mich leider nicht überzeugen. ⭐⭐
Man merkt schnell, dass der Autor vor diesem Buch historische Bücher geschrieben hat. Viel historisches Wissen wird in dem Buch integriert, wobei ich bei einigen Wörtern erst mal googeln mußte was es genau bedeutet. Vielleicht wäre es für einen Krimi besser gewisse die Begriffe kurz zu erklären, denn dass ein Schmiss eine Gesichtsverletzung durch eine Fechtwaffe ist, ist denke ich nicht allgemein geläufig. Ansonsten fängt die Geschichte rasant an nimmt dann zur Mitte hin jedoch etwas Geschwindigkeit raus. Ich möchte besonders die Interaktionen zwischen den Protas. Durch die absolut verschiedenen Charaktere kommt es immer wieder zu internen kleinen Spannungen die der Geschichte das gewisse etwas verleihen. Bis zur Auflösung tappte ich im dunkeln wer der Täter ist. Der Mix der am Ende das Motiv aus machte war auch Mal eine interessante Abwechslung zu dem was man bei Krimis sonst als Tatmotiv vorgesetzt bekommt. Für mich war es ein Ansatz an Genrmix der der Story wirklich gut tat.

Packend, authentisch, intensiv
"Wahnspiel" ist der erste Krimi von Kilian Eisfeld. Dabei ist der Autor kein Unbekannter. Als Daniel Wolf hat er schon zahlreiche historische Romane geschrieben. Jetzt wagt er sich auch in die Welt des Kriminalromans vor. . Darum geht’s: Der verurteilte Mörder Lukas Schneider kommt vorzeitig aus dem Gefängnis frei. Schnell formiert sich ein Online-Mob, der zur Lynchjustiz aufruft. Kurz darauf ist Schneider verschwunden. Was man findet, ist seine abgetrennte Hand… . "Wahnspiel" beginnt thriller-artig. Schnell geht es ins Geschehen. Mit einem erschreckenden Szenario hat der Autor mich direkt gepackt. Der rasante Einstieg wird durch Eisfelds leichtgängigen und anschaulichen Schreibstil noch spannender. Ich hatte das Gefühl, alles hautnah mitzuerleben. Nach dem fesselnden Start greift der Autor zum Stilmittel des Zeitsprungs. Als Schneider verschwindet und die Polizei ermittelt, geht die anfängliche Thriller-Anmutung in den auf dem Cover als solchen klassifizierten Krimi über. Zwar wird ein bisschen auf die Tempo-Bremse gedrückt, aber das entwickelt sich hier nicht zum Nachteil. . "Wahnspiel" wartet mit tollen Charakteren auf. Allen voran die Kommissare Sofija Markovic und Alexander Schwerdt. Beiden Figuren haucht der Autor mit Leichtigkeit Leben ein. Und schon hat man die Figuren vor Augen. Das gilt übrigens auch für weitere Ermittler und alle anderen Personen im Buch. Keiner bleibt flach. Jeder wird anschaulich beschrieben und ausgestaltet. Da fällt keiner mal eben so hintenüber. . Der Plot wird auch durchgängig gut erzählt und entwickelt. Spannungs-Peaks werden immer genau an den richtigen Stellen gesetzt. Die Story entwickelt sich zunächst in eine bestimmte Richtung, wird letztendlich aber doch nochmal komplett gedreht. Eisfeld packt sogar noch seine historische Expertise in den Krimi mit hinein - was mir unheimlich gut gefallen hat. . Fazit: Eine echte Krimi-Entdeckung. Eisfeld stellt hier eindrucksvoll seinen besonderen Schreibstil unter Beweis. Hinzu kommt eine gelungene Handlungsentwicklung mit interessanten Themen. Abgerundet wird alles durch Charaktere, die zwischen den Seiten förmlich zu Leben erwachen und mir bis zum nächsten Auftritt auf jeden Fall im Gedächtnis bleiben werden. Ich kann diesen Krimi nur empfehlen und hoffe, dass da mehr kommt.








