
Ein leiser Sommer zwischen Kunst, Schmerz und Entscheidungen
Du & Ich und das Leuchten des Sommers brauchte für mich etwas Zeit. Der Einstieg fiel mir nicht ganz leicht, und es dauerte, um wirklich in der Geschichte anzukommen. Ab etwa einem Drittel war ich dann jedoch drin und konnte mich auf die Handlung einlassen. Besonders überzeugt hat mich die Darstellung des Balletts. Hier wird sehr gut gezeigt, wie viel Kampfgeist, Disziplin, Schmerz und Wille dahinterstecken. Diese Leidenschaft zieht sich durch die Geschichte und verleiht ihr Tiefe. Die nach und nach aufgedeckten Geheimnisse bauen einen leichten Spannungsbogen auf, der für mich klar im Jugendbuchbereich liegt – solide, aber nicht überragend. Die Entwicklung des Dreiecks zwischen Ava, Ivan und Tom war für mich ab etwa der Mitte vorhersehbar, was mich jedoch nicht gestört hat. Ich war trotzdem gespannt darauf, wie die Autorin diesen Weg umsetzt. Die Nebenfiguren bleiben bewusst im Hintergrund, was hier gut funktioniert, da der Fokus klar auf den drei Hauptprotagonisten liegt. Das Ende hat mich positiv überrascht, ohne dass ich hier zu viel vorwegnehmen möchte. Der Abschluss wirkt ruhig und stimmig, lässt Raum für eigene Gedanken und fügt sich harmonisch in die Erzählung ein.





