Eine intensive Geschichtsstunde 😅
Nach viel zu langer Zeit habe ich endlich mit der Z-Reihe von Michael Tsokos weitergemacht. „Zerschunden“, der erste Band der Reihe, hatte mich damals absolut begeistern können, weshalb ich nun endlich weiterlesen wollte und was soll ich sagen: Es war nicht dasselbe Erlebnis wie beim ersten Band 😅 Der Fall – oder besser gesagt: die Fälle – waren durchweg wirklich sehr spannend. Allerdings habe ich mich persönlich gefragt, warum in einem Band gleich drei Fälle behandelt werden. Vielleicht ergibt das mit den kommenden Teilen noch mehr Sinn 😅 Ich weiß es zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Sobald es aber um die Fälle ging, war ich sehr gefesselt. Drumherum hat sich Tsokos meiner Meinung nach jedoch ziemlich stark in einer Art Geschichtsstunde zu ehemaligen Sowjetstaaten und Transnistrien verzettelt. Da habe ich zum Teil wirklich abgeschaltet 😴 Es war außerordentlich gut recherchiert, aber einfach zu viel, zu komplex und meiner Meinung nach unpassend für einen Thriller – und das sage ich als jemand, die Geschichte studiert hat 😴 Der Schreibstil ist zudem unfassbar niveauvoll, und man muss erst einmal hineinkommen. Man merkt einfach, dass Tsokos ein unfassbar intelligenter Mensch ist (ich finde ihn persönlich sehr spannend und verfolge ihn auf Instagram und YouTube) 😄 Ich kann mir vorstellen, dass nicht jede Person einen so elaborierten Schreibstil mag. Sobald die „Geschichtsstunde“ jedoch beendet war, kam ich wieder sehr zügig durch die Seiten 😄 Das wurde auch durch die kurzen, schnellen Kapitel sowie die Perspektivwechsel unterstützt, die ich besonders spannend fand. Ein paar „Aufreger“ hatte ich aber dennoch: ‼️Vorsicht, potenzielle Spoiler‼️ - Warum muss die mehrfache Vergewaltigung einer Frau so detailliert beschrieben werden? Ich finde, selbst in Thrillern ist das wirklich nicht notwendig. Zumal sich Triggerwarnungen hier noch immer nicht etabliert haben. - Dr. Abel – ich kann dich echt gut leiden, aber benutz doch bitte dein scheiß Handy!!! Du wirst verfolgt? Neeee, lieber Akku sparen… Niemand erwartet, dass du stundenlang telefonierst! Ahhh, das hat mich aufgeregt. - Dr. Abel kommt in ein heißes Pflaster in Transnistrien und hat keinen Personenschutz oder irgendeine Form von Begleitung? Im echten Fall (laut den Erklärungen von Herrn Tsokos) hatte er Begleitung. Das wirkte zum Teil einfach etwas fremdartig 😅😅 ‼️Spoiler Ende‼️ So, das musste mal raus 😄 An sich wurde es, gerade ab der Mitte, immer besser, und ich werde die weiteren Teile trotzdem lesen – in der Hoffnung, ein bisschen weniger „Lernstunde“ zu erleben 🙇🏼♂️




























































