Ich habe das Buch zweimal bereits glesen und mag den Stil und die Handlung sehr gerne! Weltuntergangsstimmung mit Action, Abenteuer und ein wenig Romanze. Alles in allem ein gekonntes Buch 😊👍
Was mich an diesem Buch sofort ansprach, war das düstere Cover. Ich liebe düstere Fantasystories mit Endzeitstimmung von daher lag es bei diesem Cover nahe zuzugreifen. Ivo Pala schreibt beeindruckend bildgewaltig und schafft es, einen in diese atmosphärische Welt zu ziehen. Mit 3 Charakteren, die wir begleiten, könnte es verwirrend sein, was aber durch die klare Namensnennung über den Kapiteln sehr gut gelöst ist. So entfällt Verwechslungsgefahr. Wer es benötigt findet ein Glossar und Personenregister im Buch, wobei ich sagen muss, dass ich es persönlich nicht benötigt habe. Die Erklärungen und Vorstellungen während der Kapitel haben für mich ausgereicht, um klar zu kommen. Bei Schwarzer Horizont handelt es sich um mein erstes Buch des Autors, aber ich werde die Reihe definitiv nachverfolgen. Ich fand sowohl Setting als auch Handlung wahnsinnig ansprechend. Die Charaktere sind ganz gut ausgearbeitet, allerdings fehlt es ihnen etwas an Tiefe. Etwas mehr Inhalt zu den Gedanken der Charaktere hätte ich mir ab und zu schon gewünscht. Die Charaktere könnten unterschiedlicher nicht sein. Sowohl Raymo, Lizia und auch Ash ereilen verschiedene Schicksale in diesem Buch und ich fand es spannend mit ihnen zu entdecken, was diese Welt für sie bereithält. Eine wirkliche Verbindung zu ihnen bekommt man allerdings nicht. Vielleicht wird das aber auch noch im Nachfolgeteil. Der Charakter mit dem ich am wenigstens klar kam, war Ash. Ich empfand ihn und seine Rolle als ziemlich anstrengend, obwohl ich glaube, dass er eine ziemlich tragende Rolle spielt. Kurzum lässt sich sagen, dass sich dieses Buch definitiv gelohnt hat, einfach weil Atmosphäre, Setting und Story überzeugen konnten. Dazu kamen, für mich, das passende Maß an Brutalität und seien wir ehrlich, der Sex kommt auch nicht zu kurz. Aber die Mischung macht es und ich empfand es passend zur Handlung. Fazit Wer auf düstere, temporeiche Stories steht und sich nicht von den bisher noch etwas anhaltenden Oberflächlichkeit der Charaktere abschrecken lässt, ist hier richtig. Für mich ein guter erster Teil, der Lust auf mehr macht, wahrscheinlich aber nicht jedermanns Sache sein wird.
Endzeitstimmung in der Fantasywelt. Das Setting, das in Schwarzer Horizont beschrieben wird, klang vom ersten Moment an interessant für mich, umso trauriger, dass das Buch meine Erwartungen nicht erfüllen konnte. Sex und Gewalt am laufenden Band Wer zu Schwarzer Horizont greift, dem sollte klar sein, dieses Buch ist nichts für zart besaitete. Die Welt die Ivo Pala erschaffen hat ist düster, grausam und brutal, dementsprechend holt sie auch aus den Menschen (fast) nur das Schlechteste hervor. Der Autor schildert diese düstere Welt und ihre Bewohner überaus anschaulich. Gewalt- und Sexszenen sind an der Tagesordnung und im fast jeden Kapitel zu finden. Positiv daran ist, dass er dadurch ein atmosphärisches Setting schafft und den Leser in Atem hält. All die Bedrohungen sind wie Damoklesschwerter und halten somit eine konstante Anspannung aufrecht. Wer auf sowas und emotionsgeladene Szenen steht, dem wird mit Sicherheit nicht langweilig werden. Leider ist das schon das Einzig gute, was ich über schwarzer Horizont sagen kann. Flache Handlung, blasse Charaktere Das größte Problem ist, dass der Autor bei all dem Gemetzel zu vergessen scheint, dass ein Buch ja auch sowas wie eine Handlung braucht. Die Handlung verläuft ziemlich flach und die Charaktere sind ebenfalls sehr oberflächlich mit Tiefe versehen. Da haben wir Raymo, dem immer, aber auch wirklich immer ein schlauer Plan einfällt und der allen Schlamassel irgendwie übersteht, was sehr konstruiert wirkt und sich nebenbei noch innerhalb einer Minute, beim ersten Blick auf seine Angebetete unsterblich verliebt. Auch Sklavin Lizia verliebt sich in null Komma nichts, was dann aber auch schon ihr einzige selbstständige Handlung darstellt. Man hat das Gefühl, ihr Daseinszweck ist es hauptsächlich zu schildern, auf wie viele verschiedenen Arten Frauen in dieser Welt Gefahr laufen. vergewaltigt zu werden. Als letztes haben wir dann noch Ash, sein Handlungsstrang war noch der interessanteste von allem, aber auch eher läuft 90% der Handlung fremdbestimmt durch die Gegend. Wir haben als drei Archetypen: der schlaue und gewitzte Raymo, der tiefgläubige Ash und Lizia … die Frau. Durch diese oberflächliche Charaktergestaltung entstand bei mir auch keine rechte Bindung zu den Charakteren und nach einer Weile, stumpft man trotz Action einfach ab. „Aha, wieder jemand brutal getötet, was solls.“ Letztendlich wirkt die gesamte Handlung leider unausgereift und, alles wird eben so hingebogen, wie es der Autor gerade brauchte. Ich möchte ihm nichts unterstellen, aber als Leser wirkt es auf mich, als hätte er zehn Mal mehr Energie in die Gewaltszenen, als ins Plotting gesteckt. Fazit: Schwarzer Horizont will offenbar schockieren und unterstreicht mit jeder Szene wie brutal die geschilderte Welt doch ist. Das sorgt zwar kurzzeitig für Unterhaltung, kann jedoch nicht über blasse Charaktere und eine unausgereifte, konstruierte Handlung hinwegtäuschen. Gemetzel allein, macht eben noch kein gutes Buch.



