Das Buch überzeugt mit einer dichten, beklemmenden Atmosphäre und einem fein gezeichneten Ermittler. Vor dem eindrucksvoll geschilderten historischen Hintergrund entfaltet sich eine spannende und klug konstruierte Handlung, die bis zum Schluss fesselt. Ein starker, atmosphärischer Krimi mit Tiefgang.
Von "Germania" war ich begeistert, von "Odins Söhne" ein wenig enttäuscht und nun von "Endzeit" ernüchtert. Zwar schildert Harald Gilbers wiederum gekonnt anschaulich und detailreich das Berlin, das sich am Ende des 2. Weltkriegs befindet, doch die eigentliche Story um Richard Oppenheimer, der hier zwischen die Fronten der Russen und US-Amerikaner gerät, trat für mich einfach zu sehr auf der Stelle.
Spannung sucht man fast vergebens, die Geschichte plätschert in vielen Teilen einfach nur so dahin. Da kann man nur auf einen besseren nächsten Band hoffen, wenn es diesen überhaupt geben sollte, da diesmal keine offenen Fragen bleiben.
Im 3. Teil ist die Krimihandlung eher nebensächlich, was mich nicht weiter gestört hat. Deutschland hat kapituliert, das Dritte Reich ist Geschichte, die Sowjet-Armee kontrolliert Berlin. Das macht das Leben der Berliner nicht einfacher. Eine schlechte Versorgungslage, stundenlang anstehen an Wasserpumpen, kein Strom, dazu plündernde und vergewaltigende Rotarmisten. Oppenheimer versucht die Selbstvorwürfe, dass er Lisa nicht vor einer Vergewaltigung schützen konnte, in Rache zu ersticken. Dass der Vergewaltiger der Hauptverdächtige im „Kofferfall“ ist, kommt ihm gelegen. Ein Licht in diesen noch immer dunklen Tagen ist der Zusammenhalt dieser kleinen Gemeinschaft, die es durch den Krieg geschafft hat: Oppenheimer, Lisa, Hilde, Schmude und der Schwere Ede mit seinen Jungs.
Mit Oppenheimer zurück im chaotischen Berlin 1945: packende Atmosphäre, aber schwache Krimihandlung um einen mysteriösen Koffer. Der bisher enttäuschendste Teil der Serie.
Nach den ersten beiden Bänden der Oppenheimer-Reihe hatte ich mich schon auf Bd. 3, “Endzeit” gefreut. Leider markiert der dritte Teil für mich einen deutlichen Qualitätsabfall gegenüber den Vorgängern.
Während “Germania” mit seiner packenden Geschichte um einen Serienmörder im Berlin von 1944 noch brillierte und auch “Odins Söhne” trotz einiger Längen durch seine düstere Atmosphäre überzeugen konnte, verliert sich “Endzeit” zu sehr in historischen Details.
Die Stärke des Autors liegt zweifellos in der atmosphärischen Darstellung des zerstörten Nachkriegs-Berlins. Die Beschreibungen des Überlebenskampfes, der nicht funktionierenden Infrastruktur und der allgegenwärtigen Not sind eindrucksvoll und authentisch. Besonders mutig finde ich, wie Gilbers das heikle Thema der Massenvergewaltigungen durch sowjetische Soldaten behandelt - sensibel und ohne Effekthascherei.
Allerdings bleibt die eigentliche Krimihandlung um einen mysteriösen Koffer überraschend blass und nebensächlich. War schon in “Odins Söhne” die Tendenz zu episodenhaftem Erzählen erkennbar, so fehlt hier ein wirklich packender roter Faden. Die Vielzahl an Nebenfiguren und Handlungssträngen verwirrte mehr, als dass sie der Geschichte diente
.
Der Roman markiert für mich damit einen Wendepunkt der Serie weg vom Kriminalroman hin zum reinen historischen Roman. Als Geschichtsinteressierter Leser fand ich das Buch interessant, als Krimileser fühlte ich mich jedoch um die Spannung betrogen, die die ersten Bände noch auszeichnete.
3 von 5 Sternen für ein Buch, das zwar historisch präzise recherchiert ist, aber als Krimi leider nicht überzeugen kann. Schade, denn die Grundidee und das Setting hätten durchaus mehr Potential gehabt.
Zeitgeschichtlich im ersten Teil interessant und der Fall ist kein klassischer Krimi
Diesmal verschlägt mich das Buch in die letzten Tage des 2. Weltkrieges in Deutschland. Oppenheimer und seine Frau sind untergetaucht und bekommen Gesellschaft die merkwürdig ist beziehungsweise der Kopfer den die Gesellschaft dabei hat ist begehrt, denn nach dem Ende des Krieges versuchen mehrere Mächte an den Kopfer zu gelangen. Oppenheimer befindet sich mittendrin, da seine Frau von den russischen Befreiern vergewaltigt wurde und er auf Rache aus ist.
Die Spannung ist bei der Krimireihe bisher für einen Krimi ok . Hauptsächlich lese ich die Reihe wegen den historischen Schilderungen und die Auswirkungen auf den normalen Bürger. Gerade die Zeit des Kriegsende zeigte unterschiedliche Emotionen .
Sei es beim Anstehen an der Wasserpumpe oder dem langsamen Beginn des Lebens unter sowjetischer Herrschaft.