Von einem Krimi erwarte ich eine etwas größeren Spannungsbogen. Leider kam ich nie so richtig ins "Miträtseln" da es nie wirklich Verdächtige für die Tat gab. Eigentlich wurden alle Anhaltspunkte direkt geklärt oder verworfen. Auch schwang von Anfang an ein traumatisches Ereignis in der Vergangenheit von Madame le Commisaire mit, zu dem aber im ganzen Buch nichts weiter herausgekommen ist. So richtig sympathisch fand ich die Protagonistin leider auch nicht. Dafür mochte ich ihren Partner umso mehr. Dieser war sehr sympathisch und hat mir immer wieder einen Schmunzler entlockt. Alles in allem ein leichter Roman, der gut zu lesen war, aber fesselnd war er leider nicht.
Ein Provinzkrimi gespielt in Südfrankreich.
Isabell Bonnet, Leiterin einer geheimen Spezialeinheit, ist auf Erholungsurlaub in ihrem Kindheitsort. Die Wunden des Unfalls sollen aufgearbeitet werden. Ein aktueller Fall wird Isabell als leitende Kommissarin zugeteilt, mit einem Übriggebliebenen aus dem Archiv. Isabell und Apollinaire müssen sich als Team erstmal zusammenfinden.
Die Kindheitsgeschichte, ein Familiengeheimis und das Rätsel am Unfalltot ihrer Eltern werden nebenbei auch behandelt. Zudem darf etwas Liebe auch nicht fehlen.
Es waren ein paar zu viele Handlungsstränge, die Masse daran nahmen der Geschichte leider die Tiefe.
Der Krimi war dennoch ein guter, leichter Krimi für Zwischendurch. Ein Feeling für Frankreich wurde geschaffen. Witz und Apollinaire begleiteten die Geschichte und steigern den Unterhaltungswert.
Am Ende ärgerte ich mich sehr über Isabell. Leichtsinn pur. Die Größe ihrer Stellung als Leitung wird betont und dann tut sie das!?
Noch ein riesen Kompliment an die Sprecherin! Ich verliere leider oft schnell Interesse an einem Hörbuch, da die Sprecher zu monoton oder zu gekünstelt sprechen - hier hört man mit Interesse zu und kann allem wunderbar folgen.
Die Story ist wirklich super, mit Irrungen und Wirrungen welche man nicht kommen sieht. Die Sprecherin hat eine angenehme Stimme, die Story ist super erzählt und macht Lust auf mehr. Der 2. Teil steht schon in den startlöchern
Ich war auf der Suche nach einem Krimi, der sich leicht und angenehm lesen lässt. Als mir dieses Buch in der Bücherei in die Hände gefallen ist, dachte ich mir: Das könnte passen und genau das hat es auch getan.
Ist es der tiefgründigste oder spannendste Krimi des Jahres? Nein. Aber es ist eine durchweg angenehme Lektüre, perfekt für zwischendurch. Isabelle fand ich angenehm glaubhaft. Ihre Zweifel, ihr innerer Zwiespalt und ihre Rückkehr in ihren Geburtsort sind sehr nachvollziehbar beschrieben. Es hat Spaß gemacht, sie dabei zu begleiten, wie sie langsam ankommt und neue Freundschaften knüpft.
Der Kriminalfall selbst ist solide aufgebaut, und die Auflösung hat mich tatsächlich überrascht, den Täter hatte ich bis zum Schluss nicht auf dem Schirm. Das hat dem Buch definitiv Pluspunkte eingebracht.
Ein kleiner Kritikpunkt ist Isabelles Verhalten gegen Ende: Dass sie sich ohne Handy und ohne jemandem Bescheid zu sagen allein auf diese Mission begibt, wirkte auf mich etwas irrational und unnötig riskant.
Sehr liebenswert fand ich dagegen ihren Assistenten Apollonaire, der mit seiner Art für zusätzliche Sympathie sorgt und dem Buch eine schöne, menschliche Note verleiht. Auch wenn es nicht seh realistisch ist, dass er quasi alles kann obwohl er bisher nur im Archiv gearbeitet hat. Aber dafür ist es wohl ein fiktiver Roman 😉
Insgesamt ist Madame le Commissaire und der verschwundene Engländer ein gemütlicher Krimi mit Charme, der nicht überfordert, aber gut unterhält – ideal für alle, die eine entspannte Lesezeit suchen. 📚✨
Solider Krimi mit Urlaubsfeeling. Gut konstruiert. Manchmal ist Madame le Commissaire etwas nervig, mit ihrem "starken Frau sein " und "alle Hindernisse" sofort aus dem Weg räumen. Ihr Assistent Apollinaire mochte ich dafür um so mehr und habe ihn in mein Herz geschlossen. Deswegen wird auch Teil 2 gelesen.
Ein Krimi: schön, spannend und eine wundervolle Hauptfigur!
Neben der spannenden Hauptfigur ist auch ihr Assistent liebenswert, das gesamte Buch ist fesselnd und spannend wobei sich die Ereignisse nur so überschlagen. Teilweise hatte ich das Gefühl meine Augen können gar nicht so schnell lesen wie ich begreifen möchte was dort passiert. Wirklich super wenn man eine wundervolle kleine französische Region als Schauort für den ein oder anderen Ort möchte.
„Madame le Commissaire und der verschwundene Engländer“ ist ein charmant-krimineller Ausflug in die Provence. Pierre Martin verbindet Humor, französisches Lebensgefühl und spannende Ermittlungen zu einer leichten, unterhaltsamen Lektüre. Ideal für alle, die Krimis mit Charme und Urlaubsflair lieben.
Kurzweiliger Krimi - vielleicht aber auch ein Werbeprospekt für die Region
Bei einem Krimi, der offensiv als Regional- oder Urlaubskrimi vermarktet wird erwarte ich eine gewissen Fokus auf die Region. Hier war mir das dann aber doch zu viel. Jedes Gespräch wird bei einem anderen, regionspezifischen Essen geführt. Dazu gibt es das passende alkoholische Getränk. Die ständigen französischen Ausdrücke und Sätze, die sofort danach übersetzt werden, haben sich unnatürlich angefühlt und mich ziemlich genervt. Es entsteht bei mir als Leserin so der Eindruck, die Kommissarin sei nicht aus Frankreich, was ja nicht stimmt. Aber so ist man als Leserin statt dabei nur Beobachterin.
Die Ausgangslage der Kommissarin klang spannend und auch ihren Assistenten mochte ich gerne. Aber die Auflösung fand ich unbefriedigend. Wie unsere Protagonistin darauf reagiert, dass ihr von häuslicher Gewalt erzählt wird, fand ich auch unglaubwürdig, zumindest bei einer Beamtin. Jeanne wirkte wie eine Männerphantasie und nicht wirklich wie eine glaubwürdige Person. Die Auflösung des Falles fand ich irgendwie unbefriedigend.
Die erste Hälfte des Buches war ich ganz gut unterhalten, danach ist mir immer mehr aufgefallen, was mich stört.
Für einen Fund aus dem Bücherschrank in Ordnung, ich hätte mich aber sehr geärgert, wenn ich hierfür den vollen Preis gezahlt hätte.
Ein netter Krimi mit sympathischen Protagonisten. Es geht nicht nur um den Fall des verschwundenen Engländers, sondern auch um Isabelles Vergangenheit in Südfrankreich. Manchmal weiß man nicht, ob die eigentliche Handlung oder die provenzalische Natur respektive das südfranzösische Leben und Essen im Vorderrad stehen. Von den handelnden Personen habe ich Apollinaire am meisten ins Herz geschlossen. Allein seinetwegen könnte ich mir vorstellen, die Folgebände zu lesen.
Das war ein sehr gelungener Reihenauftakt mit französischen Flair.
Ein gut durchdachter Krimi, spannend und amüsant, gespickt mit provenzalischen Essen und schönen Naturbeschreibungen.
Die Charaktere fand ich ganz interessant.
Meine Lieblingsfigur war Apollinaire, aber auch Isabelle hat mir als Ermittlerin sehr gut gefallen.
Es gab überraschende Wendungen und auf die Auflösung wäre ich nie gekommen.
Ich freue mich schon auf den nächsten Band und kann ihn auf jeden Fall weiter empfehlen, vor allem für Frankreichfans
Sie genoss es, mal an etwas anderes zu denken als an tote Frauen und einen komatösen Engländer
Ein Buch geschrieben wie ein Roman, konnte es mich aus meiner Leseflaute retten.
Der Geschichte wie auch der Schreibstil ist einfach und unterhaltsam.
Neben dem Fall, geht es auch viel um die Atmosphäre und Umgebung Südfrankreichs.
Ein toller Krimi für zwischendurch.
Fanden es sehr spannend. Auch angenehm um sich ein bisschen ins schöne Südfrankreich zu träumen. Aber auch ein bisschen zu langatmig. Und das Ende enttäuschend abrupt. Hätte mir mehr 'ohaaa' am Ende erwartet, nach dem Spannungsaufbau. Werde den 2. teil aber trotzdem lesen, weil ich alles in alles die Charaktere und die angenehme, nicht zu übertriebene Bildsprache und den Flair sehr mochte ☀️
Ich hab nicht viel erwartet und selbst das war zu viel.
Manches war mir zu kurz angeschnitten, die Erklärung bzw. Auflösung des Falls am Ende zu schnell und nicht wirklich nachvollziehbar..
Band 1 der Reihe - eher plakativ, nicht sehr tiefgründig, sowohl in Bezug auf den Fall, als auch in Bezug auf die Charakterentwicklung (die verhältnismäßig viel Raum einnimmt). Andererseits gibt es kaum Längen, die Geschichte schreitet fortlaufend voran - hat aber eben auch keine großartigen Twists.
Generell als Urlaubskrimi ganz angenehm zu lesen, weil eben nicht zu aufregend und recht vorhersehbar. Ich schätze, für die Zielgruppe funktioniert das ganz gut.
Savoir vivre!
Toller Kriminalroman im traumhaft schönen Frankreich.
Toller Roman! Ich habe ihn in 2 Tagen fertig gelesen.
Die Charaktere sind alle so einzigartig ausgesucht und besonders der Assistent der tapferen und sympathischen Kommissarin tut es einem sofort mit seiner charmanten und etwas zerstreuten Art an.
An keiner Stelle hat man das Gefühl, dass sich der Roman zieht. Man hat den perfekten Ausgleich zwischen dem schönen Leben an den traumhaften Küsten Frankreichs und in dem kleinen Örtchen Fragolin und dem Kriminalfall.
Ich konnte mir alles bildlich vorstellen und fand alles sehr toll und stellenweise rührend geschrieben. Ein toller abwechslungsreicher Unterhaltungskrimi.
Kann ich jedem empfehlen der leichte Kriminallektüren zum Abschalten und Genießen mag.
Die Story war okay und ich mochte das Setting, aber irgendwie hats mich nicht richtig gepackt. Es hat mich nicht genug gepackt, um die weiteren Teile zu lesen.
War ziemlich genau das, was ich erwartet hatte: Kleinstadtkrimi in der Provence, der sich gut zwischendurch gemütlich lesen lässt. Keine riesige Spannung oder große Wendungen, aber das war für den Lesespaß kein Problem. Ich bin gespannt, wie es mit den liebenswerten Figuren weiter geht!
Ein schöner Krimi mit einer großartigen Hauptprotagonistin, mitreißenden Ortsbeschreibungen und einem nicht so ganz naheliegenden Täter.
Die unabhängige, selbstsichere und bodenständige Isabelle, die sich in diesem Buch aufmacht in ihren Heimatort, um am Usprung ihrer Wurzeln ein Trauma aufzuarbeiten, hat wohl mit allem, nur nicht mit der Betrauung eines Kriminalfalles vor Ort gerechnet.
Die Geschichte selbst ist nicht großartig und plätschert so vor sich hin und leider waren viele Charaktere für mich nicht wirklich greifbar. Dadurch haben aber die Charaktere von Isabelle selbst und ihrem Assistent Apollinaires umso mehr aus der Geschichte herausgestochen und beide haben mich auf ihre sympathische und ganz eigene Art und Weise um den kleinen Finger gewickelt. Das Buch bzw. die Geschichte lebt quasi von den beiden Charakteren sowie den Landschaftsbeschreibungen um das kleine Dorf Fragolin mit seinem ganz eigenem französischen Charme. Als Leser kommt man gar nicht umhin sich in Träumerein zu verlieren, in denen man selbst Fragolin besucht und sich bei dem in der Luft liegendem Duft von Lavendel, Zitrone, Thymian und Rosmarin einen Kir gönnt ……
An sich ein schöner Krimi - Cosy Crime mit ganz viel Frankreich-Flair. Leider habe ich es nicht geschafft mit der Hsuptprotagonistin warm zu werden. Konnte mir die Person nicht richtig vorstellen - die Beschreibungen, Handlungen und Gedankengänge waren für mich nicht greifbar - schade. Die Reihe wird nicht weiterverfolgt.
Hoffe ich habe bald die Möglichkeit weitere Bücher von Pierre Martin zu lesen! Richtig guter Kriminalroman!
Ich habe vor diesem schon ein anderes Buch von Martin gelesen (von einer anderen Reihe) und es gefiel mir sehr gut, also ich bin schon mit höheren Erwartungen an dieses Buch ran. Ich wurde nicht enttäuscht! Ich mag seine Schreibstil und die Umgebung Frankreichs im kleinen Ort total gerne. Ich habe schnell Madame Le Commissaire in mein Herz geschlossen und mitgefiebert für sie. Konnte es nicht gut aus der Hand legen, weil ich weiterlesen wollte und freue mich darüber, dass es schon so viele Bände der Reihe gibt!
Ich habe mich nach wenigen Seiten bereits in den Schreibstil verliebt und konnte das Buch nur schwer weglegen. Die Erzählung geschmückt mit verzaubernden Beschreibungen haben mich in den Bann gezogen in das Leben der interessanten Madame le Commissaire
Kein "cosy crime" wie ich erst dachte, sondern ein spannender Fall, mit sympathischen Charakteren vor herrlicher sommerlicher Kulisse in Südfrankreich. Macht Lust auf mehr! Der zweite Band liegt schon griffbereit.
Als "cozy" würde ich diesen Krimi nicht beschreiben. Der Fall ist gut konstruiert und viel mehr als nur gemütlich.
Madame le Commissaire führt eine richtige Ermittlung durch, die sich teilweise als ziemlich hart erweist.
Das Personal dieses Romans ist liebevoll gezeichnet. Es gibt auch einige amüsante Szenen.
Der Krimi ist eine wunderbare Mischung aus Kriminalfall und der Beschreibung des Lebens in einem kleinen Kaff im Süden Frankreichs.
Ich werde Isabelle weiter folgen.
Ohne große Ambitionen habe ich den 1. Band der Madame le Commisaire angefangen zu lesen und wurde von Seite zur Seite mehr überrascht. Eine kurzweilige Story mit sympathischen Charakteren, ohne große Brutalität. Ich vergebe 4 Sterne und bin gespannt wie die Reihe weitergeht!
Ein top Urlaubskrimi! Nicht groß blutig und macht Lust auf Frankreich 😍 Ich fand auch die Protagonistin super, weil sie kein bisschen naiv und dafür sehr taff war :)
Ein interessanter Krimi, der in Südfrankreich spielt. Der Autor versteht es, dass man sich während man liest, dorthin versetzt fühlt und die Landschaft vor Augen hat. Gleichwohl genießt man das Essen. Ein richtig schöner Schmöcker für die Sofaecke und doch spannend dazu. Absolut lesenswert.
Nachdem sie bei einem Anschlag in Paris schwer verletzt wurde, fährt Isabell Bonnet, Leiterin einer Anti-Terror Spezialeinheit, zur Genesung und zur mentalen Erholung an ihren Geburtsort Fragolin im Süden Frankreichs. Dort erwarten sie nicht nur Kindheitserinnerungen, alte Freude und Bekannte, sondern auch ein Mordfall, der ihr nach kurzer Zeit als Ablenkung und Beschäftigung zugeteilt wird.
Auf diesen Cosy Crime bin ich durch die neue "Monsieur le Comte.." Reihe des Autors aufmerksam geworden. Madame le Commissaire ermittelt bereits seit mehreren Jahren und ich habe definitiv einige Bücher aufzuholen. Pierre Martin hat mich mit seinem Schreibstil innerhalb weniger Seiten in die Provence versetzt: Gutes Essen, französische Lebensweise, viele Flirts und noch mehr. Isabell Bonnet ist eine Frau, die in Paris die Karriereleiter nach oben geklettert ist, jetzt aber als Commissaire ermittelt. Sie war mir von Beginn an sympathisch, ebenso wie der ihr zur Seite gestellte Assistent Appolinaire, der für mich der beste und unterhaltsamste Charakter war. Gemeinsam ermitteln sie nicht nur im aktuellen Fall, Isabell setzt sich außerdem mit ihrer Vergangenheit auseinander.
Leider komme ich nicht umhin, diesen Krimi mit "Monsieur le Comte.." vergleichen und hier erscheint Letzterer doch etwas origineller und mit deutlich mehr Witz. Trotzdem werde ich diese Reihe weiter verfolgen, in der Hoffnung, dass Appolinaire weiterhin dabei ist und er und Isabell zu einem richtigen Dreamteam werden.
Sehr kurzweiliger Krimi mit trotzdem überraschenden Wendungen und gutem Spannungsbogen. Ich musste häufiger schmunzeln. Die Kommissarin und die Freunde könnten noch etwas „griffiger“ sein. Ich bin auf den 2. Teil gespannt.
Ich fand das Buch gut und vorallem sehr spannend. Die Hauptcharaktere sind symphatisch und es kommt richtig Urlaubsfeeling auf:)
Gegen den Schluss fand ich das Buch etwas unlogisch und das Ende war auch shr überraschend.
Trotzdem ist es eine Empfehlung wert
Eine Kommissarin aus Paris, ihr Assistent, der an jedem Fuß verschiedenfarbige Socken trägt und über seine eigene Füße stolpert und eine vermeintlich verschlafene kleine Stadt an der Côte d‘Azur. Klingt nach einem Buch ganz nach meinem Geschmack. Nicht nur, dass die Geschichten von Madame le Commissaire dort spielen, wo ich immer in Urlaub bin, sie haben auch so ihren ganz eigenen französischen Charme. Zunächst war ich nicht ganz so begeistert von dem Schreibstil des Autors, weil er sich doch von dem unterscheidet, den ich normalerweise gewohnt bin. Man liest viel indirekte Rede und Gedankengänge und nur hin und wieder wörtliche Rede. Daran habe ich mich aber schnell gewöhnt. Man erfährt immer mehr über Isabelle Bonnet, die Kommissarin und vor allem hat es mir Apollinaire, ihr Assistent angetan. Er ist durch seine schusselige Art total sympathisch. Mir hat es viel Spaß gemacht, Madame le Commissaire bei der Aufklärung des Falles um den verschwundenen Engländer zu begleiten. Bis zum Schluss hatte ich zwar immer wieder Vermutungen, wer das Verbrechen begangen haben könnte, wurde aber von der tatsächlichen Auflösung doch überrascht. Ich freue mich sehr auf den zweiten Teil! Große Empfehlung!!
Was für ein toller Krimi. Französisches Urlaubsfeeling gepaart mit einer sympathischen Komissarin, tollen, originellen Charakteren und einem spannenden nicht vorhersehbaren Mordfall. Ich habs geliebt!
Preis: € 9,95 [D]
Verlag: audible
Spieldauer: 9 Stunden und 20 Minuten / 368 Seiten
Format: Hörbuch
Altersempfehlung: keine Angabe
Reihe: Band 1
Erscheinungsdatum: 01.04.2014
Inhalt:
Isabelle Bonnet, hochdekorierte Leiterin einer geheimen Spezialeinheit in Paris, wäre bei einem Sprengstoffattentat fast ums Leben gekommen.Um sich zu erholen, reist sie in ihren beschaulichen Geburtsort Fragolin im Hinterland der Côte d'Azur. Doch aus der ersehnten Ruhe wird nichts: In einer Villa wird eine halbnackte Frauenleiche gefunden, und der Hausherr, ein mysteriöser Engländer, ist spurlos verschwunden. Isabelle Bonnet lässt sich überreden, den Fall zu übernehmen - was bei den Kollegen vor Ort nicht gerade Begeisterung auslöst.
Design:
Ein typisches Cover für einen Krimi aus der Provence: ein Landschaftsbild mit dramatischem Himmel in welchem der fette Schriftzug des Titels thront. Ich habe schon die nächsten Cover der Reihe gesehen. Dieser Style zieht sich durch und ist schön einheitlich. Das gefällt mir. Es ist mal etwas anderes als Blümchen auf romantischen Romanen.
Meine Meinung:
Direkt vor diesem Hörbuch habe ich "Der Ruf des Kuckuck" gehört. Dies ist zwar auch ein Krimi, aber in einer komplett anderen Richtung angesiedelt. In diesem Buch hier verliert sich der Autor manchmal fast in den vielen Details zur Provence. Das war für mich gerade am Anfang eine große Umstellung. Viele Beschreibungen und Wiederholungen bringen den Zuhörer dazu alles etwas langsamer anzugehen. Sowohl das Hörtempo, als auch das Erlebnis der Geschichte sind entschleunigt. Nach einiger Zeit fand ich dies (gerade für Autofahrten) extrem entspannend. Egal, was auf der Arbeit los war: Madame le Commissaire konnte mich beruhigen und erden.
Nachdem ich anfänglich etwas zurückhaltend war, fand ich mit der Zeit immer mehr Gefallen an der Geschichte und den Personen. Auch in den Erzählstil konnte ich mich einfinden. Nur ab und an störten mich zum Beispiel die Wiederholungen in Beschreibungen der Umgebung oder Ähnlichem.
Isabelle Bonnet als Charakter hat mir ausgenommen gut gefallen. Sie ist eine starke Frau, die sich nichts vormachen lässt. An ihrer Seite ist ihr herrlicher Assisstent, den ich schon nach kurzer Zeit sehr ins Herz geschlossen habe. Ich hoffe, dass wir ihn in den folgenden Hörbüchern auch antreffen werden. Einfach spleenig-klasse! Aber auch nicht auf den Kopf gefallen. Sein Charakter ist zwar etwas überzogen, doch er passt wie die Faust aufs Auge in die Geschichte. Ihr merkt schon, ich mag ihn sehr.
Dennoch bleibt natürlich Madame le Commissaire unsere Hauptpotagonistin. Isabelle Bonnet kehrt nach einem schlimmen Unfall in ihren Geburtsort zurück und will sich eigentlich nur entspannen. Aber irgendwie folgt ihr die Arbeit auf dem Fuße. Sie nimmt (auf freundschaftliches Drängen eines hochrangigen Kollegen) die Untersuchung eines Mordfalles und einer vermissten Person auf sich. Mit der Rückendeckung aus Paris dreht sie die alteingesessenen Polizisten einmal auf links, denn sie lässt sich von Ihnen nichts sagen. Da schlackern einige Ohren! Herrlich, wenn ich mir das so vorstelle.
Die Aufklärung des Falles war logisch und ich habe die Ermittlungen gespannt verfolgt. Ich hatte allerdings einen guten Riecher, denn meine Vermutungen stellten sich als wahr heraus. Überrascht war ich daher von dem Ende nicht.
Es gibt zwar auch eine klitzekleine Liebesgeschichte, doch die spielt sich nur am Rand ab und ist eher ein Urlaubsflirt, ganz im Sinne des "vivre la vie". Übrigens gibt es viele französische Begriffe und Halbsätze in diesem Buch. Hier muss ich der Sprecherin ein großes Lob aussprechen! Sie liest so flüssig und angenehm, dass es sich wie ein Urlaub in Frankreich anhört. Die Stimmlage und Sprechweise der Sprecherin haben mir sehr gut gefallen. Unaufdringlich und angenehm, ruhig und entspannend. Aber man merkt auch die Durchsetzungskraft.
Die Geschichte selbst hat mir gut gefallen. Neben dem Kriminalfall spielt Isabelle Bonnet selbst eine große Rolle, doch sie dominiert nicht mit ihren Problemen. Sie werden ab und an erwähnt, sind jedoch nur ein Teil ihrer Persönlichkeit. Nach Abschluss des Hörbuchs bleibt sie mir als starke, selbstbewusste Frau in Erinnerung.
Fazit:
Nachdem ich am Anfang etwas irritiert war von der entspannenden Atmosphäre, hat mich der Autor mit seiner Geschichte und den Charakteren gefesselt. Ich finde die Madame le Commissaire so gut, dass ich mir direkt das nächste Hörbuch gekauft habe. Daher vergebe ich vier Sterne.
Zunächst ein Hinweis: natürlich spiegelt diese Rezension nur meine eigene Meinung wieder und ist ironisch überspitzt formuliert. Mir ist bewusst, dass andere Leser diesem Buch deutlich mehr abgewinnen können als ich und möchte das auch niemandem absprechen.
Originalität / Einfallsreichtum:
Routinierte Krimikost, gepaart mit penetrantem Urlaubsfeeling – ständig ist das Meer azurblau, alles riecht nach Lavendel und der Autor wirft französische Satzbrocken ein, die prompt ins Deutsche übersetzt werden. Mon dieu, mein Gott.
Spannungsbogen:
Vielleicht würde mehr Spannung aufkommen, wenn a) Madame und ihr Assistent nicht einfach alles könnten und b) der glückliche Zufall nicht sein Übriges tun würde, damit von echten Ermittlungen kaum die Rede sein kann. Gegen Schluss vergisst Madame schnell ihr Handy und fährt in eine gefährliche Situation, ohne jemandem Bescheid zu sagen, aber das hilft dann auch nicht mehr.
Logik / Schlüssigkeit / Glaubhaftigkeit:
Madame erholt sich von schwersten Verletzungen, wird bei Bedarf aber trotzdem zur Kampfmaschine. Ihr Assistent, der wohlgemerkt bisher nur im Archiv gearbeitet hat, spricht Arabisch, hackt Computer, hat ein fotografisches Gedächtnis, inhaliert Ermittlungsakten in kürzester Zeit, führt ohne entsprechende Ausbildung Vernehmungen und richtet nebenher noch das Büro neu ein.
Charaktere:
Die beiden Hauptcharaktere haben trotz ihrer beeindruckenden Fähigkeiten nur wenig echte Persönlichkeit: Madame ist flach und blutleer, ihr Assistent hingegen so überzogen, dass er wie ein Cartooncharakter wirkt.
Schreibstil:
Wie schon erwähnt, fließen wahllos und ständig französische Phrasen ein. Dazu kommt, dass Dialoge oft in indirekter statt in direkter Rede geschildert werden, was einem natürlichen Sprachfluss nicht guttut und zu einer inflationären Häufung von “könne”, “solle”, “habe”, “müsse” etc. führt.
Zitat:
“Natürlich könne er sich das vorstellen. Aber in diesem Fall halte sich der Täter bestimmt nicht mehr in Fragolin auf. Was er aber überhaupt nicht verstehe, sei die Tatsache, dass man (…) an einem Parkplatz gefunden habe. Darauf könne er sich keinen Reim machen.”
Romantik:
Die Liebesgeschichte erschien mir sehr aufgesetzt, von Chemie keine Spur – zwischendurch bekommt Madame noch einen zweiten Verehrer, der dann aber doch keine Rolle spielt und somit keine Würze in die Geschichte bringt.
Sonstiges:
Im Buch wird mehr als einmal ein sehr fragwürdiges Frauenbild von der taffen Heldin überhaupt nicht hinterfragt. So spricht sie zum Beispiel mit einer Bekannten und es entspinnt sich folgender Dialog:
Zitat:
»Jeanne war gerade bei mir und hat sich ausgeweint. Sie behauptet, mein Bruder habe sie geohrfeigt.«
»Pascal? Glaubst du ihr?«
»Möglich wär’s. Pascal ist unheimlich eifersüchtig, und Jeanne flirtet nun mal gern. Da rutscht ihm schon mal die Hand aus.«
»Die zwei sind doch so nett.«
»Natürlich sind sie das. Aber Jeanne ist ein kleines Luder.«
Aha. Die Frau ist also schuld an der häuslichen Gewalt, und Madame le Commissaire widerspricht da auch nicht. Enchanté, Madame.
FAZIT
Leider konnten mich weder die Charaktere, noch der Schreibstil oder die Handlung überzeugen. Auch die Glaubwürdigkeit blieb für mich mehr als einmal auf der Strecke.
Diese Rezension erschien zunächst auf meinem Buchblog:
https://wordpress.mikkaliest.de/2018/09/25/pierre-martin-madame-le-commissaire-und-der-verschwundene-englaender/