
Gefährliche Familienbande
Sammy ist elf Jahre und zieht mit seiner Familie von London nach Berlin. Seine Eltern - beide musikalisch - sind in den langen Sommerferien schwer beschäftigt und so begibt sich Sammy auf eigene Faust auf Erkundungstour in seinem neuen Zuhause. Als er eines Tages seinen Vater dabei beobachtet, wie er sich Zugang zu einer kleinen unauffälligen Hütte im Garten verschafft, beschließt er ihm heimlich zu folgen. Zuerst fasziniert von dem alten Luftschutzbunker, macht er eine grausame und unglaubliche Entdeckung - in einer Art Zelle wird ein fremdes Mädchen gefangen gehalten. Trotzdessen dass Sammy nicht mit ihr sprechen kann, ist ihm klar dass hier etwas Verbotenes geschieht. Wem kann er sich anvertrauen? Wer glaubt ihm denn mit seinen 11 Jahren? Und ist es eine kluge Idee seinen Vater wissen zu lassen, dass er ebenfalls im Bunker war? Wo doch nahe liegt, dass sein Vater der Täter ist?!... Es ist eine eher langsame und teils seichte Familiengeschichte über einen recht unliebsamen Sommer. Die Erzählweisen aus Sicht von Kindern sind mir immer leider etwas zu anspruchslos. Die dysfunktionale Familienstruktur hat dafür ein beklemmendes, aber auch teils eher unrealistisches Szenario erzeugt. Wenn gleich im letzten Drittel das Tempo zugenommen hat, konnte der beabsichtigte Psycho-Plot mich da nicht mehr richtig abholen. Kann man machen, muss man aber nicht!







