Wieder ein wunderbares Buch von Nina George, das mich sehr gefesselt hat, aber auch emotional ist. Sie entführt einen in dieser Geschichte in eine Welt aus Traum und Realität, aber auf eine sehr feinfühlige Art, zwischen Sehnsüchten und Erinnerungen. Prägen Träume die wir haben unser Leben,denn das ist hier die Frage. In ihrer Erzählung zwischen Realität und Traum, verbleichen langsam die Bilder die man vor Augen hat, genau so wie die Emotionen die man verspührt hat. Die Protagonisten sind sehr sensibel, und sind der Spiegel zwischen Einsamkeit und Hoffnung, was einen teilweise auf eine sehr emotionale Reise mitnimmt, und zum Nachdenken anregt. Dies ist kein Buch das man verschlingt, denn ich habe es über eine Woche gelesen, da es sehr emotional ist und einen innehalten lässt, um zu reflektieren, und es stimmt einen nachdenklich. Für Leser von poetischer und nachdenklicher Literatur, denen kann ich dieses Buch nur ans Herz legen.
Es kratzt an der Grenze zum Kitsch aber es ist einfach wunderschön geschrieben. Was für eine tolle Geschichte.

💭📖 Emotionale Zwischenwelten.
"Ich frage mich, ob man tot sein muss, um in die Träume der Lebenden zu gelangen. Oder fast?" Ich habe von diesem Buch nicht viel erwartet. "Das Traumbuch" klang eher nichtssagend und auch der Klappentext (oder auch U4 😉) hat mich nicht so vom Hocker gerissen. Aber es war fantastisch! Nina George hat eine wunderbare Art zu schreiben, so bildreich und eingängig. Ich hatte erst befürchtet, dass das Buch eher kitschig ist, so hat es sich aber dann gar nicht angefühlt. Es war spannend und emotional, an manchen Stellen gespickt mit feinem Humor und voller Menschen, die man einfach lieben muss. Angefangen bei dem schlauen 13-jährigen Sam, über die starke Eddie bis hin zum Klinikpersonal, das so wunderbar einfühlsam mit seinen Patienten umgeht. Und auch Henris Geschichte hat mich mitgerissen wie auch die Liebe zu seinem Sohn, den er nicht kennt und zu dem doch so ein starkes Band besteht. Über die Vorstellung der Welt "dazwischen" kann man sicher streiten, aber ich finde sie großartig beschrieben und einen tröstlichen Gedanken. Ein paar Tränen konnte ich zum Schluss auch nicht zurückhalten - und das ist bei mir selten. Alles in allem ein überraschend guter Roman, dessen Inhalt mich im Kopf wohl noch eine Weile begleiten wird. 💞
Habe die Geschichte als Hörbuch gehört und Sams Stimme konnte ich nur schwer ertragen. Auch sonst konnte mich das Buch leider nicht catchen.
3 Sterne = ganz gut, aber muss man nicht unbedingt gelesen haben
Eine dicke fette 1 mit Sternchen für dieses Buch. So wunderschön geschrieben, so voller Poesie. Ich bin eingetaucht in die Geschichte, habe gehofft und geweint und das Buch doch mit einem guten Gefühl beendet
Kennt ihr das, ihr lest ein Buch und denkt, DAS sollte jeder lesen? So viele Emotionen mit denen nicht jeder umgehen kann. Es war viel, sehr viel!
"Hör auf, in Falsch und Richtig zu denken [...] das gibt es eh nicht. Du musst einfach nur leben [...]." Das Traumbuch ist irgendwie alles. Zu schnell. Und zu langsam. Zu viel. Und zu wenig. Ich kann nicht genau sagen, ob ich mich Stunden- oder Wochenlang darin verloren habe. Poetisch sinnhaftig und sprunghaft romantisch. Ein Gedanke, der mir beim Lesen immer wieder kam, war, dass wir uns immer entscheiden, welche Rolle wir im Leben von Anderen spielen. Man kann kurz winken, wie ein sidecharacter oder für ein paar Folgen eine Rolle spielen und dann wieder verschwinden, oder der große Loveinterest werden. Und genauso kann jeder Mensch dieselbe Wahl über seine Rolle in unserem Leben treffen. Außerdem eröffnet der Roman eine spannende Perspektive darüber, wie unser Leben verlaufen könnte, wenn wir an einer Stelle eine andere Entscheidung getroffen hätten. Es fordert.
Die Geschichte wird aus drei Perspektiven erzählt und spielt überwiegend im Krankenhaus. Sam, Eddie und Henri schildern ihre Gefühle und Erlebnisse so, dass dem Lesenden nichts anderes übrig bleibt als mitzufühlen. Besonders gut hat mit der Umgang mit den Komapatienten gefallen. Die Ärzte beschreiben das Koma als einen Raum zwischen Leben und Tod. Einige sind näher am Leben, andere näher am Tod. So traurig die Tage für alle Beteiligten auch sind, nehmen sie dem Lesenden Stück für Stück die Angst - sowohl vor dem Koma als auch vor dem Tod. Besonders Sam macht Mut und gibt Hoffnung. Die Lesenden erleben gemeinsam mit ihm, wie er sich zum ersten Mal verliebt, wie er zum ersten Mal seinen Vater kennenlernt, wie er zum ersten Mal jemanden verliert - und dennoch positiv bleibt, weil er mehr weiß als die Menschen um ihn herum. Er fühlt es. Und wenn es nach mir geht, dann brauchen wir alle einen Sam in unserem Leben. Das Buch hat mein Herz erwärmt und ist sicher auch ein guter Anker in schwierigen Zeiten.
"Nichts "passiert" einfach so. Es gibt die Möglichkeit, sich zu entscheiden. Ob man lügt. Oder die Wahrheit sagt. Ob man ein Arschloch ist. Oder nicht." Nina George Nina George fordert in ihren Büchern immer viel von mir. Sie schreibt so schön, so echt, so voller Liebe und Schmerz. Ich spüre das beim Lesen dieses Buches fast körperlich. Es tut weh und es macht zufrieden, mal tost ein Sturm durch einen hindurch, mal leuchtet alles vor Glück. So zu schreiben, ist eine große Gabe und dies lesen zu dürfen ein großes Geschenk.









