Hegel und sein ganz persönlicher Moriarty
Ein neuer Fall für den genialen Audio-Profiler Matthias Hegel und die engagierte Podcasterin Jula Ansorge – doch dieses Mal übertrifft die Komplexität alles Bisherige. Vincent Kliesch konstruiert hier ein mörderisches Katz-und-Maus-Spiel, das mich von der ersten bis zur letzten Seite in Atem gehalten hat. Der Gegenspieler ist diesmal nämlich kein Unbekannter: Ein alter Studienfreund von Hegel zieht im Hintergrund die Fäden, und er hat offensichtlich noch eine ganz alte, offene Rechnung zu begleichen. Uns erwartet ein unberechenbarer, hochintelligenter Feind, der Hegel an seine absoluten Grenzen bringt. Einblicke, die unter die Haut gehen: Besonders begeistert haben mich in diesem Teil die tiefen Einblicke in Matthias Hegels Vergangenheit. Das hat seinem ohnehin faszinierenden Charakter noch einmal deutlich mehr Tiefe und Festigkeit verliehen. Als Leser erfährt man endlich neue Details, die seine spezielle Denkweise weitaus verständlicher machen. Gleichzeitig beleuchtet das Buch auf großartige Weise die Schattenseiten der Hochbegabung. Kliesch zeigt eindrucksvoll die Probleme auf, auf die man stößt, wenn man die Welt anders wahrnimmt als der Rest der Menschen. Es wird überaus deutlich: Das, was von außen wie eine beneidenswerte Gabe wirkt, kann gleichermaßen ein isolationistischer Fluch sein. Mein Fazit Tödlicher Schall ist eine wirklich extrem spannende Fortsetzung der Reihe, die mit genialen Plot-Twists und einer absoluten Achterbahn der Gefühle aufwartet. Man fiebert, leidet und rätselt ununterbrochen mit. Achtung, Suchtgefahr: Durch den absolut heftigen Cliffhanger am Ende bleibt einem eigentlich gar keine andere Wahl – man muss jetzt einfach sofort weiterlesen! Für alle Thriller-Fans und Auris-Liebhaber eine absolute Leseempfehlung!



























































