17. Jan.
Rating:4

Eine bewegende Geschichte die in zwei Zeitebenen geschrieben ist. Sie hat mich durchgehend gefesselt, bestens unterhalten und zum Nachdenken gebracht. Es geht um Henny, eine engagierte Hebamme die versucht verzweifelten Müttern und ihren Babys zu helfen. Sie erfindet die erste Babyklappe und verstößt damit gegen das Gesetz. In der zweiten Geschichte sucht Liv, eine Journalistin nach ihren Wurzeln. Es ist ein tolles Buch, sehr authentisch geschrieben, ich kann es auf jeden Fall weiter empfehlen.

Wie ein Stern in mondloser Nacht
Wie ein Stern in mondloser Nachtby Marie SandDroemer Taschenbuch
4. Juni
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Rating:4.5

Rezensionsexemplar Marie Sand schreibt laut eigener Aussage Frauenromane, die auch Männer lesen sollten In ihrem zweiten Roman geht es um die Geschichte einer Frau namens Henni, die in einer Zeit, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, lebt, wo die Schere zwischen Arm und Reich sehr weit auseinander driftet. Sie selbst kommt aus ärmlichen Verhältnissen, lernt Ed, den Arztsohn kennen. Natürlich sind seine Eltern nicht begeistert. Und so kommt es, dass aufgrund ungeplanter und schicksalshafte Ereignisse, sich Hennis Leben für immer verändern wird. Und nicht nur ihres. Denn sie wird für viele verzweifelte Mütter eine stille Heldin... Die Geschichte spielt sich in zwei Zeitzonen ab. Zum einen in der besagten Nachkriegszeit, wo Henni die Babyklappe unterm Radar entwickelt und zum anderen lernen wir Liv, eine Journalistin, im Jahre 2000 kennen. Genau in dem Jahr, wo offiziell die erste Babyklappe weltweit in einer Klinik vorgestellt wird. Wie ich bereits Eingangs schrieb, heißt es laut der Autorin, diese Bücher sollten auch Männer lesen. Und damit hat sie absolut recht! Ich habe die Geschichte gebannt gelesen. Ich war entsetzt, erleichtert, unter Spannung, nachdenklich, berührt und vor allem mitgenommen. Henni ist eine so starke Protagonistin für viele verzweifelte Mütter, während sie selbst ihre Päckchen zu tragen hat und mehr oder weniger auf sich allein gestellt ist, denn ihr Vorhaben verstößt gegen das Gesetz. Und was ist eigentlich mit den Kindern selbst, die durch die Babyklappe nie die Chance haben, zu erfahren, wer die wahren Eltern sind? Das Buch zeigt auf, wie ungerecht die Welt sein kann, aber auch, was für großartige selbstlose Menschen auf dieser Welt leben, die versuchen, denen zu helfen, die es selbst nicht können. 4,5 von 5 / 9 von 10 Sternen

Wie ein Stern in mondloser Nacht
Wie ein Stern in mondloser Nachtby Marie SandDroemer Taschenbuch
18. Mai
Fesselnd
Rating:4.5

Fesselnd

Rezension 𝐖𝐢𝐞 𝐞𝐢𝐧 𝐒𝐭𝐞𝐫𝐧 𝐢𝐧 𝐌𝐨𝐧𝐝𝐥𝐨𝐬𝐞𝐫 𝐍𝐚𝐜𝐡𝐭 𝐯𝐨𝐧 𝐌𝐚𝐫𝐢𝐞 𝐒𝐚𝐧𝐝 𝐆𝐞𝐧𝐫𝐞: 𝐇𝐢𝐬𝐭𝐨𝐫𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐫𝐫𝐨𝐦𝐚𝐧 | 𝐕𝐞𝐫𝐥𝐚𝐠: 𝐃𝐫𝐨𝐞𝐦𝐞𝐫 | 𝐒𝐞𝐢𝐭𝐞𝐧𝐳𝐚𝐡𝐥: 𝟑𝟎𝟒 | 𝐄𝐓: 𝟎𝟏.𝟎𝟗.𝟐𝟎𝟐𝟑 | *𝐖𝐞𝐫𝐛𝐮𝐧𝐠 𝐑𝐞𝐳𝐞𝐧𝐬𝐢𝐨𝐧𝐬𝐞𝐱𝐞𝐦𝐩𝐥𝐚𝐫 | Klappentext: Um ungewollten Babys das Leben zu retten, muss sie Freiheit und Ruf riskieren: Immer größer wird die Schere zwischen Arm und Reich im Berlin der 50er-Jahre. Das sieht auch die Hebamme Henni Bartholdy mit wachsender Sorge. Wie kann es sein, dass im Deutschland des Wirtschaftswunders verzweifelte Mütter ihre ungewollten Babys aus Scham und schierer Not aussetzen oder gar töten? Als auch Hennis große Liebe, der Arzt Ed von Rothenburg, keine Antwort weiß, handelt sie. Kurzerhand stellt sie eine Apfelsinenkiste in den Hinterhof ihres Geburtsraumes auf. Bis tatsächlich das erste Findelkind in der Klappe liegt – und lebt! Meiner Meinung: Ein wunderschöner und ergreifender Roman, den Marie Sand da geschrieben hat. Ich war sofort in der Geschichte drin und fand die Entwicklung der Babyklappe richtig spannend, ebendso dessen Charaktere, die ihre eigene Geschichte hatten und uns in eine Zeitepochen entführen, die wir zum Glück nicht erleben müssen. Gerade als Frau und besonders als junge Frau war es zu dieser Zeit alles andere als leicht, ein eigenständiges Leben zuführen. Welches auch wenn man es eigentlich weiß, immer wieder erschreckend ist. Umso schöner ist, wenn man von Frauen liest, die ihrer Zeit weit vorraus waren und unser jetziges Leben geformt haben. Für mich war es, ein spannendes Lesevergnügen und eine absolute Leseempfehlung für alle die gerne in die Vergangenheit zurückreisen. 4,5/5🌟

Wie ein Stern in mondloser Nacht
Wie ein Stern in mondloser Nachtby Marie SandDroemer Taschenbuch
15. Apr.
Rating:5

So müssen gute Bücher sein: sie entführen uns in Zeiten und an Orte die wir selbst nicht erleben können. Dass ich die im Buch beschriebene Zeit nicht erlebt habe, ist ein Glück. Allein im Jahr 1947 zu leben war ein riesige Herausforderung, als junge Frau - wie die Protagonistin Henni - war es doppelt schwer. Männer spielten ihre Macht aus, es gab praktisch kaum Verhütung und so purzelten die Babys in die Armut herein. Wenn sie überleben durften. Geprägt durch ihre eigene Kindheit in Armut und ein schlimmes Schicksal entscheidet sich Henni dafür, Hebamme zu werden. Das Schicksal ungewollter Neugeborenen lässt sie nicht los. Als sie die erste Babyklappe in Berlin „gründet“, macht sie sich nicht nur Freunde. Sie handelt gegen die Gesetze und zieht es trotzdem durch. Der zweite Handlungsstrang spielt im Jahr 2000. Ob Liv wirklich das erste Klappenkind ist, lest bitte selbst. Denn von mir gibts auf jeden Fall eine Leseempfehlung 😊

Wie ein Stern in mondloser Nacht
Wie ein Stern in mondloser Nachtby Marie SandDroemer Taschenbuch
12. Okt.
Rating:4

Eine sehr berührende Geschichte über die erste Babyklappe in Berlin

Zum Buch: Henni lebt mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder in sehr ärmlichen Verhältnissen. Als ihre Mutter krank ist und ihrer Putzjob bei einer reichen Familie nicht ausüben kann, springt Henni für sie ein. Beim wienern der Holztreppe kommt es zu einem kleinen Unglück mit dem Sohn des Hauses. Fortan ist Eduard von Henni fasziniert, die beiden Freunden sich an und planen sogar eine gemeinsame Zukunft. Wie Henni später eine Babyklappe aufstellt und darin Babys vor dem sicheren Tod rettet, all das hängt mehr oder weniger mit Ed zusammen. Meine Meinung: Das Cover passt sehr gut zur Geschichte, der Klappentext sprach mich auch sehr an. Alles beginnt im Jahr 1947, nach dem zweiten Weltkrieg in einem zerbombten Berlin. Zuerst lernen wir Henni und Ed kennen und begleiten die beiden bei ihrem Kennenlernen. Dann kommt ein Zeitsprung ins Jahr 2000 zu der Journalistin Liv , die bei der feierlichen Eröffnung der ersten offiziellen Babyklappe in der Klinik "Waldfrieden" dabei ist. Warum es Liv so sehr berührt und wie die Geschichte der provisorischen Babyklappe von Henni, die Hebamme wurde, zusammenhängt wird nach und nach klar. Henni hatte es schwer, wurde ihr doch mit achtzehn eine Entscheidung genommen, unter der sie ihr ganzes Leben litt. Sie setzt sich unglaublich für Mütter ein, für eine natürliche, schöne Geburt, aber auch für Kinder die ungewollt sind. So stell sie die Apfelsinenkiste in den Hof hinter ihrem kleinen Hebammenzimmer. Die Geschichte hat mich sehr berührt, vor allem Hennis, Liv hingegen fand ich etwas unsympathisch. Eine berührende Geschichte, die durchaus so hätte sein können. Unterhaltsam erzählt, gut recherchiert und für mich stimmig.

Wie ein Stern in mondloser Nacht
Wie ein Stern in mondloser Nachtby Marie SandDroemer Taschenbuch
29. Sept.
Rating:4

Immer größer wird die Schere zwischen Arm und Reich im Berlin der 50er-Jahre. Das sieht auch die Hebamme Henni Bartholdy mit wachsender Sorge. Wie kann es sein, dass im Deutschland des Wirtschaftswunders verzweifelte Mütter ihre ungewollten Babys aus Scham und schierer Not aussetzen oder gar töten? Als auch Hennis große Liebe, der Arzt Ed von Rothenburg, keine Antwort weiß, handelt sie. Kurzerhand stellt sie eine Apfelsinenkiste in den Hinterhof ihres Geburtsraumes auf. Bis tatsächlich das erste Findelkind in der Klappe liegt – und lebt! Meinung Die Geschichte handelt von Hebammen, Geburten, Verzweiflung, Krieg, Adoptionen, der ersten Babyklappe und allen voran von Henni. Das Buch springt zwischen zwei Perspektiven, der schreibstil ist eingehend und leicht lesbar. Schon die erste Begegnung von Henni und Ed fand ich schön erzählt. Die zwei können nicht gegensätzlicher sein. Er der Arzt Sohn, sie das Mädel aus dem Armenviertel mit einer Verbitterten Mutter, die mehr verlangt als sie gibt. Sie verlieben sich und driften durch Intrigen anderer auseinander um sich Jahre später wiederzufinden um sich erneut zu verlieren Das Buch bewegt zutiefst. Die Vertonung fand ich sehr gelungen. Große Lese/ Hör Empfehlung

Wie ein Stern in mondloser Nacht
Wie ein Stern in mondloser Nachtby Marie SandDroemer Taschenbuch
29. Sept.
Rating:4.5

Sehr gut

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da es historisch auch sehr gut fundiert ist. Eine Frau hatte es nach dem Krieg nicht leicht, es gab keine Pille, Verhütung war verpönt, die Rolle der Frau war die der Mutter und der Hausfrau, das Geld war knapp, Kinder kamen auf die Welt,. Abtreibungen hinter verschlossenen Türen, wenn überhaupt, immer im Geheimen. Diese Geschichte erzählt von Henni, die selbst in Armut Aufwuchs, mit starkem Willen es zu einer Hebamme schaffte, und die erste Babyklappe ins Leben rief. Und es geht um die Geschichte von Liv… dem ersten Baby in der Klappe

Wie ein Stern in mondloser Nacht
Wie ein Stern in mondloser Nachtby Marie SandDroemer Taschenbuch
28. Sept.
Rating:5

Eine wunderbare Geschichte über eine leise Heldin, die sich über geltende Gesetze hinwegsetzte

Ich durfte diese wunderbare Geschichte "Wie ein Stern in mondloser Nacht" von Marie Sand lesen und auch hören. Das Hörbuch ist im Argon Verlag erschienen und das Buch ist im Droemer Knaur Verlag herausgekommen. Ich fühle mich ja wirklich am wohlsten, wenn ich auf beide Medien zurückgreifen kann. Dann kann ich tagsüber, wenn ich die Hände nicht frei habe, das Hörbuch aufsetzen und bekomme noch etwas von dieser Stimmung mit, die mir in diesem Fall über die Sprecherin Luise Georgi mitgegeben wird, die das im übrigen mit so einer bezaubernden ruhigen und tollen Art widergegeben hat und zum Abend hin, oder auch wenn es im Haus ruhiger wird, dann kuschele ich mich mit meinem Buch oder in diesem Fall E-Book ein und lese selbst weiter. Das sich hinter diesem doch eher schlichten Titelbild eine so tolle Geschichte versteckt, hätte ich im Traum nicht vermutet. Es geht in dieser Story rund um die Hebamme Henni Bartholdy, die in Berlin in den 50er Jahren die erste Babyklappe erfand und dabei gegen so ziemlich alle geltende Gesetze verstieß und eigentlich Zeit ihres Lebens ziemlich auf sich allein gestellt war. Und geht es in dieser Geschichte um Liv, eine junge Frau im Jahr 2000, die selbst als adoptiertes Kind nach ihren Wurzeln sucht und jetzt als Reporterin eine Reportage ausgerechnet über das Thema Findelkinder schreiben soll. Trotzdem das sie weiß, dass sie zu nahe dran ist an diesem Thema, nimmt sie den Auftrag an und interviewt Henni und diverse andere Personen aus dessen Umfeld bezüglich der Babyklappe und Findelkinder. Ich fand diese Geschichte so herzergreifend traurig und gleichzeitig wunderschön. Danke, dass ich diese Geschichte hören und lesen durfte. Ich gebe ihr ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️. #Werbung #Rezensionsexemplar

Wie ein Stern in mondloser Nacht
Wie ein Stern in mondloser Nachtby Marie SandDroemer Taschenbuch
4. Sept.
Rating:4

Das Buch behandelt ein sehr wichtiges Thema, was passiert mit Babys wenn die Mütter sich nicht um sie kümmern können oder wollen. Wie geht die Gesellschaft damit um und wie werden besonders Frauen die ihre Kinder zur Adoption freigeben, aussetzen oder abtreiben behandelt. Die Geschichte dreht sich um Henni die im Nachkriegsberlin mit ihrer Mutter und dem kleinen Bruder in ziemlicher Armut aufwächst. Doch sie hat Träume und um diese Träume ist sie auch bereit zu kämpfen, besonders nachdem sie den Ed kennenlernt, den Sohn der reichen von Rothenburgs, bei denen ihre Mutter als Putzfrau arbeitet. Man erfährt sehr schnell das der Vater Arzt ist und Ed jedoch abweichende Ansichten zu gängigen Praktiken hat und seinen eigenen Weg gehen möchte. Die Geschichte von Henni und Ed zeigt viele tragische Wendungen auf und die Autorin schafft es das man als Leser mit Henni und ihrem Schicksal mitfühlt. Anders als man es vom Klappentext vielleicht denkt spielt die Geschichte nicht nur in der Vergangenheit. Wir lernen auch Liv kenne, die knapp 50 Jahre später als Journalistin in Berlin arbeitet und sich mit dem Thema Findelkinder auseinandersetzt. Insgesamt ist es eine mitreißende Geschichte die gekonnt das Schicksal vieler Menschen, besonders Frauen unter einem neuen Gesichtspunkt aufzeigt. Empfehlenswert für alle die gerne historische Geschichten mit Zeitsprüngen zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart lesen.

Wie ein Stern in mondloser Nacht
Wie ein Stern in mondloser Nachtby Marie SandDroemer Taschenbuch
30. Aug.
Rating:5

Dramatisch und berührend Gebrandmarkt durch ihr eigenes Schicksal erfüllt sich die junge Henni ihren Berufswunsch und macht eine Ausbildung zur Hebamme. Als solche schlägt sie einen völlig anderen Weg als ihre Kolleginnen ein und macht die Geburt zu etwas Besonderem, aber auch zu etwas verständigem. Dabei begegnet Henni den Schattenseiten des Mutterwerdens und fasst einen Entschluss, der bis heute nachhallt und über den auch heute nur selten gesprochen wird. „Wie ein Stern in mondloser Nacht“ von Marie Sand ist ein Roman mit dramatischem Hintergrund. Die Autorin erzählt Hennis Geschichten und verwendet dafür zwei Perspektiven. Die zweite Perspektive war mir zu Beginn des Buches unbekannt und ich war überrascht, aber das machte das Ganze für mich insgesamt zu einer sehr gut beschriebenen Erzählung. Der Perspektivwechsel zwischen Hennis und Livs Leben bewirkt Spannung und Dramatik und motivierte mich, weiterzulesen. Die drei Protagonisten, Hebamme Henriette und Eduard von Rothenburg, die beide zu Beginn im Berliner Krankenhaus „Waldfriede“ arbeiten und die Journalistin Liv, könnten nicht unterschiedlicher sein, aber dennoch verbindet sie diese Geschichte und beschreibt die Anfänge der Babyklappen. Marie Sand hat es in meinen Augen geschafft, ein sehr sensibles Thema anschaulich zu erklären, die rechtlichen Zwänge aufzuzeigen und auch die Folgen bis in die Gegenwart darzustellen, was ich in Teilen wirklich schockierend für die betroffenen Personen fand. Auch die Rolle der Anwältin Marta fand ich spannend, weil ihre Person für mich dreigeteilt war und ihre Rolle für mich zwar unterstützender Natur war, aber doch war sie auch als Gefangene des Systems dargestellt und gerade diesen Widerspruch fand ich ausschlaggebend für diese Geschichte. Für mich war dies eine erschütternde Erzählung, die über die Anfänge eines wichtigen Themas berichtet. Es war erschütternd, berührend, faszinierend, aber auch emphatisch. Daher empfinde ich dieses Buch als absolute Leseempfehlung!

Wie ein Stern in mondloser Nacht
Wie ein Stern in mondloser Nachtby Marie SandDroemer Taschenbuch