Interessant aber anstrengend zu lesen
Der Titel und der Inhalt haben mich schnell dazu veranlasst, mir dieses Buch zu besorgen. Der Autor berichtet ausführlich über Trumps Glück, durch die zahlreichen Schlingen des Justizsystems, den üblichen Medienfallen etc zu flitzen, ohne , dass dies wahrlich seine Präsidentschaftskandidatur beeinträchtigt hätte. Das ganze Prozedere, die Wahrnehmung und die Entscheidung verschiedener Stelle ist teilweise so abstrus, dass man gar nicht glauben kann, dass sich dies wirklich zugetragen hat. Zeigt aber dennoch die wahnsinnige Macht- und Geldbessenheit dieser Schichten, dass es einen wirklich anwidert. Nichtsdestotrotz hat mir die Schreibweise des Buches durch den Autor den Inhalt tatsächlich spürbar vermiest. Nicht eine Seite kommt ohne diverse, mehrzeilige Einschübe (Spiegelstrich, Klammern, etc.) aus, so dass das teilweise eh schon komplexe Justiz- und Politik-/ Wahlsystem, mit dem man sich doch etwas auskennen sollte (ich tue es nur auf Ebene der Wahlen etwas besser), noch undurchdringlicher daherkommt als sowieso schon. Das hat das Lesen sehr anstrengend gemacht (manche Sätze musste ich bis zu 3-4 Mal lesen, um sie zu komplett verstehen) und erreichte in manchen Momente eine Zähigkeit, dass ich mich wirklich zwingen musste weiterzulesen. Dies ist auch den zahlreichen Charakteren geschuldet, die dauerhaft wie Hagelkörner auf den Verlauf der Handlungen einprasseln. Es ist schon interessant, aber zu lesen ist es nicht sehr angenehm.


