Leider nicht ganz so gut geschrieben wie ich es mir erhofft hatte. Man hätte mehr draus machen können.
Der Roman schildert die wahre Geschichte des Aufstieges des Sklaven Yasuke, bis zum Samurai. Die Figur des Yasuke ist historisch verbürgt, die Quellenlage ist jedoch dünn, so das der Autor viel mit "hätte so passiert sein können" ergänzen muss. Aber wie gesagt, es ist ein Roman. Aber leider ist das alles nicht so Recht gelungen, es kommt wenig Spannung auf, die Geschichte plätschert so vor sich hin, eine Love Story muss auch noch eingebunden werden. Aus dieser wirklich, faszinierenden Lebensgeschichte, hätte man deutlich mehr machen können. Aber wie alles, Geschmackssache
Die literarische (d.h. teils fiktive) Rekonstruktion des einzigen schwarzen Samurai im alten Japan unter Nobunaga Oda. Die Thematik ist große Klasse, doch die Umsetzung ist leider holprig. Den Lebensweg eines Sklaven der zum Samurai aufstieg literarisch festzuhalten ist ein Unterfangen von beachtlicher Größe. Doch warum schreibt Shreve aus der Ich-Perspektive? Ich fand das anmaßend. Ein auktorialer Erzähler (oder aus der Perspektive einer dritten Person) hätte besser gepasst, um das Leben eines Namenlosen zu bebildern. Auch die eingebaute (fiktive) Frauenfigur, dient nur zur Zierde. Wenn dann auch immer wieder ein Fokus auf moderne Themen (Mann/Frau, böse Kirche) gelegt wird, schleicht sich der Gedanke ein, dass dieser Stoff, vor einigen Jahrzehnten geschrieben, eine andere literarische Qualität hätte. Doch so negativ das auch alles klingt, kann ich dieses Werk allen Intetessierten nur empfehlen. Kann man mit den hier aufgezählten Kritikpunkten leben und verträgt einige klischeebeladene Szene, bekommt man ein grundsolides Werk, welches so manchen tiefen Satz in sich trägt und einem Namenlosen in die kollektive Erinnerung ruft.
Meine Empfehlung für Interessierte an Yasuke
Ich war wirklich angenehm überrascht, wie unglaublich gut mir dieses Buch tatsächlich gefallen hat. Die Geschichte von Yasuke ist wirklich toll erzählt und orientiert sich natürlich an den wahren Begebenheiten, wobei man sich hier und da ein paar kreative Freiheiten herausgenommen hat. Es ist so spannend, dem kleinen Jungen aus Afrika ohne Namen zu folgen, wie er entführt wird und mehrere Jahre als Sklave unterschiedlicher Gruppen dient. Immer wieder macht man im Laufe der Geschichte Rückblicke in seine Vergangenheit und lernt daher mehr über das Innere von Yasuke kennen. Welcher Typ Mensch er ist. Es ist einfach nur mitreißend, wie er sich so sehr nach seiner Familie sehnt und sich all die Jahre fragt, ob sein Vater noch nach ihm suchen würde. Es ist aufregend, wie Yasuke sich weiterentwickelt und wie deutlich man das spürt. Es ist faszinierend, zu sehen, wie er sich zu einem freien Mann entwickelt, wie er seinen eigenen Besitz erlangt, Freunde findet und sogar die Liebe entdeckt. Besonders spannend finde ich die Entwicklung in Bezug auf sein soziales Umfeld. Es ist mitreißend zu sehen, wie er auftaut und in die Gemeinschaft integriert wird. Die echte Freundschaft, die er schließlich erfährt, ist einfach nur berührend. Natürlich wird man aber auch mit den Schattenseiten konfrontiert, von kinder Sklaverei die sehr brutal war bis hin zu Vorurteilen gegen andere Ethnien. Ich kann dieses Buch wirklich jedem ans Herz legen, der sich für seine Geschichte interessiert.
Sklaverei, Samurai, Feindschaft, Freundschaft, Toleranz: all diese Themen greift der Autor gut lesbar und glaubwürdig auf. Nebenbei lernt man etwas über japanische Kultur und Geschichte. Unbedingt lesenswert .
Eine tolle und ungewöhnliche Geschichte eines afrikanischen Samurais! 🏯🗡️
Die Geschichte handelt, wie der Titel vielleicht schon vermuten lässt, von dem afrikanischen Samurai Yasuke, der unter dem japanischen Feldherren Oda Nobunaga während der Sengoku-Zeit diente. Im Laufe seines Sklavendaseins wurde Yasuke zuletzt in den Stand eines Samurais erhoben, ein dunkelhäutiger Japaner zu Zeiten des 16. Jahrhunderts absolut ungewöhnlich. Umso spannender macht es die Tatsache, dass dieses Werk zwar einerseits fiktiv ist, aber dennoch stark auf wahren Begebenheiten beruht, d.h. den besagten „African Samurai“ hat es durchaus gegeben. Shreves Schreibstil (ob es nun an der Übersetzung lag oder nicht) war mir zu Beginn nicht ganz greifbar, wenn er aber doch zur Handlung passt. Zudem gab es etliche Kapitel zur fiktiven (potentiell möglichen Vergangenheit) des Yasuke, die das ganze zwar abrundeten, aber wenn wir ehrlich sind sind die Japan-Kapitel einfach viel spannender! Die Idee ist total großartig und hat mich direkt angesprochen, da mir Figur Yasuke im Bereich Film/Serien/Gaming immer wieder begegnete und ich so die Möglichkeit bekam, meinen Wissensdurst gebündelt in einem schmackhaften Roman zu stillen. Für Fans dieser Epoche und generell der japanischen Geschichte & Kultur wirklich zu empfehlen!
Eine faszinierende Reise in die Vergangenheit
„African Samurai“ von Craig Shreve ist ein tief bewegendes Werk, das den Leser auf eine Reise in die faszinierende Welt des alten Japan mitnimmt und dabei die außergewöhnliche Geschichte von Yasuke, einem afrikanischen Samurai, erzählt. Schon von Beginn an fesselt die Erzählung durch ihre eindringlichen Beschreibungen und detailreichen Schilderungen der japanischen Kultur und Geschichte. Besonders eindrucksvoll ist, wie Shreve es schafft, den Leser in die komplexen sozialen und politischen Strukturen dieser Zeit zu führen und dabei die tief verwurzelte Bedeutung von Tradition herauszuarbeiten. Yasuke, als zentraler Charakter, beeindruckt auf ganzer Linie. Seine Geschichte – als Afrikaner im Dienste des mächtigen Oda Nobunaga – zeigt die Kraft von Anpassung, Loyalität und Ehre. Die Figur des Yasuke spiegelt nicht nur die inneren Konflikte und Herausforderungen wider, denen er als Fremder in einer so stark auf Tradition basierenden Gesellschaft gegenübersteht, sondern auch seinen erstaunlichen Mut und seine Integrität. Besonders berührend ist die Beziehung zwischen Yasuke und Nobunaga, die die Leser nicht nur durch ihre Dialoge, sondern auch durch die philosophischen Überlegungen zu Fortschritt und Veränderung in den Bann zieht. Nobunagas Aussage, dass es zwar wichtig ist, Tradition zu wahren, jedoch ebenso essenziell, sich nicht dem Fortschritt zu verschließen, könnte als zentrale Botschaft des Buches gesehen werden. Shreve stellt zudem die eurozentrische Sichtweise der Jesuiten sehr eindringlich dar. Ihre Versuche, fremde Länder zu missionieren und Kulturen ihrem eigenen Weltbild anzupassen, werden in „African Samurai“ kritisch beleuchtet. Es zeigt, wie verheerend es sein kann, andere Kulturen zu ignorieren oder gar zu tilgen, um ein einheitliches Glaubenssystem aufzuzwingen. Diese tiefgreifende Reflexion über kulturelle Imperialismen und das Ringen um Identität gibt dem Werk eine zusätzliche Schärfe und Aktualität, die weit über den historischen Kontext hinausgeht. Ein persönliches Highlight für mich war die Tatsache, dass ich viele der im Buch beschriebenen Orte und Aspekte der japanischen Kultur während meiner eigenen Reise durch Japan erleben durfte. Diese Reise hat mein Verständnis für das Buch noch weiter vertieft, da ich die Brillanz der beschriebenen Traditionen und historischen Schauplätze mit eigenen Augen sehen konnte. „African Samurai“ hat mir geholfen, die Feinheiten der japanischen Kultur in einem noch reicheren Licht zu sehen und zu schätzen. Für alle, die sich für japanische Geschichte, Soziologie oder die Begegnungen zwischen Kulturen interessieren, ist dieses Buch ein Muss. Allerdings sollte man sich, wie ich finde, im Vorfeld etwas mit der Geschichte und Kultur Japans auseinandersetzen, um die Tiefe der Erzählung wirklich erfassen zu können. Wer bereit ist, sich auf dieses Abenteuer einzulassen, wird reich belohnt. „African Samurai“ verdient ohne Zweifel 5 von 5 Sternen. Ein bemerkenswertes Werk, das beeindruckt, bewegt und den Leser lange nach der letzten Seite zum Nachdenken anregt.
Bewegende Geschichte die sehr zum Nachdenken anregt
Eine sehr bewegende Geschichte, die auf einer wahren Begebenheit aus dem 16. Jahrhundert basiert. Der junge Isaak wird mit nur zwölf Jahren als Sklave verkauft und von seinem Heimatland Afrika verschleppt. Über viele Jahre muss er menschenunwürdige Bedingungen ertragen und lernt sein Leid und seinen Kummer zu kanalisieren und alles was ihn an seine Heimat erinnert auszulöschen, denn nur so kann er überleben. Im Laufe seines Lebens findet er sich über Umwege am Ende in Japan wieder und wird der erste ausländische Samurai und einer der engsten Vertrauten des zur damaligen Zeit mächtigsten Mannes in Japan. Die Geschichte hat mich unglaublich bewegt, so furchtbar erschütternd, tragisch und emotional waren die einzelnen Lebensabschnitte. Die Sklaverei war eine grauenvolle Zeit in der Geschichte der Menschheit, die zum Glück heutzutage nicht mehr präsent ist, doch die dennoch niemals vergessen werden sollte. African Samurai war ein sehr bewegender Roman, der es definitiv verdient gelesen zu werden.

Ein toller Einstieg in die Welt von Shogun!
🗡️TENKA FABU - DAS REICH UNTER EINEM SCHWERT🗡️ „Du weißt, was du wärst, wenn es anders gekommen wäre. Und du weißt, was du heute bist, wozu andere Männer dich gemacht haben. Doch das Einzige, was zählt, ist, wer du morgen sein wirst. Und diese Entscheidung liegt bei dir.“ (S.311 f.) Dies ist die wahre Geschichte von einem Jungen, der erst zu Isaak und dann zu Yasuke wurde. Der als 12-Jähriger aus seiner Heimat Afrika von Sklavenhändlern verschleppt und schließlich als Söldner an jesuitische Missionare verkauft wurde. 1579 begleitete er Pater Valignano nach Japan; dieser hat den Auftrag, dort das Christentum zu verbreiten. Japan ist seit 100 Jahren im Krieg, das Shogunat ist gestürzt und die Clans bekriegen sich gegenseitig; Nobunga, das Oberhaupt des Oda-Clans hat die Vision, Japan wieder unter EINEM SCHWERT zu vereinen - TENKA FABU. Isaak wird von Pater Valignano als Geschenk an Nobunga dargeboten; er wird ein enger Vertrauerter Nobungas, wird zu Yasuke und zum Samurai und erfährt das erste Mal seit Langem Freiheit. „African Samurai“ ist mit 312 Seiten ein relativ kurzer Roman. Die Grundpfeiler der Geschichte basieren auf schriftlichen Überlieferungen; Craig Shreve hat sich hier und da Freiheiten und Spekulationen erlaubt, ist insgesamt aber doch recht nah an den Quellen geblieben (dies führt er im Nachwort ausführlich aus). Man merkt dem Buch insgesamt schon ein bisschen an, dass es „nur“ 300 Seiten hat; manche Ereignisse und Schlachten wirken etwas abgekürzt und ich hätte mir fürs Feeling vielleicht ein paar mehr Ausschweifungen und entsprechend mehr Seiten gewünscht. Nichtsdestotrotz ist es durchaus auch mal erfrischend, keinen epischen Klopper von über 1000 Seiten (ich schiele nur ganz leicht zu „SHOGUN“ von James Clavell hinüber - beide Romane behandeln ähnliche Themen) in den Händen zu halten 😄 Und trotz der „Kürze“ schafft es Shreeve, uns Yasuke, sein Schicksal und seine Geschichte wirklich nah zu bringen. Besonders beeindruckend und gleichzeitig schockierend waren die Rückblenden; die Verschleppung, die Folter, wie Yasukes Willen immer mehr bricht und er sich schließlich als Sklave unterordnet; dies empfand ich als schmerzhaft und heftig zu lesen! Umso schöner war es mitzuerleben, wie er mit Nobunga einen Meister und sogar Freund findet und wie er schließlich den Weg vom Untergebenen in die Freiheit geht. Das Ende fand ich sehr berührend und auch in diesem Roman finden sich viele wertvolle Botschaften. Ich hab das Buch sehr gerne gelesen! Ich möchte an dieser Stelle auch nochmal einen Bogen zu dem Roman „Shogun“ von James Clavell ziehen. Den hab ich unmittelbar vor „African Samurai“ gelesen und rezensiert; beide Bücher behandeln ähnliche Themen und spielen auch zeitlich nah beieinander. Viele haben unter meiner Shogun-Rezension kommentiert, dass sie das Thema schon interessiert, die über 1000 Seiten sie aber abschrecken; genau denjenigen möchte ich „African Samurai“ sehr ans Herz legen. Mit 300 Seiten bekommt man hier einen kompakten Roman und einen guten Einblick in diese Epoche Japanischer Geschichte. Zum Start also super geeignet 👌 Und wer danach Lust hat, doch noch tiefer in die Materie einzutauchen, kann dann immernoch zu Shogun greifen 👍
Auf einer wahren Begebenheit 🎭
Ich fände das es gute Ansätze hätte , da es zwischendurch echt spannend würde und man mitgefiebert hat . Leider würde dieser Spannungsbogen nicht gehalten und er ist wieder abgeflacht. Danach würde es sehr sehr langweiliger und die Story der Geschichte hat abgenommen . Es ist nur mein Geschmack . Auch die japanischen Namen und Zuordnung viel mir sehr schwer . Ist mein Geschmacks, wer sowas mag und damit zu recht kommt kann diese Geschichte sehr gerne lesen . 🗡️ {Werbung / Rezensionexemplar}
Der Kampf seines Lebens. Sehr interessant aufbereitete Geschichte
Yasuke wird 12-jährig seiner Familie in Afrika entrissen und versklavt. In Indien wird er mit harter Hand zum Kämpfer ausgebildet, kommt dann in eine Priesterschule und gelangt mit 24 Jahren im Jahr 1579 mit einem Missionar nach Japan, wo er dem Kriegsfürsten Nobunaga, der ganz Japan unter einem Banner einen möchte, zum Geschenk gemacht wird. Zwischen den beiden entsteht eine außergewöhnliche Freundschaft und Nobunaga macht Yasuke zu einem Samurai. Obwohl mir der Schreibstil sehr gut gefällt, kam ich nicht zu 100% in das Buch rein. Dennoch konnte mich der Roman absolut überzeugen. Die auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte ist wirklich gekonnt erzählt, Yasuke ist ein sympathischer, reflektierender Charakter. Auch wenn hier stellenweise grausame Situationen und Folterszenen beschrieben werden, ist es ein positives Plädoyer für Völkerverständigung. Davon abgesehen ist es einfach ein spannender, historischer Abenteuerroman mit einem besonderen Setting. Sehr empfehlenswert!
Ein wahnsinnig tolles Buch, dessen Inhalt auf einer wahren Geschichte basiert. Sie erzählt von Yasuke, der aus Afrika entführt, in Indien zum Söldner ausgebildet, von den portugiesischen Priestern ausgebildet und von einem italienischen Missionar nach Japan gebracht wurde, bevor dieser ihn an den großen Kriegsfürsten Nobunaga verschenkt hat. Die Qualen, die Yasuke dabei durchleben musste, rühren einen zutiefst und man leidet richtig mit ihm. Es ist einfach ein grandioses Werk, das man nicht mehr aus der Hand legen will.
Eine wahre Begebenheit…
Eines afrikanischen Sklaven, der auf seiner Reise irgendwann in Japan landet und an den dortigen Shogun „verschenkt“ wird. Ein sehr interessanter historischer Roman, der alles recht oberflächlich erzählt, dennoch nie langweilig wird.
Intelligent geschrieben - keine Längen
Die Geschichte eines Afrikaners, der als Junge versklavt wurde und schliesslich mit der portugiesischen Mission in Japan landete. Dort wurde er dem aufstrebenden Oda-Clan "geschenkt" und stieg schnell unter dessen Anführer Nobunaga auf. Eine sehr interessante Geschichte über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Kulturen. Die Charaktere sind fein ausgearbeitet, und kaum einer der Hauptakteure entspricht gänzlich einem Klischee, was sie sehr glaubwürdig erscheinen lässt. Basierend auf wahren Ereignissen erklärt der Autor im Nachwort, wo er sich an gesicherte Fakten hielt, und wo er aus daramaturgischen Gründen kleine Änderungen vornahm. Ein kleines Manko hat die Übersetzung; es gibt um die Mitte des Buches mehrer Schreibfehler. Einmal wurde gar ein ganzes Wort im Satz vergessen, mehrere andere Male ein Buchstabe in einem Wort. Die Geschichte ist aber dennoch sehr lesenswert und zieht einem in seinen Bann - konnte das Buch kaum weglegen.
Ein zweischneidiges Katana...
Leider hat mich African Samurai nicht ganz überzeugen können. Der Protagonist und seine Hintergrundgeschichte waren in den meisten Fällen eher langweilig, auch actionreichere Szenen eher öde. Dazu kam noch eine sehr aufgezwungene Love Interest, auf die das Buch definitv hätte verzichten können. Die Show gestohlen haben definitiv Kriegsherr Nobunaga und seine drei Leibwächter - das ganz klare Highlight. Ich habe mich immer auf ihren nächsten Auftritt gefreut, da auch Yasuke, der Hauptcharakter, seine besten Momente mit diesen Vieren hatte















