Spannender Thriller mit starkem Twist, aber durch viele Perspektiven und Zeitsprünge teils verwirrend.
Inhalt: Eine Gruppe ehemaliger Collegefreunde trifft sich in den Catskill Mountains, um ein gemeinsames Wochenende zu verbringen. Eigentlich soll es ein freudiger Anlass sein, denn Jonathan möchte seine bevorstehende Hochzeit feiern und noch einmal Zeit mit seinen engsten Freunden verbringen. Doch die Stimmung kippt, als zwei aus der Gruppe plötzlich verschwinden. Kurz darauf wird ein Auto gefunden, in dem sich eine Leiche befindet. Detective Julia Scutt übernimmt die Ermittlungen. Während sie die Ereignisse rekonstruiert, werden nicht nur die Geschehnisse des Wochenendes durchleuchtet, sondern auch alte Geheimnisse aus Studientagen. Vergangenheit und Gegenwart verweben sich zunehmend und schnell wird klar, dass nichts so harmlos ist, wie es zunächst scheint. Eigene Meinung: Ich bin ehrlich, am Ende war ich ziemlich verwirrt und habe mich gefragt, was ich da eigentlich gelesen habe. Spannend war es definitiv. Die Grundidee hat mir richtig gut gefallen und auch die düstere, unterschwellige Atmosphäre konnte mich immer wieder packen. Besonders der Plottwist am Ende kam für mich überraschend. Aber der Weg dorthin war stellenweise anstrengend. Die Geschichte wird aus sehr vielen Perspektiven erzählt. Dazu kommen Zeitsprünge zwischen dem Wochenende in den Bergen, früheren Ereignissen und den laufenden Ermittlungen. Zwar ist jedes Kapitel klar gekennzeichnet, doch durch die Vielzahl an Figuren und ihre individuellen Konflikte bin ich trotzdem immer wieder durcheinander geraten. Manche Charaktere blieben für mich leider recht blass. Obwohl sie alle eine wichtige Rolle spielen, fehlte mir bei einigen die emotionale Tiefe. Ich konnte keine echte Bindung aufbauen, was es mir schwer gemacht hat, wirklich mitzufiebern. Immer wenn Kapitel aus Sicht der Ermittlerin kamen, hatte ich das Gefühl, die Handlung gewinnt wieder an Klarheit und Struktur. Insgesamt musste ich mich jedoch stark konzentrieren, um alle Zusammenhänge im Blick zu behalten. Fazit: „Freunde. Für immer.“ ist ein vielschichtig konstruierter Thriller mit einer spannenden Grundidee und einem überraschenden Ende. Allerdings ist die Erzählstruktur sehr komplex und durch die vielen Perspektiven teilweise unübersichtlich. Wer gerne Puzzlestücke zusammensetzt und sich von mehreren Erzählebenen nicht abschrecken lässt, könnte hier gut unterhalten werden. Für mich war es stellenweise zu verworren, auch wenn der Twist am Ende einiges wettgemacht hat.































