Ich war kurz davor das Buch abzubrechen… irgendwie langweilig geschrieben
Staubt beim Lesen Garibald, Bastard Clothards wird von letzterem in den Krieg geschickt. Auf dem Weg dorthin begegnet er der jungen Prinzessin Waltrada. Ihre Begegnung verläuft alles andere als freundschaftlich. Dennoch verlieren sich Garibalds Gedanken hin und wieder in ihre Richtung. An der Seite der Ostgoten kämpft er in Italien sehr erfolgreich und macht damit auf sich aufmerksam. So mancher Titel wird ihm daher angeboten. „Der Krieger und die Königin“ aus der Feder von Ina Lorentz entführt den Leser ins frühe Mittelalter. Im Mittelpunkt steht ein junger, erfolgreicher Krieger, der in gewisser Weise auch auf der Spur seiner eigenen Vergangenheit ist, weil er der Bastard eines Königs ist. Durch den Titel hatte ich die Erwartung, es sei eine Geschichte, bei der es hauptsächlich um die Annäherung Waltradas und Garibalds geht. Dieses Buch ist jedoch eine Beschreibung verschiedener Feldzüge und von Machtkämpfen. Ganz nebenbei hauen die Autoren einem die Namen sämtlicher Herrscher und ihrer Verbindungen um die Ohren und finden dabei auch immer neue Personen und Gebiete, sodass man schon auf den ersten Seiten schnell den Überblick verliert. Die ganzen lateinischen Namen der Flüsse und Gebietskörperschaften machen das Ganze nicht besser und so quälte ich mich durch das Buch. Die Geschichte Waltradas und Garibalds kam dabei völlig zu kurz und fand nur noch auf den letzten sechzig Seiten Erwähnung. Das wirkte, als hätten die Autoren noch schnell einen kurzen Handlungsstrang um die beiden schreiben müssen, damit sie dem Titel gerecht werden und so erlebt man kurz und bündig die Geschichte der beiden. Das wirkt mehr oder minder wie ein notwendiges Übel. Alles in allem ist dieses Buch einfach nur enttäuschend und kann nicht annähernd mit vergangenen Werken der Autoren mithalten. Für mich hat es bildlich gesehen beim Lesen gestaubt, weil zu trocken und zu viel war und der Titel falsche Hoffnungen weckte.
Was lange währt wird endlich gut!
Erstaunlich, dass dieser Roman so lange nicht erscheinen durfte. Man merkt nicht, dass es einer der ersten historischen Romane des Autorenpaars ist. Die männliche Perspektive ist eher ungewohnt für die beiden. Die Geschichte ist jedoch gut erzählt und trotz ihrer Länge sehr gut und mitreißend zu lesen. Es ist nur etwas schade, dass man sehr wenig über die Königin erfährt und wenig ihrer Geschichte erzählt wird.


