ch habe Rock Your Life neugierig begonnen und anfangs auch gerne gelesen. Der Stil ist leicht, motivierend und sehr zugänglich. Als klassisches Motivationsbuch funktioniert es für mich grundsätzlich: Es macht Mut, an Träume zu glauben, auf die eigene innere Stimme zu hören und sich selbst mehr zuzutrauen. Mit zunehmender Lektüre habe ich jedoch gemerkt, dass mir persönlich die Tiefe fehlt. Viele Gedanken kamen mir vertraut vor, manches wirkte wiederholt und eher wie eine Sammlung bekannter Motivationssätze als wie ein Buch, das mich wirklich herausfordert oder weiterbringt. Ich habe mich dabei öfter gefragt: Und was heisst das konkret im echten Leben – auch dann, wenn es schwierig wird? Je weiter ich gelesen habe, desto stärker hatte ich das Gefühl, dass das Buch für mich zu sehr in eine esoterische Richtung abdriftet. Die Betonung auf das Universum, auf Anziehung und darauf, dass sich Erfolg fast automatisch einstellt, wenn man nur richtig denkt und fühlt, hat bei mir innerlich Distanz geschaffen. Dieser Ansatz fühlt sich für mich nicht stimmig an und blendet wichtige Aspekte wie Verantwortung, Grenzen und Lebensrealitäten aus. Was mir persönlich dabei besonders gefehlt hat, ist das Zentrale meines Glaubens: dass Jesus für mich gestorben ist und dass Hoffnung, Sinn und Halt nicht aus mir selbst oder aus „dem Universum“ kommen, sondern aus dieser Beziehung. Mir war von Beginn an bewusst, dass ich das in diesem Buch vermutlich nicht finden würde – und doch wurde mir im Laufe der Lektüre umso klarer, wie sehr mir genau dieser Bezug fehlt.
15. Feb.Feb 15, 2026
Rock Your Lifeby Rudolf SchenkerKailash

