8. März
Rating:4

Mit „Warum man Island einfach lieben muss“ ist dieses Buch untertitelt und es hält mit seinem Inhalt, was es verspricht. Allein wie Andrea Walter den Landeanflug nach Island beschreibt weckt bei mir Sehnsüchte und ich möchte am liebsten gleich in das nächste Flugzeug steigen, um mich von der bizarren Schönheit dieses Landes mit eigenen Augen zu überzeugen. Tatsächlich gibt es für mich aber diverse Gründe, aus denen das für mich nicht so einfach möglich ist und so begebe ich mich auf die nächste Station meiner BUCHweltreise und träume ich mich einfach ein wenig mit Andrea Walter nach Island. Seit ihrem Journalisten-Stipendium im Jahr 2003 hat sie das kleine Land im Nordatlantik nicht mehr losgelassen und genau das spürt man auf jeder Seite dieses Buches. Natürlich begegnen einem hier die kleinen und größeren Berühmtheiten aus der Musik, der Kulinarik, der Politik und der Mythologie gewürzt mit Anekdoten und Erlebnissen der Autorin. Zwischenmenschliches ist angenehm, unterhaltsam und liebenswert. Es gibt Krisen – das Buch ist im Jahr 2011 erschienen – aber nichts scheint so problematisch zu sein, dass sich dafür nicht irgendwelche Lösungen finden ließen. Die geschilderten Gespräche mit Entscheidungsträgern sind nicht hoffnungslos, sondern erwecken das Vertrauen darin, dass mit gesundem Menschenverstand von auf dem Boden gebliebenen Menschen Lösungen gefunden werden können. Das fühlt sich beim Lesen gut an und bietet einen angenehmen Kontrast zu dem, was ich im Jahr 2024 in Deutschland meine wahrzunehmen. Dazwischen gibt es Landschaftsbeschreibungen, die ich mir nur schwer vorstellen könnte, wenn sie mir nicht bereits als atemberaubende Fotos oder Filme aufgefallen wären. Wenn man nicht sowieso schon ein Herz für Island und „die Isländer“ hätte, dann bekommt man es spätestens nach dem Lesen dieses Buches. Empfehlenswert!

Wo Elfen noch helfen
Wo Elfen noch helfenby Andrea WalterDiederichs