Das Buch ist emotional, ehrlich und thematisch sehr wichtig – besonders für jugendliche Leser.
Im Vergleich zu „Jetzt ist alles, was wir haben“ von Amy Giles hat mich das Ende allerdings nicht ganz überzeugt.
Es war okay, aber nicht so stark und rund wie bei Giles.
Das Thema ist schmerzhaft… das Buch ist packend… man darf nicht wegsehen! Die Metaphern sind großartig eingesetzt, die Geschichte war sehr bild”gewaltig”…
Leighton ist 17 Jahre alt und arbeitet hart daran gute Noten zu haben. Ihr Ziel ist es, auf die Uni zu gehen, damit sie endlich weg kann. Weg von zuhause, weg von ihrem Vater. Denn ihr Vater hat immer wieder Wutausbrüche, die die gesamte Familie in Angst und Schrecken bringt. Trotz allem möchte sie ihre jüngeren Schwestern nicht schutzlos zurücklassen. Leighton sucht nach einer Lösung und dabei hilft ihr Liam, ein guter Freund von ihr. Und was haben die vielen Krähen auf sich?
Dieses Buch habe ich durch Zufall bei Instagram gesehen und allein der Titel hat mich schon sofort angesprochen. Eine Person auf Instagram hat dieses Buch vorgestellt und es jedem empfohlen und wenn ich ehrlich bin, jetzt wo ich das Buch gelesen habe, würde ich es auch jedem empfehlen. Dieses Buch hat es wirklich in sich und behandelt ein Thema, über das leider viel zu selten gesprochen wird. Deshalb ein großer Dank an die Autorin, dass sie ihr Schweigen dazu bricht!
Die ganze Geschichte wird aus Leighton’s Sicht erzählt und man erfährt wirklich jedes kleine und schmutzige Detail. Der Konflikt den sie durchmacht zwischen weg von ihrem Zuhause und endlich in Sicherheit zu sein und dabei ihre jüngeren Schwestern schutzlos zurücklassen, fällt ihr unglaublich schwer und wenn ich ehrlich bin, mir würde es genauso schwer fallen. Leighton ist für mich ein sehr authentischer Charakter – sie hat gute Phasen im Leben in denen sie glücklich ist und Vertrauen fassen kann. Und dann hat sie aber auch schwere Phasen, in denen sie nicht glücklich ist und alles Mögliche in Frage stellt. Sie und ihre Schwestern haben mir total leidgetan und wirklich jede einzelne Szene hat mir das Herz gebrochen.
Ich werde niemals verstehen können, wie ein Mensch zu so etwas fähig ist. Seine eigene Familie so sehr zu zerstören. Wie gerne hätte ich auch einfach mal die Bewohner wach gerüttelt, damit sie endlich handeln und reagieren! Lieber einmal zu viel Handeln und reagieren, als es gar nicht zu tun! Die Geschichte von Leighton und ihren Schwestern hat mich unglaublich traurig gemacht und mich tief im Herzen berührt. Diese Geschichte ist einzigartig und dennoch ist sie total aktuell. Häusliche Gewalt ist leider heutzutage immer noch irgendwo zu finden und ich finde, dass man dabei viel mehr hätte tun sollen. Diese heftige und schwierige Geschichte hat mich total mitgenommen und mich ganz besonders auf eigene Art und Weise berührt.
Der Schreibstil der Autorin war für mich neu, da ich bis dahin noch gar kein Buch von ihr gelesen hatte. Trotz allem hat sie es geschafft mich mit nur ein paar Seiten des Buches komplett zu überzeugen und in den Bann zu ziehen. Der Schreibstil ist flüssig, angenehm und fesselnd, was dafür sorgt, dass man das Buch gar nicht aus der Hand legen kann oder möchte. Das Buch lässt sich trotz des schweren Themas, angenehm lesen und auch der Lesefluss wird in keiner Weise gestört.
,,You are (not) safe here‘‘ ist so eine tiefgründige und herzzerreißende Geschichte, die ich gerne jedem in die Hand drücken würde. Auch wenn für euch das Cover nicht wirklich ansprechend ist, ist finde es ist eigentlich ganz schön, empfehle ich euch, dem Buch dennoch eine Chance zu geben. Wir sollten viel mehr über solche Bücher berichten und sie viel mehr präsentieren, um auf dieses Thema aufmerksam zu machen. Also lest bitte dieses Buch, ich bin mir sicher, ihr werdet es nicht bereuen!
Ich habe das Buch soeben beendet und ich bin komplett fertig...
Diese Geschichte ist so wichtig und die Art und Weise wie Kyrie McCauley an dieses sensible Thema rangegangen ist, hochinteressant.
Nach Beenden habe ich Bauchschmerzen und Tränen in den Augen.
Es ist der Wahnsinn, was die Wörter dieser Autorin in einem auslösen können.
Absolute Leseempfehlung!
Dennoch TW: detaillierte häusliche Gewalt!
"Was ist das Gewicht eines Wortes? Vielleicht wird es in Papier gemessen. Vielleicht aber auch daran, wie viel Schmerz es verursacht. Besonders bei den laut und mit Wut ausgesprochenen Worten" ..
(Zitat ~ S. 203)
"You are (not) safe here" ist wahrlich keine leichte Lektüre.
Psychische Gewalt, Familiendrama, Schweigen, Unterdrückung und Angst, sind die Themen, die Kyrie McCauley aufgegriffen und auch sehr gut umgesetzt hat.
Auch findet man einen großen mystischen Touch in dem Buch. Hierbei geht es um Krähen, die die Stadt Auburn befallen. Diese werden immer mehr.
Was hat es damit auf sich?
Mythen und Legenden befinden sich hier auch im Hintergrund der Geschichte.
Die Charaktere hat die Autorin auch wunderbar ausgearbeitet.
Besonders Leighton, die ihre Geschwister unter allen Umständen immer beschützt. Auch Liam, der plötzlich auftaucht und Leighton´s Leben ein wenig besser macht, war ein toller Charakter.
Dieses Buch ist eine Aufforderung, ein Appell gegen das Wegschauen..
Ein wichtiges Buch über häusliche Gewalt und das Wegsehen.
"You are (not) safe here" von Kyrie McCauley ist ein Buch, welches man, aufgrund seiner Thematik, in der Schule lesen sollte.
Inhalt:
Tausende Krähen belagern die Kleinstadt Auburn, Pennsylvania, und es werden immer mehr. Alle Einwohner empfinden dies als Bedrohung - alle außer der 17-jährigen Leighton und ihren beiden jüngeren Schwestern. Denn die größte Gefahr lebt in ihrem Zuhause: ihr Vater, der immer wieder gewalttätig wird.
Leighton würde nichts lieber tun, als der Stadt den Rücken zu kehren, aber sie kann und will ihre Schwestern nicht zurücklassen. Denn eins ist klar: Irgendwann wird die Situation eskalieren... (Klappentext)
Die Charaktere:
Leighton ist eine unfassbar starke junge Frau, die immer für ihre Familie, vorallem ihre beiden kleinen Schwestern, Campbell und Juniper, einsteht und so gut es geht vor ihrem Vater verteidigt. Sie wirkt sehr distanziert und unnahbar, weswegen sie auch von ihren Mitschülern den Spitznamen "Ice Queen" erhält. Ich war sehr beeindruckt von ihrer Persönlichkeit und ihrem Handeln, dennoch muss ich sagen, dass ich mit Leighton keine wirkliche Verbindung aufbauen konnte. Wen ich aber sehr sympathisch und klasse fand, war Liam. Er hat sich in jedem Moment einfach richtig verhalten und war derjenige, der Leighton auch mal vor anderen verteidigt hat. Er ist ein einmaliger Boyfriend, den sich, denke ich, jeder wünscht.
Die Sprache:
Mit dem Schreibstil bin ich nicht zu 100% warm geworden. Manchmal ist man durch die Seiten geflogen, manchmal war er schwierig zu verstehen. Es wurde sehr viel mit Stilmitteln gearbeitet. Und auch ein Hauch von Poesie war vorhanden. Es gab einige schöne Textstellen, die ich mir markiert habe. Es wurden auch ein paar mystische Elemente eingebaut, wie beispielsweise, die Krähen-Thematik.
Die Geschichte wird aus der Perspektive von Leighton erzählt.
Thematik (könnte Spoilern):
Im Fokus steht die häusliche Gewalt, die Leighton und ihre Familie erfährt. Zudem werden die Folgen davon auch aufgezeigt, also, was es psychisch mit den Menschen macht. Es wird auch das Wegsehen und Ignorieren der anderen Leuten thematisiert, was mich an manchen Stellen wirklich wütend gemacht hat. Das Buch endet auch nicht mit einem typischen Happy End, sondern das Ende bleibt eher offen.
Fazit:
"You are (not) safe here" ist ein Buch, was mich mit gemischten Gefühlen zurücklässt und ich denke, dass das auch die Intention dahinter ist. Es soll auf das Thema aufmerksam machen und wach rütteln, dass die Fälle nicht nur weit entfernt, sondern manchmal auch ganz nah im Familien- oder Freundeskreis sind. Dennoch war das Buch für mich nicht perfekt. Der Schreibstil war ein wenig verwirrend an manchen Stellen und auch manche Charaktere waren für mich nicht wirklich greifbar. Zudem hat sich für mich der Aspekt mit den Krähen nicht wirklich erschlossen. Sie haben eher eine symbolische Bedeutung, die ich nicht ganz verstanden habe. Trotzdessen war das Buch gut. Auch die Anlaufstellen hinten, finde ich ein gutes und wichtiges Detail.
Übersetzt von Uwe-Michael Gutzschhahn
„Unsere Familie ist ein Sonnensystem mit Planeten, die mit jedem Vorfall ein Stück weiter aus ihrer Umlaufbahn geschleudert werden. Wir umkreisen uns in einem wachsenden Chaos, planlos und brutal, alle auf den Einschlag gefasst. Und ich weiß nicht, wie ich mich aus dem Ganzen lösen soll, denn es herrscht eine Schwerkraft hier, zwischen uns. Es gibt die guten Finge, die uns zusammenschweißen.“
Eine Empfehlung einer Buchhändlerin und mein erstes (Jugendbuch) zum Thema häuslicher Gewalt. Dieses Debüt der Autorin hat mich schwer begeistert!
Sie schafft es mit klaren Worten, aber auch tollen Metaphern einen sehr angenehmen Schreibstil zu kreieren, dem ich gerne gefolgt bin. Ich war den Protagoonist*innen, besonders Leighton, aus deren Sicht wie die Geschichte lesen, schnell extrem nah. Wir erfahren einiges über Ihre Familie und wie es dazu kam, dass der Vater mehr und mehr zu Hause ausrastet. Diese Szenen gingen mir besonders nahe und die Autorin hat das beklemmende Gefühl extrem gut transportiert, obwohl ich zum Glück keinerlei eigenen Erfahrungen mit dem Thema habe. Durch die zwei jüngeren Schwestern wird Leightons Belastung besonders deutlich. Sie steckt im Zwiespalt zwischen dem Kümmern um die Schwestern und die Hoffnung auf ein Studium, welches sie von zu Hause ausbrechen lässt.
„Was ist das Gewicht eines Wortes? Vielleicht wird es in Tinte und Papier gemessen. Vielleicht aber auch daran, wie diel Schmerz es verursacht. Besonders bei den laut und mit Wut ausgesprochenen Worten.“
Wir erleben nicht nur wie Leighton, ihre Mutter und Schwestern unter dem Vater leiden, wie die dörflichen Strukturen und auch das veraltete Rollenbild der Menschen dazu führen, wie weggeschaut wird. Es geht um Abhängigkeiten, aber auch die komplexe Struktur eines solchen Konflikts. Es ist nicht eindimensional, was mir sehr gut gefallen hat.
„Ich weiß wie viele Stunden der Angst in dem Ausdruck „häusliche Auseinandersetzungen“ enthalten sind. Es steckt eine ganze Historie seelischer Qualen dahinter.“
Die „Krähenplage“ welche über die Kleinstadt Auburn hereinkommt, sowie die Darstellung des Hauses würde ich als Elemente des magischen Realismus bezeichnen. Ich fand sie wunderbar eingesetzt, um Szenen noch symbolkräftiger zu machen. Es hat mich in feinster Weise gestört, minimal irritiert zu Beginn, aber es ist ein sehr unterstützendes Element bei dieser Geschichte.
Fazit: Absolut lesenswert, nicht nur für Jugendliche!
PS: Liam ist mein neuer Book-Boyfriend! Wow, der perfekte Nebencharakter für Leighton. Bei allem was Leighton durchmachen muss, habe ich auch keine Sekunde verschwendet mir Gedanken zu machen, wie realistisch der Charakter ist. Leighton hat Liam verdient!
LESEMONAT OKTOBER 2023: https://youtu.be/dCArg1FvswI
Ein unheimlich wichtiges und emotionales Buch.
Zur Geschichte:
Die beklemmende Stimmung hat mich bereits nach wenigen Seiten von sich eingenommen und an das Buch gefesselt. Die düstere Atmosphäre hat perfekt zur Thematik gepasst und diese noch intensiver auf mich als Leserin wirken lassen. Ich konnte die Krähen förmlich hören und die Angst der Charaktere am eigenen Leibe spüren. Sie ist omnipräsent.
Kyrie McCauley greift hier ein ernstes und sensibles Thema auf, das uns alle betrifft. Ihre Darstellungen sind altersgerecht, greifbar und sowohl klar und direkt als auch feinfühlig. Sie ist schonungslos ehrlich und schafft es dabei trotzdem, diese Geschichte nicht hoffnungslos erscheinen zu lassen. Auf mich hat ihre Inszenierung trotz mysteriöser Zusätze in Form niederschwellig-fantastischer Elemente sehr authentisch und lebensnah gewirkt.
Das Sinnbild der Krähen hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Meine eigene Unruhe stieg gemeinsam mit dem Krähenzuwachs an und verstärkte damit sowohl die transportierten Gefühle der Unsicherheit, Angst und Ungewissheit als auch des Mutes und der inneren Stärke. Man spürte den Wandel mit jeder Seite mehr auf sich zukommen. Mich hat die Krähen-Metapher entfernt an Franz Kafka's Verwandlung erinnert, denn "es sind nicht die Krähen, die Auburn hässlich machen".
Die Geschichte hat mich in ihren Bann gezogen, traurig gemacht, mitgerissen, erschüttert und bewegt, aber vor allen Dingen hat sie meine Wut entfacht und genau das ist der Grund, warum dieses Buch meiner Meinung nach für alle Menschen lesenswert ist, denn niemand sollte wegsehen und es wird immer viel zu viel weggesehen.
Ich mochte die Kombination aus einer ernsten Thematik und alltäglichen Themen, da so auch sehr gut verdeutlicht wurde, wie sehr diese traumatisierenden Erfahrungen auf das gesamte Leben der Betroffenen strahlen, ihren Alltag dominieren. Unterhaltsame Dialoge sorgen für kurzweilige, unbeschwerte Momente und lockern die Geschichte damit einerseits auf, zeigen andererseits aber auch, dass Glück in dieser Lage immer nur von kurzer Dauer ist.
Der Handlungshöhepunkt schleicht sich langsam aber sicher heran. Leise, stumm schreiend. Die Ernsthaftigkeit der Thematik und damit verbundene Emotionen verunmöglichen Längen und sorgen dafür, dass die Geschichte durchweg spannend und packend bleibt.
Die Liebesgeschichte ist subtil und steht nicht im Zentrum der Geschichte, aber sie ist trotzdem da und fügt sich gut ein. Ich mochte Liam sehr gerne. Er ist Leighton eine gute Stütze und begegnet ihr auf Augenhöhe, die beiden haben sehr schöne Interaktionen.
Mit dem Ende bin ich leider nicht hundertprozentig zufrieden. Es war mir ein bisschen zu viel und ging noch dazu relativ schnell über die Bühne, was ich mir anders gewünscht hätte - Aber das macht dieses Buch keinesfalls weniger wertvoll!
Zu den Charakteren:
Die Geschichte wird aus der Sicht der ältesten Schwester Leighton in der ersten Person Singular erzählt. Auch wenn man nicht so leicht mit ihr warm wird, da sie recht abweisend, unterkühlt und distanziert sein kann, was in Anbetracht ihrer Situation wohlbemerkt mehr als authentisch ist, konnte ich mich gut in sie einfühlen und hineinversetzen.
Die drei Schwestern sind unheimlich stark, tapfer und mutig. Sie beschützen einander und halten zusammen. Die Schwesterndynamik ist in diesem Buch wirklich toll ausgearbeitet. Die restlichen Charaktere blieben vorwiegend recht blass, aber für ihre Geschichten und Themen war hier auch einfach nicht mehr genügend Raum zur Verfügung.
Zum Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin ist eindringlich, intensiv, einnehmend und greifbar. Das Buch lässt sich flüssig lesen und ist trotz der Schwere seiner Themen sprachlich gesehen leicht und unkompliziert, dabei aber trotzdem ausdrucksstark und stellenweise sogar fast poetisch.
Fazit:
Dieses Buch ist allein schon wegen seiner Thematik absolut lesens- und empfehlenswert. Die Umsetzung ist der Autorin meines Erachtens sehr gut gelungen, sie hat mich mitgerissen, erschüttert und zutiefst bewegt. Es ist ein Buch, das unter die Haut geht und einem etwas sehr Wichtiges mit auf den Weg gibt und je öfter man es liest und hört, desto mehr lebt man es hoffentlich auch, womit dieses Buch wichtig für uns alle ist.
4/ 5 Sterne ⭐️
Okay, es ist ein Jugendbuch und ich sicherlich keinesfalls die geplante Zielgruppe. Dennoch lese ich immer wieder gerne Jugendbücher. Bei diesem habe ich mich etwas schwer getan, weil das doch sehr ernste Thema so unbenannt bleibt. Die Krähen ein Beiwerk, das mir verschlossen blieb und der Schluss dann, in meinen Augen, unrealistisch. Gelesen habe ich es dennoch komplett, weil ich wissen wollte, was die Krähen denn bedeuten. Macht euch gerne selbst ein Bild. Klarere Worte und Beschreibung wünschte ich mir.
Honestly, it was such a good book. I love how the author was sensible with this topic. Leighton was such a great character (and of course Liam, Cammy, juniper). What I didn't like was that the mom still loved him. I know it's hard to "unlove" someone but they always talked about how much she loves her kids. If she would love her kids that much she wouldn't let them go through this in the first place. The dad was the bad one, ofc he was. But the mother made me so angry at some point. I also loved the idea with the birds. First time I read something like this with those birds as one of the main character. I love how realistic the book was and yeah I don't know what to say at that point. Good work from the author.
4,5/5 Stars
Meine Meinung:
You Are Not Safe Here erzählt von häuslicher Gewalt. Von einem Vater, der seine Familie liebt wie er Liebe von seinem Vater erlernt hat. Von seiner Familie, die ihn liebt. Und deshalb Stillschweigen bewahrt über die Momente, in denen er die Fassung verliert. In denen er seine Frau und Kinder psychischem und physischem Terror aussetzt. Erzählt wird die Geschichte aus Sicht von Leighton, seiner ältesten Tochter, die sich gegenüber ihren jüngeren Schwestern verpflichtet fühlt. Sonst hätte sie vermutlich schon längst das Weite gesucht.
Zu dem Zeitpunkt, an dem die Geschichte beginnt, lassen sich mehr und mehr Krähen in Auburn nieder. Die Einwohner der Stadt sind verzweifelt und fühlen sich von den Tieren bedroht. Alle außer Leighton und ihre Schwestern, die wissen, dass die wahre Gefahr ganz woanders lauert.
Die Autorin bringt einem die Situation nahe und erklärt sehr anschaulich, dass ebenjene Gefahr nicht bloß von dem Täter selbst ausgeht, sondern von allen geschürt wird, die wegsehen. Allen Nachbarn, Freunden, entfernten Bekannten, die merken, dass etwas nicht stimmt und dennoch nicht nachhorchen. Sie zeigt, dass diese Gewalt über Generationen hinweg praktiziert wurde und dass sie von Individuum zu Individuum als unterschiedlich gefährlich eingestuft wird. Die Älteren halten sie offenbar für normal. Die Opfer suchen nach Entschuldigungen und geben sich selbst die Schuld für die Gewalt, die ihnen widerfährt. Ein Teufelskreis, aus dem die Familie nicht entkommen kann bis es völlig eskaliert oder einer spricht.
McCauley schafft den perfekten und typischen Kleinstadtflair. Jeder kennt jeden. Es wird geredet. Aber jeder kümmert sich nur um seine eigenen Angelegenheiten. „Mind your own business!“ Das habe ich in meiner Zeit in den Staaten oft gehört und ich fühlte mich durch die Geschichte wie zurückversetzt. Nicht nur Leighton und ihre Familie leiden unter der Gleichgültigkeit der Freunde und Nachbarn. Auch Liam, ein Freund von Leighton, und einer der sehr wenigen Schwarzen in Auburn hat mit dem allgemeinen Konservativismus zu kämpfen.
Besonders schön fand ich, wie die Entwicklung von Identität thematisiert wird. Die Protagonisten müssen ihre finden zwischen den Erwartungen, die an sie gestellt werden und den eigenen Vorstellungen von ihrer Zukunft. Leighton und Liam finden beide ihren Platz in der Welt durch einen Raum, den sie selbst erschaffen: Leightons großes Ziel ist es, Journalistin zu werden, um den Menschen, die Lügen verdecken und permanent wegschauen, endlich die Wahrheit aufzutischen. Ihr Talent mit Worten umzugehen, gibt ihr eine Stimme, die nicht überhört werden kann.
Liam findet sich selbst in seiner Kunst. Durch seine Kunst verleiht er seinen Gefühlen Ausdruck und gibt anderen transkulturell aufwachsenden Kindern und Jugendlichen etwas, woran sie sich festhalten können – ein Gefühl von Zusammengehörigkeit, ein „du bist nicht allein.“
Nun zu den weniger gelungenen Punkten:
Die Krähen hielt ich zunächst für eine Metapher oder ein stilistisches Mittel, um eine noch düsterere Atmosphäre zu schaffen und den Horror zu unterstreichen, den Leighton und ihre Familie durchleben. Absolut unnötig, da die Thematik an sich schon schockierend genug ist. Im weiteren Verlauf beschreibt die Autorin die Vögel als „Symbol für Verönderung. Neubeginn. Als großes Erwachen. Eine Auflösung des Status quo.“~S. 276. Ein tröstlicher und literarisch gut durchdachter Gedanke.
Gegen Ende des Buches nehmen sie aber eine sehr viel zentralere Rolle ein, die das Buch für mich ein wenig ruinierte. Das Ende ist sehr abstrus und ich fühlte mich gelegentlich, als spulte ein Horrorfilm in meinem Kopf ab.
Außerdem störte mich, dass die Autorin den Eindruck vermittelte, dass immer nur Männer die „Bösen“ seien. So gehört der folgende Satz zu meinen liebsten Textstellen:
„Doch ich frage mich langsam, wie viele Männer zwei Gesichter haben. Eines für im Haus und eines für draußen.“~S. 81
Ich wünschte nur, McCauley hätte statt Männer „Menschen“ geschrieben, denn es gibt auch Frauen, die ihrer Familie Gewalt antun.
Deshalb kann ich „nur“ 4 Sterne vergeben.
Trotzdem möchte ich allen nahelegen, sich ein wenig mit der Thematik zu beschäftigen, da häusliche Gewalt in vielen deutschen Haushalten brutale Realität ist. Seid aufmerksam, hört zu, lest zwischen den Zeilen und bietet eure Hilfe, wenn sie gebraucht wird.
Meine liebsten Textstellen (Spoiler):
„Ich weiß, warum in Horrorfilmen Leute Türen öffnen und in verdunkelten Kellern nachschauen. Warum sie das Monster suchen. Sie tun es, weil manchmal nichts mehr wehtut als die Vorahnung.“~S. 47
„Worauf würde sich seine Wut richten, wenn es niemanden gäbe, der sie bezeugt?“~S. 52
„Doch ich frage mich langsam, wie viele [Menschen] zwei Gesichter haben. Eines für im Haus und eines für draußen.“~S. 81
„Rote und blaue Lichter blitzen über die abgenutzte, früher mal weiße Verkleidung des Hauses. Rot, blau und grau.
Eine andere Art von amerikanischem Traum.“~S. 341
[TW: häusliche Gewalt] “You Are (Not) Safe Here” von Kyrie McCauley beschreibt eindrücklich, wie es ist in einem Zuhause aufzuwachsen, in dem man sich nicht mehr sicher fühlt. Es ist eine wichtige Thematik, die normalerweise nicht in Jugendbüchern so vorzufinden ist. In diesem Buch verarbeitet McCauley ihre eigene Erfahrung mit häuslicher Gewalt, was das Ganze nochmal beklemmender wirken lässt.
Die 17-jährige Leighton und ihre beiden jüngeren Schwestern leben in Auburn, eine Kleinstadt, die nach und nach von Tausenden Krähen belagert wird. Allerdings empfinden sie die Tiere nicht als Bedrohung, denn die ist Zuhause. Ihr Vater hat immer häufiger Wutausbrüche, doch die Mutter weigert sich ihn zu verlassen. Schließlich tut es ihm jedes Mal Leid und er entschuldigt sich. Leighton würde am liebsten die Stadt verlassen und alles hinter sich lassen, aber was wird dann aus ihren Schwestern?
Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten und flüßig zu lesen, wenn es einen nicht stört, dass häufig Pronomen am Satzanfang vorkommen. Anfangs dachte ich, dass es evtl. an der Übersetzung liegen könnte, aber in der englischen Leseprobe habe ich gesehen, dass es im Original auch so ist. Was aber definitiv an der Übersetzung liegt: Umgangssprache, fehlende Apostrophe und gelegentlich falsch konjugierte Wörter (“Ich zittre.” anstatt “Ich zittere.”). Deshalb empfehle ich allen, die sich für das Buch interessieren und kein Problem damit haben Bücher auf Englisch zu lesen, holt euch lieber die Originalausgabe.
Alle, die dieses Thema nicht triggert, sollten das Buch lesen, denn es zeigt unglaublich gut, dass häusliche Gewalt nicht unbedingt sofort zu erkennen ist. Die Familie wird nicht sofort zusammengeschlagen, nein, anfangs war er ein toller Vater! Nur nach und nach hat er sich verändert und man findet immer wieder Ausreden. Wie, er hatte Stress bei der Arbeit und musste Dampf ablassen und hat deshalb so herumgeschrien.
Außerdem hat McCauley auch surreale Elemente mit eingebaut, so repariert sich das Haus quasi von alleine. Wenn ein Riss in der Wand durch seine Fast entstand, ist dieser am nächsten Tag plötzlich nicht mehr da. Als würde das Haus ihn schützen wollen. Während dem Lesen habe ich Leightons Angst und Panik regelrecht gespürt und mit ihr gefühlt. Dabei kann ich nicht einmal ansatzweise erahnen, wie so etwas für einen sein muss. Allerdings beinhaltete mir das Ende doch zu viele surreale Elemente.
Neben dieser wichtigen Thematik wird auch Rassismus gegenüber Schwarzen angesprochen, wir haben auch PoC Charaktere, die nicht nur als Token fungieren und nicht stereotypisiert werden! Großes Lob an dieser Stelle. Hinzu kommt, dass auch veraltetes Denken kritisiert wird, wie dass Frauen ihre Männer unterstützen und alles still und leise hinnehmen sollten.
Häusliche Gewalt ist ein ernst zunehmendes Thema und ich denke, dass dieses Buch insbesondere Jugendlichen helfen kann.
An dieser Stelle möchte ich einige wichtige Nummern nennen:
Telefonseelsorge: 0800 111 0111 und 0800 111 0222
Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen": 08000 116 016
https://www.hilfetelefon.de/
Hilfetelefon “Gewalt gegen Männer”: 0800 123 9900
https://www.maennerhilfetelefon.de/
Kinder können sich auch bei Jugendämtern anonym beraten lassen. In bedrohlichen Situationen gilt: Sofort den Notruf der Polizei 110 wählen. Dabei muss es noch nicht zu körperlicher Gewalt gekommen sein. Es reicht, dass die Situation als bedrohlich empfunden wird.
Häusliche Gewalt ist kein einfaches Thema und so findet es nicht oft Platz in Jugendbücher. Umso mehr ist es wichtig über die Thematik zu schreiben, um so ein Bewusstsein zu schaffen und auch um Aufzuklären. You are (not) safe here wollte ich genau aus diesem Grund lesen, weil es um häusliche Gewalt geht.
Tausende Krähen belagern die Kleinstadt Auburn, die Menschen sind entsetzt und überlegen, wie sie die Krähen so schnell wie möglich wieder loswerden können. Doch es werden immer mehr. Die 17-jährigen Leighton hat keine Angst vor den Krähen, genauso wenig wie ihre kleine Schwester, beide haben sich mit einer Krähe angefreundet. Die Geschwister haben ganz andere Sorgen. Ihr Vater. Die Situation zu Hause wird immer schlimmer, doch niemand unternimmt etwas und Leighton hat Angst, dass es bald zu spät ist...
Das Buch hat eine bedrückende Atmosphäre, sodass ich immer wieder Pausen einlegen musste. An dieser Stelle eine Trigger Warnung, manche Szenen können einen emotional Aufwühlen im Hinblick auf das Thema häusliche Gewalt / emotionaler Missbrauch. Die Krähen, die auf mysteriöse weise immer mehr werden, verdichten diese Atmosphäre noch mehr. Man merkt als Leser, wie die Situation immer gefährlicher wird und ist hilflos.
Dies ist eines dieser Bücher, wo man als Leser am liebsten reinspringen würde um die Geschwister zu beschützen. Die Geschichte zeigt deutlich, wie Gewalt toleriert wird, Erwachsene wegsehen, weil man sich ja kennt und man mischt sich ja auch nicht in die Angelegenheiten von anderen ein. Wenn es wirklich schlimm wäre, würde die Frau ja Anzeige erstatten, ja bestimmt, beim früheren besten Freund ihres Mannes, der nun Polizist ist. Die Geschichte hat mir da schon etwas abverlangt.
Trotzdem auf jeden Fall lesenswert. Das Buch ist nicht nur bedrückend. Es gibt auch eine süße und zarte Lovestory diese lockert die Thematik auf. Und auch die liebe unter den Geschwistern, wie sie für einander da sind, gibt dem Leser etwas Positives. Durch die Krähen kommt noch ein kleiner mysteriöser Anteil in die Geschichte, diesen hätte ich zwar nicht gebraucht, aber er macht die Story definitiv interessanter.
Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Leighton. Der Schreibstil ist zwar flüssig zu lesen, aber trotzdem habe ich aufgrund der Thematik länger für das Buch gebraucht. Die Charaktere fand ich durchweg gut und realistisch gezeichnet. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, eine authentische Geschichte zu lesen. Wenn man die Mysterie Elemente durch das Haus und die Krähen abzieht, natürlich. Aber alles andere wirkte sehr reell.
Vorab muss man darauf hinweisen, dass das Thema sehr wichtig ist und ich ganz und gar auf Aufmerksamkeit bedacht. Häusliche Gewalt sollte immer Beachtung finden und die Opfer geschützt werden.
Diese Geschichte wird außerdem von einem Gänsehautfaktor gesteigert, da man immer die Krähen im Umfeld hat. Sie sind Tiere, die Angst und Furcht dominieren. Der Schein trügt. Die Vögel sind die besseren Menschen und der Mensch, der beschützend und fürsorglich sein sollte, ein Monster.
Besonders Leighton macht dies schwer zu schaffen, sie trägt die Bürde und versucht ihre Mutter und die Schwester zu beschützen.
Sie ist eingeengt und fühlt sich verloren, bis Liam sich für sie interessiert und nach und nach ihren harten Panzer zu durchbrechen.
Lest selbst, gebt der Botschaft eine Stimme und verliert euch in der nervenzehrend und emotionsgeladen Geschichte.
Schöpft gemeinsam Hoffnung und werden von Liam, seiner Eifer und wundervollen Zärtlichkeiten beflügelt.
Ich bleibe daher bestärkt von der wichtigen Botschaft, begeistert von dem Mut und der Stärke als auch Einsatz von Leighton für ihrer Liebsten, der unglaublichen Zärtlichkeiten zwischen Liam und ihr, der Dynamik als auch dem Setting begeistert zurück
Ein sehr starkes Buch über häusliche Gewalt und eine blinde Stadt. Ein Buch mit vielen Metaphern, starken Textteilen und einen liebevollen maincharacter.
5/5⭐️
»Vielleicht ist Angst ja der Preis, den Frauen dafür bezahlen müssen, überhaupt auf der Welt sein zu dürfen.«
Ich habe tatsächlich etwas anderes erwartet, nicht das ihr jetzt denkt mir hat das Buch nicht gefallen, mir hat es sehr gut gefallen!
Um was es in "you are not safe here" geht ist ein sehr ernstes Thema und es wird darüber viel geschwiegen. Man erfährt nicht viel davon und genau das war auch der ausschlaggebende Punkt warum ich es lesen wollte.
Wie es die Autorin umsetzt ist genial, ich liebe es das Krähen ein wichtiger Bestandteil der Geschichte sind. Dieses mystische war wirklich wunderbar eingesetzt.
Für mich persönlich war es mal wieder ein etwas anderes Buch, da ich eher Actiongeladene Bücher lese. Natürlich ist das Buch spannend, aber nicht so überladen wie manch andere Bücher. Es tröpfelt so vor sich hin und genau das ist auch ein weiter Punkt was mir so sehr an dem Buch gefällt. Es ist langsam, vorsichtig spannend. Es macht Lust auf mehr, es animiert dich über den Inhalt nachzudenken und diese ganzen mystischen Dinge zu beachten.
Leighton ist ein wunderbarer Charakter, anfangs habe ich sie nicht so wirklich verstanden, aber ab der Hälfte habe ich sie wirklich sehr in mein Herz geschlossen. Auch ihre kleinen Schwestern mag ich Ultra gerne.
Anfangs habe ich mich ein bisschen mit dem Schreibstil schwergetan, bin aber doch relativ schnell reingekommen, und an die Kapitellängen musste ich mich auch gewöhnen. Manche sehen das wahrscheinlich selbst als Kritikpunkt, denn manche Kapitel waren nur 1 Seite lang. Aber das war okay so, dass war gut so.
Und was ich euch eigentlich sagen will, ich mag die Geschichte sehr gerne, die Charaktere konnten mich überzeugen und das mystische hat mich gebannt. Lest es, ihr werdet danach die Welt vielleicht mit anderen Augen sehen.
Dieses Buch zu bewerten fällt mir unglaublich schwer – nicht, weil es mir nicht gefallen hätte, denn das tat es, sondern einfach aufgrund der sehr ernsten und wichtigen Thematik. Es geht um häusliche Gewalt und wie schwierig es ist, dieser zu entkommen. Es ist ein Buch, in welchem die Autorin ihr eigenes Schicksal verarbeitet – und wer bin ich, um darüber werten zu dürfen? Ich bin froh, dass mich das Buch überzeugen konnte, andernfalls wüsste ich noch weniger, was ich schreiben sollte.
In diesem Buch begleiten wir Leighton, welche in jungen Jahren erfahren muss, wie es ist, in einem Haus aufzuwachsen, welches geprägt ist durch die Launen des Vaters und dessen Gewalt. Wir erleben, wie sehr sie darunter leidet, auf der einen Seite für ihre kleinen Schwestern da zu sein, auf der anderen Seite dieser Hölle aber einfach nur entkommen zu wollen. Es ist ein Spagat, welchen sie versucht so gut wie nur möglich zu bewältigen, ohne ihr eigenes Ziel aus den Augen zu verlieren.
Was mir persönlich sehr gefallen hat, war der Vergleich mit den Krähen. Im Laufe der Geschichte beobachten wir als LeserInnen, wie sich die Population der gefiederten Tiere immer weiter vermehrt, tausende an Krähen tagtäglich hinzukommen – und das im Verhältnis zu der Belastung, welche Leighton erfährt. Eine bildliche Darstellung des inneren Drucks – für mich ein perfekt gewähltes Sinnbild, was in diese dramatische Geschichte sehr gut gepasst hat.
Aber nicht nur die Häusliche Gewalt wird hier thematisiert, auch wichtige Themen wie Feminismus, Rassismus und gesellschaftlicher Druck im allgemeinen finden hier ihren Platz. Ich muss ehrlich sagen, dass die Autorin das für mich unglaublich gut umgesetzt hat und die Autorin ein wirklich gutes Debut herausgebracht hat. Sie zeigt, wie wichtig es ist, genau hinzuschauen. Für die Menschen im eigenen Umfeld da zu sein, sie zu unterstützen und soweit es einem selbst möglich ist, einzugreifen und zu helfen.
Mehr werde ich an dieser Stelle nicht anbringen, denn das Buch spricht für sich – ich kann nur sagen, dass es ein wundervoller Coming-of-Age-Roman ist, welchen ich gern gelesen habe und dringend empfehlen kann.
MEINE MEINUNG
In „You are (not) safe here“ geht es um, die 17-jährige Leighton, die die Bedrohung durch, die neuerdings vielen Krähen nicht so wahrnimmt, wie die in ihrem eigenen Zuhause. Ihr eigener Vater wird immer wieder gewalttätig und ihre Mutter unternimmt nichts dagegen. Leighton würde am liebsten abhauen, doch sie will ihre Geschwister nicht alleine lassen ….
Leighton ist 17 Jahre alt und lebt zusammen mit ihrer Mutter, Vater und ihren 2 Schwester in Pennsylvania. Sie ist eine authentische Protagonistin, die einiges durchmacht und man ihr am liebsten helfen würde. Für ihre Zukunft will sie Journalismus studieren und als sie eine Chance, durch die einen Wettbewerb entdeckt, will sie es schaffen.
Liam ist ein Mitschüler von Leighton und scheint mit jedem Kapitel mehr wie ein Freund zu werden und es scheint zwischen ihm und Leighton Gefühle zu entstehen.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig und wird aus der Perspektive von Leighton erzählt. Der Leser kann sie so noch näher kennen lernen und ihre Gedanken und Gefühle erfahren während der Handlung. Die Nebenfiguren wie ihre Freunde aus, der Highschool sind ebenso authentisch und gestalten, die Geschichte mit.
Die Spannung und Handlung haben mich mit jeder Seite mehr in, die Geschichte von Leighton gezogen. Sie befindet sich in ihrem letzten Highschool Jahr und hat den Traum Journalismus studieren zu können, doch sie will ihre kleinen Schwestern nicht alleine lassen. Warum? Bei ihr zuhause rastet ihr Vater regelmäßig aus und niemand weiß, wann seine Laune wie eine Bombe wieder hochgeht. Diese Gewalt lässt er regelmäßig an Leightons Mutter aus, doch diese unternimmt nichts. Parallel hat die Stadt Auburn mit einer Krähenplage zu kämpfen und diesen scheinen mit jedem Tag noch mehr zu werden. Ich habe noch nicht so oft in Buch mit dem Thema häusliche Gewalt gelesen, doch dieses hier hat mich auf eine besondere Weise berührt und mitgenommen. Man leidet mit Leighton mit und würde ihr am liebsten helfen. Zuerst habe ich vom Klapptext vermutet, dass man viel mehr von der Gewalt, die ihr Vater tut, mitbekommt, doch es geht viel mehr in den psychischen Bereich seiner Kinder und Leightons Mutter. Ein besonderer Anker war für mich Liam, ein Junge aus der Highschool von ihr, der mir sehr gefallen hat. Das hierbei noch Gefühle entstehen hat, die Geschichte noch einen Hauch intensiver gemacht.
Das Ende war für mich ein besonderer Abschluss, der Geschichte und ich bin gespannt was es noch geben wird von der Autorin.
Das Cover sieht einfach toll aus mit den Federn und passt perfekt zusammen.
FAZIT
Mit „You are (not) safe here“ schafft, die Autorin einen bewegenden und zugleich aufwühlenden Jugendbuch Roman. Das Buch regt zum Nachdenken an und ich habe jede Seite verschlungen.
Dieses Buch hat meiner Meinung nach eine sehr wichtige Thematik. Allerdings hatte ich große Schwierigkeiten in das Buch reinzukommen. Auch die Sprache war nicht ganz mein Fall.. Leider.
Das Buch ist wunderbar. Es behandelt ein super wichtiges Thema. Außerdem musste ich beim Lesen mehrmals sehr lachen. Andererseits hat das Buch auch Nachdenklich und Wütend gemacht. Liam und Leightons Geswister waren auf unterschiedliche Art und Weise grandios. Auch Leighton selbst. Die Charaktere sind alle sehr vielseitig und es gibt kein eindeutiges Gut und Böse, Schwarz und Weiß. Die Sprache ist auch sehr schön.