Spannend und gut geschrieben, aber inhaltlich und emotional nicht ganz überzeugend.
Das Buch iBoy von Kevin Brooks hat mir insgesamt mittelmäßig gefallen. Besonders positiv fand ich den Schreibstil, der sehr flüssig und angenehm zu lesen ist. Die Sprache ist einfach, aber trotzdem packend genug, um einen grundsätzlich bei der Stange zu halten. Leider konnte mich die Geschichte selbst nicht wirklich überzeugen. Die Idee hinter der Handlung ist zwar interessant und auch irgendwie originell, aber die Umsetzung hat mich nicht ganz abgeholt. Ich hatte oft das Gefühl, dass die Handlung nicht tief genug ausgearbeitet ist. Auch die Charaktere blieben für mich etwas blass und konnten keine echte Verbindung zu mir aufbauen. Insgesamt ein solides Buch, das sich gut lesen lässt, aber emotional und inhaltlich nicht ganz überzeugt.
Ich musste Iboy als Schullektüre lesen und hatte daher keine großen Erwartungen. Aber ich fand das Buch eigentlich relativ gut. 😅
Es geht um Tom Harvey, der von einem Handy getroffen wurde, dass aus einem Hochhaus geworfen wurde. Es konnten nicht alle teile aus seinem Gehirn entfernt werden, weshalb er besondere Eigenschaften entwickelt.
Ich mochte den Schreibstil auch sehr gerne, und bin gut durch das Buch gekommen. Teilweise war mir die Geschichte aber etwas verwirrend.
Ich mochte Tom relativ gerne aber konnte viele entscheidungen nicht nachvollziehen. Toms Oma mochte ich aber sehr gerne, genauso wie Lucy.
Mit dem Plottwist am Ende habe ich gar nicht gerechnet. Eine Sache, die ich mir wünschen würde, wären Triggerwarungen, da in dem Buch heftige themen angesprochen werden. Ich persönlich würde das Buch auch eher ab 16 statt ab 14 empfehlen genau wegen diesen heftigen Themen.
Das sind die Triggerwarungen, die ich gerne gehabt hätte. (Beinhaltet spoiler...)
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Vergewaltigung
Gewalt
Waffen
Drogen
Tod durch Autounfall (erwähnt)
iBoy stellt Tom Harvey in den Mittelpunkt, einen Jugendlichen, der nach einem schweren Unfall plötzlich über eine außergewöhnliche Fähigkeit verfügt. Diese neue Macht verändert nicht nur seinen Alltag, sondern zwingt ihn auch, sich mit Gewalt, Ungerechtigkeit und persönlichen Grenzen auseinanderzusetzen. Die Geschichte entwickelt sich dabei bewusst fernab klassischer Superheldenklischees.
Der Roman ist düster, direkt und oft schonungslos. Die Handlung schreitet zügig voran und bleibt durchgehend spannend, ohne sich in actionlastigen Effekten zu verlieren. Besonders überzeugend ist, wie Toms Fähigkeit eng mit moderner Technik verknüpft ist und dadurch überraschend realistisch wirkt. Seine innere Zerrissenheit steht stärker im Fokus als das Spektakel.
Die Atmosphäre ist kalt und urban, was gut zur emotionalen Lage von Tom Harvey passt. Gleichzeitig bleiben einige Nebenfiguren eher im Hintergrund, wodurch das Buch stellenweise distanziert wirkt. Auch die emotionale Tiefe hätte an manchen Punkten stärker ausgebaut werden können.
Trotzdem überzeugt iBoy durch seine klare Sprache, die ernsten Themen und den Mut, unbequeme Fragen zu stellen. Es ist ein Jugendroman, der nicht gefallen will, sondern zum Nachdenken anregt. Von mir 8 von 10 P.
Ein weiterer Reread um noch mal Teenie zu sein; beim zweiten lesen habe ich doch gemerkt wie weit ich mich entwickelt habe und ich dieses Buch heute nicht mehr so loben würde wie noch im Alter von 14 Jahren. Aber ein tolles Buch für Jugendliche
Tom Harveys Schädel wird von einem iPhone zertrümmert, was sein Leben aus den Fugen wirft.
Mit den Fähigkeiten eines Handys und noch einigen mehr sinnt er auf Rache für die Vergewaltigung seiner Kindheitsfreundin. Doch wird sinnlose Rache ihnen beiden wirklich helfen?
Triggerwarnungen:
Vergewaltigung
Gewalt
Sex
Beleidigungen
Drogen
Waffen
körperliche Gewalt
Suizidgedanken
Realität trifft SciFi. Eine perfekte Mischung, sodass man fast glauben könnte, dass Tom wirklich dank des iPhones zu iBoy wurde.. absolute Leseempfehlung, wie alle Brooks-Bücher
Hätte man mehr draus machen können, dafür weniger grausame Brutalität. Aber immerhin ist das Buch noch besser, als die Verfilmung mit schlechtem Drehbuch und fragwürdigem Schauspiel. Kann man sich sparen, Chance vertan.
Inhalt: Tom ist gerade auf dem Nachhauseweg, als er ein iPhone auf den Kopf bekommt. Es wurde aus dem 30. Stock aus dem Fenster geworfen und zertrümmert seinen Schädel. Dabei gelangen einige Teile des Smartphones in sein Gehirn und verbinden sich damit. Dadurch bekommt Tom unglaubliche Kräfte. Er kann nun alles, was ein iPhone auch kann, und sogar noch mehr – und das alles nur durch seinen Kopf. Während Toms „Unfalls“ wurde Lucy, das Mädchen, in das er schon seit Jahren verliebt ist, vergewaltigt. Durch seine Kräfte findet Tom heraus, wer die Typen waren und rächt sich an ihnen. Um dabei nicht erkannt zu werden, nennt er sich iBoy.
Meinung:
Charaktere:
Tom bzw. iBoy fand ich als Charakter sympathisch. Er liebt Lucy schon seit die beiden Kinder waren, aber hat sich nie getraut es ihr zu sagen. Wenn es aber darum geht, sie oder seine Großmutter (seine Mutter ist gestorben, als er ein Baby war und seinen Vater kennt er nicht) zu schützen, ist er ganz und gar nicht auf den Mund gefallen und verteidigt sie.
Was seine Kräfte angeht war er zunächst natürlich geschockt, aber er hat schon bald gelernt, damit klarzukommen und umzugehen und wusste sie nützlich einzusetzen.
Man merkt, dass er an das Gute im Menschen glaubt und auch selbst nichts Böses tun will, aber weil es um Lucy geht, kann er das nicht mehr genau auseinander halten.
Lucy lernt man nicht so gut kennen. Nach ihrer Vergewaltigung ist sie verständlicherweise sehr verstört, versteckt sich in der Wohnung und redet kaum. Nach einiger Zeit erholt sie sich aber davon und wird Tom gegenüber offener. Sie scheint allgemein sehr nett, lustig und hilfsbereit zu sein, was aber natürlich durch ihr Erlebnis getrübt wird.
Geschichte:
Die Idee, die hinter dem Buch steckt, fand ich so faszinierend, dass ich es mir unbedingt kaufen musste. Ich selbst habe zwar kein iPhone, aber durch Bekannte weiß ich einiges darüber.
Jedenfalls… Superhelden Geschichten sind eigentlich nicht so mein Ding. Spider Man habe ich nur mit Mühe zu Ende geguckt und bei Batman & Co habe ich es gar nicht erst versucht, weil es mich einfach nicht interessiert. Aber dieses Buch war irgendwie… anders. Es war ein ganz normaler Junge, der durch einen Zufall Superkräfte bekommt. Er nutzt diese aber nicht, um die Welt zu retten, sondern nur, um seine Freundin zu rächen. Er verletzt die Typen, die ihr das angetan haben oder liefert sie der Polizei aus. Weil er in einem gefährlichen Viertel lebt, kommt er damit aber nicht ohne weiteres davon, denn Gangs nehmen nun mal keine große Rücksicht auf jemanden, der ihren Mitgliedern Schaden zugefügt hat.
Trotz, oder eben wegen, Toms Kräften läuft die ganze Sache aus dem Ruder…
Fazit:
Auch ohne zu recherchieren kann ich sagen, dass die Geschichte absolut neu und total genial ist. Laut diversen Internetseiten ist das Buch eher für Jungs gedacht, aber ich finde es auch für Mädchen geeignet, wenn man sich denn für sowas interessiert. Das Buch war durchgehend interessant und spannend und es ist schade, dass es so kurz ist.