"After the Fire" ist ein Jugendbuch, das nicht nur junge Leser anspricht, sondern auch von Erwachsenen mit Gewinn gelesen werden kann, da es bewegt und zum Nachdenken anregt. Zu Recht wurde das Buch mit vielen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2021.
Kurz zum Inhalt
Die 17-jährige Moonbeam überlebt schwer verletzt eine Brandkatastrophe auf der Farm einer religiösen Sekte, den Gotteslegionären. Während sie im Krankenhaus von einem Psychologen betreut und einem FBI-Agenten befragt wird, beginnt sie zu erzählen, wie das Leben innerhalb der Gemeinschaft war und wie es zu dem Feuer und der Schießerei kam. Eine Sache aber kann sie nicht erzählen. Doch sie muss aussprechen, was sie getan hat, will sie nicht daran zerbrechen.
Meine Meinung
"After the Fire" konnte mich von der ersten Seite an begeistern. Ich war sofort mittendrin, erlebte das Feuer und die Schießerei auf der Farm der religiösen Sekte. Es ist gleichzeitig der Moment, der die beiden Zeitebenen des Buches trennt, die Zeit "Davor" und die Zeit "Danach". Der dynamische und intensive Einstieg, der mich, ohne die Zusammenhänge zu kennen, direkt ins Geschehen warf und ans Buch fesselte, ist ebenso wie die Erzählstruktur auf zwei Zeitebenen überaus gelungen. Ich wollte zum einen erfahren, wie konnte es so weit kommen, und zum anderen, wie geht es mit Moonbeam und den anderen geretteten Kindern weiter.
Im Wechsel zwischen "Davor" und "Danach" entsteht eine unglaubliche Spannung, die mich atemlos durch die Seiten fliegen ließ. Obwohl das Geschehen von Moonbeam nüchtern und fast schon berichtend emotionslos erzählt wird, oder vielleicht auch gerade deswegen, entfaltet sich die Geschichte mit einer emotionalen Wucht, die mich teilweise sprachlos gemacht hat.
Gleichzeitig fing ich an darüber nachzudenken, warum Menschen Teil einer religiösen Sekte werden? Warum geben sie sich derart auf? Warum lassen sich sich entmündigen und schlecht behandeln? Und was macht es insbesondere mit Kindern, in so einer Sekte leben zu müssen? Die Erwachsenen können immerhin frei wählen, die Kinder nicht.
Fazit
"After the Fire" ist ein Buch, das mich noch lange nicht loslassen wird. Die Geschichte hat mich zum Nachdenken gebracht, mich emotional aufgewühlt und gleichzeitig gut unterhalten.
Von mir gibt es eine Lesempfehlung für dieses Lesehighligt und 5 von 5 ⭐️😍
After the fire - Will Hill
Inhalt:
Das Buch ist in die Erzählstränge "Davor" und "Danach" gegliedert. Wobei sich hierbei alles um einen Brand in der Sekte "Legion" geht. Vor dem Brand wird das Leben in der Kommune beschrieben und wie sich das Leben mit dem Wechsel des Oberhaupt verändert hat.
Danach erleben wir die Kinder der Kommune, die den Brand überlebt haben und in einer Klinik von Ärzten und Polizisten befragt und therapiert werden.
Moonbeam ist hier unsere Schlüsselfigur, durch die wir die Erzählung erleben.
Meinung:
Ein sehr ruhig erzähltes Buch, das sich Zeit lässt und die ganze Zeit neugierig auf die Auflösung macht.
Das Davor hat mir mehr Spaß gemacht zu lesen, als das danach, weil es total spannend war aus der Sekte heraus zu lesen und zu erfahren, wie sich die Lage immer weiter zuspitzt.
Auch die Dynamik unter den Jugendlichen danach in der Einrichtung war interessant zu verfolgen.
Ich hab das Buch sehr gerne gelesen.
Mehr zu meiner Meinung auf Youtube im Lesemonat Juni.
Kennt ihr das, euch gefällt ein Buch, der Schreibstil und die Geschichte so gut, dass ihr jedes einzelne Wort liest (beim Schnelllesen ist das ja anders) und es so bewusst macht, dass ihr komplett tief in der Erzählung seid? Das Buch hat mir verdammt gut gefallen, ich würde es am liebsten noch einmal zum ersten Mal lesen.
Eine klare Leseempfehlung ❤️🔥 vor allem für die, die leise, ruhige und langsam entwickelnde Geschichten mögen, aber mit sehr viel Tiefgang.
Ich habe dieses Buch vor ein paar Jahren spontan in einer Buchhandlung entdeckt, als ich einmal nicht gezielt nach bestimmten Autoren gesucht habe. Und da mich die Themen Sekten bzw. extremer religiöser Glaube faszinieren (was vielleicht daran liegt, dass ich selbst absolut nicht gläubig bin), habe ich es mitgenommen.
Besonders berührt hat mich diese Geschichte, weil sie von der 17-jährigen Moonbeam erzählt wird, die in solch einer Gemeinde aufgewachsen ist und für die demnach die Wahrheit umso schwerer zu verarbeiten ist – nachdem auf der Farm die Hölle losgebrochen ist und sie letztendlich in eine psychiatrische Klinik gebracht wird.
Will Hills Erzählung ist spannend und erschütternd auf zwei wechselnden Zeitebenen umgesetzt, und ich habe erst im Nachwort erfahren, dass sie tatsächlich von einer wahren Geschichte inspiriert ist.
Erzählt wird die Geschichte von Moonbeam, die in einer Sekte aufwuchs und eine der wenigen Überlebenden ist, die bei der Stürmung durch die Behörden überlebt hat. Mit ihrem Therapeuten arbeitet sie das erlebte auf, um am Ende in die reale Welt entlassen zu werden. Eine bewegende Geschichte, allerdings habe ich am Ende noch einen Twist erwartet.
"After the fire", geschrieben von Will Hill, erzählt von einer jungen Frau, die es schafft, ihr Schweigen zu brechen und über ein Leben, fernab jeglicher Normalität, berichtet.
Inhalt:
"Davor lebte sie mit ihrer Familie innerhalb des Zauns.
Danach ist sie in einer Einrichtung gefangen.
Davor durfte sie niemals das Anwesen verlassen, niemals mit Außenstehenden sprechen. Niemals durfte sie ihre Meinung sagen.
Danach stellen ihr viele Leute Fragen, wollen wissen, was mit ihr passiert ist, und versuchen herauszufinden, wer sie wirklich ist.
Davor dachte sie, sie würde vor etwas geschützt.
Danach erzählen die Leute ihr, dass sie jetzt endlich in Sicherheit sein.
Sie ist sich nicht sicher, was besser ist, Davor oder danach. Sie weiß nur, dass es Fragen gibt, die sie nicht beantworten kann. Und wenn alles, was man ihr Davor erzählt hat, Lügen waren, wie kann sie wissen, wer jetzt die Wahrheit sagt?" (Klappentext)
Charaktere:
Protagonistin Moonbeam ist eine der Figuren, die bei mir noch nachgehallt haben. Das was sie durchlebt hat, war so krank teilweise und sie erzählt davon, als wenn es etwas ganz normales wäre (gut, war es für sie wahrscheinlich auch).
Ich fand ihre Geschichte sehr interessant, aber vorallem war ihre Charakterentwicklung spitzenmäßig.
Man merkt von Anfang, dass sie etwas sehr Großes versucht, vor allen zu verbergen.
Zu Beginn der Geschichte lernt man sie als zurückgezogene, misstrauische, junge Frau kennen, die eigentlich sehr reif für ihr noch so junges Alter ist.
Man versteht durch den Verlauf der Geschichte, wieso Moonbeam so ist, wie sie ist und was das Leben in der religiösen Sekte, in der sie aufgewachsen ist, mit ihr gemacht hat.
Was ich ebenfalls sehr spannend fand, war nach und nach dabei zu zusehen, wie Moonbeam ihren Glauben und ihr komplettes Leben, dass sie bisher so gekannt hat, angefangen hat, zu hinterfragen.
Mich hat zudem unglaublich berührt, wie sie versucht hat ihre jüngeren "Geschwister" zu schützen.
Allumfassend lässt sich sagen, dass Moonbeam eine der eindrucksvollsten Figuren ist, von denen ich jemals gelesen habe.
Der Schreibstil:
Was mich definitiv begeistern konnte, waren die kurzen Sprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart, wo man zum einen erfährt, was die prägnantesten Ereignisse von Moonbeam in der "Legion Gottest" gewesen sind und was die Reaktionen des Therapeuten bzw. des Agenten auf die Schilderungen gewesen sind,
Der Schreibstil ist einfach zu verstehen, nur leider kommt man manchmal nicht ganz hinterher, wann was in der Vergangenheit passiert ist, da es da kein zu erkennenden Muster gibt, nur das man natürlich auf den großen Showdown (Das Feuer) hinarbeitet.
Dennoch hat mich ebenfalls sehr überrascht, wie prägnant auch grausame Dinge hier geschildert worden sind, wo ich mir selber dachte, dass das für ein Jugendbuch echt krass ist.
Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Moonbeam.
Themen (könnte Spoilern):
Grundsätzlich könnte man sagen, dass es in diesem Buch darum geht, wie es ist, in einer religiösen Sekte aufzuwachsen.
Wodurch unfassbar absurde Glaubenssätze in die Menschen indoktriniert werden und durch welche Eigenschaften eine Person, tatsächlich zu einer Führungsposition wird.
Das sind Themen, über die ich so bisher kaum bis gar nicht gelesen habe und ich fand es unfassbar interessant, da die Geschichte auch teilweise auf einer wahren Begebenheit basiert, bzw. dadurch inspiriert worden ist.
Dennoch muss gesagt werden, dass diese Geschichte keine leichte Kost ist.
Fazit:
"After the fire" von Will Hill, ist eine Geschichte, die durch Mark und Bein geht und mit jeder Seite, bei der man mehr über die Glaubensgemeinschaft erfährt, denkt man sich, dass es nicht noch schlimmer werden kann.
Leider konnte ich den großen Plottwist, das Geheimnis von Moonbeam, leider schon recht früh erraten.
Dennoch überzeugt das Buch mit der tollen Charakterentwicklung der Protagonistin und das es am Ende irgendwie noch ein Happy End gab, hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Ich kann das Buch definitiv empfehlen, da es, meiner Meinung nach, aktueller denn je ist und definitiv zurecht den Deutschen Jugendliteraturpreis gewonnen hat.
Wow. Dieses Buch ist einfach echt besonders.
Erst mal es geht um ein Mädchen das durch einen Brand aus einem Familiengefängnis lauter Gläubiger entkommt und doch nicht weiß welche Welt besser ist. Die an die sie immer geglaubt hat, oder die in der sie nicht glauben kann was ihr erzählt wird.
Die Geschichte wird in 2 Zeitetappen geschrieben. Die erste „davor“ wo Moonbeam die Hauptfigur von den Geschehnissen in der „Legion Gottes“ erzählt und nacheinander Geheimnisse aufdeckt.
Und „danach“, wo sie in einer Klinik ist wo sie zu allen Geschehnissen ausgefragt wird und langsam zu sich selbst findet.
Dadurch hat die Geschichte etwas sehr besonderes und es steigert die Lesemotivation.
Es ist auch unfassbar interessant über die Welt zu erfahren die ein einziger Mensch aufgebaut hat, das Buch lässt zum nachdenken anregen und ist trotzdem ein Triller mit Plottwists und spannende Charaktere
Eine wirklich beeindruckende schreckliche Geschichte über das Leben einer jungen Frau.
Die Story ist sowohl spannend und grausam aber auch irgendwie nüchtern und unaufgered erzählt was dem ganzen mehr Realismus verleiht.
Sehr beeindruckend fand ich den Mut und Klarheit des Hauptcharakter und das trotz ihres jungen Alters.
Sehr spannender Einblick in eine fiktive Sekte, glaubhaft aus der Perspektive eines jungen Mädchens geschrieben. Man erfährt, wie das Mädchen unter psychologischer Begleitung in der realen Welt ankommt und lernt mit ihren Traumatas umzugehen.
S.48; „Ich denke an den Himmel über der Basis zurück, das endlose, leere Blau der Tage, in das man kaum hineinsehen konnte, so hell war es, und die tiefe Dunkelheit der Nächte, in denen die Sterne bis zum Boden reichten und der Himmel mit Billionen
leuchtender Pünktchen übersät war.“
Das Jugendbuch erzählt von der 17-jährigen Moonbeam, die fast ihr ganzes Leben in einer Sekte verbracht hat. Die Gemeinschaft der Sekte lebte vollkommen abgeschirmt von der Außenwelt in der texanischen Wüste. Nach einem großen Brand werden die Überlebenden festgenommen und die Kinder kommen in eine Klinik wo sie psychologisch behandelt werden. Dort befindet sich auch Moonbeam und erzählt nach und nach ihre Geschichte.
Der Autor zeigt in dieser Geschichte die perfiden Strukturen auf, auf die die Gemeinschaft der Sekte aufgebaut ist. Es geht um Abhängigkeit, fehlgeleiteten Glauben und Gefügigmachung der Anhänger. Da wir Moonbeam während ihrer psychologischen Behandlung und ihrer Befragungen durch die Polizei begleiten, erfährt man Stück für Stück etwas über ihre Erlebnisse und von den anderen Mitgliedern der Sekte.
Es gibt immer einen roten Faden man kann sowohl die Handlung als auch die Charaktere gut nachvollziehen. Manche Teile sind eher ruhig erzählt und dann kommen wieder thrillerähnliche Passagen, die spannend und zum Teil auch brutal sind.
Es ist ein sehr gutes Jugendbuch und ich würde es älteren Jugendlichen empfehlen, die etwas über das Funktionieren von Sekten lesen möchten. Der Autor bereitet dieses Thema sehr nachvollziehbar und ausführlich auf. Auch als Erwachsener kann man die Geschichte sehr gut lesen, auch wenn sie teilweise etwas vorhersehbar ist.
Das Nachwort des Autoren ist sehr interessant. Es ist zwar eine vollkommen fiktive Geschichte, jedoch ist sie nicht aus der Luft gegriffen. Der Autor hat sehr viel recherchiert und die Handlung wurde an ein reales Ereignis angelehnt.
Habe dieses Buch vor kurzem ganz zufällig entdeckt und wusste nicht so richtig was mich erwartet. Da dachte ich mir, ich lese mal ein bisschen rein um zu wissen um was es eigentlich geht. Aus dem kurz rein lesen wurde aber nichts, denn ich war von der ersten Seite an so gefesselt wie schon lange von keinem Buch mehr 🫣
Der Schreibstil ist sehr gut und flüssig zu lesen, Moonbean war mir von Anfang an symphatisch und die Story ist von Anfang an so spannenden und das bricht zu keiner Zeit ab!
Vieles in diesem Buch hat mich sehr berührt, geschockt zurück gelassen und mein Herz hat beim Lesen weh getan 🥺
Definitiv nicht nur ein Buch für Jugendliche, sondern auch für jedes Alter aufwärts. Ich kann es vollkommen empfehlen, für mich war es ein Highlight und wird mir noch sehr lange im Kopf bleiben.
5 von 5 Sternchen
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Hautnah erleben wir hier Moonbeam, die seit dem Kleinkindalter in einer Sekte lebt und sich trotzdem oder deswegen zu einer starken jungen Frau entwickelt. Sie hadert mit Entscheidungen, kann es aber aus gehirngewaschenden Gründen nicht anders beurteilen. Spannend und interessant, jedoch hat es mich emotional nicht angesprochen.
Die Hörbuchstimme klang manchesmal nach einer KI-gesprochenen Stimme, was mich desöfteren irritert hat.
Trotz allem ein sehr lesenswertes Buch!
Hat mir richtig gut gefallen! Die Geschichte wird nicht chronologisch erzählt, sondern in Form vieler Rückblicke. Das hat es super spannend gemacht und man begleitet Moonbeam (die auch einfach eine wirklich tolle Protagonistin ist!😍) bei der Verarbeitung all der Dinge, die sie erlebt hat und fühlt sehr mit ihr mit. Richtig toll 🫶🏻
Ich habe nicht erwartet dieses Buch so sehr zu mögen. Ich kann nicht genau beschreiben warum, aber die Geschichte hat mich irgendwann so gefesselt, dass ich mich wirklich zwingen musste das Buch wegzulegen (obwohl die Story häufig durch die Gespräche in der Gegenwart entschleunigt wird). Die außergewöhnliche Geschichte und die komplexe Hauptfigur Moonbeam, die über ihr Leben in einer religiösen Sekte vor einem verheerenden Brand berichtet, haben mich fasziniert, schockiert und zum nachdenken angeregt. After the Fire ist auf jeden Fall eines der interessantesten Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe.
Schon als Teenagerin fand ich Aussteigergeschichten, sei es aus religiösen oder extremistischen Gruppen faszinierend. Aufgrund dessen habe ich auch diesen Roman ausgewählt und er hat mich nicht enttäuscht. Ich habe solch ein drastisches Mitgefühl mit Moonbeam (der Protagonistin) entwickelt. Ich habe geschmunzelt, gestaunt und geweint.
Meine Meinung
Dieses Buch war genau das, was ich mal wieder brauchte: etwas völlig Neues. Man begleitet Moonbeam abwechselnd in ihre Vergangenheit und in die Gegenwart, wo man ihre Entwicklung in der Klinik mitbekommt. Das ganze Buch findet wie eine lange Befragung statt, denn nach einem Ausschnitt aus ihrer Vergangenheit, bekommt man die Reaktionen des Psychologen und des FBI Agenten zu lesen, welche auf das Erzählte reagieren. Dadurch gab es immer Abwechslung und Spannung, da man auch Gruppentherapien miterlebt hat. Die etwas kürzeren Kapitel haben mit dem Rest zu einem Sog geführt, der mich gut und gerne 120 Seiten am Stück hat lesen lassen, da ich es einfach nicht aus der Hand legen konnte.
Die ganze Geschichte ist aus Moonbeams Sicht erzählt, man bekommt also all ihre Gedanken und Gefühle mit. Trotz eines eher nüchternen und sachlichen Schreibstils, ohne viele Metaphern, hat man vieles nachempfinden können. Wahrscheinlich können nur die Wenigsten wirklich nachempfinden, was sie durchlebt hat und ob das realistisch ist, aber für mich war es wirklich gut geschrieben, es hätte genau so passieren können.
In dieser Geschichte passieren viele sehr krasse Dinge. Viel Gewalt, Unterdrückung, Misshandlung. Deshalb hat es mich gewundert, dass es keine Triggerwarnung gab, denn die hätte das Buch gut vertragen können. Auch fand ich, dass man zwischen Glaube und religiöser Sekte etwas besser hätte differenzieren können. Der Autor hat das in einem Nachwort angesprochen, in der Geschichte selbst hat es aber gefehlt. Denn der Glaube selbst ist nicht das Schlimme gewesen, sondern wie er gelebt und rübergebracht wurde. Trotzdem wurde das Schwarz Weiß Denken etwas gelöst, denn man denkt häufig von Sekten, dass das alles leichtgläubige und schlechte Menschen sind, allerdings nicht, wie es überhaupt dazu kam, dass man Mitglied von teilweise kriminellen Gruppierungen wird. Das wurde hier wirklich gut dargestellt, sodass man auch für diejenigen, die etwas falsch gemacht haben, Sympathie empfinden konnte.
Kurze Übersicht
+ sehr spannend und packend
+ Thema Sekte wurde gut dargestellt (kein Schwarz Weiß Denken)
+ die Möglichkeit vieles nachzuvollziehen, obwohl es oft nicht Teil der eigenen Realität ist
– fehlende Triggerwarnung
– Thema Glaube hätte differenzierter betrachtet werden können
Fazit
Für mich bekommt das Buch klare 5 Sterne, denn es war ein Highlight! Sehr schnell zu lesen, wahnsinnig spannend und komplett neu für mich. Allerdings definitiv für ältere Leser ab 16 Jahren – frühestens. Die Empfehlung laut Thalia ist 14, was ich aber für zu früh halte.
Wirklich ein spannendes Buch mit einem krassen Thema. Die Spannung wird dauerhaft auferhalten und die Schreibweise ist der Hammer. Wirklich nur zu empfehlen!
True crime thriller with a lot of dirty secrets and unsolved mysteries.
Exciting and emotional 🔥🔥🔥
It was really one of the best books i've read this year. A girl that survived after a Fire 🔥. After surviving a horrible past. But there are a lot untold secrets she is keeping inside of her.
After and Before the Fire a story about a girl in a sect and all her traumatizing memories.
If you love true crimes, mysteries, and emotionall books then read it!!
If you don't then too 🗿
Die Story hatte seine starken Momente aber ist leider auch ein wenig langatmig. Die Protagonistin wirkt 3/4 des Buches unnahbar. Das letzte Viertel ist aber wirklich sehr gut!
Tragisch. Faszinierend wie weit Menschen gehen um ihre Überzeugung zu rechtfertigen ohne etwas zu hinterfragen und was passiert wenn doch hinterfragt wird. Der Weg rein ist leicht, raus hingegen fast unmöglich.
Rezensionen: After the Fire
In dem Buch begleiten wir die Hautprotagonistin Moonbean auf eine Reise zurück in ihre Vergangenheit. Sie ist eine der Wenigen Kinder die ein Großen Brand überlebt hat. Nur ist Moonbean kein Normales Kind, sie lebte bis zu dem Brand auf einer "Farm" in einer Sekte.
Nach den ersten 50 Seiten war ich wir süchtig nach dem Buch und konnte es kaum aus der Hand Legen!
Der Autor hat es geschafft zwischen ihrer Vergangenheit und der Gegenwart problemlos zu wechseln. Moonbean ist ein sehr greifbarer Charakter. Zudem ist sie ein sehr selbst reflektiertes Mädchen. Das trotz ihres schweren Schicksalsschlag und den Qualen, die sie erlebt hat und mit ansehen musste wird sie als Sehr stark Beschrieben. Auch andere Charakter sind gut Ausgearbeitet.
Fazit:
Fesseld, berührend und so unfassbar erschütternd! Eine Große lese Empfehlung
Wow! Was für ein grandioses Buch! Wir begleiten die 17 jährige Moonbeam und werden gleich zu Beginn in ein Schreckensszenario aus Kugeln und Feuer geworfen. Nach und nach erleben wir auf den nächsten Seiten dann ihren Therapieprozess und hören abwechselnd Geschichten aus der Gegenwart und der Vergangenheit. Moonbeam erzählt dabei mit einer unglaubliche Stärke und auch mit erstaunlicher Selbstreflexion einer zu früh erwachsen gewordenen jungen Frau von ihren eindrücklichen Erlebnissen bei der Sekte der Legion Gottes. Obwohl es sich bei der Geschichte nur um eine Fiktion handelt, wirken die Geschehnisse doch sehr real und haben mich während des Lesens komplett in ihren Bann gezogen. Das Tempo in dem sich Ereignisse entwicklen ist eher bedächtig, aber eben dieser langsame Spannungsaufbau hat das Verfolgen der Erzählung umso spannender gemacht! Das psychologische Phänomen einer Sekte in der mehrere eigentlich gut gebildete Menschen bedingungslos einem Anführer und seinen Worten folgen fand ich schon immer sehr faszinierend und in meinen Augen hat der Autor das Gefühl und auch die Dynamik die dahinter steckt wirklich unglaublich gut eingefangen. Abschließend kann ich nur eine absolute Leseempfehlung aussprechen: Lasst euch von Moonbeams Geschichte bewegen, fesseln, in den Bann ziehen
Das Cover zu diesem Buch ist auffällig. Komplett in Rot, mit dem plakativen Titel und einem Haus, das aus lauter Streichhölzern zusammengesetzt ist. Selbst wenn man eigentlich nicht so bewusst darauf achtet, es bleibt einem im Gedächtnis.
Der Klappentext lies mich dann erst einmal schlucken, denn “After the Fire” ist kein zuckersüßer Flausch, wie man ihn im Bereich Jugendbuch oft findet. Ganz und gar nicht. Aber lest selbst.
Der Klappentext:
Der einzige Weg aus der Dunkelheit ist, ein Feuer zu entzünden
Schwer verletzt liegt die 17-jährige Moonbeam im Krankenhaus und sieht sich einem Psychologen und einem FBI-Agenten gegenüber. Sie, die zu den wenigen Überlebenden nach der schrecklichen Brandkatastrophe gehört, soll erzählen, wie das Leben war auf der Farm der Gotteslegionäre.
Wie ist es zu dem schrecklichen Feuer gekommen, wie zu der Schießerei zwischen den Gotteslegionären und der Polizei? So viele sind gestorben. Zögerlich öffnet sich Moonbeam, glaubt, dass man ihr helfen will, und fängt an zu erzählen, wie das Leben vor dem Feuer war und wie das Leben sich danach anfühlt. Eine Sache aber kann sie nicht erzählen. Doch sie muss aussprechen, was sie getan hat, will sie nicht daran zerbrechen.
Meine Meinung:
“After the Fire” ist kein Buch für Zartbesaitete, der Autor beschönigt nichts. Das zeigt sich schon auf den ersten Seiten, wenn der Leser die Protagonistin Moonbeam durch Rauch und Feuer auf dem Areal der Gotteslegionäre begleitet, verzweifelt auf der Suche nach den Baracken, um die eingesperrten Kinder ihrer Gemeinschaft zu befreien. Schon diese erste Szene zeigt auf, was einen hier erwartet …
Danach geht es aber erst einmal etwas ruhiger weiter, denn Moonbeam wacht zuerst im Krankenhaus, dann in einem Therapie-Zentrum auf. Ein rotes Sofa ist ihr Platz, wo sie dem Arzt und Psychiater Robert Hernandez erzählen soll, wie es zu der Katastrophe kommen konnte … Für Moonbeam eine unerträgliche Situation, da sie noch immer die Stimme von Father John im Kopf hat, der ihr verbietet, mit den Menschen von draußen, den Dienern der Schlange, zu sprechen.
Mit der Zeit wird es allerdings einfacher für Moonbeam, über die Jahre in der Basis zu sprechen. Dies merkt man schon daran, dass die Szenen, die der Autor mit “Davor” tituliert hat, mehr Tiefe bekommen und länger werden. Auf der anderen Seite steht das “Danach”, die Szenen in der Gegenwart, wo Moonbeam lernt, nach und nach sich den Ereignissen zu stellen, die sie bei der Legion Gottes erlebt hat.
Auf diese Weise begleitet auch der Leser Moonbeam immer weiter in Moonbeams Welt hinein – und was man da zu lesen bekommt, ist alles andere als leichter Tobak. Missbrauch, Terror, Folter, Strafen für alles und jedes, wenn sich die Gläubigen nicht so verhalten, wie Father John dies möchte. Gespräche, wo man mit jedem Satz herausliest, wie sehr Moonbeam auf der Hut ist, das Falsche zu sagen.
Der Autor beschreibt dies alles aus der Ich-Perspektive von Moonbeam mit eher nüchternen und kurzen Sätzen. Ein Stil, mit dem ich mich anfangs noch schwer tat, der aber irgendwann verständlich wurde. Ein Stil, den Moonbeam nutzt, um sich selbst zu schützen, wenn sie von diesen Erlebnissen erzählt. Eine Distanz, die notwendig ist, um nicht dabei vollends zusammenzubrechen und um weiter zu leben, um zu überleben.
Und auch wenn es zwischendurch einige Dinge gab, die ich bei dieser Geschichte etwas unglaubwürdig, etwas zu glatt fand, war es trotzdem etwas Besonderes, Moonbeam durch ihr ganz persönliches Tal der Hölle zu begleiten, immer weiter vorzudringen, bis wirklich nichts mehr verborgen geblieben ist. Zwar wirkte Moonbeam auf diese Weise an manchen Stellen deutlich reifer und verantwortungsbewusster als so mancher Erwachsene, aber das tat dem Lesesog keinen Abbruch.
Eines muss ich auch sagen: Das große Geheimnis, worauf das Buch lange zusteuert, war für mich keines. Es war etwas, was ich schon relativ früh vermutete, denn für mich ergab nichts anderes wirklich Sinn. Trotzdem war es nachvollziehbar, warum Moonbeam darüber lange nicht sprechen wollte …
Das Ende dagegen war etwas, was ich mir zwar gewünscht habe, wo ich mir aber nicht sicher war, ob ich es bekommen würde. Denn: Der Autor verzichtet über lange Strecken auf die typischen Elemente eines Jugendbuchs wie beispielsweise eine Liebesgeschichte, was ich wirklich sehr erfrischend fand. Es hätte hier einfach nicht reingepasst, an einen Ort, wo permanent die Angst zuhause ist.
Als ich schlussendlich das Buch zugeklappt habe, musste ich erst einmal durchatmen. “After the Fire” weckte eine ganze Menge an Gefühlen in mir, die ich erst einmal für mich persönlich verarbeiten musste. Im Bewusstsein, dass der Autor für sein Buch die Ereignisse der Belagerung von Waco 1993 als Vorlage verwendet hatte, machte ich mich auf die Suche nach Informationen dazu – und habe dabei noch einmal ein gewisses Aha-Erlebnis gehabt.
Ich würde auch jedem anderen Leser dazu raten, diese Recherche erst nach dem Lesen des Buches zu machen. Denn erst hinterher erschließen sich so manche Details, woran man erkennen kann, wo der Autor den historischen Ereignissen gefolgt ist oder wo er Dinge verändert hat. Sieht man sich beispielsweise Bilder von David Koresh an, dem Sektenführer, ist unschwer erkennbar, woher Hill das Aussehen von Father John genommen hat …
Mein Fazit:
“After the Fire” ist kein Buch für zwischendurch. Ganz und gar nicht. Wer bereit ist, sich darauf einzulassen, darf sich auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle einstellen … Gerade deswegen ist es aber ein wichtiges Buch, dass es auch verdient hat, von einem erwachsenen Publikum wahrgenommen und gelesen zu werden!
Hat mir richtig gut gefallen, konnte aber meinen hohen Erwartungen nicht ganz gerecht werden. Ich fand es bis zum Ende ziemlich vorhersehbar und spannende Momente wurden häufig schnell aufgelöst. Auf der anderen Seite gefiel mir die unaufgeregte Art der Geschichte sehr. Sie kam (gerade bei diesem Thema für Jugendliche) ohne Effekthascherei und unnötige Brutalität und Dramen aus. Dennoch war ich häufig genug schockiert, berührt und fassungslos mit dem Kopf geschüttelt. Für mich wirkte alles sehr ehrlich, aufrichtig und authentisch. Das Ganze orientiert sich an wahren Begebenheiten und es wird deutlich, dass Will Hill sehr gut recherchiert und sich informiert hat. Der Schreibstil war sehr nüchtern und was mir nur leider gar nicht gefallen hat, waren die inneren Stimmen von Moonbeam
Ich hatte mich auf dieses Buch mit absolut null Vorahnung eingelassen und ich kann nur sagen, es hat eingeschlagen wie eine Bombe.
Die junge Moonbeam lebt in einer Sekte in der Wüste in der sogenannten Legion Gottes. Eines Tages bricht dort ein Kampf aus und durch das Feuer sterben fast alle Menschen auf dem Gelände. Lediglich einzelne Kinder und Teenager überleben, welche sich nun in einer speziellen Kinderklinik befinden, wo ihnen psychischer Beistand geleistet wird.
Die Geschichte wird aus zwei verschiedenen Perspektiven bzw. Zeitzonen erzählt. Zum einen vor dem Feuer und zum anderen nach dem Feuer. Wir erfahren alles aus Moonbeams Sicht und wie sie sich, nachdem sie frei ist, versucht wieder selber zu finden und zu lieben. Die zwei verschiedenen Zeitzonen lassen das Buch super dynamisch wirken und man kann es gar nicht mehr aus der Hand legen.
Mich hat „After the Fire“ zutiefst berührt und gefesselt. Ich kann jedem nur absolut ans Herz legen dieses fantastische Buch zu lesen, welches meiner Meinung nach nicht nur etwas für Jugendliche ist. Absolut der Wahnsinn! 🔥
Ich denke dieses Buch wird eines meiner Jahreshighlights 2021. Empathisch, authentisch, spannend und berührend. Wird mich noch einige Zeit gedanklich beschäftigen.