30. Sept.
Was, wenn ich euch sage, es gäbe ein Buch, das mit spannenden Fakten zur Gleichberechtigung darlegt, auf die jede Person bei feministischen Diskussionen zugreifen könnte, ohne sich dabei auf einer subjektiven Ebene herabzusetzen?
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Was, wenn ich euch sage, es gäbe ein Buch, das mit spannenden Fakten zur Gleichberechtigung darlegt, auf die jede Person bei feministischen Diskussionen zugreifen könnte, ohne sich dabei auf einer subjektiven Ebene herabzusetzen?

Dieses Buch liefert sachlich durch Zahlen von Medien und Kultur bis hin zu Sport und Fitness, als auch Gewalt, Verbrechen, Körper, Geschlecht, Bildung und Forschung usw. alle relevanten und maßgebenden Fakten für feministische Diskussionen. In ihrem Sachbuch ‚Feministiken‘ zeigen die Autorinnen Inga Blundell und Yvonne Hissel, wie stark die patriarchalen Strukturen in unserer Gesellschaft verankert sind und wo sich diese sogar in kleinen Nischen befinden, die zur Normalität geworden sind, dass wir sie nicht wahrnehmen. Dies zeigt sich zum Beispiel in der Kategorie ‚Gesundheit und Medizin‘, dass „zwei Drittel der Medikamentenabhängigen weiblich sind, was häufig auf falsche Dosierungen bei Arzneimittelverschreibungen zurückgeführt werden kann.“ Das Problem ist offensichtlich: „in der Medizin wurde nicht am Menschen geforscht, sondern am Mann.“   Was wir heute als Gleichberechtigung sehen, ist ein Versagen in der Zukunft. Wir vergleichen Gleichberechtigung mit Situationen aus einer Zeit, in der ältere Generationen gelebt haben. Ja, es hat sich vieles geändert, aber damals gab es einfach nicht all diese Forschungen und die Möglichkeit zu arbeiten, studieren oder gar zu schreiben. Mit unserer jetzigen Entwicklung und durch die darlegenden Fakten und Jahrzehnte Forschungen haben wir alle Mittel zu einer klimaneutralen und gleichberechtigten Welt. Stattdessen werden diese fast nur von Männern abgelehnt und ignoriert. Beeindruckend wie Inga und Yvonne durch die illustrierten Seiten die Zahlen zur anschaulich machen. Die Wahrheit über die Gleichberechtigung in Zahlen ist erschreckend. Wie tiefgründig sie auch die Themen recherchiert haben und in kurzen Sätzen und tollen Abbildungen zeigen, wie unsichtbar Frauen gemacht werden. Fast alle Zahlen beruhen auf die binären Geschlechter Mann und Frau, aber das liegt nicht daran, dass die Autorinnen dies nicht berücksichtigen wollten, sondern schlicht, weil es kaum Studien und Zahlen zu nicht-binären Menschen gibt. Dennoch zeigt sich ganz klar, das Konstrukt unserer Gesellschaft. In anderen Worten: wir haben versagt. Als Menschheit und als Menschen. Statt uns gegenseitig zu helfen, bekämpfen wir ein Geschlecht nach dem anderen. Statt die Nischen im System zu schließen, bauen wir weitere. Von mir eine Leseempfehlung! Es lohnt sich, glaubt mir.   „Dass Frauen nämlich immer noch den Großteil der Arbeit im Haushalt übernehmen, obwohl sie diese Zeit dringend brauchen können, um ihre spätere Rente aufzubessern.“

Feministiken
Feministikenby Inga Blundelldtv Verlagsgesellschaft