Ich freue mich noch mehr von Anne Sauer zu lesen
Teils gelesen, teils gehört. Ich weiß nicht, warum ich das Buch so lange auf meinem Sub liegen gelassen habe. Ich mochte den Schreibstil sehr und den Umgang mit dem Thema.
Ich freue mich noch mehr von Anne Sauer zu lesen
Teils gelesen, teils gehört. Ich weiß nicht, warum ich das Buch so lange auf meinem Sub liegen gelassen habe. Ich mochte den Schreibstil sehr und den Umgang mit dem Thema.
Kind ja oder nein
Eine sehr überraschende Idee, diese Perspektivwechsel. Dieser Druck unter dem man steht. Egal, ob mit oder ohne Kind. Die Gesellschaft bestimmt dein Verhalten, dein du musst. Das Gefühl, man ist als Person nicht genug.

⭐️⭐️⭐️ 3/5 📖 Seiten 272 📚 Gebundenes Buch __________________________________.
Ein zwischendurch Buch wie ich es nennen würde.. Ich war auf der Suche nach war gemütlichem zwischen durch als Hörbuch, da stiess ich auf dieses Buch von Anne Sauer. Meinen Erwartungen nicht so geprägt wie ich es mir vorgestellt hatte, vielleicht auch nur weil ich selbst mich nicht mit dem Thema Kinder kriegen/bekommen auseinandersetze oder setzen will. Die Idee & Gedanken hinter dem Buch sind sehr ausschlussreich und gut durchdacht, trotzdem für mein persönlichen Geschmack zog dieses Buch sich sehr und auch die Themen wurden immer und immer wieder aufgewühlt, so als würde man sich im Kreis drehen. U.a im Negativen Sinn geschrieben, da die Protagonistin in jeder Form sehr unzufrieden mit allem war.
3,75 ⭐️
Ich habe mal wieder bemerkt, dass ich kein Typ für offene/ interpretierbare Enden bin. Irgendwie lässt mich das unbefriedigt zurück. Vielleicht soll es aber genau so sein. 🤷🏽♀️
Ein Buch zum Nachdenken
Wie sähe Tonis Leben aus, wenn sie sich an einem entscheidenden Punkt ihres Lebens anders entschieden hätte? Das Prinzip der Mutterschaft und Nicht-Mutterschaft, unterschiedliche weibliche Lebensrealitäten, Auswirkungen von Lebensentscheidungen sowie das Gefühl von Unvollständigkeit oder unbeschreiblicher Erschöpfung… Wir begleiten Antonia/Toni in zwei Versionen ihres Lebens: In der einen kinderlos, mit einem Partner an ihrer Seite und einer erfolgreichen Karriere. In die andere wird sie unerwartet hineingeworfen und ist plötzlich Mutter und Ehefrau - Konfrontiert mit gesellschaftlichen Erwartungen an Frauen und Rollenbildern. Ein wirklich tolles und tiefgründiges Buch, das als Gedankenspiel zweier Lebensmöglichkeiten derselben Frau überzeugt. Kann ich jeder nur ans Herz legen, ob als Hörbuch oder selbst gelesen!
Leichtes,cooles Buch
Selbstbestimmung „Was wäre wenn“ Geschichten ziehen mich immer wieder magisch an. In dem Debütroman von Anne Sauer geht es um die Frage, die sich irgendwann jede Frau stellt, Kinder ja oder nein. Toni, eine Frau in den 30ern lebt in einer glücklichen Beziehung mit ihrem Freund in der Großstadt. Doch der Kinderwunsch bleibt unerfüllt. Eines Tages wacht sie als Antonia in einem Parallelleben auf, lebt immer noch in dem Dorf, in dem sie aufgewachsen ist, hat ein Baby an der Brust und lebt ganz offensichtlich mit ihrer Jugendliebe Adam zusammen. Sie hat keine Ahnung, wie sie zu diesem Kind gekommen ist, hat weder eine Erinnerung an die Geburt, noch an Adam, den sie nur als kleinen Jungen erinnert. An dieser Stelle, wäre ich schon ausgerastet und hätte mich persönlich in die Psychiatrie eingewiesen. Antonia nimmt es natürlich auch nicht gelassen, sie ist maßlos überfordert, aber irgendwie nimmt sie die Gegebenheiten auch hin, wenn auch im Panikmodus und teilweise mit Fluchtgedanken. Die Geschichte wechselt immer wieder zwischen Antonia und Toni und erzählt diese beiden Leben parallel. Ich fand es etwas frustrierend, dass sie sowohl in dem einen als auch in dem anderen Leben über weite Strecken unglücklich war. Ja, die Autorin erzählt ungeschönt und ehrlich wie es ist im Leben mit Baby oder im Leben mit einem dringenden Kinderwunsch , der dann medizinisch begleitet wird, was für eine Paarbeziehung sicherlich sehr herausfordernd ist. Nein, die Autorin bewertet diese Leben nicht danach, welches Leben wohl das Bessere wäre und das fand ich auch gut so. Es geht doch im Wesentlichen darum, dass Jeder selbstbestimmt ein Leben für sich wählen sollte. Den klaren und flüssigen Schreibstil, (ab und zu blitze auch mal etwas Humor auf), mochte ich sehr. Dennoch war es irgendwie nicht mein Buch. Vielleicht hätte mich die Geschichte in meinen 30ern mehr angesprochen. Mir war es insgesamt wohl auch zu sehr fokussiert auf das Thema Mutterschaft. Andere Aspekte traten mir bei beiden Leben zu sehr in den Hintergrund. Und immer wieder fand ich die Lektüre nur deprimierend.
Wie kann ein Buch so laut und zugleich so leise sein?
Hab etwas gebraucht um reinzukommen...dann...ich habs geliebt...irgendwie
Überrascht
Ich hätte nicht gedacht, dass mich das Buch so nachdenklich stimmt. Mir gefallen die parallel laufenden Lebenswege unter der „was wäre, wenn..“ Prämisse sehr gut. Die Geschichten waren für mich bis zum Schluss sehr spannend, das Ende war vielleicht nicht für alle befriedigend, es passte für mich jedoch sehr gut zum Buch.
Ich mag sehr, wie Anne Sauer schreibt. Klug und klar. Die Geschichte hat mich allerdings nicht so abgeholt.
Eine Parallelwelt so real...
Die Protagonistin Antonia wacht eines morgens in einer ihr fremden Wohnung mit einem Baby auf der Brust auf. Sie ist irritiert und scheint im ersten Augenblick neben sich zu stehen. Langsam klärt sich das Bild und sie ist in einem Leben, welches eigentlich nicht ihres ist... und sie weiß nicht wie sie das erklären soll. Sie hat ein Baby mit ihrem Ex, den sie bereits zu Studienzeit verlassen hat und sie sind verheiratet... Die Geschichte klang gut und neu, jedoch muss ich ehrlicherweise sagen dass mich das Buch nicht wirklich überzeugen konnte. Es war stellenweise zu langatmig und der Schreibstil ist nicht meins. Zu abgehakt und nicht schön. Die Idee hatte Potential, aber leider zu seicht umgesetzt. Und das Ende war mir persönlich nichtssagend. Den tieferen Sinn habe ich verstanden, aber es gab leider kein Aha-Effekt. Kann ich leider nicht empfehlen. Schade.
Ein interessantes, kluges Gedankenspiel mit starken Momenten, aber nicht ganz so vielschichtig, wie erhofft.
„Im Leben nebenan“ von Anne Sauer ist ein Buch, das mich zwiegespalten zurückgelassen hat. Die Grundidee ist stark: Zwei mögliche Lebenswege einer Frau, einmal mit Kind und einmal ohne und die Frage, wie sehr unsere Entscheidungen unser Glück bestimmen. Haben wir uns nicht alle schon mal gefragt, „was wäre wenn?“ Themen wie unerfüllter Kinderwunsch, gesellschaftlicher Druck und das Frausein werden ehrlich und teilweise schonungslos beleuchtet. Besonders der Schreibstil hat mir gefallen: knapp, direkt, fast wie lose Gedanken, die nachwirken. Gleichzeitig hatte ich das Gefühl, dass sich vieles sehr stark um das Thema Kinderwunsch dreht und andere Lebensbereiche etwas zu kurz kommen. Beide Perspektiven wirkten stellenweise eher schwer und von Frust geprägt, was zwar realistisch ist, aber mir etwas die Balance genommen hat. Das offene Ende lässt mich nachdenklich zurück, auch wenn der Schluss auf mich nicht ganz rund wirkt.
Ein Buch, das zum nachdenken bringt… sehr schön geschrieben, das man gar nicht aufhören konnte weiter zu lesen. Zwei Perspektiv Wechsel zwischen Leben mit Kind und ohne Kind, fand ich auch sehr spannend. Mal was anderes auf jeden Fall ❤️ Ich fand’s traurig das am Ende kein richtiges Happy End vorkam, ich kann verstehen, das die Autorin das Ende offen gehalten hat, um uns Spielraum zu geben für Interpretationen, aber ich hätte mir gewünscht, wenn da mehr Aufklärung am Ende kam von beiden Seiten aus. Das Ende hat mich da leider nicht richtig zufrieden gestellt. Aber manchmal ist das Leben so, und man muss es akzeptieren so wie es ist. Nichts desto trotz ist es dennoch ein Herzerwärmendes Buch was einem noch etwas länger im Kopf bleiben wird.

Ich finde es irgendwie sehr schwer das Buch zu bewerten... Der Klappentext hat mich total angesprochen und da liegt eigentlich schon das Problem, aufgrund des Texte hatte ich erwartet, dass hier zwei komplett unterschiedliche Lebensentwürfe thematisiert werden: Die aktive Entscheidung GEGEN und die FÜR ein Kind und dass dann beide Seiten beleuchtet werden mit den Schattenseiten, aber auch mit den positiven Aspekten. Leider drehte sich die eine Perspektive dann quasi auch komplett um das Thema Kind, in Form eines unerfüllten Kinderwunsches. Das fand ich dann doch etwas schade und beide Realitäten waren etwas arg negativ dargestellt, wobei ich die Ehrlichkeit auch gut fand und viele Frauen wahrscheinlich einige Gefühle und Gedanken nachempfinden können und die Protagonistin später noch eine Entwicklung durchgemacht hat. Es gab aber eine (wie ich finde) doch etwas problematische Szene, die etwas zu wenig kritisch beleuchtet wurde. Abgesehen davon, wenn man weiß worauf man sich einlässt, mochte ich aber den (unaufgeregten) und leicht poetischen Schreibstil der Autorin wirklich gerne und bei ~ 270 Seiten ist das Buch auch schnell gelesen.

Was wäre wenn.... Was wäre,wenn du dich für eine andere Ausbildung entschieden hättest? Was wäre,wenn du dich für einen anderen Wohnort entschieden hättest? Was wäre,wenn du dich für einen anderen Partner entschieden hättest? Oder doch für bzw gegen eigene Kinder? Fragen,die sich vermutlich jeder einmal im Leben stellt und Anne Sauer hat mit ihrem Roman eine mögliche Antwort gezaubert. Ein schönes Buch ,vier ⭐️⭐️⭐️⭐️
Das Buch hatte einen unglaublichen Sog, ich konnte es nicht wirklich weglegen und hab es innerhalb eines Tages gelesen. Anfänglich noch für die Protagonistin gewünscht, dass sie in jeweils dem einen Leben dann wirklich auftaucht, stellte man dann fest, dass es wie im richtigen Leben das Vollkommene, NurSchöne und Perfekte nicht geben kann. Das Ende hinterließ mich ruhelos und mit viel Nachhall.
So ein tolles Buch, regt zum nachdenken an & berührt auf seine ganz eigene Art. Ich hab es sehr geliebt♥️
Was wäre WENN…
Was wäre, wenn es ein anderes Leben von dir gäbe – eines, in dem du vollkommen zufrieden bist? Diese Frage hat sich sicherlich jeder schon einmal gestellt. Diese Frage steht auch im Mittelpunkt des Romans von Anne Sauer. Die Autorin entwirft in Ihrem Roman „Im Leben nebenan“ zwei parallele Lebenswelten und stellt zentrale Entscheidungen im Leben infrage: Stadt oder Dorf? Jugendliebe oder vermeintlicher Traummann? Kind oder Kinderlosigkeit? Die Protagonistin Antonia lebt mit ihrem Freund Jakob in der Stadt und führt ein vermeintliches schönes und ungezwungenes Leben, leidet jedoch unter einem unerfüllten Kinderwunsch. Unverhofft wacht sie im „Leben nebenan“ auf: mit ihrer Jugendliebe Adam, verheiratet, in einem großen Haus im Dorf in dem Sie aufgewachsen ist und einem Kind. Ihr bisheriges Leben ist verschwunden, und sie muss sich in einer Realität zurechtfinden, die sie sich immer gewünscht hat. In beiden Welten fühlt sich Antonia nicht vollständig zu Hause. Als Mutter erlebt sie gesellschaftliche Erwartungen, Überforderung und das Gefühl, sich ständig rechtfertigen zu müssen. Gleichzeitig zeigt der Roman eindringlich, wie schmerzhaft Kinderlosigkeit sein kann und wie ausgegrenzt sich Frauen fühlen, wenn ihr Lebensentwurf nicht der gesellschaftlichen Norm entspricht. Der Roman zeigt eindringlich sowohl die Belastung des Mutterseins als auch den Schmerz der Kinderlosigkeit und macht deutlich, wie sehr Frauen zwischen gesellschaftlichen Erwartungen und eigenen Wünschen zerrissen sind. Stilistisch wirkt das Buch wie eine Serie zum Bingen: mitreißend und beinahe süchtig machend. Realität und innere Konflikte werden präzise und emotional erzählt; Themen wie Sehnsucht, Freiheit und Selbstbesimmung stehen im Mittelpunkt. Besonders gelungen finde ich, dass man sich in beide Versionen von Toni und Antonia gut hineinversetzen kann, auch wenn man selbst vielleicht nur eine Seite dieser „Medaille“ kennt. Die Zerrissenheit der Hauptfigur wirkt authentisch und berührend. Insgesamt ist Im Leben nebenan für mich eine klare Leseempfehlung.
»Wenn ich sage, ich kann keine Kinder bekommen, dann haben immer alle Mitleid. Gespräch beendet. Wenn eine Frau sagt, sie will einfach nicht, und zwar nie, also wirklich nie, dann muss sie sich erklären. Als wäre das alles, was uns definiert, die einzige Entscheidung, die wir im Leben treffen müssen. Und klar, wir müssen sie ja auch tatsächlich alle treffen, irgendwann. Aber es fuckt mich so ab, echt.« (S.195)

Toller Schreibstil und zwei interessante Geschichten über das Leben einer Person.

Ich hatte mir mehr erhofft!
. Wenn du Lust auf einen Roman hast, der sich dem Thema Kinderwunsch aus zwei unterschiedlichen Blickwinkeln nähert, ohne dabei allzu tief in die Abgründe dieses sensiblen Feldes vorzudringen, dann könnte „Im Leben nebenan“ genau das Richtige für dich sein. Der Text liest sich angenehm flüssig und unterhaltsam, doch blieb für meinen Geschmack an manchen Stellen eine größere emotionale und gedankliche Tiefe aus, die der Thematik noch mehr Nachhall hätte verleihen können. 3/5 ⭐️ . Worum geht es genau… Eines Morgens erwacht Toni nicht in ihrem eigenen Bett neben ihrem Partner, sondern mit einem Neugeborenen auf der Brust in einem ihr fremden Bett. Sie ist auf einmal in einem Leben gefangen mit Mann und Neugeborenen und weiß nicht genau was vor sich geht… Während sich in einer Parallelwelt die zurückgebliebene Toni mit einem unerfüllten Kinderwunsch auseinandersetzten muss. . In „Im Leben nebenan“ begleiten wir zwei Versionen derselben Frau… zwei Antonias, die parallel durch einen prägenden Abschnitt ihres Lebens gehen und dabei unterschiedliche Wege einschlagen müssen. Besonders gelungen erscheint dabei die feine sprachliche Unterscheidung… Während die eine Antonia genannt wird, tritt die andere als Toni auf. Dies ist ein schlichtes, aber wirkungsvolles Mittel, um die beiden Lebenslinien klar voneinander zu trennen. . Doch genau an diesem Punkt beginnt auch meine Kritik. Toni bleibt über weite Strecken seltsam blass, fast schemenhaft. Es fehlt an emotionaler Tiefe, an jenen Momenten, in denen das Innenleben wirklich aufbricht. Immer wieder hatte ich das Gefühl… Jetzt, gleich, öffnet sich etwas… doch dieser Augenblick blieb aus. Stattdessen verharrt vieles an der Oberfläche. Gerade die vielschichtige Gedankenwelt einer Frau mit unerfülltem Kinderwunsch, die ich erwartet hatte, entfaltet sich kaum. Die Schwere, die sich über eine Liebesbeziehung legen kann, wird zwar angedeutet, doch nie wirklich durchdrungen. Es bleibt beim Streifen, wo ein Eintauchen notwendig gewesen wäre. So viel verschenktes Potenzial. Wo sind die rohen Gefühle? Die Wut, die Verzweiflung, die Zerrissenheit? Der Zugang zu den Figuren blieb mir letztlich eher verwehrt. In der Parallelwelt, in der ein Kind Teil von Antonias Leben ist, erhalten wir zwar etwas tiefere Einblicke in ihr Inneres. Dennoch schwingt stellenweise ein unterschwelliges Idealbild mit… ein leises „So sollte es sein“, vermittelt durch Antonia selbst und ihrer Schwiegermutter. Gerade hier hätte die Gegenüberstellung beider Lebensentwürfe mehr Mut zur Differenzierung, mehr Individualität und Widersprüchlichkeit verdient, um die Vielfalt weiblicher Erfahrungen authentischer abzubilden. . Unbestritten ist hingegen die sprachliche Qualität des Romans! Der Schreibstil ist angenehm, klar und fließend, sodass man mühelos von Seite zu Seite voranschreitet. Die Lektüre gestaltet sich leicht und zugänglich. . So bleibt „Im Leben nebenan“ ein unterhaltsamer Roman, besonders für jene, die sich dem Thema eher behutsam nähern möchten. Letztlich lässt sich sagen… Sauer greift ein bedeutsames Thema auf, sodass dieser Roman gerade für junge Frauen, aber auch für Männer, durchaus aufschlussreich und augenöffnend sein könnte. Doch für mich bleibt die Auseinandersetzung mit der Thematik „Kinderwunsch und Kinderwunschbehandlung“ zu zaghaft, zu wenig durchdrungen. Schade eigentlich… ich hatte mir mehr erhofft.
Spannendes Debut. Interessanter Schreibstil. Für mich ein bisschen zu fragmentiert, zu weit weg von den Protagonisten.
Als Hörbuch gehört. Mir hat das Buch überraschend gut gefallen. Beide Perspektiven waren sehr gut nachvollziehbar und haben rund um das Thema Kinderwunsch eine große Bandbreite abgedeckt. Vor allem fand ich gut, dass nichts beschönigt wurde und keiner der Lebensentwürfe als der erstrebenswertere dargestellt wurde. Auch das Ende hat mir echt gut gefallen. Viele tolle Sätze, richtig gut geschrieben. Und es war toll gelesen! Für mich ein Highlight!

Für mich ist Im Leben nebenan wie ein Espresso: kurz, kräftig, haut dich um und bleibt lange im Kopf.
Hast du dir schon mal überlegt, wie dein Leben verlaufen wäre, wenn du an einer bestimmten Stelle eine andere Entscheidung getroffen hättest? Genau das passiert Toni in Im Leben nebenan von Anne Sauer. Sie wacht morgens nicht in ihrer Altbauwohnung neben ihrem Freund Jakob auf, sondern plötzlich in einem komplett anderen Leben. Da heißt sie Antonia, lebt wieder im Dorf ihrer Kindheit und sitzt mit einem 5 Wochen alten Baby im Arm da. Und der Vater? Ihre Jugendliebe, die sie eigentlich nie ganz vergessen hat. Ich fand das so spannend, weil die Autorin diese zwei Leben nebeneinander erzählt: einmal Toni in der Stadt, kinderlos, mit allen Zweifeln und Fragen und einmal Antonia, mitten im Babychaos mit Schwiegermutter nebenan. Und das regt so sehr zum Nachdenken an: Welche Entscheidung hat eigentlich welchen Preis? Mich hat das Buch richtig gepackt, weil ich es gelesen habe, als mein eigenes Baby auch 5 Wochen alt war. Da waren so viele Szenen, wo ich dachte: Oh mein Gott, das fühle ich gerade eins zu eins. Und ja es gab Momente, da hatte ich wirklich Tränen in den Augen. Der Schreibstil ist super nahbar, realistisch und man fliegt einfach durch die Seiten. Und obwohl das Buch recht kurz ist unter 300 Seiten ist es intensiv und berührend. Für mich ist Im Leben nebenan wie ein Espresso: kurz, kräftig, haut dich um und bleibt lange im Kopf. Absolute Empfehlung!

Richtig schönes Buch! Man kann sich in so vielen Situationen wiederfinden, egal ob mit oder ohne Kind, egal ob Single oder vergeben. Sprachlich auch wunderbar geschrieben. Ich hab nur bis zum Schluss nicht verstanden, wie dieser Switch entstanden ist und das knabbert jetzt ein bisschen an mir. Ansonsten schöner Roman.
Welches Leben wäre deins gewesen?
In 'Im Leben nebenan' von Anne Sauer geht es um eine Frau, die Einblick in eine alternative Version ihres eigenen Lebens erhält. In dieser Realität hat sie sich an einem wichtigen Punkt anders entschieden. Ihr Leben nimmt dadurch einen völlig anderen Verlauf. Plötzlich ist sie verheiratet und hat ein Neugeborenes. ✨️ Ich mag Was-wäre-wenn-Geschichten sehr. Der Roman wechselt immer wieder zwischen beiden Lebensversionen, sodass man gut nachvollziehen kann, in welcher Realität man sich gerade befindet. Sprachlich ist das Buch nah an der Umgangssprache. Dadurch liest es sich leicht und flüssig, bleibt aber gleichzeitig emotional dicht. Die Gedanken und Gefühle der Protagonistin wirken authentisch und sehr gut nachvollziehbar. ❌️ Einige Passagen sind stark feministisch geprägt. Themen wie Periode oder Schwangerschaft werden als grundsätzliche Ungerechtigkeit dargestellt. Das empfand ich für die Geschichte nicht unbedingt notwendig. Auch das Ende hat sich mir nicht vollständig erschlossen. 📌 Ein sprachlich starkes und thematisch spannendes Buch über Entscheidungen und mögliche Lebenswege. Trotzdem bin ich etwas zwiegespalten, weil mich einzelne inhaltliche Akzente nicht vollständig überzeugt haben.
Im Leben nebenan von Anne Sauer erzählt von zwei Leben die kaum gegensätzlicher sein könnten und trotzdem auf leise Weise miteinander verbunden sind. Ein Buch, das fragt was Glück wirklich bedeutet und wie sehr unsere Entscheidungen uns prägen. Trotzdem hat mich die Geschichte nicht ganz so tief erreicht, wie ich es mir gewünscht hätte. Manche Entwicklungen bleiben etwas distanziert, im emotionalen Kern hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht.
Jahreshighlight!
„Im Leben nebenan“ hat mich schon auf den ersten Seiten sprachlich komplett abgeholt. Es hat mich immer wieder zum nachdenken angeregt und auch jetzt nach Beenden des Buches, möchte mir die Geschichte um Toni nicht aus dem Kopf gehen. Beim Lesen erlebte ich eine bunte Mischung an Emotionen und Empfindungen. Zwischen Wut, Trauer und sehr viel Verständnis hat sich jedoch eines den Platz an der Spitze erkämpft: Mitgefühl. Für mich definitiv ein Jahreshighlight.
Leider nicht mein Buch
Das Buch und ich wurden nicht wirklich warm miteinander. Es geht ums Muttersein um unerfüllten Kinderwunsch und das „ was wäre wenn“ . Der Schreibstil ist ganz wunderbar, aber mit der Geschichte selbst konnte ich nichts anfangen. Mir hat auch irgendwie was gefehlt. Ich kann aber auch nicht sagen was .
Wirkt lange nach!
Ich habe noch sehr lange über die Handlung und die Message des Buches nachgedacht. Es regt dazu an persönliche Gedanken zu hinterfragen und gerade das macht es so toll! Es spiegelt ungeschönt die Wahrheit wieder und lässt auch in den negativen Aspekten etwas wunderbares herausblicken.
Famoses Gedankenspiel
Ein klasse Buch, über zwei Leben einer Frau, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Anderer Mann, andere Stadt, anderer Job, mit oder ohne Kind. Wo ist sie glücklicher? Was macht jedes dieser Leben mit ihr? Ein tolles Gedankenspiel und sehr angenehm und gut geschrieben!
Ging so…
Die Geschichte hat nicht nicht abgeholt. Das Buch war etwas langatmig und naja, vielleicht einfach nicht (mehr) mein Thema.
Welches Leben ist für die Protagonistin nun das glucklichere? Als nicht-mutter mit einem unerfüllten Kinderwunsch, oder als Plötzlich-mutter mit einem Baby mit ihrer ersten Liebe? Spannendes und intensives Gedanken Experiment, welches ziemlich viel Emotionen und Nachhall bei mir ausgelöst hat. Fand das Buch sehr gut!
Ein Buch, das lange nachhallt und das ich vielen Menschen empfehlen würde, die sich mit den Themen Kinderwunsch, Mutterschaft und Identität auseinandersetzen möchten 🌟
Dieses Buch hat mich auf eine stille, nachdenkliche Weise sehr berührt. Vor allem sprachlich hat es mich beeindruckt. Die Autorin schreibt unglaublich feinfühlig, poetisch und präzise zugleich. Viele Sätze haben sich angefühlt, als würden sie direkt unter die Haut gehen. Es ist eines dieser Bücher, bei denen man immer wieder kurz innehält, weil ein Gedanke oder eine Formulierung noch nachklingen möchte. Inhaltlich geht es um ein Thema, das so viele Frauen begleitet und gleichzeitig selten so ehrlich erzählt wird: den Kinderwunsch und die Realität von Mutterschaft. Besonders bewegend fand ich die Perspektive einer Frau, die selbst mit ihrem Kinderwunsch ringt und dabei sehr nah miterlebt, wie das Leben einer jungen Mutter wirklich aussehen kann. Dadurch entsteht ein intensiver Blick auf beide Seiten: die Sehnsucht nach einem Kind und gleichzeitig die schonungslose Realität des Mutterwerdens. Das Buch zeigt sehr eindrücklich die Zerrissenheit, die entstehen kann, wenn man sich ein Kind wünscht und gleichzeitig erkennt, wie herausfordernd die neue Rolle als Mutter sein kann. Themen wie Wochenbettdepression, Überforderung, die Unsicherheit im eigenen Körper und im eigenen Leben werden nicht beschönigt. Besonders die Darstellung dieser ersten Zeit nach der Geburt, in der alles neu, verletzlich und oft auch überwältigend ist, fand ich unglaublich authentisch. Was mich besonders berührt hat, ist die Darstellung dieser inneren Transformation. Die Veränderung von einer Frau, die ihr eigenes Leben gewohnt ist, hin zu einer Mutter, die plötzlich Verantwortung für ein neues Leben trägt. Diese Suche nach einer neuen Identität, nach einem Platz zwischen dem alten Selbst und der neuen Rolle, wird sehr feinfühlig beschrieben. Gleichzeitig ist das Buch auch eine Reise zum Kinderwunsch selbst. Zu der Frage, was es bedeutet, Mutter werden zu wollen. Welche Vorstellungen wir von Mutterschaft haben und was passiert, wenn Realität und Erwartung aufeinander treffen. Es zeigt, dass dieser Weg selten geradlinig ist und dass in dieser Sehnsucht oft ebenso viel Hoffnung wie Angst steckt. Ich habe dieses Buch als sehr ehrlich, verletzlich und mutig empfunden. Es spricht über Themen, über die oft zu wenig gesprochen wird, und schafft dabei eine große Nähe zu den Figuren. Den fünften Stern vergebe ich nicht ganz, weil mich die Geschichte emotional manchmal ein kleines Stück auf Distanz gehalten hat. Trotzdem ist es ein Buch, das lange nachhallt und das ich vielen Menschen empfehlen würde, die sich mit den Themen Kinderwunsch, Mutterschaft und Identität auseinandersetzen möchten.

Was wäre wenn?!... haben wir uns das nicht alle schon gefragt?
Ich habe mir dieses Buch mitgenommen, weil ich die Idee der Story hoch interessant fand und dazu das Cover wunderschön ist. Ich wurde nicht enttäuscht. Die Kontraste zwischen den beiden Leben sind sehr gut herausgearbeitet und in beiden Welten struggelt Antonia/Toni... natürlich auch unterschiedlichen Gründen. Das Buch hat mich sehr mitgenommen. Es beschreibt sehr eindrücklich und teilweise ungeschönt, wie sich ein Leben mit einem Neugeborenen für eine Mutter anfühlt. Und gleichzeitig auch den Struggle , der da ist, wenn man sich ein Kind wünscht und es nicht klappt...und plötzlich stellt man alles in Frage. Ein wirklich tolles Buch, was ich gern weiterempfehle.
Puh. Sprachlich wirklich wow. Das Buch hat mich aufgewühlt. Als Frau ohne Kinderwunsch war es für mich emotional schwer. Das Ende lässt mich verwirrt zurück und irgendwie weiß ich nicht was nicht gut war, aber wirklich empfehlen würde ich es auch nicht, weil es mich bedrückt hat, trotz grandiosem Schreibstil.
Ganz tolles ehrliches Buch!
Man weiß bis zum Schluss eigentlich nicht richtig, welches der beiden Leben jetzt das richtige ist. Ich dachte es geht vielleicht um Depression, aber irgendwie auch nicht. Sehr spannend und treffend. Schön!
Ein unglaublich authentisches Buch!
Ich habe „Im Leben nebenan“ als unglaublich authentisch empfunden. Sowohl das Leben mit Kinderwunsch, als auch das Leben mit Baby wird so unbeschönigt und echt beschrieben, dass ich mich selbst in vielen Szenen wiedergefunden hab…wie ich schwitzend an der Supermarkt-Kasse stand und gefühlt von allen angeguckt wurde, weil mein Baby geschrien hat. Ich hab mich auch dabei ertappt, immer wieder über meine eigenen „Was-wäre-wenn“-Versionen nachzudenken. Kein Buch für Action oder Spannung, aber eines, das nachhallt und lange im Kopf bleibt. Nur das Ende hat mich leider unzufrieden zurückgelassen.
Klasse!
Hier hat mir einiges gefallen. Der Stil, die Worte und die Art, die Gefühle auszudrücken. „Zwei, die gerade dabei sind, sich fremd zu werden. Es war die Hölle.“ Fühle ich zu 100 %. Die angesprochenen Themen, so wichtig. Ein bisschen schade war, dass sie sich nicht an die Schwangerschaft „erinnern“ konnte. Das kann sie nicht nachholen.
3.5 - die Idee war richtig cool und innovativ, die Umsetzung leider nicht ganz so gut wie sie hätte sein können. Auch die Thematik rund ums Mutter sein, Kinder kriegen, Fehlgeburt fand ich nur so mittelmäßig umgesetzt. Die Figuren waren irgendwie zu emotionslos und unecht und mir fehlte zu viel Kontext. Mit beiden Situationen hat sich die Protagonistin recht schnell einfach so abgefunden und man hätte wesentlich meh aus dem Buch mitgenommen, wenn man an den Gedanken dazu hätte teilhaben können! Letztendlich will mir das Buch glaube ich sagen, dass es immer ein „was wäre wenn“ geben wird und dass man mit beiden Lebensentwürfen glücklich sein kann. Aber irgendwie war das nicht deutlich genug gemacht. Mir hat’s trotzdem gefallen, aber ich finde es schade, dass das Buch unter seinem Potential bleibt!
3.5 - die Idee war richtig cool und innovativ, die Umsetzung leider nicht ganz so gut wie sie hätte sein können. Auch die Thematik rund ums Mutter sein, Kinder kriegen, Fehlgeburt fand ich nur so mittelmäßig umgesetzt. Die Figuren waren irgendwie zu emotionslos und unecht und mir fehlte zu viel Kontext. Mit beiden Situationen hat sich die Protagonistin recht schnell einfach so abgefunden und man hätte wesentlich meh aus dem Buch mitgenommen, wenn man an den Gedanken dazu hätte teilhaben können! Letztendlich will mir das Buch glaube ich sagen, dass es immer ein „was wäre wenn“ geben wird und dass man mit beiden Lebensentwürfen glücklich sein kann. Aber irgendwie war das nicht deutlich genug gemacht. Mir hat’s trotzdem gefallen, aber ich finde es schade, dass das Buch unter seinem Potential bleibt!
Nichts für mich
Leider bin ich nicht richtig in das Buch rein gekommen 😕
Kinderwunsch bzw. Mutterstein aus 2 Perspektiven
Es geht um den Kinderwunsch und das Muttersein und beleuchtet insbesondere auch die negativen bzw. unschönen Seiten daran. Mir hat der Schreibstil der Autorin unfassbar gut gefallen! Habe es sehr gerne gelesen! In mir konnte sie mit ihren Erzählungen viele Emotionen wecken. Deshalb 5 ⭐
Idee war gut , aber der Schluß hat mich enttäuscht
Wobei ich auch nicht sagen kann, wie es hätte ausgehen sollen. Am Ende hat mich auch der Schreibstil genervt, die kurzen abgehackten Sätze

Ein interessantes Gedankenspiel, jedoch mit emotionaler Distanz
»Im Leben nebenan« ist für mich der Inbegriff des „Was wäre, wenn …?“. Was wäre, wenn sich Dinge anders entwickelt hätten? Wenn man an einem bestimmten Punkt eine andere Entscheidung getroffen hätte? Anne Sauer greift genau dieses Gedankenspiel auf – und gerade dieser Ansatz hat mich zunächst sehr neugierig gemacht. Emotional konnte mich der Roman jedoch nicht ganz so mitreißen, wie ich es mir erhofft hatte. Ein wesentlicher Grund dafür waren die häufigen, teils abrupten Wechsel sowohl auf der Zeitebene durch zahlreiche Rückblicke als auch auf der Handlungsebene. Deshalb fiel es mir oft schwer mich zu verorten – in welchem Lebensentwurf von Toni befinden wir uns gerade und zu welchem Zeitpunkt? Das empfand ich zwischendurch als anstrengend und hat meinen Lesefluss spürbar gebremst. Zudem verbringen wir viel Zeit in Tonis Kopf. Zwar erhalten wir so detaillierte Einblicke in ihre Gedankenwelt, jedoch fehlt es dadurch zugleich an aktiver Interaktion mit anderen Figuren. Dialoge sind rar, vieles wird zusammenfassend erzählt, wodurch die Nebenfiguren auf mich sehr eindimensional wirkten. Selbst Toni blieb für mich schwer greifbar. Gerade im Miteinander mit anderen lernt man eine Figur oft erst wirklich kennen und genau dieser Aspekt hat mir hier gefehlt. Stellenweise wirkte das auf mich ermüdend, weil man fast ausschließlich ihren inneren Schilderungen folgt. Dabei steckt in diesem Roman viel Potenzial. Die Grundidee hat mir gefallen, ebenso die Einbindung ernster Themen wie Care-Arbeit, Mutterschaft und der ungeschönte Blick auf die Herausforderungen, die mit dieser Rolle einhergehen. Besonders positiv fand ich, dass das Muttersein nicht romantisiert wird, sondern auch Einsamkeit, Überforderung und Zermürbung sichtbar gemacht werden. Am Ende bleibt für mich das Gefühl, dass »Im Leben nebenan« hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt: Die Themen sind relevant und interessant, doch die emotionale Tiefe und die Figurenzeichnung – insbesondere Toni – konnten mich nicht vollständig erreichen.

„Fühl so viel, wie du willst. Du lebst doch nur dieses eine Mal.“ 🥺🤍 „Im Leben nebenan“ von Anne Sauer hat mich nicht einfach nur berührt – es hat mich regelrecht aufgerissen, durchgeschüttelt und am Ende mit einem leisen, hoffnungsvollen Lächeln zurückgelassen. 💛 Dieses Buch ist wie ein Blick durch ein Fenster in ein anderes Leben. In das Leben, das wir hätten führen können. In das Leben, das vielleicht nur eine Entscheidung entfernt liegt. Und genau darin liegt diese unglaubliche emotionale Wucht. Anne Sauer schreibt mit einer solchen Feinfühligkeit, dass man beim Lesen immer wieder innehalten muss. Ihre Worte fühlen sich echt an. Nah. Verletzlich. Es geht um verpasste Chancen, um Sehnsucht, um die leisen „Was wäre wenn?“-Fragen, die wir alle kennen – und manchmal viel zu gut verdrängen. Ich habe mich so oft in den Gedanken und Zweifeln der Figuren wiedergefunden. Dieses ständige Abwägen zwischen Sicherheit und Risiko, zwischen Vernunft und Gefühl, zwischen dem Leben, das man hat, und dem Leben, das nebenan wartet. Und während ich gelesen habe, hatte ich das Gefühl, selbst an einer Weggabelung zu stehen. Was mich besonders begeistert hat, ist diese stille Intensität. Kein unnötiges Drama, kein künstliches Pathos – stattdessen echte Emotionen, die sich langsam entfalten und dann mitten ins Herz treffen. 💔✨ „Im Leben nebenan“ ist für mich ein Buch über Mut. Über die Angst vor falschen Entscheidungen. Und darüber, dass es vielleicht gar nicht das eine „richtige“ Leben gibt – sondern nur das, das wir bereit sind zu leben. Ich habe so viele Stellen markiert. So viele Sätze, die nachhallen. Dieses Buch liest man nicht einfach – man fühlt es. Für mich ist es ein absolutes Highlight und eine Geschichte, die noch lange in mir weiterleben wird. Teils amüsant, sehr berührend und mit wirklich unerwarteter Melancholie Habt ihr euch schon einmal gefragt, wie euer Leben verlaufen wäre, wenn ihr damals anders entschieden hättet? 💭
Sehr schöne Sprache und ein sehr interessant umgesetztes Thema, wenn das Leben ganz anders verlaufen wäre.
Gelungenes Gedankenexperiment!
Ich mochte Anne Sauers Schreibstil unglaublich gerne. Tonis/Antonias Gefühle und Gedanken haben sich echt und nahbar angefühlt und mich von der ersten Seite an mit in die Geschichte gezogen. Zwischendurch hatte ich das Gefühl, dass die Welten (vermutlich wie für Toni) miteinander verschwimmen. Das Ende bleibt offen, aber bei dieser Geschichte empfand ich es nicht als störend. Es regte viel mehr zum Nachdenken an. Das Buch ist sicherlich nichts für jede*n, aber ich fand es definitiv lesenswert!
Schön!
Mich hat das Buch von Anfang an abholen können. Schöner Schreibstil, interessante Geschichte und eine Protagonistin, in deren Welt man komplett eintauchen kann. Dabei viele Denkanstöße und keine Seite zu lang. Über das Ende denke ich noch immer nach. Einfach ein gutes Buch, dass ich mit guten Gewissen empfehlen kann.
Toni erwacht eines Morgens nicht wie gewohnt neben ihrem Freund Jakob in ihrer kleinen Altbauwohnung in der Stadt, sondern in einer teuer eingerichteten großen Wohnung im Dorf ihrer Kindheit. Und während sie in ihrem eigentlichen Leben kinderlos ist, hat Antonia in diesem anderen Leben ein Baby mit Adam, ihrer ersten großen Liebe. "Im Leben nebenan" erzählt im Wechsel von zwei Versionen eines Lebens. Ich habe mich ein wenig durch das Buch gemüht, weil ich auf den Schluss gespannt war. Abschließend muss ich sagen, das Buch hat mir nicht wirklich gefallen. Achtung Spoiler!: Beide Leben von (An)toni(a) wirken nicht glücklich und wir begleiten sie beim Unglücklichsein. Während Toni und Jakob seit langem versuchen ein Kind zu bekommen, weiß Antonia noch nicht einmal, wie sie auf das verzweifelte Heulen ihres Babys reagieren soll. Der Schluss ist für mich nicht stimmig. In das eine Leben wächst sie hinein, von dem anderen verabschiedet sie sich. Trotzdem 3 Sterne für die schöne Sprache und den Aufbau.