24. Apr.
Rating:5

Sehr informativ und interessant

Die Evolution der Gewalt ist die treffende Beschreibung für den Inhalt des Buches. Es wird klar verständlich, sachlich, wissenschaftlich basiert und in zeitlich chronologischer Reihenfolge erörtert, wie der Mensch von einem friedfertigen Wesen zu dem kriegstreibenden Monster werden konnte, das er heute ist. Die Autoren beleuchten die unterschiedlichen Mechanismen, die diese Entwicklung herbeigeführt haben. Man erfährt nicht nur etwas über die Entwicklung der Gewalt, sondern auch über andere menschheitsgeschichtliche Ereignisse. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da es sehr gut informiert hat, verständlich geschrieben ist und man den Autoren und ihren Gedankengängen immer folgen kann. Ich empfehle das Buch sehr, weil man dadurch viele Verhaltensweisen und kriegerische Entwicklungen in der heutigen Zeit mit anderen Augen sieht.

Die Evolution der Gewalt
Die Evolution der Gewaltby Harald Mellerdtv Verlagsgesellschaft
11. März
Das erste Drittel hab ich quasi in einem geschluckt..
Rating:4.5

Das erste Drittel hab ich quasi in einem geschluckt..

.. danach ist es dann schon streckenweise etwas mühsam geworden. Das kann aber auch dran liegen, dass mich der archäologische Aspekt weniger interessiert, als der biologische. Was ich besonders liebe: -> wissenschaftliche Erkenntnisse leicht verständlich -> klare Stellung zur Geschichte von Gewalt und der Rolle von Männern -> wiederholende Erkenntnisse, damit in den ganzen Geschichten das Wichtigste nicht untergeht.

Die Evolution der Gewalt
Die Evolution der Gewaltby Harald Mellerdtv Verlagsgesellschaft
19. Aug.
Rating:5

Make Love not War

Bücher von Harald Meller und Kai Michel sind immer wärmstens zu empfehlen. Hier stellen sie überzeugend auf wissenschaftlicher Basis fest, dass Krieg nicht in der Natur des Homo Sapiens liegt, sondern kulturell bedingt ist und eine Anomalie darstellt. In 99 % der Menschheitsevolution findet sich kein Krieg. Erst im letzten 1 % (seit ca. 12.000 Jahren) entsteht diese kulturelle Wucherung. "Ein Zivilisationsprodukt, die originäre Leistung sogenannter Hochkulturen" zum Vorteil weniger und zum Leidwesen vieler. Ihr Ausgangspunkt liegt im Sesshaftwerden des Homo Sapiens und der Erfindung der Landwirtschaft. Daraus resultierte Überbevölkerung, Ressourcenhunger und ein herrschaftsbasiertes Gesellschaftssystem zu dem auch toxische Männlichkeit zählt. Der Nährboden für Krieg. Die Autoren schließen mit 12 Lektionen ab, die dem Krieg die Legitimation rauben sollen und heben die eigentliche Natur des Menschen hervor, nach Frieden zu streben.

Die Evolution der Gewalt
Die Evolution der Gewaltby Harald Mellerdtv Verlagsgesellschaft